Corona: Schweden Deutschland

Corona: Schweden Deutschland

ein Halbzeitstand

Nachdem nun das erste Halbjahr im Corona Jahr 2020 vorbei ist, ziehe ich eine Zwischenbilanz zu Corona und vergleiche den schwedischen mit dem deutschen Weg.

Prinzipiell halte ich Covid19 für gefährlicher als die normale Grippe, aber nur gering gefährlicher als eine pandemische Grippe wie z.b 2009 und 2017/2018.

Mit dieser subjektiven Einschätzung befinde ich mich in guter Gesellschaft.

(Webseite von Link wurde entfernt, Prof.Drosten äußerte sich im Interview dementsprechend, siehe Screenshot)

Die größere Gefährlichkeit ist auch darin begründet, dass es nur wenig Immunität gegen Covid19 in der Bevölkerung gab. Dies führte z.B. in Italien und Frankreich zur Überlastung des Gesundheitssystems, da sich Covid19 zunächst unerkannt exponentiell ausbreitete.

Für Kinder scheint eher die normale Grippe gefährlicher als Covid19 zu sein. So ist zur Zeit in Deutschland „nur“ ein Kind an Covid19 gestorben und in Österreich bislang gar keins; Stand 11.08.2020. An der Grippe starben aber im schweren Grippejahr 2018 9 Kinder in Österreich. Für Deutschland, scheint es diese Zahlen nicht zu geben, deswegen der Hinweis auf die Zahlen aus Österreich.

Nun zu dem Coronavergleich, dem Halbzeitstand zwischen Schweden und Deutschland. Halbzeit, weil die Pandemie nach Auskunft der Medien nicht vorbei ist und sogar eine zweite Welle droht.

1 Anzahl Toten

Klare Sachen, Deutschland mit „nur“ 111 Tote pro Million Einwohner schlägt hier bislang Schweden mit 571 Tote pro Million Einwohner um Längen. Punkt für Deutschland.

Quelle: Worldometers.info

Schweden 0: Deutschland 1

2. Kollaps des Gesundheitssystem

Den Kollaps des Gesundheitssystemgab gab es in beiden Ländern nicht. Das Notfall Feldlazaret in Schweden, extra für Covid19 eingerichtet, wurde kürzlich unbenutzt abgebaut. Für beide ein Punkt.

Schweden 1: Deutschland 2

3. Erste Welle vorerst gestoppt ?

Bild 1: Tägliche Covid19 Tote in Schweden; Quelle worldometers.info

 

Bild 2: Tägliche Covid19 Patienten in Schweden auf Intensiv; Quelle Querschuesse.de

 

Bild 3: Tägliche Sterbefälle Schweden 2020 gegen durchschnittliche Sterbefälle 2015 bis 2019; Quelle Querschuesse.de

Bild 4: Tägliche Covid19 Tote Deutschland; Quelle: Worldometers.info

Auch hier klare Sache, beide Länder haben die Pandemie im Griff. Die tägliche Anzahl an Toten tendiert in beiden Ländern gegen fast Null. Die Auslastung der Intensivstationen mit Covid19 Patienten geht ebenfalls in beiden Ländern gegen fast Null.

Beide Länder ein Punkt

Schweden 2: Deutschland 3

4. Klare Zielvorgabe

Beide Länder wollten eine Überlastung des Gesundheitswesen verhindern. In Schweden wurden die Maßnahmen nach einiger Zeit verschärft und die Versammlungsgröße auf 50 reduziert. Danach passierte nicht mehr viel.

Sowohl Schweden als auch Deutschland haben Abstandsregeln und Hygieneregeln aufgestellt.

In Deutschland wurde zusätzlich bis hin zum Lockdown immer weiter verschärft. Dieser wurde dann aufgehoben, aber zusätzlich eine Maskenpflicht eingeführt. Die zulässige Versammlungsgröße wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt. Teilweise sind Tagesausflüge von einem Bundesland in das nächste nicht erlaubt.

Die Kriterien zur Aufhebung der Maßnahmen wurden ständig geändert. In der Regel wurden die Kriterien verschärft. Folgende Kriterien wurden genannt.

  • Verdopplungszeit 10 Tage
  • Verdopplungszeit 14 Tage
  • Reproduktionsfaktor unter 1
  • 50 Fälle / 100.000
  • 1000 Infektionen, dass entspricht 8 Fälle pro 100.000.
  • Zur generellen Aufhebung wollte Spahn sich zuletzt auf gar keine konkrete überprüfbare Zahl einlassen: „Es gibt nicht diese eine Zahl. Es gibt den Steigerungsfaktor, um wie viel dynamischer wird das Infektionsgeschen. Es gibt die absolute Zahl der Infektionen. Mit um die 1.000 Neuinfektionen pro Tag kann das Gesundheitswesen umgehen.“

Wer ständig die Kriterien für eine Aufhebung der Maßnahmen ändert, hat wohl keinen Plan.

Der jetzt genannte „Steigerungsfaktor“ bleibt ungenannt. Das Kriterium „um die 1000 Infektionen pro Tag“, weil das Gesundheitssystem damit umgehen könne, ist stark erklärungsbedürftig. Vom 17. März bis zum 18. April hatten wir einen ganzen Monat weit mehr als 2000 Fälle pro Tag, bei sehr viel weniger Tests pro Tag. Zudem waren die Anforderungen, um den Test überhaupt machen zu können, deutlich schärfer. Mit diesen wesentlich kritischeren 2000 Fällen pro Tag kam unser Gesundheitssystem bestens klar. Wo ist hier eine Logik zu erkennen? Das ist in Willkür ausgeartet.

Punkt für Schweden, da Schweden wesentlich stringenter in der Argumentation war und nicht mit ständig angepassten Pseudokriterien rumhantiert hat.

Schweden 3: Deutschland 3

5. Grundrechte eingeschränkt

In Schweden wurde den Eltern freigestellt die Kinder in die Schule (bis Klasse 8) zu schicken. Hey, man hat eine Wahlmöglichkeit, das hat doch irgendwie mit Freiheit zu tun. Blöd nur, dass die Kinder die zu Hause blieben keinerlei Fernunterricht erhielten. Versammlungen bis 50 Leute waren durchgängig erlaubt. So konnten Hochzeiten mit Feier und Beerdigungen mit Trauergemeinde abgehalten werden, Sterbende durften besucht werden, bei uns starben viele allein.

Zudem werden wir mit einer Maskenpflicht traktiert, deren Nutzen zweifelhaft ist. Ich weiß, die Mehrheitsmeinung ist hier eine andere. Meine Argumente habe ich hier dargelegt.

