Rezension: Ezra M. Vogel – Deng Xiaoping and the transformation of China (Gesamtartikel)

Rezension: Ezra M. Vogel – Deng Xiaoping and the transformation of China (Hörbuch)

Der Tod Mao Zedongs 1976 war eine Wasserscheide in der Entwicklung Chinas. Einer der größten Massenmörder der Geschichte, der mit dem „Großen Sprung nach vorn“ und der „Kulturrevolution“ sein Land zweimal mutwillig an den Rand des Abgrunds gebracht hatte, war nicht mehr. 1978 folgte ihm Deng Xiaoping nach, der China auf einen „neuen Pfad“ setzt – ein Pfad, der rapide zu wirtschaftlichem Aufstieg führen sollte. Deng Xiaoping kann man wohl mit Fug und Recht als Vater des modernen China bezeichnen, was Grund genug ist, sich mit ihm und seiner Politik näher zu beschäftigen. Ezra Vogels umfassende Biografie unternimmt es, sein Leben vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen nachzuzeichnen. Er legt dabei eine Biografie kommunistischer Hinterzimmerpolitik mit all den Stärken und Schwächen vor, die an dem Ansatz hängen – aber dazu gleich mehr.

Deng wurde 1904 in ein China geboren, das noch klar in der Vergangenheit verhaftet war. Sein Vater hatte eine typisch konfuzianische Beamtenlaufbahn eingeschlagen, ein Weg, der auch dem Sohn vorgezeichnet war. Die harte Arbeit des Vaters ließ wenig Raum für Familie oder eine Beziehung mit ihr; Dengs Verhältnis zu ihm war bestenfalls distanziert (Deng unterhielt Zeit seines Lebens wesentlich engere Bande mit seiner eigenen Familie). Dass Dengs Vater zudem Rückschläge in politischer Position und Karriere hinnehmen musste, verbesserte diese Lage nicht unbedingt.

Deng tritt zum ersten Mal in die Geschichte, als er 1920 in Frankreich zu studieren versucht. Vogel zieht die entsprechenden Vergleiche nicht, aber es ist auffällig, wie sich Dengs Erfahrungen von rassistischer Diskriminierung in Frankreich auf einer individuellen Ebene und die strukturell-politischer Diskriminierung in Versailles mit denen anderer späterer asiatischer Revolutionäre wie Ho-Tschi-Minh decken. Hätten die Entente-Mächte seinerzeit der Forderung nach „rassischer“ Gleichberechtigung nachgegeben und den Versailler Vertrag und Völkerbund nicht auf Basis rassistischer Annahmen gegründet, wie anders hätte die Geschichte verlaufen können! So aber verließ Deng Frankreich als glühender Kommunist und warf sich in den Befreiungskampf.

Innerhalb der chinesischen Kommunistischen Partei (KPCh) gehörte er der „Mao-Fraktion“ an, die sich bereits damals durch die starke Personalisierung auffiel. Deng formte in der Bürgerkriegszeit der 1920er Jahre ein festes Band mit Mao, das vor allem auf seiner unbedingten Loyalität beruhte, die Mao immer wieder betonen würde und die maßgeblich dazu beitrug, dass Mao Deng niemals komplett fallen ließ. In diesen Jahren prägte sich auch Dengs Charakter: er sprach wenig mit anderen, war sehr geheimniskrämerisch, dabei aber gerade wegen seiner Erfahrungen in Frankreich weltgewandter als Mao. Kurz: er war ein wertvoller Funktionär. Das setzte sich auch im Bürgerkrieg selbst fort, wo er sich als Kommandant sowohl gegen die Japaner als auch die Kuomintang bewährte – vor allem in absoluter Rücksichtslosigkeit bei der Umsetzung von Befehlen, die oft den Tod tausender Soldaten zur Folge hatten.

Damit kommen wir auch zu einer der großen Schwächen dieser Passagen. Vogels Darstellung ist geprägt von merkwürdigen Leerstellen der Taten Dengs. Seine Konzentration auf die Politik und tatsächlichen Taten der jeweiligen Personen, die konkrete Ergebnisse für konkrete Menschen gerne ausblendet oder abstrahiert, findet sich nicht nur beim Bürgerkrieg selbst – wo auch die Quellenlage nicht eben überragend ist – sondern wird sich später fortsetzen, vor allem beim „Großen Sprung nach vorn“, bei dem Dengs eigenes Profil merkwürdig blass bleibt.

