Schluss mit Wachstum Teil 5 – Schluss mit Werbung

Konsum ist das Fundament unseres Wirtschaftssystems. Immer mehr Menschen müssen immer mehr Dinge kaufen, damit die Wirtschaft wächst. Dabei geht es tatsächlich zunehmend mehr um das Erstehen, weniger um das Nutzen. Der Käufer soll nach Möglichkeit nicht gebrauchen, sondern verbrauchen und dann so schnell wie möglich das Nächste kaufen und sei es auf Pump.

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Deutschland, Land ohne Phantasie

Wer im Winter 2019 auf Deutschland schaut, nimmt bei näherer in Augenscheinnahme ein lethargisches, ja erschöpft wirkendes Land wahr. Nein, damit ist nicht die nationale Politik gemeint, die nur ein Abbild der narkotisierten Zustände der Gesellschaft bietet. Nicht erst seit dem Antritt des nun schon vierten Kabinetts Merkel kreisen die wichtigsten Initiativen des politischen Berlins um die Versorgung einer rasant alternden Bevölkerung. Und nur die immer gleichen Debatten um wachsende oder nicht wachsende Ungleichheiten sorgen noch für Kurzzeiterhitzung der Gemüter. Es breitet sich eine gefährliche Melange aus zwischen einer sehr saturierten Schicht von Alten, die im Vorruhestandsalter Unternehmen, Behörden und Vereinsmeierei beherrschen und einer Jugend, die gerade erst wieder ihre geistige Impotenz bescheinigt bekam und bei der die Intelligenteren glauben, der großzügige Verzicht auf den nächsten Sommerurlaub in Spanien wäre ein wichtiger Beitrag für die Rettung des Weltklimas. Das Land ist nach einer Dekade stetigen wirtschaftlichen Aufschwungs von einer Phantasielosigkeit beseelt, die an den Beginn des Jahrtausends erinnert. Zeit für eine neue Agenda 2030? Eher nicht. [continue reading…]

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Schluss mit Wachstum – Exkurs: Digitalisierung

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist als Thema im allgemeinen Diskurs gleichzeitig omnipräsent und kommt praktisch nicht vor. Es geht zwar regelmäßig darum, der Wirtschaft die Infrastruktur dafür zur Verfügung zu stellen, aber wenn über die Auswirkungen auf die abhängig beschäftigten gesprochen wird, unterstellt man gerne Panikmache. Eine Debatte, wie Digitalisierung unsere Arbeitswelt ähnlich wie die Transformation von einer Agrar- zu einer Industriegesellschaft auf den Kopf stellen wird, findet in der Politik kaum statt, geschweige denn ein Nachdenken darüber, wie wir unsere sozialen Sicherungssysteme, unsere Wertvorstellungen und unsere Ideen von der Verteilung von Arbeit und der Produkten daraus ändern müssen, damit hier nicht große Teile der Bevölkerung auf der Strecke bleiben.

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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Bücherliste November 2019

Dies ist der erste einer monatlichen Serie von Posts, in denen ich die Bücher bespreche, die ich in diesem Monat gelesen habe. Je nachdem wie sich das einpflegt werde auch auch auf andere Medien und Formate eingehen, die ich als relevant empfinde. Vorerst ist das Verfahren experimentell, bitte gebt mir daher entsprechend Feedback! Diesen Monat: der achte Band von „The Expanse“, apokalyptische Geschichts-Narrative, eine Geschichte der sexuellen Belästigung, Dinosaurier, Deutschlands Sicherheitspolitik und die Besatzungspolitiken der US Army. [continue reading…]

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Der rechte Rand – es geht um die Hackordnung

Diesen Text habe ich am 01. November unter dem Eindruck der Landtagswahlergebnisse in in Thüringen für meinen Blog „Workingman’s Death“ geschrieben. Im Licht der aktuellen Diskussionen in den Kommentaren während der letzten Tage hier möchte ich ihn hier wiederveröffentlichen, weil er viele Fäden aufnimmt, etwa die Frage der Motivation der sich nach rechts radikalisierenden Menschen und die Frage der „Sorgen“ die man ernst nehmen soll und wie ich zu diesen Erklärungsansätzen stehe.

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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Replik: Das Profil von Männern, die Frauen Gewalt antun

Anlässlich des Internationale Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen veröffentlichte DeliberationDaily einen Artikel unseres ehemaligen Autorenkollegen Jonas Schaible. Die Kurzfassung besteht darin, dass Gewalt gegen Frauen oft häuslich in der Partnerschaft stattfindet, was gestern oft in den Medien betont wurde. Gewaltsame Übergriffe gegen Frauen finden in allen Schichten über alle Milieus statt. Der Mann, das potentiell toxische Wesen, muss sich nicht nur beherrschen lernen. Mehr noch gilt es Frauen zu signalisieren, wir Männer nehmen nicht nur Rücksicht, wir wechseln die Straßenseite, wenn uns ein weibliches Wesen begegnet und drücken das lauthalse Lachen unter Orkantiefe zu einem Lächeln. Wer das albern findet, so wurde es geschrieben. Es liegt für einen erklärten Chauvinisten nahe, das nicht auf seiner Männlichkeit sitzen zu lassen. Weder ist das Gros der Männer eine Gefahr für Gesellschaft und Familie, noch fürchten sich Frauen per se vor Männern. Und schon gar nicht werden alle zu gleichen Teilen Opfern männlicher Gewalt. Wie bei den meisten Delikten des Strafgesetzbuches haben gewalttätige Männer wie deren Objekte ein Profil, das nicht dadurch verschwimmt, dass linke feministische Aufklärer ein formloses Gesamtproblem gegen Männer an sich kreieren wollen. [continue reading…]

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Die verlorene Generation

Eines der beliebtesten Bonmots der politischen Demographie ist das Churchill zugeschriebene Zitat: „Wer mit 20 nicht liberal ist, hat kein Herz; wer mit 30 immer noch liberal ist, hat keinen Verstand.“ In unzähligen Abwandlungen ist die Formel von „Jung=Progressiv, Alt=Konservativ“ in den Wissensbestand der Gesellschaft übergegangen. Wie so häufig bei Dingen, die „jeder weiß“ entbehrt es jeglicher Grundlage. Vielmehr haben politikwissenschaftliche Studien ergeben, dass die politische Prägung der Jugend und des frühen Erwachsenenalters in den allermeisten Fällen beibehalten wird. Die Generation der Millenials wird also wohl auch im Rentenalter noch grünen Parteien zuneigen. [continue reading…]

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