Edit: Die Argumente standen ursprünglich hier im Text, da ich viele Rückmeldungen bekommen habe die meinten die Länge des Artikels sei „etwas“ zu lang. Habe ich sie ausgelagert.

Aus den genannten Gründen lehne ich Maskenpflicht zum jetzigen Zeitpunkt ab, da der Nutzen einfach zu gering ist und sich nicht empirisch zeigen läßt.

Wenn wir wieder in eine Situation kommen sollten, in der ein Kollaps des Gesundheitssytsems droht, befürworte ich die Maskenpflicht. In so einer Situation sollte man nach jedem Strohhalm greifen um eine Überlastung des Gesundheitssytems zu verhindern. Von einer Überlastung des Gesundheitssystem sind wir aber sehr weit entfernt.

Hier kriegt jedenfalls wieder Schweden den Punkt, da es den Bürgern mehr Freiheiten gelassen hat.

Unsere Gerichte haben im übrigen diverse Auflagen der Regierung wieder einkassiert. Ein klarer Beleg dafür, dass unser Rechtsstaat funktioniert.

Unsere Leitmedien haben in den allerwenigstens Fällen, ich habe ehrlich gesagt keinen einzigen gefunden, sich im Vorfeld des Urteils über die vom Gericht kassierten Auflagen mokiert. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass die Leitmedien als 4.Gewalt schlafen.

Schweden 4 : Deutschland 3

6. Wirtschaftliche Schäden durch Schutz-Maßnahmen

Schweden hat wesentlich geringere wirtschaftliche Einbußen, siehe Bild 9.

 

Bild 9: Entwicklung BIP diverse Länder; Quelle Querschuesse.de

(edit: Die Entwicklung des realen BIPs im 2.  Quartal 2020 zum Vorjahresquartal im Vergleich mit ausgewählten Ländern.)

Bei den Maßnahmen muss auch noch untersucht werden, wie viele neue Schulden Schweden und Deutschland aufgenommen haben, um die Auswirkung abzufedern.

In Schweden wird ein Schuldenanstieg von 36% des BIP auf 45% des BIP erwartet, in Deutschland hingegen von 60% auf 77%. 9% gegenüber 17% Anstieg auf das jeweilige BIP bezogen.

Quellen hier und hier.

Volkswirtschaftlich betrachtet, sind diese Art Schulden übrigens unvorteilhaft, da sie nahezu komplett in den Konsum fließen und nicht in Investitionen.

Eindeutige Sache, Schwedens Wirtschaft hat deutlich weniger gelitten. Außerdem hat Schweden in der Corona Krise weniger neue Schulden aufgenommen. Klarer Punkt für Schweden.

Unsere Medien haben permanent postuliert, Schweden hätte nichts von seinem Weg, da es wirtschaftlich genau so hart getroffen würde und stütze sich dabei auf fragwürdige Studien.

Schweden 5 : Deutschland 3

7 Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen

Zur Ermittelung der Verhältnismäßigkeit muss untersucht werden, wie hoch die Anzahl der Toten zu sonstigen Ereignissen mit Todesfolge ist und welche Kollateralschäden für den Schutz der Bevölkerung in Kauf genommen werden.

7.1 Anzahl ähnlicher Ereignisse

Bild 10: Sterbefälle Schweden in der langen Zeitreihe; Quelle Querschuesse.de

In Bild 10 ist jeder Zacken nach oben die Übersterblicheit einer schwere Grippewelle in Schweden. Der letzte Zacken rechts ist die Übersterblichkeit durch Covid19. Ich sehe mit bloßem Auge, dass es schon 2 mal höhere Zacken gab.

Die deutschen Medien haben überwiegend (z.B. hier und hier) nicht die Toten pro Einwohner, sondern die absolute Zahl an Toten in Schweden berichtet. Diese war in der Tat die bislang höchste, verschwiegen wurde aber, dass die Einwohnerzahl Schwedens höher ist als in früheren Jahren. Haben die Medien absichtlich die reisserische Zahl genannt, da es so theatralischer klingt?

Bild 11: Sterbefälle Deutschland vergleich 2020 mit 2018 (schwere Grippewelle)

Schweden hat die Übersterblichkeit in der Covid19 Phase auf die Übersterblichkeit einer schweren Grippewelle begrenzt. In Deutschland wurde die Übersterblichkeit hingegen auf das Maß einer sehr leichten Grippewelle reduziert (Bild 11). Um hier Protest vorzubeugen, die schwedische Übersterblichkeit zeigt, dass Covid19 etwas schlimmer war als eine schwere Grippewelle, da sie durch Maßnahmen erreicht wurde, die bei einer Grippewelle nicht getroffen wurden.

7.2 Vergleich Kollateralschäden

Bei uns sind die wirtschaftlichen Schäden deutlich größer, zudem gab es eine Zunahme an häuslicher Gewalt und mehr Bildungsausfall. Ich finde Deutschland hat überharte Maßnahmen getroffen. Das kann man natürlich anders sehen, aber diese Leute frage ich: „Wenn ihr das angemessen findet, sollen wir das jetzt wirklich alle paar Jahre so handhaben um auch die „normalen“ Grippetoten immer auf dieses niedrige Maß zu drücken?“

Was die Angemessenheit der Strafen für PCR Test Verweigerer nach dem Urlaub von 25.000 Euro angeht, frage ich mich ob unsere Politiker den Veitstanz im Bundestag aufführen. Die Strafe ist um ein vielfaches höher als das was bei Körperverletzung üblich ist.

Deutschland hat noch nicht einmal untersucht welche Kollateralschäden aufgetreten sind. Der einzige Beamte der dies getan hat, wurde gefeuert. Soviel zum Schutz von Whistelblowern. Interessanterweise haben unsere Medien brav über den Rauswurf und den Vorgang berichtet. Es gab aber keine Nachfragen der Medien wie hoch und welcher Art den jetzt die Kollateralschäden sind. Es gab auch keine Nachfragen warum das nicht längst gemacht wurde. Dies ist ein weiteres klares Indiz, dass die Leitmedien als 4.Gewalt schlafen.

Wie eine Abschätzung der Angemessenheit der Eingriffe ohne Erfassung der Kolloteralschäden gelingen kann, bleibt das Geheimnis der Regierung und der Medien. Es wäre doch wichtig zu wissen welche Auswirkungen z.B. die Maskenpflicht hat. Mir fallen da adhoc ein, dass wir durch die Maskenpflicht die Geschäfte in der Innenstadt ruinieren und wir Schwersthörigen und Gehörlosen, rund 140.000 Personen in Deutschland, das Lippenlesen unnötig erschweren.