Was sich allerdings bereits zeigt ist, dass Deng ein etwas anderes Verständnis von Chinas Problemen und den passenden Poblemlösungen hat. Ihm geht es um Entwicklung und Wirtschaftswachstum. Das macht ihn in der ideologisch aufgeladenen Atmosphäre verdächtig. Insgesamt dreimal wird Mao ihn „säubern“, aber jedes Mal vor der Vernichtung zurückschrecken. Seine Sachkompetenz und seine Loyalität zu Mao schützen ihn, machen ihn aber auch gefährlich. Eine ähnliche Dynamik stellt Vogel auch bei Zhou Enlai heraus, der allerdings exponierter war als Deng. Beide spielten aber eine entscheidende Rolle in Chinas außenpolitischem Strategiewechsel, als das Land in den 1960er Jahren bewusst den Konflikt mit der Sowjetunion suchte und sich den USA anzunähern begann.

Dei völlige Perversität des maoistischen Systems wird in der Kulturrevolution deutlich. Deng muss ins Exil, wird harscher Kriti unterworfen und von seiner Familie getrennt. Im Gegensatz zu vielen anderen Funktionären aber schützt Mao ihn; er bleibt Parteimitglied und wird nicht ermodet.

Der chronologische Aufbau von Vogels Buch unterbricht nicht für größere Einordnungen und Analysen. Die Funktionweise des kommunistischen Systems wird quasi vorausgesetzt oder einfach aus den Vorgängen erschlossen. Das ist für uns daher ein so gut wie jeder andere geeigneter Moment, diese Funktionsweise zu untersuchen. Die Verbannung aufs Land war im Maoismus ein Disziplinierungs- und Unterdrückungsmittel, bei dem die Menschen unter furchtbaren Umständen (die aber immer noch besser als die der Bauern waren…) hausen und arbeiten mussten. Begann die Partei mit „Kritik“, so war darunter ein organisiertes, chinaweites Mobbing zu verstehen – der entsprechende Funktionär war zumindest rhetorisch vogelfrei; in der Kulturrevolution auch noch dem Terror der Roten Garden ausgesetzt. Neben der Kritik von außen wurden die Funktionäre auch zur „Selbstkritik“ gezwungen, einer öffentlichen, oft stundenlangen Selbstdemütigung, die möglicherweise als mildernder Umstand gewertet wurde – oder als Beleg für die Schuld im Schauprozess. Der phsychische Druck, unter dem diese Menschen standen, kann kaum überbewertet werden, und der rituelle Charakter dieser Kritik machte sie zu einem berechenbaren und öffentlichen Machtinstrument.

In der politischen Kommunikation besonders aufällig ist die Bedeutung der Exzegese von Texten unter Mao. Stets interpretierte man die Äußerungen des Vorsitzenden im eigenen Sinne, und wer welche Stellen wie, wo und wie oft zitierte war entscheidend. Gleiches gilt für Veröffentlichungen: die Politik verlief neben der Kritik über offene Briefe, und wenn diese veröffentlicht wurden – und auf welchen Ebenen – gab wichtige Hinweise für die Administration. Wer glaubt, dass deutsche Beamte, die „dem Führer entgegenarbeiteten“ chaotischen Umständen unterworfen waren, hat sich nie mit dem Maoismus beschäftigt. Mao nutzte, wie alle Diktatoren, auch den Zugang zu sich selbst geschickt als Machtmittel. Eine Audienz mit dem Vorsitzenden war ein Privileg, und eine kleine Gruppe Vertrauter regelte den Zugang hart ab.

Die Wirren der Kulturrevolution sind besonders beeindruckend. Die Lesenden erleben diese praktisch ausschließlich durch die Brille Deng Xiaopings, der sich vor allem auf das Potenzial von Handel, Wirtschaftswachstum und Technologie konzentriert. Aber selten hat sich ein Land dermaßen bewusst selbst in den Fuß geschossen wie Maos China 1968 bis 1972. Die Schließung von Schulen und Universitäten, die Verbannung aller Intellektuellen aufs Land und die Säuberungen der Partei sicherten zwar effektiv Maos Macht. Sie zerstörten aber für eine Generation das gesamte Potenzial des Landes. Deng Xiaoping würde lange damit zu tun haben, die Schäden dieser irrsinnigen Politik zu beseitigen (die, das sei nebenbei erwähnt, in einer der größten intellektuellen Verirrungen der westdeutschen Linken in den K-Gruppen für vorbildhaft erklärt wurde).

In den letzten Mao-Jahren arbeitet Vogel deutlich den Widerstreit zwischen der Notwendigkeit einer (kompetenten) Nachfolgeregelung und der Wahrung von Maos Erbe heraus: die Radikalen in der Partei wollten die „Errungenschaften“ der Kulturrevolution ebenso beibehalten wie Mao; dieser aber sah auch, dass es Änderungen brauchte. Dieser Widerstreit war nicht aufzulösen. Mao versuchte, Deng einzubinden, indem er diesen zu einer öffentlichen Anerkennung der Kulturrevolution brachte (die Formel war „zu 70% gut“). Deng allerdings weigerte sich bis zuletzt beharrlich, dieses Bekenntnis zu erbringen, was ihm auch sein drittes Exil einbrachte. Er sah deutlich, dass Mao bald sterben würde und dass es nach seinem Tod nur dann möglich sein würde, vom Maoismus abzukehren, wenn er selbst glaubhaft gegen die Kulturrevolution auftrat. Es ist Zeugnis von der hohen Meinung Maos, dass Deng diesen Drahtseilakt überlebte.

