Ungleichheit am Grünen Tisch

Die Diskussion hier im Blog hat immer wieder die Frage der Ungleichheit aufs Tablett gebracht, und wir diskutieren immer wieder Phänomene und Policies, die sich mit ihr beschäftigen. Ich möchte daher in diesem Artikel den Versuch unternehmen, eine vereinte Debatte zu führen, indem ich einige Policy-Ideen vorstelle, deren Ziel es ist, Ungleichheit zu reduzieren. Mein Ziel ist es dabei solche Policies zu identifizieren, die tatsächlich – anders als viele sozialstaatliche Maßnahmen – nur oder fast nur den unteren Schichten zugute kommen, und dabei die Frage der politischen Machbarkeit hintenanzustellen. Das Ziel der Policies ist es, die Ungleichheit zu reduzieren und hilfreiche Sekundäreffekte für die Unterschicht zu haben. Die Sammlung dieser Policies ist nicht zu verstehen als kohärentes Programm, sondern als Ideensteinbruch und Diskussionsgrundlage. Manches mag sich widersprechen oder diverse Nachteile haben, die es dann in der Diskussion zu untersuchen gilt. Wer meint, ein eigenes Konzept vorstellen zu wollen oder eine größere Entgegnung schreiben zu wollen, kann mir gerne Bescheid geben, dass das als Blogbeitrag eingestellt wird. Ich werde meine Vorschläge thematisch untergliedern, aber das soll vor allem der Übersicht dienen, auch um in den Kommentaren Bezug zu nehmen. Damit genug der Vorrede, los geht’s!  [continue reading…]

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Warum Hillary verlor, Teil 6: Ein Desaster ohne Moral

logo_general_fin_webJonathan Chait bezeichnete die Wahl 2016 als ein „Desaster ohne Moral“. Was er damit meinte ist, dass es keine besonderen Lektionen aus dem Wahlgang zu lernen gibt, weil sein Ergebnis letztlich ein zufälliges Ergebnis war. „Sorge dafür, dass dein Vorgänger keinen FBI-Chef einsetzt, der eine Woche vor der Wahl einen Brief an den Kongress schreibt“ ist kein sonderlich nützlicher Tipp für den nächsten demokratischen Kandidaten. Aber man würde zu weit gehen, würde man behaupten, dass sich überhaupt keine Lehren aus 2016 ziehen ließen. Die Wahl hat eine Signalwirkung über das Jahr 2016 hinaus. Und damit werden wir uns zum Abschluss beschäftigen.  [continue reading…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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logo_general_fin_webNachdem wir über Faktoren geredet haben, die innerhalb von Clintons Kontrolle lagen und in die klassische Kategorie „Wahlkampffehler“ fallen, müssen wir nun über die Faktoren sprechen, die außerhalb ihrer Kontrolle lagen und – anders als die Third-Term-Problematik – exklusiv Probleme ihrer Kandidatur waren. Der geneigte Leser dürfte nicht überrascht sein, dass ich diese Faktoren für die entscheidenden halte, wie diverse Experten und Trumps eigenes Wahlkampfteam auch (consistency!). [continue reading…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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logo_general_fin_webIch habe nun einige Faktoren benannt, die nicht verantwortlich dafür waren, dass der Wahlkampf verloren gegangen ist. Auch wenn der Wahlkampf bei weitem nicht so schlecht war, wie HRC seitens ihrer Kritiker gerne vorgeworfen wird, so war er doch weit entfernt von „gut“. Ich möchte im Folgenden genauer beleuchten, welche Faktoren nicht nur für Clintons Niederlage verantwortlich waren, sondern zudem auch noch entweder ihre Schuld waren oder in ihrer Macht zu neutralisieren gestanden hätten. [continue reading…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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Warum Hillary verlor, Teil 3: Warum sie nicht verlor

logo_general_fin_webEs gibt eine Reihe von Gründen, die von Verteidigern wie Kritikern von HRC gerne genannt werden um ihre Wahlniederlage zu erklären, die aber wenig Erklärungsgehalt haben. Ich möchte im nächsten Schritt der Analyse daher erläutern, welche dieser Faktoren – obwohl sie oft genannt werden – letztlich irrelevant für ihre Wahlniederlage waren, bevor wir zu den tatsächlich wichtigen Faktoren kommen. [continue reading…]

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Warum Hillary verlor, Teil 2: Was 2016 geschah

logo_general_fin_webNachdem wir im ersten Teil der Serie über die Grundlagen von Clintons Person und ihrer Kandidatur gesprochen und mein persönliches Verhältnis dazu geklärt haben, wollen wir nun direkt in die Frage einsteigen, was 2016 eigentlich geschah. In diesem Teil soll es dabei nur um die Faktoren gehen, die sich hinreichend objektiv feststellen lassen, während die Bewertung des eigentlichen Wahlkampfgeschehens Objekt folgender Teile wird. Ich habe die Artikelserie mit einem schnoddrigen Kommentar eines Journalisten zur Umfragenwahrscheinlichkeit gemacht, und eines der offensichtlichsten Themen, die hier angesprochen werden müssen, ist die Frage der Zuverlässigkeit von Umfragen. Zahllose Instititute sagten einen Sieg Clintons voraus, manche gaben Wahrscheinlichkeiten zwischen 85 und 95% an; Obama-Redenschreiber Jon Favreau versteigerte sich gar zur Aussage, Clintons Sieg sei zu 100% sicher, es gebe keine Chance für Trump. Auf diesem Sektor gibt es viele Missverständnisse. Denn die Umfragen waren ziemlich akkurat.  [continue reading…]

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Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Sie werden mit einem Zitat aus dem Text angeteasert, das ich für meine folgenden Bemerkungen dazu für repräsentativ halte. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist meist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels erforderlich; ich fasse die Quelltexte nicht noch einmal zusammen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. [continue reading…]

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