Mittlerweile hat der Einzelhandel in Deutschland etwa das Niveau von vor dem Lockdown und vor Einführung der Maskenpflicht. Aber die Umsätze haben sich verlagert. In den Ladengeschäften in Innenstädten gibt es ein dickes Minus im Internethandel hingegen ein dickes Plus. Das ist nur eine Frage der Zeit, bis das Arbeitsplätze kostet. So schnell werden dann EX-MitarbeiterInen des Einzelhandels keinen neuen Job bei den Internetshops finden. Bei den Steuereinnahmen wird das für die Kommunen bitter. Die meisten größeren Internetshops haben ihren Firmensitz in Luxemburg oder anderen Steueroasen. Die zahlen keine Gewerbesteuer in Buxtehude und andern deutschen Städten.

Schweden hat meines Wissens auch nicht die Koloteralschäden untersucht, aber hat von vornherein versucht die negativen Auswirkungen der Massnahmen so klein wie möglich zu halten. Die Kehrseite war natürlich die höhere Sterberate.

7.3 Bewertung

Die schwedische Bevölkerung, Politik und Medien haben bislang die Übersterblichkeit bei schweren Grippewellen noch nie als Politikversagen betrachtet. Deswegen waren die Maßnahmen der schwedischen Regierung nach meinem dafürhalten angemessen.

Edit: Hier stand ein Text über Menschen in der Risikogruppe, der von vielen als zu zynisch empfunden wurde. Ich entschuldige mich ausdrücklich. Ich hoffe dass in der Gesamtschau des  original Textes rüberer kam, dass mir der Schutz von Menschen in Risikogruppen sehr wohl am Herzen liegt.

Ein letztes Beispiel: Es fällt zur Zeit viel Schwimmunterricht aus, auch beim DLRG. Es ist bekannt, dass der Anteil der Nichtschwimmer mit den Badetoten korrliert. Ziehen wir das noch länger durch, werden wir zukünftig mehr tote Kinder durch Ertrinken haben. Angemessen?

Was mich stört ist, dass sich die Diskussion bei uns ausschließlich um die Wirksamkeit der Maßnahmen dreht, aber NIE um die Angemessenheit. Der kürzliche Vorschlag an Covid19 erkrankte Kinder zu Hause zu isolieren, kann nur von jemanden kommen, der noch NIE kranke Kinder zu Hause gepflegt hat. Das ganze gleich mit der Drohung garniert, wenn das nicht ginge sollten die Kinder ins Heim. Diese Ankündigung, war angeblich nicht so gemeint, aber in den Briefen, die an die Eltern verschickt wurden, stand es exakt so drin.

Der deutsche Weg hat größere Kollateralschäden und mehr Eingriffe in die Freiheitsrechte, wenn dieser Weg richtig war, müßten wir ihn ab sofort bei jeder Grippewelle machen. Ich bezweifele, dass das passieren wird.

Schweden 7 : Deutschland 3

Einschub1

Der Berater der Bundesregierung Prof. Christof Mandry spricht sich sogar explizit gegen eine Angemessenheitsprüfung aus:

hessenschau.de: Kritische Stimmen hinterfragen die politischen Maßnahmen. Wie weit muss Solidarität gehen?

Mandry: Ja, das ist die Frage nach einer Abwägung mit anderen Gütern. Ich denke aber, dass wir uns da von dieser puren Gegenüberstellung losmachen müssen. Wir sind als Gesellschaft zur Solidarität verpflichtet und zwar vor allem zunächst mal zur Solidarität mit denen, die sich in ihrer Gesundheit bedroht sehen. Aber auch mit denen, die sich im Gesundheitswesen gerade aufopferungsvoll um diese Leute kümmern.

Wenn ich die gelebte Solidarität sehe, die den Personen im Gesundheitssystem entgegenschlägt, die sich nicht nur gerade sondern schon seit Jahren aufopferungsvoll um andere kümmern, frage ich mich was für eine Solidarität Prof. Mandry meint.

Man kann es nicht anders sagen, seit Jahren verarschen wir die Pflegekräfte. Ständig wird betont wie wichtig sie sind, und dass es viel zu wenige gibt, bla bla bla. Wieso haben wir ihnen nicht schon längst die Gehälter so erhöht, dass wir Angebot und Nachfrage nach Pflegekräften wieder ins Gleichgewicht gebracht haben? Ich dachte wir haben Marktwirtschaft, an anderer Stelle haben wir Gehälter in der umgekehrten Situation gekürzt, übrigens mit dem Argument der Marktwirtschaft. Ist das Doppelmoral von einem Professor für Ethik? Wenn unsere Regierung von Solidarität spricht, habe ich immer Augenflimmern und sehe die Zungen so irgendwie gespalten. Weiß auch nicht, muss an der Brille liegen.

Einschub2

Der Text wurde editiert, da er zu lang war. Ihr findet den Einschub hier.

8. Pandemie genutzt um unliebsame Gesetze durchzudrücken

Spahn und und die Regierungskoalition haben zweimal den Datenschutz ausgehebelt. Einmal beim zweiten Pandemieschutzgesetz und einemal beim ePA-Datengesetz. Beim zweitenmal besonders perfide. Spahn legte den Gesetzesentwurf zwar dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz vor, strich aber vor der Abstimmung eine entscheidende Stelle heraus. Dieses Version wurde dann nicht mehr dem Datenschtzbeauftragten vorgelegt.

In Schweden ist mir so ein Fall nicht bekannt.

Der Respekt des Datenschutzes ist in einer Demokratie für mich selbstverständlich. Für Selbstverständlichkeiten gibt’s keine Punkte bei mir. Stattdessen ein Punkt Abzug für Deutschland

Schweden 7 : Deutschland 2

Der Aufschrei in den Leitmedien über die beiden Verstöße gegen den Datenschutz blieb aus, ein klares Indiz, dass die deutschen Leitmedien als 4.Gewalt schlafen.

9. Auswirkungen einer möglichen zweiten Welle

In Schweden ist die Immunität höher, deshalb dürfte auch eine zweite Welle, wenn sie kommt kleiner sein. Das ist zugegebenermaßen nur gut begründete Spekulation, deswegen ohne Wertung.

Schweden 6 : Deutschland 1

Aber für mich klar: „Advantage Schweden“, um im Sportjargon zu sprechen.

Anmerkung: Auch wenn die Antikörper nach einer Infektion nicht lange schützen hat Schweden auf Grund der höheren Fallzahlen / Einwohner dennoch eine höhere Immunität. 