Dengs dritte Verbannung ist die Wiederholung der Geschichte als Farce. Jeder wusste, dass er zurückkehren würde, aber man spielte den Ritus von Kritik und offenen Briefen wie bei einem schlechten Laientheater auf. Mao übergab seine Macht kurz vor seinem Tod an einen farblosen Funktionär, der hauptsächlich die Funktion hatte, den Frieden zu wahren und den Stuhl warm zu halten. Die Raidkalen („Gang of Four“) verloren den Machtkampf schnell und entscheidend, und die Mehrheit Partei übte starken Druck für eine Rückkehr Dengs aus. Bereits ein Jahr nach Maos Tod kehrte er, öffentlich bescheiden, zurück und konzentrierte sich auf den undankbaren Job, Wissenschaft und Bildung als Grundlage für den „neuen Weg“ aufzuwerten. Die erste große Reform, die zugleich Dengs Denkweise und Herangehensweise demonstrierte, war die Einführung von Zugangsexamen für die Universitäten, die im gleichen Zug wieder geöffnet wurden.

Das Ausmaß der Transformation ist kaum zu übertreiben. Bereits auf der großen Konferenz 1978, die zu Dengs Machtübernahme führen sollte, explodierte die Diskussion von der Besprechung von Agrarreformen zu einer Grundsatzkritik. Hohen Symbolgehalt erhielt ausgerechnet ein Protest auf dem Tian’anmem 1968, der von Mao und den Radikalen als reaktionärer, rechtsgerichteter Putsch verunglimpft worden war und nun als „genuin revolutionäre Handlung“ nachträglich veredelt wurde. Signale wie diese, aber auch die posthume Rehabilitierung verbannter Genossen und die ebenso posthume Verdammung bisher geehrter Funktionäre signalisierten der Öffentlichkeit deutlich, wohin der Wind wehte.

In einer Diktatur wie der chinesischen von „Öffentlichkeit“ zu reden mag überraschen, aber die Partei war kein Monolit, sondern pflegte zumindest dem Anspruch nach (bis heute!) „innerparteiliche Demokratie“. Diese war natürlich immer mehr Idee als Realität, aber sie eignete sich hervorragend, um politischen Wandel auszufechten und zu kommunizieren. Zwar waren die meisten Chines*innen sicherlich nicht sonderlich politisch gebildet und zu sehr mit dem Überleben beschäftigt, um die arkanen Rituale der KPCh zu verfolgen; es gab aber dennoch, vor allem in Beijing, aber auch in den Parteizentralen der anderen Städte und Provinzen, eine sensible Öffentlichkeit, die diese Zeichen zu lesen und deuten verstand und ihr Handeln nach ihnen ausrichtete.

Zwar gab es mit dem Mao-Ära eine leichte Liberalisierung; vor allem die „Mauer der Demokratie“ in Beijing spielte hier eine große Rolle, wo Pamphlete und Ähnliches angeheftet und diskutiert wurden. Schnell jedoch machte Deng klar, dass die neue Meinungsfreiheit enge Grenzen kannte. Die Partei durfte nicht angegriffen werden, und in neuen Edikten wurden bestimmte Meinungen als „falsch“ definiert. Zur Durchsetzung ließ Deng etwa 30 Personen verhaften; hingerichtet wurde niemand. Der Unterschied zur mörderischen Atmosphäre der Mao-Zeit ist trotz aller Repression deutlich sichtbar.

Auch außenpolitisch leitete Deng einen massiven Richtungswechsel ein. Bereits unter seinem Vorgänger wurde die Gu-Mu-Mission gestartet, bei der rund 50 Funktionäre (geleitet von Gu-Mu) vor allem westeuropäische Länder besuchten. Auffällig ist das Ausmaß der geradezu krassen Unwissenheitt, die diese Funktionäre hatten. Sie waren völlig überrascht vom Lebensstandard in Westeuropa und hatten erwartet, ausgebeutete Arbeitermassen im Stil der Mitte des 19. Jahrhunderts vorzufinden. Diese ideologische Verzerrung ist bemerkenswert und führte bei Deng wie den Funktionären zu einem heilsamen Schock, der ihnen ein klares Ziel vor Augen gab. Anstatt den Westen ideologisch zu verdammen, orientierten sie sich an ihm. Ebenfalls auffällig ist die bereits damals große westliche Offenheit. Kredite sprudelten, die Chinesen durften alles besichtigen, technologische Hilfen und Investments wurden versprochen. Diese naive Offenheit fällt uns gerade auf die Füße.

