Es ist WM und Claudia Neumann kommentiert

Alle vier Jahre findet eine Weltmeisterschaft der besten Fußballer auf diesem Planeten statt und selbst im sonst nicht so aufgeklärten Iran dürfen seit diesem Jahr auch Frauen muskulösen Männern beim Spiel mit einem Ball zusehen. Beachtliche Fortschritte bei dem Weg zu echter Gleichberechtigung, wenn man bedenkt, dass es Frauen in Deutschland noch Anfang der Siebzigerjahre untersagt war, dem runden Leder hinterherzulaufen. Aber es ist das eine, etwas tun zu dürfen und eine ganz andere, es tatsächlich auch tun zu sollen. Neben der historisch zu nennenden Niederlage der DFB-Elf am vergangenen Sonntag gegen Mexiko, den taktischen und spielerischen Unzulänglichkeiten deutscher Profifußballer erhitzt derzeit nichts so sehr die Gemüter der Nation wie die Frage, ob eine Frau Fußballspiele von Männern kommentieren dürfe. Gut, nicht irgendwelche Spiele, sondern die während der heiligen Messe der balltretenden Branche. Wie bei dem türkischstämmigen Spielmacher des viermaligen Weltmeisters Deutschland Mesut Özil geht es bei der Reportergilde nicht allein um Kompetenzfragen, sondern um natürliche Veranlagung. Kann jemand, noch mehr sollte jemand das tun, worin er Fachkompetenz besitzt? [click to continue…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [click to continue…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [click to continue…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [click to continue…]

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Verführung ist nicht Hypnose

In der letzten Zeit hatte ich in meinem privaten Umfeld ohne Bezug zu aktuellen Ereignissen immer wieder eine Debatte zu einem Thema, das mich seither nicht mehr loslässt. Konkret geht es um die Frage der „Verführung“ besonders der Jugend im Dritten Reich. Wer 1933 um die 5-10 Jahre alt war, kann man dem tatsächlich einen Vorwurf machen, wenn er 1945 mit fanatischer Begeisterung in den Endkampf zieht und dazwischen ebenso begeistert in der Hitlerjugend mitgemacht hat? Viele Narrative sagen „nein“ – von Filmen wie „Napola“ zu Büchern wie „Die Welle“. Die Grundidee ist immer dieselbe: die massive Propaganda, gepaart mit der attraktiven Mitgliedschaft in Organisationen wie der HJ, habe die Leute verführt – sie konnten sich praktisch gar nicht mehr eine eigene Meinung bilden, konnten nicht klar sagen, ob das was sie taten „richtig“ war oder nicht, weil ihre Maßstäbe für „richtig“ von den Nazis hemmungslos verschoben worden waren. Ich habe ziemliche Probleme mit dieser Story. [click to continue…]

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Die Fiktion des Individualanspruchs auf Asyl

Nach Jahrzehnten der gesellschaftlichen Ruhe und Sachlichkeit treibt die Frage des Asylanspruchs für politisch Verfolgte seit einigen Jahren die Republik wieder auf die Barrikaden. Genau genommen markiert das Jahr 2015 den zeitlichen Ort der Wasserscheide, als die Amtsinhaberin der Regierungsgewalt in einer einsamen Nacht entschied, möglichst viele internationale Abkommen zum Austausch von Drittstaatlern aus humanitären Überlegungen aufzuheben. Und noch genauer genommen ging es dabei nicht um Fragen der Asylgewährung, sondern Menschen einen Flüchtlingsstatus zuzubilligen, die einen guten Fluchtgrund vorzuweisen hatten. Wie bei allem, was besonders großzügig gehandhabt wird, gibt es auch besonders viele Trittbrettfahrer, die nicht so edel und hilfreich sind wie der Humanist. Ebenso liegt es in der Natur der Sache, dass großzügige Menschen sehr schnell mit ihren eigentlichen Absichten überfordert werden. So erging es letztendlich auch der dritten Regierung Angela Merkel, die zwar gute Absichten, aber keinen Plan hatte. In der öffentlichen Wahrnehmung haben sich dabei längst der grundgesetzlich geschützte Anspruch auf Asyl und der Flüchtlingsstatus nach UN-Vereinbarungen vermischt zu einem Gebräu, aus dem eine rechtspopulistische Partei mit nationalistischen Parolen klebrigen Honig zieht und eine linke Partei sich wiederholt selbst zerlegt. Die nachgelagerte Behörde, im schönsten Beamtendeutsch BAMF (sprich: ba:mf) genannt, kollabiert angesichts der unklaren Zielvorgaben aus Wünschen vom Weltfrieden, rechtlicher Restriktionen, welche die politischen Chefs so wenig scherten und den Widrigkeiten des Beamtenrechts. Wie schon Anfang der Neunzigerjahre erweist sich das Asylrecht als nicht gemacht für eine Welt ohne Gaskammern, dafür aber mit smarteren Diktatoren als den früheren Haudraufs. [click to continue…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [click to continue…]

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