10 Verhalten der Medien, Meinungsfreiheit

In Schweden haben 20 Wissenschaftler in mehreren Zeitungen Tegnell kritisieren können, in Deutschland kommen Kritiker deutlich seltener in den Leitmedien zu Wort. So bekommen Prof. Bhakdi, Prof. Reiss sowie Prof. Hockertz in den Leitmedien kaum Raum. Alle drei sind ausgewiesene Experten mit wissenschaftlicher Kariere in Fachgebieten, in die auch Covid19 fällt. Auf Youtube wurden zeitweise Videos von Ihnen gelöscht.

Die Leitmedien geben dem Protest das Gesicht eines deutschen Nationalisten (Zitat aus Tagesspiegel). So richten sie die Aufmerksamkeit auf den unglaubwürdigsten „Anführer“ des Protests, den sie finden konnten. Die Meinungen von absoluten Fachleuten mit anderer Meinung werden hingegen entweder totgeschwiegen oder in journalistisch unterirdischer Qualität verfassten Faktenchecks gleich ganz diskreditiert.

Beispiel SWR3: SWR3 untersucht die Aussage von Prof. Bhakdi:„Die Todesraten zum Coronavirus seien nicht aussagekräftig, behauptet er: Dadurch, dass es in Verbindungen mit anderen Erkrankungen zum Tod führe, würde das Virus gefährlicher eingeschätzt als es tatsächlich ist. „Wenn ein Virus nicht selbst tötet oder allein tötet, sondern nur im Verbund mit anderen Krankheiten, dann darf man dem Virus nicht die Schuld alleine in die Schuhe schieben.“

Und stellen fest:

„Falsch ist: Die Frage, ob Menschen ausschließlich mit und nicht durch das Virus sterben, ist für Wissenschafter schwierig zu lösen. Es handelt sich dabei immer um Modellrechnungen. Eine britische Studie legt den Schluss nahe, dass Männer, die mit COVID-19 sterben, 13,1 Lebensjahre verlieren und Frauen 10,5 Jahre. Die Forscher merken an, dass sie die exakte Schwere der Vorerkrankungen nicht einberechnen können, betonen aber, dass selbst wenn dies berücksichtigt würde, immer noch ein hoher Verlust an Lebensjahren bliebe.“

Ist da die Logik Einheit in der SWR3-CPU wegen Überhitzung im Panikmodus ausgefallen? Wo hat den Prof. Bhakdi bestritten, dass die Covid Toten mit Vorerkrankungen Lebensjahre verloren haben? Er sagt ausdrücklich, „dem Virus nicht allein in die Schuhe schieben“.

Das ist wie bei einer Balkenwaage, die im Gleichgewicht ist und bei der auf der rechten Seite zwei Gewichte a 1 kg liegen. Legt man noch ein Gewicht a 1 kg dazu schlägt die Waage nach rechts aus. Welches der drei Gewichte ist den jetzt schuld, dass die Waage nach rechts ausschlug? Und ja klar, hätte man das dritte Gewicht nicht noch zusätzlich draufgelegt, wäre die Waage immer noch im Gleichgewicht. Wären allerdings nicht schon 2 Gewichte drauf gelegen, wäre die Waage auch nicht nach rechts ausgeschlagen. Glaubt SWR3 wirklich das Prof. Bahkdi, mit einer ellenlangen Liste an Ehrungen und Veröffentlichungen, so etwas banales nicht weiß? Ernsthaft?

Und klar, kann SWR3 diese Meinung haben, aber ich dachte es handelt sich um einen Faktencheck?

Und so geht der Gesinnungscheck, der als Faktencheck deklariert ist weiter und weiter. Diese Journalisten verstehen ihr Handwerk so gut wie ich Harfe spielen kann. Es kommen jede Menge Töne raus, teilweise auch besonders laut, doch sie sind alle irgendwie schief und fügen sich nicht in ein harmonisches Gesamtwerk.

Anstelle dass die Leitmedien sich für Artikel 5 GG

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten, ….“

einzusetzen und die Hinderung (= Löschungen) zu allgemein zugänglichen Quellen zu kritisieren, schweigen sie komplett zu den Löschungen auf Facebook und Youtube! Das ist schon kein Indiz mehr, dass unsere Leitmedien als 4.Gewalt schlafen, das ist ein Beweis!

Sie wollen die Deutungshoheit nicht verlieren.

Besonders schön ist es, wenn die Leitmedien jemanden schneiden und ihm in ihren Medien keinen Raum bieten und dieser dann zu KenFM rennt. Selbst wenn sie dann in dem Beitrag partout gar nichts kritisieren können, kommt der belehrende Hinweis, aber wer zu KenFM geht fördert Verschwörungstheoretiker.

Nein, liebe Leitmedien, es ist genau umgekehrt, wer Fakten so selektiv präsentiert und Kritiker totschweigt oder gleich diskreditiert treibt die Leute zu angeblichen Verschwörungstheoretikern. Der Erfolg von KenFM mit teilweise Aufrufen von über 1 Mio seiner Videos ist Zeugnis eures Versagens! Ihr versucht es so darzustellen, als ob die Nutzer von KenFM einfach dumm sind. Glaubt mir, sie sind es nicht, ihr macht nur dummen Journalismus!

Hinzu kommt noch, dass Amazon Bücher, die nicht auf Linie sind aus dem Programm nimmt, selbst dann, wenn sie von Fachleuten geschrieben wurden.

Auch Wikipedia macht mit. Sie löschten auf ihrer Webseite den Hinweis, dass 2017/2018 zwischen 350.000 und 600.000 Menschen  an der Grippe gestorben sind. Mutmaßlich, weil viele Kritiker der Maßnahmen dorthin verlinkt hatten, um Covid19 mit der pandemischen Grippe 2017/2018 zu vergleichen. Jetzt, als auf worldometers.info die Anzahl der weltweiten Corona Toten „endlich“ größer ist als die 600.000 Grippetoten steht es wieder drin, passt ja auch wieder ins Narrativ.

Beleg im Video ab Minute 39.45

Correctiv, das von Facebook beauftragt wurde, um dem NetzDG nachzukommen, ist ein weiteres Beispiel für Meinungsmodulation, wenn nicht gar Manipulation. Correctiv gibt vor ein reiner Faktenchecker zu sein. Das ging für Correctiv vor einem deutschen Gericht schon mal in die Hose.