In Dengs Ägide fällt auch der Krieg gegen Vietnam 1978, den Vogel aber vor allem der „Gang of Four“ zuwirft; er postuliert, dass Deng, wäre er 1975 im Amt geblieben, ihn verhindert hätte. Erfolgreich war China so oder so nicht; auch beim Militär galt es, eine Zeitenwende an Reformen einzuleiten. Deng und seine Funktionäre bereisten in der Folgezeit viele umliegende Staaten, repartierten etwa das Verhältnis zu Malaysia und Thailand (wo sie die kontraproduktive Unterstützung örtlicher chinesischer KPen einstellten und das ebenso kontraproduktive Aufstacheln chinesischer Minderheiten beendeten) oder Japan (eine bis heute bestenfalls halb erfolgreiche Operation). Gerade von Japan und Singapur erhoffte man sich große Unterstützung und sah sie als Vorbilder; Deng war besonders von Singapur beeindruckt, das er zuletzt 1920 gesehen hatte und das nun, knapp 60 Jahre später, ein völlig anderes Bild abgab.

Spannend ist auch der Bezug zur Sowjetunion. Seit den 1960er Jahren betrachtete China den großen Bruder vor allem als Rivalen, weniger aus ideologischen als aus schnöden geopolitischen Machtmotiven heraus. Gleichzeitig aber ist die UdSSR ständiger Referenzpunkt, vor allem was die Regierungspraxis angeht. Dies wird offensichtlich mit Gorbatschow und dem Untergang des Sowjetimperiums noch prägnanter werden, aber Deng Xiaoping definierte sich stets in Abgrenzung zu Chruschtschow. Die Entstalinisierung sah er als riesigen Fehler, weil sie die Autorität der Partei untergrub. Niemals würde er zulassen, dass Mao öffentlicht kritisiert werden würde, selbst wenn die gesamte Politik des Landes eine komplette Abkehr vom Großen Vorsitzenden war.

Die Außenpolitik Chinas konzentrierte sich Anfang der 1980er Jahre jedoch vor allem auf zwei große Länder: die USA und Japan. Mit den USA ging es um „Normalisierung“. Diese hatte bereits unter Nixon und Mao begonnen – „only Nixon can go to China“ – hatte hier aber vor allem der Einhegung der Sowjetunion gedient. Deng Xiaoping hob die Beziehung zu den USA auf ein ganz neues Level. Nach einer ausführlichen Amerika-Reise war er inspiriert vom technologischen Stand, Wirtschaftswachstum und Lebensstandard und wollte so schnell wie möglich US-Technologie, Know-How und Investments nach China holen. Die chinesische und amerikanische Außenpolitik vollzogen im Eiltempo eine „Normalisierung“ der Beziehungen, die das möglich sein sollte.

Der größte politische Aspekt dabei war die Taiwanfrage. Die USA übertrugen die Anerkennung Taiwans, mitsamt Sitz im Sicherheitsrat, an China. Deng und andere chinesische Politiker sahen bereits die Wiedervereinigung heranrücken, doch die USA ließen Taiwan nicht komplett hängen und waren nicht bereit, es den Chinesen in den Rachen zu werfen. Für Deng und seine Generation war es eine Frage der Ehre, die Wiedervereinigung mit Taiwan zu erreichen und so den Bürgerkrieg endlich zu beenden; doch mit der Wahl Reagans – der in Unkenntnis der diplomatischen Lage auf Wahlkampfveranstaltungen die Anerkennung Taiwans versprach, ehe er, gewählt, von Bush und den Außenpolitik-Experten eingefangen wurde – zerschlugen sich Dengs Hoffnungen endgültig.

Japan spielte einerseits wegen der geografischen Nähe, andererseits wegen der starken wirtschaftlichen Stellung eine besondere Rolle. In den 1980er Jahren übernahm Japan eine weltweite Vorreiterrolle in wirtschaftlicher Hinsicht, vor allem aber bei Automatisierung, Elektronik und der Computertechnologie sowie Konsumgütern. Für Deng war es wichtig, japanische Technologie und japanische Investments ins Land zu holen, und er war auch hierzu bereit, eine Normalisierung durchzuführen.

