Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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Eine moderne Schuldenpolitik

Die Deutschen haben die Angewohnheit, Maß und Mitte stets dadurch zu verfehlen, in dem sie zu Extremen neigen. Als notwendig erachtete Reformen verzögern sie so lange, bis Wirtschaft und Gesellschaft scheinbar paralysiert sind, nur um in einzigartigen Kraftakten des großen gesellschaftlichen Konsenses Veränderungen im Exzess zu treiben. Atomausstieg, Energiewende, Abschaffung der Wehrpflicht, Migration und nicht zuletzt die großen wirtschaftspolitischen Reformen auf dem Arbeitsmarkt, der Rentenpolitik sowie der Finanz- und Schuldenpolitik zeugen von der Unfähigkeit, des Landes rechtzeitig das Richtige zu tun und den Ausgleich über die Konsequenz zu suchen. Angelehnt an ein Bonmot des Altkanzlers Gerhard Schröder glauben Politik und Gesellschaft oft an die 10 Gebote, nur um das Goldene Kalb zu tanzen. Seit einer Dekade feiert sich das Land ob seiner Schuldenbremse, die zu einer soliden Finanzpolitik geführt hätte in einem Ozean überschuldeter Staaten. Die einfache Regel, dass der Staat nur so viel ausgeben dürfe wie er einnehme, erfreut sich nach wie vor im Wahlvolk großer Beliebtheit, in Gedenken an Wolfgang Schäuble muss jeder Finanzminister versprechen, nur ausgeglichene Budgets vorzulegen. Doch wenn die Notenbanken die Zinsen jenseits aller geldpolitischen Traditionen in den Minusbereich treiben, während Investitionen von Staat und Wirtschaft nicht in Schwung kommen, stellt sich die Frage, ob die Politik nicht Potentiale brach liegen lässt. [continue reading…]

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Russland auf dem Weg zum Totalitarismus

Die Welt erlebt unruhige Zeiten, an zahlreichen Ecken flammen kriegerische Krisenherde auf, ohne dass eine Ordnungsmacht das Chaos sortieren könnte. Im Auge des Orkans befindet sich zumeist Russland, das immer deutlicher versucht, durch das Schüren von und gleichzeitige Partizipieren an Konflikten zu alter geopolitischer Stärke zurückzufinden. Während im Vielvölkerstaat der Rückfall zum Totalitarismus sowjetischer Prägung droht, ignoriert Moskau internationale Regeln. [continue reading…]

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Ein zweites Mal nun sind 20 Kandidaten der Demokraten für das Präsidentenamt in Primary-Debatten aufeinandergetroffen. Ein zweites Mal machte es die enorme Zahl der Bewerber notwendig, den Streit auf zwei Abende aufzuteilen. Den Namen Eric Swalwell musste man sich schon nicht mehr merken, denn der Abgeordnete aus Kalifornien hatte sich bereits aus dem Rennen subtrahiert. Hinzu kam dafür jedoch Steve Bullock, der Gouverneur des US-Bundesstaats Montana (flächenmäßig so groß wie Deutschland, aber mit einer Bevölkerungszahl vergleichbar der von Köln), weshalb es noch nicht einmal zu einer winzigen Verkleinerung des Bewerberfeldes kam. In der Lane der Zentristen, die von sich sagen auch in republikanisch geprägten, ländlichen Regionen gewinnen zu können, hätte Bullock gute Chancen auf die Kandidatur, wenn vor ihm Joe Biden, Beto O’Rourke, Amy Klobuchar, John Hickenlooper, John Delaney, Michael Bennet und Tim Ryan stolpern. Klar also, dass er seinen Hut unbedingt auch noch in den Ring werfen musste. [continue reading…]

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Ich habe es bisher vermusst vermieden, großartig den amerikanischen Vorwahlkampf zu thematisieren. Dieses frustrierende und erkenntnisfreie Polit-Entertaintment ist eine Betrachtung aktuell nicht über grundsätzliche Untersuchungen hinaus wert, wie sie gelegentlich im Vermischten auftauchen. Stattdessen möchte ich über eine fundamentale Dynamik sprechen, die jeden Wahlkampf in den USA bestimmt: Die Frage, ob die Wahl eine Entscheidung oder ein Referendum darstellt. Jede Seite versucht grundlegend, den ganzen Wahlvorgang auf ihre bevorzugte Option festzulegen. Legt die Sicherheitsgurte an, es folgt eine theoretische Erläuterung. [continue reading…]

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Der Mord an einem Kind

Am vergangenen Montagmorgen ereignete sich im Frankfurter Hauptbahnhof ein Drama, das wahrscheinlich niemanden kalt gelassen hat. Um 10 Uhr schubste ein 40jähriger Mann eine Mutter mit ihrem Kind vor einen auf Gleis 7 einfahrenden ICE. Während sich die Frau ins Zwischengleisbett retten konnte, hatte ihr achtjähriger Sohn keine Chance. Der Junge wurde vom Zug erfasst und erlag seinen Verletzungen. Der vermutliche Täter versuchte unmittelbar nach seiner unfassbaren Tat noch eine betagte Rentnerin ebenfalls auf die Schienen zu stürzen und floh danach, bevor er von einem Polizisten in Zivil dingfest gemacht werden konnte. Der Fall ähnelt frappierend der Tötung einer Mutter in Voerde (NRW), die zehn Tage zuvor von einem polizeibekannten Kleinkriminellen vor einen Regionalexpress gestoßen worden war und dabei ihr Leben verlor. Nachahmung oder nicht, diese Tage verändern die Republik. [continue reading…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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Keine Entwicklung ohne Krise

Ein Gastbeitrag von Ralf

„Wenn Sie weiter rauchen, sind Sie Ende des Jahres tot“. Das war die Botschaft, die der Arzt Anfang der Fünfziger Jahre für meinen Großvater hatte. Dabei war meinem Großvater natürlich seit vielen Jahren bekannt gewesen, wie schädlich sich seine selbstgedrehten Zigaretten auf seine Gesundheit auswirkten. Wie seine Fitness einbrach. Wie er keine Luft mehr bekam. Wie sein Magen schmerzte. Unzählige Male hatte meine Großmutter argumentiert, gebeten, gebettelt. Er solle doch aufhören. Diesen körperlichen Verfall kann das bisschen Genuss doch nicht wert sein. Aber am Ende war es der Genuss eben doch wert. Noch eine Zigarette. Danach vielleicht aufhören. Oder morgen. Lieber jetzt noch einmal dem Dämon der Entzugserscheinungen entgehen. Und genießen. Ist das nicht menschlich? Bis der Arzt sagte: „Wenn Sie weiter rauchen, sind Sie Ende des Jahres tot“. An diesem Nachmittag warf mein Großvater das bereits angebrochene Paket Tabak in den Müll. Den Rest seines Lebens fasste er keine einzige Zigarette mehr an. Er wurde über 80 Jahre alt. [continue reading…]

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