Beim einem Faktencheck (nicht der aus dem Gerichtsverfahren) zu der Zulässigkeit des Vergleichs der Anzahl der an Covid19 und der Grippewelle 2017/2018 gestorbenen schreibt Correctiv:

„Die Zahlen zu den Todesfällen, die in dem Beitrag verwendet werden, lassen sich jedoch nicht miteinander vergleichen. Sie werden unterschiedlich erhoben. „

Das ist das dümmste und unwissenschaftlichste, was ich von Faktencheckern bislang gehört habe. Wenn ich die gleiche Größe messe, z.B. die Menge Wasser in einem Gefäß in der Einheit Liter kann ich dass auf mehrere Arten machen. Warum ich diese Zahlen dann nicht miteinander vergleichen darf ist eine singuläre Meinung von Correctiv. Selbst Prof. Drosten macht den Vergleich, siehe Einleitung zu diesem Artikel. In wissenschaftlichen Arbeiten, wird noch jeweils die Messungenauigkeit angegeben. Wenn in populärwissenschftlichen Schriften, dann eine Spanne von bis angegeben wird, ist der Genauigkeit auch Genüge getan worden.

Es ist auch noch aus zwei weiteren Gründen saudämlich.

Erstens, weil dieses Argument der Epidemiologie komplett den Stecker ziehen würde. Denn Correctivs Hauptargument ist, dass die Grippetoten lediglich statistisch erhoben wurden. Epidemiologie arbeitet immer mit statistischen Methoden. Erinnert sich noch jemand an die Diskussion um Tote durch Stickoxide? Laut Correctiv ist zukünftig der Vergleich von Toten durch NOx mit Toten im Straßenverkehr nicht mehr zu zulässig. Gesinnungscheck pur!

Zweitens, wenn Correctiv demnächst wieder mit Klimaskeptikern diskutiert wünsche ich viel Spaß. Die sagen nämlich schon lange dass die Messung der Höhe des Meeresspiegels mittels Satelliten mit früheren Küstenpegelmessung am Ufer/Strand nicht zu vergleichen sei, da anders erhoben. Um das klar zu stellen, ich halte sowohl Correctivs Aussage, als die Aussage der Klimaskeptiker zu den Pegelmessungen für totalen Quatsch!

Zu Erinnerung, Heiko Maas NetzDG hat diesen Klimbim so gewollt und die große Koalition hat zugestimmt. Danke für gar nix!

In Schweden war Krititk am Kurs von Tegnell in den Leitmedien besser möglich. Ob Schweden ebenfalls eine Art NetzDG hat, habe ich in der Kürze nicht heraus gefunden. Insofern ist die folgende Wertung etwas sehr willkürlich. Wegen der mäßigen Bereitschaft der deutschen Leitmedien Kritikern Raum zu geben und der Anwendung des NetzDG während Corona ziehe ich Deutschland einen weiteren Punkt ab.

Endstand: Schweden 7 : Deutschland 1

Fazit

Ist das Ergebnis ernst gemeint? Nein, natürlich nicht! Man kann nicht Tote mit dem Verstoß gegen den Datenschutz gleichsetzen. Darum geht es mir auch nicht. Ich wollte den Blick auf die folgenen Dinge lenken.

Die unterlassene Diskussion und Prüfung der Angemessenheit der Massnahmen sowie die ausschließliche Fokussierung der Wirksamkeit. 

Zur Verdeutlichung habe ich den Vergleich mit Schweden gezogen, über dass es fast nur Horrormeldungen in unseren Medien gab. Schwedens weg durch die Corona Krise hat so gut oder schlecht funktioniert, wie in einem besonders schweren Grippe Jahr. Er hat den Bürgern mehr Freiheiten gelassen, die man länger durchhalten kann, dass sieht auch die WHO so.

Konnte man das vorher wissen? Sicher nicht. Aber jetzt ist Zeit mal innezuhalten mit den dauernden Katastrophenmeldungen. Sowohl in Deutschland als auch in Schweden ist die erste Welle vorbei. Last uns Bilanz ziehen und die Vor- und Nachteile untersuchen. Wir wissen jetzt so viel mehr als im Januar 2020. Und wir müssen das noch lange durchhalten, gesundheitlich, psychisch und finanziell!

Außerdem wollte ich aufzeigen, wie unsere Leitmedien uns triggern und das NetzDG an unserer Meinungsfreiheit nagt. Klar kann die Minderheit ihre Meinung sagen so wie ich jetzt hier. Aber sind die ganzen Löschungen noch ein „ungehinderter“ Zugang, gemäß Artikel 5 GG?

20 Verbesserungsvorschläge

Damit ich nicht nur rummäkele nun 20 konkrete Verbesserungsvorschläge, die den Grundrechten wieder mehr Raum geben ohne das Risiko deutlich zu erhöhen.

1: Stellt den Eltern frei ihre Kinder in die Schule zu schicken. (In SH immerhin mittlerweile mit Attest möglich)

2: Zieht Lehrer die in Risikogruppen sind, aus den Schulen raus

3: Bietet den Kindern, die nicht in die Schule wollen Fernunterricht an, der von den Lehrern geleistet wird, die als Risikogruppe nicht unterrichten sollen

4: Stellt mehr Lehrer ein, notfalls Hilfslehrer mit geringerer Qualifikation

5: Beendet die Maskenpflicht in Schulen komplett

6: Beendet die Maskenpflicht in den Geschäften

7: Schafft in der Bahn Wagons mit und ohne Maskenpflicht

8: Maskenpflicht in Bussen beibehalten, da dort die Aufenthaltsdauer geringer ist als in der Bahn, aber länger als im Supermarkt (s.o.) und separate Wagons nicht möglich sind

9: Risikogruppen haben im öffentlichen Transportsystem auch mit Masken nichts zu suchen. Chinesische Studien zeigen ein hohes Infektionsrisiko auch mit Masken, wenn Infizierte und Nicht Infizierte lange in einem Zug zusammen sitzen. Bietet für Kurzstrecken bezuschusste Taxis an. Für den Fernverkehr für Risikogruppen ohne eigenes Auto habe ich keine Lösung, tüdelige Papiermasken sind aber auch keine.

10. Hört auf alte Menschen in Pflegeheimen zu entmündigen. Verpflichtet die Altenheime und Pflegeheime Alte nur dann zu isolieren, wenn sie das ausdrücklich wollen. Viele nehmen lieber das Risiko einer Infektion in Kauf als jetzt noch mal ungefragt in Isolationshaft genommen zu werden. Auch Alte Menschen, die vom Tod bedroht sind, sind mündige Bürger!

11: Wenn die zweite Welle wirklich kommt UND wenn die Auslastung in den Krankenhäusern wieder merklich steigt, verschärft die Maßnahmen wieder, aber erst dann.