Das passte zur Wirtschaftspolitik, die er vertrat. Deng musste die Abkehr von der maoistischen Planwirtschaft organisieren, doch da die Planwirtschaft niemals nur ein Wirtschaftssystem, sondern stets auch ein politisches und gesellschaftliches System gewesen war, musste er dabei Rücksicht auf die Konservativen nehmen, die eine Abkehr von Maos Festlegungen zur Kollektivierung als Verrat ansahen. Die Einrichtung der „Sonderwirtschaftszonen“ war hierzu das zentrale und bekannteste Mittel. Einige Zonen wurden designiert – zuerst als Sonderzonen, später dann als Sonderwirtschaftszonen, damit niemand auf die Idee kommen könnte, dass auch politisch Experimente möglich seien – wo die alten Regeln weitgehend aufgehoben wurden. Dengs Ansatz war es, Dinge auszuprobieren – was funktionierte, wurde in der Fläche übernommen, was nicht funktionierte, nicht.

Doch die neue Öffnung flog den alten kommunistischen Glaubenssätzen natürlich direkt ins Gesicht, und Dengs Macht hing davon ab, die Konservativen nicht zu verprellen. Die dafür gefundenen Lösungen lesen sich teilweise geradezu absurd. So wurde etwa bei der Frage, wie viele Angestellte jemand im Sozialismus haben könnte, Marx herangezogen: er hatte im „Kapital“ anhand eines Beispiels eines Unternehmers mit acht Angestellten erklärt, wie der Lohnmechanismus funktionierte; messerscharf schlossen die chinesischen Ideologen, dass jemand mit sieben Angestellten ein Proletarier sein musste. Doch wie sollte man damit große Unternehmen mit Rationalisierung und Fortschritt erreichen? Simpel. Die Regierung erklärte niemals eine offizielle Zahl als zulässig, sondern zitierte nur Marx. Mutige Funktionäre konnten diese Limits straflos überschreiten.

Mut war dafür allerdings erforderlich. Denn die neuen Unternehmer sahen stets der Gefahr ins Auge, dass es zu einem Politikwechsel in der KPCh kommen würde, entweder durch einen Sinneswandels Dengs oder durch seinen Fall, und dass dann alle „Kapitalisten“ hart bestraft werden würden. Genau das war unter Mao zweimal geschehen, mit katastrophalen Folgen für alle Betroffenen. Deng versuchte deutlich zu machen, dass er die Regeln nicht ändern würde – die KPCh spricht in diesen Jahren ständig von Jahrhunderten oder gar gleich von Jahrtausenden, die die neue Politik gelten soll – aber Dengs Versagen im Kampf gegen die Inflation, das 1988 zu einer Wirtschaftskrise führte und sein Prestige und seine Macht massiv angriff, konnte direkt als abschreckendes Beispiel gesehen werden.

Deng begrenzte die Sonderwirtschaftszonen auch aus Stabilitätsgründen. Sie waren Brutherde der Korruption und schufen alle Arten von Problemen im Umgang mit dem restlichen China. Gebetsmühlenartig betonte Deng, dass einige Gebiete zuerst reich werden würden und dafür danach den anderen helfen, ebenfalls reich zu werden. Nur ist dieser langfristige Blick natürlich wesentlich leichter zu vertreten, wenn man bereits reich ist. Auch die Situation in Macao und Hong Kong, die beide noch europäische Exklaven waren (Portugals und Großbritanniens) sorgten für Probleme, ebenso wie die Integration Tibets (das Vogel irritierenderweise immer als eine natürliche Provinz Chinas betrachtet). Deng prägte dafür den Begriff von „Ein Land, zwei Systeme“ und garantierte Hong Kong im Besonderen eine Aufrechterhaltung seines Systems „für die nächsten 1000 Jahre“, ein Versprechen, das Xi Xinping gerade reichlich brutal kassiert. Wenig verwunderlich, dass Taiwan solchen Versprechungen nur eingeschränkt Glauben schenken möchte.

Der Umgang mit Hong Kong war ein diplomatischer Problemfall der Extraklasse. Der britische Pachtvertrag endete 1997, so dass ab 1984 über die Übergabebedingungen verhandelt wurde. Die britische Regierung versuchte, eine Weiterverwaltung durch die britische Bürokratie bei gleichzeitiger Angliederung an China ins Gespräch zu bringen, eine kolonialistische Haltung, die vielleicht in Dengs Geburtsjahr 1904 hätte Erfolg haben können, aber 1984 ein absoluter non-starter war und die Verhandlungen beinahe direkt zum Erliegen brachte. Die Chinesen rückten niemals von voller Souveränität für Hong Kong ab, was die Briten schließlich akzeptierten. Dafür garantierte Beijing den Bestand des Hong Konger Systems für mindestens 50 Jahre.