12: Erhöht den Pflegekräften endlich dauerhaft und spürbar die Gehälter, sie sind systemrelevant und Mangelware. Schwierig zu bekommendes Personal ist immer teurer, ich dachte wir haben Marktwirtschaft.

13: Hört auf die Demonstranten Idioten zu nennen und respektiert die Meinung anderer. Die Veranstaltung nennt sich Demokratie und nicht Hexenjagd.

14. Keine völlig überrissenen Strafen, das ist einfach albern.

15: Kurz: Schafft Wahlmöglichkeiten! Fangt endlich an gezielt diejenigen zu schützen, die den Schutz benötigen, anstelle alle mit fragwürdigen Maßnahmen in Geiselhaft zu nehmen. Ihr hattet über ein halbes Jahr Zeit ein Konzept zu entwickeln, stattdessen spielen sich Söder und Spahn lieber als „starke“ Männer auf, weil das gerade populär ist. Wer fällt nochmal auf Populisten rein?

Lasst die Leute selbst entscheiden wieviel Risiko, sie gehen wollen. Das machen wir sonst überall auch. Wir haben nicht mal ein Tempolimit und lassen Leute mit 200 Sachen im Tiefflug, nicht nur ihr Leben risikieren, sondern auch das ihrer Mitfahrer und anderer Verkehrsteilnehmer. Flugzeuge können abstürzen, da lässt mich der Staat auch selbst entscheiden ob ich einstiegen will oder nicht. Diese Wahlfreiheit endet erst dort wenn es für alle gefährlich wird und das ist der Kollaps des Gesundheitssystems. Davon sind wir aber meilenweit weg.

16: Streicht das NetzDG und liebe Leitmedien, lasst euch mal durch den Kopf gehen, warum ich/man euch früher 4.Gewalt nannte und warum ihr ausdrücklich eine Pressefreiheit in der Verfassung habt. So wie ihr schreibt, reicht euch zu Zeit die Narrenfreiheit und Herolde brauchen auch keine Pressefreiheit. Die Demoteilnehmer pauschal mit Rechten gleich zusetzen ist eine Fake News, das sieht sogar der Verfassungsschutz so. Auch in der DDR, wurden Bürger die für ihre Freiheit demonstrierten als Faschisten bezeichnet. Soll ich euch jetzt mit Mielke gleich setzen? Ist das unser Gesprächsniveau die nächsten 12 Monate?

17: Hört alle mit der Panikdauerschleife auf. Wir müssen das noch lange durchhalten bis ein ausreichend getesteter und in ausreichender Menge produzierter Impfstoff für die Risikogruppen da ist, das wird kaum vor Mitte 2021 sein.

18: Keine Impfpflicht einführen! Bei den im Rekordtempo eingeführten Impfstoffen lauern erhebliche Risiken, die den Nutzen für 80% der Bevölkerung übersteigen.

(Video war gelöscht jetzt wieder verfügbar)

Googelt mal Nakrolepsie, Schweden und Schweinegrippe. Tempo, bei Impfstoffentwicklung ist keine gute Idee.

19: Liebe Medien bringt mal auch die guten Nachrichten

Akut mit dem Verlust des Lebens bedroht sind keine 5% der Bevölkerung (Prof. Hockerts Video siehe oben, steht aber auch beim RKI)

„Es wird angenommen, dass etwa 81% der diagnostizierten Personen einen milden, etwa 14% einen schwereren und etwa 5% einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen.

Da nur die diagnostizierten Fälle genannt sind kommt die Dunkelziffer noch dazu. In Gangelt waren das 5 mal so viele. Mittlerweile testen wir viel mehr, deswegen dürfte die Dunkelziffer kleiner sein, aber selbst wenn sie nur Faktor 2 ist, reduziert, sie den Anteil der Risikogruppe auf 2,5%. Das ist eine gute Nachricht.

Der IFR beträgt gerade mal 0,6! Und das sagen die Experten der WHO. Unsere Medien haben darüber nicht berichtet, stand aber in der Nytimes.

Das heißt 99,4% der Infizierten überleben Covid19. Neure Studien weisen noch niedrigere IFR aus, Gangelt war bei 0,4!

By the way. Prof Bhakdi, der von den Leitmedien komplett geschnitten wird, hat als ausgewiesener Experte schon vor der Panik bei BSE gewarnt und hat Recht behalten. Ganz dumm scheint der Mann nicht zu sein.

Und wer den Medien stets besonne Berichterstattung und kritisches Hinterfragen unterstellt, erinnere sich bitte an das Desaster bei der Schweinegrippe, auch da hat sich das RKI alles andere als mit Ruhm bekleckert und die Presse hyperventiliert

Sehr schön ist auch die Berichterstattung über die Zulassung des russischen Impfstoff oder war es doch nur eine Registrierung? Ich kann leider kein russisch.

20. Zwanzig hört sich einfach besser an als 19 Vorschläge 😉

 

edit: Grafik wird überarbeitet, war fehlerhaft

Danke fürs lesen und bis hier durchhalten.

Edit: Noch zwei Links mit ähnlichem Inhalt: Telepolis und Zerohedge (englisch only)

{ 29 comments… add one }
  • Erwin Gabriel 14. August 2020, 10:15

    Hallo Jens,

    Ein Hauptunterschied in der Einstellung zwischen Schweden und Deutschland mag der Unterschied zwischen dem entspannteren skandinavischen und dem fast preussischen Naturell der Deutschen (Bayern, Franken und Schwaben aussen vor) sein.

    Was nicht einbezogen ist in diesem zwei-Länder-Vergleich ist die unterschiedliche Wohndichte. Ohne es zu wissen (und ohne zu wissen, welchen Einfluss die hat), vermute ich, dass diese in Deutschland höher ist.

    Wie auch immer: Vielen Dank für die Mühe und die Informationen.

    E.G.

    PS: Ich (als Angehöriger einer Risikogruppe) werde weiterhin mit Maske herumlaufen zu den wenigen Gelegenheiten, zu denen ich unterwegs bin.

    • JensHappel 14. August 2020, 14:54

      Hallo Erwin,

      danke für deinen wohlwollenden Kommentar.

      Als Riskoträger müsstest du eigentlich mindests mit FFP2 Maske rumlaufen. In meinen Augen müßten wir mehr für die Risikogruppen tun.

      Das geht damit los, dass wir das Pflegepersonal in Altenheimen viel enger screenen sollten mit PCR test, als junge Reiserückkehrer. In vielen Ländern, Spanien, Schweden, Frankreich und auch Deutschland sind alte Menschen und Risikoträger in den Heimen angesteckt worden.

      Für Risikogruppen die zu Hause leben müßten eigentlich einkauf Services angeboten werden, wenn Angehörige dass nicht leisten können.