In Tibet spielten Nationalitätenprobleme sowie der Umgang mit dem Dalai Lama eine große Rolle. Auch hier hat Vogel die etwas irritierende Angewohnheit, die Lage sehr aus Dengs Sicht zu schildern, wo es vor allem um die Herausforderung durch die Souveräntitätsansprüche der ethnischen Minderheit der Tibeter*innen geht, die durch Han-Chines*innen teilweise verdrängt wurden (besonders in der Hauptstadt Lhasa). Letztlich gelang es Deng aber auch hier, eine Entspannung der Lage zu bewirken und Kompromisse zu schließen, die zwar nicht mit der Rückkehr des Dalai Lama nach China endeten (Dengs Ziel), aber die Lage beruhigten. Das mag aus Dengs Sicht ein Erfolg und ein Abhaken des Problems gewesen sein; aus der des Dalai Lama und der vielen Exil-Tibeter*innen (die Vogel als radikale Exilanten abqualifiziert) sicher nicht.

Weitere Aufmerksamkeit widmet Vogel auf dem außenpolitischen Parkett noch dem Krieg gegen Vietnam. Es war ein „war of choice“ Dengs, den er gegen starke Widerstände im chinesischen Militär und der Partei durchdrückte. Die chinesische Armee war schlecht vorbereitet und erreichte die (bewusst bescheiden) gesteckten Ziele erst nach starken Verzögerungen. Dengs Geschick zeigt sich aber auch hier darin, dass er die Ziele (Eroberung von fünf Provinzhauptstädten und dem Pass nach Hanoi) erreichbar hielt und einen klaren Zeitrahmen von 33 Tagen vorgab, innerhalb derer die Operation abgeschlossen sein musste. Das Ziel war, die Sowjetunion von einer Stationierung von Truppen abzuschrecken (die leicht in einen heißen Krieg gegen China verwickelt werden konnten) und Vietnams Ambitionen in Kambodscha und Laos zu blockieren.

Auch hier erklärt Vogel Dengs Strategien zum vollen Erfolg. Es bleibt offen, inwieweit Vietnam nicht ohnehin aus Laos und Kambodscha hätte abziehen müssen, weil es nicht in der Lage war, die Besetzung der Länder aufrechtzuerhalten und wie viel Engagement die Sowjetunion angesichts des Afghanistankriegs hätte aufbringen können. Dass Deng den Krieg mit Vietnam bewusst auf kleiner Flamme weiterköcheln ließ und dadurch die Stationierung von mehr als 100.000 vietnamesischen Soldaten in der Grenzregion erzwang, durch die die chinesischen Truppen rotiert wurden um Kampferfahrung zu sammeln, mag strategisch gesehen durchaus sinnvoll sein, aber eine weniger sachliche Sicht auf die Dinge würde Vogel auch hier besser zu Gesicht stehen, bedenkt man, welches hunderttausendfache menschliche Leid hinter diesem zehnjährigen Grenzkrieg steht.

Die Wachstumsraten der chinesischen Volkswirtschaft hatten bereits zu Beginn der 1980er Jahre Unruhe bei den Konservativen verursacht, die Dengs Wirtschaftsprogramm ausgebremst hatten. Auffällig ist hier für mich die erneute Verwicklung von Wirtschaft und Politik: die hohen Wachstumsraten schufen einen Veränderungsdruck in der Gesellschaft und verteilten die Macht neu, besonders weil zahlreiche Schichten wohlhabend wurden, die bisher keinen Zugang zu Wohlstand hatten. Das war auch die erklärte Absicht von Dengs Programm, gefährdete aber die bestehenden Eliten. Diese versuchten, die Inflation mit harschen Mitteln unter Kontrolle zu bekommen – was 1988 zu einer Rezession der chinesischen Volkswirtschaft führte. Es zeigen sich hier auch die Grenzen von Dengs Macht, der es nicht schaffte, diese Politik trotz seiner Opposition dagegen zu stoppen.

Das lag zu großen Teilen daran, dass Deng seit 1987 begann, sich aus den aktiven Führungsrollen zurückzuziehen. Der Machtwechsel war ihm ein besonderes Anliegen; er wollte unbedingt vermeiden, wie Mao im Amt zu sterben und dann Unsicherheit und einen kompletten Politikwechsel zu hinterlassen. Stattdessen wollte er ein stabiles System, in dem es keine Lebenszeit-Ämter mehr gab, sondern alle Funktionäre Amtszeiten hatten. Allen Beteiligten war auch klar, dass wenn Deng zurücktrat alle anderen Funktionäre seiner Generation ebenfalls zurücktreten würden müssen. Ihre Absicherung, materiell wie politisch, war ein schwieriges Anliegen, zu dem wir noch einmal zurückkehren werden.