      Prof.Kekule hat mal in einem Interview im März gesagt, dass es eigentlich einen Zweistufen Plan gibt. Der zweite sieht den besondern Schutz der Risikogruppen vor. Davon habe ich nie wieder was gehört.

      Ich glaube es war hier:

      https://www.facebook.com/GaborSteingart/videos/alexander-kekul%C3%A9-steingarts-morning-briefing/730244324176800/

      In der Tat ist Skandinaien dünner besiedelt, aber die Niederlande schon nicht mehr. Und viele Bundesländer sind ebenso dünn besiedelt wie Dänemark, z.B. SH und mecklenburg Vorpommern.

      Gruß Jens

    • Stefan Sasse 14. August 2020, 22:38

      Hi Erwin, schön dich wieder zu sehen!

      • Erwin Gabriel 15. August 2020, 13:00

        @ Stefan Sasse 14. August 2020, 22:38

        Ich wollte mich nur bei Jens für die Mühe bedanken.

        • JensHappel 15. August 2020, 16:10

          Ja nochmals danke. Aber für die Mühen bedanken klingt ein bisschen wie der Eintrag ins Führungszeugnis: „Er war stets bemüht!“ 😉 😉
          Alles Gute
          Jens

        • Stefan Sasse 16. August 2020, 08:52

          Bedauerlich. Man wird ja noch hoffen dürfen 🙂

    • Ariane 15. August 2020, 03:17

      Hey Erwin, schön dass du wieder da bist 🙂

    • JensHappel 16. August 2020, 17:02

      Hallo Erwin,

      ich habe Kritik bekommen, dass mein original Text an der Stelle mit den Risikopatienten zu zynisch sein und sich so lese, als ob ich meine „selber schuld“. Da du geäußert hast, zu einer Risikogruppe zu gehören, möchte ich mich ausdrücklich bei dir entschuldigen.

      Ich meine ausdrücklich nicht „selber schuld“ und der Schutz von Menschen in Risikogruppen ist mir wichtig.

      Liebe Grüße
      Jens

  • GerdHeiner 14. August 2020, 10:32

    „Bayern, Franken und Schwaben“…hast die Pälzer vergessen!

    GerdHeiner ohne Maske – Jg. ’49

  • popper 14. August 2020, 11:49

    Die größere Gefährlichkeit ist auch darin begründet, dass es nur wenig Immunität gegen Covid19 in der Bevölkerung gab.

    Könnte mittlerweile überholt sein. Neuere Daten zur T-Zell-Immunität stützen die Vermutung einer relevanten Hintergrundimmunität gegen SARS-CoV-2, hervorgerufen durch den Kontakt zu anderen Corona-Viren, die Teil des Spektrums normaler Erkältungserreger sind. Einer Studie der Universität Tübingen zu Folge könnten über 80% der bisher nicht an COVID-19 erkrankten Bevölkerung T-Zellen besitzen, die über diesen Mechanismus eine gewisse Reaktivität auch gegen SARS-CoV-2 erworben haben.

    • JensHappel 14. August 2020, 14:57

      Ja, könnte sein. Ich bin echt am rätseln, warum der CFR schon seit Wochen ständig sinkt. Könnte natürlich mit an der Hintergrundimmunität liegen. Dann hätte das Virus sich am Anfang alle „geholt“ die diese nicht haben.

      Aber die unterschiedlich hohen Todesraten in den diversen Ländern sprechen gegen diese Theorie, zumindest wenn man annimmt, dass die Hintergrundimmunität in Schweden und Deutschland gleich ist.

      Gruß Jens

  • popper 14. August 2020, 20:16

    Wenn man die unterschiedlichen Todesraten allein dem Virus zuschreibt, ja. Das ergibt aber nicht wirklich einen Sinn, denn COVID-19 hat laut den neuesten immunologischen Studien eine Letalität (IFR) die bei insgesamt circa 0.1% bis 0.3% und damit im Bereich einer starken Influenza (Grippe) liegt. Das bedeutet, dass weitere, ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen müssen.

    In vielen Ländern ereigneten sich bis zu zwei Drittel aller Todesfälle in Pflegeheimen, die von einem allgemeinen Lockdown nicht profitieren. Zudem ist oftmals nicht klar, ob diese Menschen wirklich an Covid-19 starben oder an wochenlangem Stress und Isolation.Bis zu 30% aller zusätzlichen Todesfälle wurden nicht durch Covid-19 verursacht, sondern durch die Folgen von Lockdown, Panik und Angst. So ging etwa die Behandlung von Herzinfarkten und Hirnschlägen um bis zu 60% zurück, da sich Patienten nicht mehr in die Kliniken wagten. Außerdem wurden vielen Überdosen von Medikamenten verabreicht und beatmet, obwohl es anderweichere Möglichkeiten gegeben hätte.

    Die Hintergrundimmunität spielt in allen Ländern der Welt eine viel, viel größere Rolle, als man bisher annehmen wollte. Hinzukommt, dass an den schweren Fällen der Erkrankungen nicht nur SARS CoV-2 Viren, sondern auch andere Corona- und Influenzaviren bei den Atemwegserkrankungen gleichzeitig beteiligt sind. Man versteht doch überhaupt nicht, mit welcher Evidenz fast alle Erkrankungen der Atemwege in diesem Jahr unter einem einzigen Virus subsumiert werden. An Lungenerkrankungen sterben jährlich 40.000 Menschen im Jahr und noch mehr an Krankenhauskeimen. Machen wir deshalb Lockdowns? Wir leben mittlerweile in einem Irrenhaus. Übrigens in Indien und Afrika bleiben die Fallzahlen von SARS CoV-2 weit hinter den Prognosen und Erwartungen zurück.

    • JensHappel 15. August 2020, 14:28

      Danke für diesen Beitrag.

      Das mit Indien und Afrika habe ich auch gelesen. Es könnte aber auch sein, dass in Indien und Afrika die Anzahl der Risikopatienten viel kleiner ist.

      Bei uns liegt der Median der Verstorbenen bei über 80 Jahren.

      Lebenswerwartung laut google
      Deutschland 80,99
      Indien 69,11
      Afrika Männer 61 und Frauen 65.

      Die meisten sind schon Jahre vorher tot, bevor sie in das wirkliche Risikoalter kommen.

      Außerdem ist die Bevölkerung dort im Durschnitt viel jünger da sie eine höhere Geburtenrate haben, dass senkt die Anzahl Risikopatienten auf die Bevölkerungszahl bezogen.