Die wirtschaftlichen Verwerfungen durch die radikale Inflationsbekämpfungsplitik sorgten, wenig überraschend, für große Unzufriedenheit. Dass die Inflationsraten niedriger waren, war den Millionen, die nun ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten beraubt waren, egal. Gleichzeitig hatten die Konservativen auch in anderen Bereichen Aufwind, womit Deng allerdings in diesem Falle kein allzu großes Problem hatte: die gesellschaftliche und politische Öffnung war ihm, anders als die wirtschaftliche, nie ein Anliegen gewesen. Es waren vor allem die Studierenden der Universitäten der großen Städte, die diese Öffnung wollten. Dies nicht nur aus prinzipiellen Gründen, sondern auch, weil sie sich von mehr Demokratie und Meinungsfreiheit bessere Entfaltung für ihre eigenen Karrieren erhofften. All diese Hoffnungen wurden durch die konservative Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zerstört und führten zu anhaltenden Protesten.

Für Deng und den Rest der chinesischen Führung war klar, dass diesen Protesten Einhalt geboten werden musste. Die Entwicklungen in Osteuropa, vor allem in Polen, standen ihnen als mahnendes Beispiel vor Augen. Versuche, die Demonstrierenden durch Warnungen und Aufrufe zu zerstreuen scheiterten auch daran, dass die KPCh seit mittlerweile fast zwei Jahren Warnungen und Aufrufe veröffentlichte. Dem letzten solchen Aufruf, bei dem die Menschen verklausuliert gewarnt wurden, „zum Schutz ihres Lebens“ in ihre Häuser zurückzukehren, wurde wenig Beachtung geschenkt. Als dann das Militär in Beijing einrückte, um den Tian’anmen zu räumen, wurde der Einmarsch von Straßenblockaden gestoppt, die Fahrzeuge ausgeschaltet und die ländlichen Soldaten über die Lage aufgeklärt, die sich oft genug mit den Demonstrierenden verbrüderten.

Die KPCh radikalisierte sich durch diese Geschehnisse. Die Konservativen gelangten endgültig an die Oberhand, einige herausragende Reformer mussten zurücktreten. Das Militär wurde heimlich in die Stadt infiltriert und bewaffnet, und als der Befehl zum Losschlagen kam, ging es mit ruchloser Effizienz gegen die Demonstrierenden vor und räumte mit nackter Gewalt den Tian’anmen. Diese Geschehnisse sind so etwas wie der Elefant im Raum jeder Betrachung von Dengs Amtszeit, denn das „Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens“ ist im Westen ziemlich bekannt.

Es ist hier, wo ich die größten Bauchschmerzen mit Vogel habe. Das fängt schon mit der Sprache an: Vogel spricht im Zusammenhang mit Tian’anmen stets von einer „Tragödie“, vergleicht sie mit der Kulturrevolution und dem Großen Sprung, die nicht annähernd so viel Kritik bekämen (nicht zu Unrecht, und von der Identifizierung westlicher Linker mit Maos Politiken gar nicht erst zu reden) und versucht sich am Ende mit einer Aufrechnung der Toten von Tian’anmen und dem wirtschaftlichen Erfolg Chinas. Das ist in meinen Augen mehr als problematisch. Denn „Tragödien“ sind Erdbeben. Massaker sind menschengemacht. Diese Verwässerung von Verantwortung ist zutiefst problematisch. Und ja, sicher, im Vergleich zur Sowjetunion steht China heute besser da, aber so zu tun, als wäre der Weg von Tian’anmen zur Auflösung Chinas und einer gleichartigen Entwicklung gegangen ist gewagt. Vogel geht nicht ganz so weit, aber er deutet genug an und lässt zu vieles im Ungefähren oder erklärt es für Unbeantwortbar, was angesichts der klaren moralischen Lage – ein totalitäres Regime schießt Demonstrierende zusammen – ein ziemlich feiger Ausweg ist, um Dengs Ansehen unbeschadet zu retten.

Von Tian’anmen an gewannen die Konservativen auch in anderen Bereichen die Oberhand. Das wirtschaftliche Wachstum wurde gebremst, die Bevölkerung stärker kontrolliert, die Außenpolitik verschärfte sich. Der Westen sanktionierte China, aber ernstzunehmen war das nie. Präsident George H. W. Bush ließ Deng informell wissen, dass er die Sanktionen ablehnte, und unterlief sie mit krasser Offenheit – die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China war wesentlich wichtiger als das Blut der Demonstrierenden, eine Sichtweise, die uns heute mit Russland auf die Füße fällt und die angesichts von Xi Xinpings Politik auch mit der Volksrepublik nicht unbedingt als reiner Erfolg in die Geschichte eingehen dürfte.

Deng indessen, der 1992 endgültig von allen Ämtern zurücktreten wollte, rüstete sich zu einem letzten großen Kraftakt. Für diesen kopierte er ausgerechnet Mao, der 1965 in einer ähnlichen Situation war. Mao war es damals nicht möglich gewesen, einen Artikel mit Aufrufen zu verstärktem klassenkämpferischen Furor in der Beijinger Zeitung zu veröffentlichen. Er hatte ihn daher in Shanghai publiziert und war dann zu einer Reise in den Süden aufgebrochen, wo er für die Kulturevolution agitierte („der Funken, der den Steppenbrand auslöst“). Deng konnte ebenfalls keinen Artikel für mehr Marktreformen in der Beijinger Zeitung unterbringen, tat das in der von Shanghai und brach zu einer Reise in den Süden auf.

Hier zeigen sich die internen Konfliktlinien der KPCh. Während Regionen, die von den Reformern kontrolliert wurden, begeistert von Dengs Reise und seinen Reden berichteten, versuchten konservativ kontrollierte Gegenden wie Beijing sie komplett zu verschweigen. Es gelang Deng allerdings, wie Mao vor ihm, die Debatte zu drehen. Am Ende seiner Reise war es ihm gelungen, seine zentralen Prämissen in ganz China verbindlich zu machen: „Planen ist nicht sozialistisch, Markt ist nicht kapitalistisch, beides sind nur Werkzeug“ und „Armut ist nicht sozialistisch“. Diese völlige Abkehr von Mao, die sich seit den frühen 1970er angedeutet hatte, war nun vollständig. Sämtliche Nachfolger Dengs verpflichteten sich auf diese Linie und akzeptierten auch die institutionellen Reformen der Amtszeitbegrenzungen.

An dieser Stelle würde ich Vogel geradezu vorwerfen, dass er diesen riesigen Erfolg Dengs nicht gebührend würdigt. Es zu schaffen, sämtliche Nachfolger*innen für zwei Jahrzehnte auf das selbst geschaffene System zu verpflichten, ist ein Desiderat, dessen sich nur wenige rühmen können – man denke an Roosevelt, Thatcher oder Reagan, die ähnliche langfristige Erfolge feiern konnten. Ich halte dies für die zweitgrößte Leistung Dengs.

An dieser Stelle macht es Sinn, über eine weitere strukturelle Schwäche des Buches zu sprechen. So sehr ich es schätze, dass Vogel den Menschen Deng weitgehend ignoriert – es ist eine Geschichte seiner politischen Winkelzüge und, vor allem anderen, seiner Policy-Initiativen – was die sonst in der angelsächsischen Historigrafie weit verbreitete Unsitte der „Vermenschlichung“ historischer Akteure und dem Begraben von Analyse und Akkuratheit unter eingängigen Anekdoten vermeidet, so sehr fehlt mir eine vernünftige Erklärung der Funktionsweise der KPCh. Ich erfahre zwar, dass Mao 1965 und Deng 1991 keine Artikel in der Bejinger Zeitung veröffentlichen konnten und intern an Macht verloren, aber wie diese Dinge genau funktionieren, bleibt weitgehend unklar. Wer ist denn dafür zuständig? Der Chefredakteuer? Das Politbüro? Ich würde gerne mehr über die Funktionsweise der Institution KPCh erfahren, ohne die das Vorgehen Dengs häufig eher eine Black Box bleibt.

Vogel beendet die Monografie mit dem Versuch eines Fazits. Er sieht Deng Xiaoping als den wohl bedeutendsten, größten Politiker des 20. Jahrhunderts, und es ist verständlich, wie er darauf kommt. Anders als Staatenlenker wie Mao, Stalin oder Hitler hat er keine Millionen auf dem Gewissen; seine Reformprogramme waren überwiegend erfolgreich (Maos „70% Gutes“ kommen wohl hin), es gelang ihm, sie dauerhaft zu verankern. Gleichwohl bleibt ein Nachgeschmack der Hagiografie; auch wenn Vogel das Buch 2011 schrieb und Xi Xinping damit nicht mehr vorkommt ist allein der Schlusssatz, in dem er Dengs Vermächtnis von Chinas außenpolitischer Haltung als „ein harmonisches und friedliches Verhältnis zu den Nachbarn“ und eine Weigerung, Hegemon sein zu wollen, beschreibt, angesichts des von Deng angezettelten Krieges gegen Vietnam ein bisschen tief in die Kitschkiste gegriffen. Auch Südkorea und Japan sind jetzt nicht unbedingt in harmonischen Verhältnissen, die Tibeter dürften ein Wörtchen mitzureden haben und mit Indien ist das Verhältnis auch nicht so rosig.

Nichtsdestotrotz darf man Deng sicherlich als großen Staatsmann würdigen, sofern man seine Schattenseiten auch anerkennt. Davon gab es mir bei Vogel etwas zu wenig, und die strukturellen Schwächen fehlender Institutionenkunde habe ich ja bereits angesprochen. Trotzdem gebe ich eine Leseempfehlung für dieses Werk. Die Phase ist eine wichtige, und darüber zu lernen notwendig.

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