      Ein großer Risikofaktor ist Übergewicht, da kann ich mir die weiteren Ausführungen sparen 😉

      Gruss Jens

      • popper 15. August 2020, 21:02

        Es könnte aber auch sein, dass in Indien und Afrika die Anzahl der Risikopatienten viel kleiner ist.

        Ich denke, dass in diesen Ländern die Grundimmunität stärker ausgeprägt ist als in den sogenannten zivilisierten Ländern, wo Hygiene so groß geschrieben wird und wir unsere adaptive Immunität vernachlässigen. Wenn wir, nur als Beispiel, nach Ägypten, Südafrika,Indien oder Asien reisen, bekommen wir von den unter anderen Hygienevrhältnissen zubereiteten Speisen Darmpropleme oder sonstwas, weil wir gegen die Viren, Bakterien und Keime dort nicht immun sind.

        Was die Risikopersonen betrifft, binn ich etwas zwiegespalten, weil selbst in Altenheimen oder auf Schiffen, sich einige infizierten und andere nicht. Das zeigt, dass ein alter, aber gesunder Organismus nich von vorne herein bereits aufgrund seines Alters gefährdet ist. Ich halte diese Art von Bevormundender Fürsorge für kontraproduktiv und sogar für gefährlich, weil der Stress und die Gängelung zu gesundheitlichen Schäden führt, wie verschiedene Studien zeigen.

        Ich möchte aber hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich mit Ihrer differenzierten Behandlung und Aufarbeitung des Corona-Themas sehr einverstanden bin und Ihnen im Wesentlichen zustimme.

        Bin aber darüber hinaudgehend der Auffassung, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, von den alleinigen Fallzahlen wegzukommen, hin zu einer umfassenden Analyse der vorliegenden Zahlen und Sachzusammenhänge. Wir haben seit Wochen geringe Hospitalisierungen und Tote. Auch sollten die inzwischen über 300 kommerziellen PCR-Tests ihre Sequenzierungen offenlegen, damit ma weiß, was wirklich drin ist. Hier sollte bedacht werden, dass bei der Entwicklung der PCR-Tests sehen muss, dass allein aus der Sequenz der definierten Moleküle noch nicht auf das definitive Vorhandensein eines „Full length Virus“ geschlossen werden kann. Dieser Nachweis ist nicht gegeben. Bei den Replikationen der in DNA umgeschriebenen RNA-Moleküle geht man regelmäßig davon aus, dass bei 25 Reproduktionen man davon aus, dass die Virenlast so groß ist, dass sie wahrscheinlich zu einer Erkrankung führt. Das aber nur aufgrund eines sogenannten Cut off, den man setzt, um zu Ergebnissen zu kommen. Insoweit sind Hinweise Asymptomatische seien schon vor ihrer Erkrankung ansteckend mit größter Vorsicht zu sehen. Wem ein bestimmter Nachweis reicht, der wird der Theorie zustimmen, ich sehe das sehr skeptisch. Denn es gibt viele Beispiele wo eine Ansteckung erst gar nicht erfolgt, man erlebt das in Familien, wo Partner infektiös sind und nicht infizieren. Es widerspricht auch dem Kochschen Postulat, wonach die Übertragung eines bestimmten Erregers Krankheitssymptome zur Folge haben muss. Hier spielt der „Cycle Quantification“-Wert (Cq) eine entscheidende Rolle, weil bei einem Cq 25 davon ausgeht, das ein Nachweis besteht. Übrigens, der Dorsten Test hat ein Cq von 40. Der Erfinder des PCR selbst, Kary Mullis, erklärte in diesem Zusammenhang: „If you have to go more than 40 cycles to amplify a single-copy gene, there is something seriously wrong with your PCR“

        Davon hört man in den Medien überhaupt nichts, es werden immer nur rohe Zahlen genannt, wobei man die ausufernden Tests nicht ins Verhältnis setzt. Die meisten Menschen können diese so garnicht einordnen. Heute stand in der ZEIT ein Artikel mit dem Aufmacher: „Es ist soweit“ oder so ähnlich, und dann folgt der Hinweis auf sogenannte Neuinfizierte. Allein dieser Bergriff ist schon irreführend, weil er nicht qualifiziert ist überhaupt Aufschluss zu geben.

        • JensHappel 16. August 2020, 17:15

          Hallo Popper,

          das mit dem Du und Sie geht mir im Forum gelegentlich durcheinander.

          Danke für die zahlreichen Hinweise. Vielleicht sollte sich Sasse mal an dich wenden, ob Sie dazu nicht was schreiben wollen. Gerade den zweiten Abschnitt ihres Kommentars finde ich sehr interessant. Ich habe da nicht mitzureden, aber einen etwas ausführlicheren Beitrag dazu fände ich gut.

          Die Ansicht einer umfassenden Analyse teile ich. Ich bezweifele auch etwas ob die Art und Weise wie wir die ganzen Tests druchführen so wirklich optimal ist. Ich denke die Tests wären wichtig um früh zu erkennen, dass eine zweite Welle anrollt. Wenn aber ständig die Kriterien geändert werden, wer und wo getestet wird, sind die Ergebnise nur noch eingeschränkt aussagefähig.

          Ich denke es wäre vernünftiger regelmäßig in kurzen Abständen Test von statistisch zufällig ausgewählten Personen Tests zu machen. Aus einer Veränderung kann man dann eher ableiten was vor sich geht. Ich glaube das heißt Längsschnittstudie.

          Wenn ich erst Menschen mit Symptomen und dann junge Urlaubsrückkehrer teste was sagt, dass denn über den Verlauf aus?

          Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass es sinnvoller wäre verstärkt das Pflegepersonal in Altenheimen und Kliniken zu testen als reihenweise Urlaubsrückkehrer.

          Grüße Jens

          • popper 27. August 2020, 09:34

            Hallo Jens,
            wir können uns gerne duzen. Ich habe vor Tagen dieses Video mir angeschaut: (https://www.youtube.com/watch?v=S_Ofvc6jNNA&feature=youtu.be). Es gibt Aufschluss darüber wie der sogenannte Drosten-Test zustande kam, der in der ganzen Welt und in Deutschland bis heute verwendet wird. Und dass er bei der WHO angemeldet und von dort freigegeben wurde, bevor überhaupt aus Wuhan irgendeine Sequenzierung oder gar ein Isolat bekannt bzw. vorhanden war.

  • DasKleineTeilchen 14. August 2020, 21:00

    „Das heißt 99,4% der Infizierten überleben Covid19“

    „überleben“ heisst nicht automatisch „gesund“ und ohne etwaige nachfolge- und spätschäden.

    „Einer Studie der Universität Tübingen zu Folge könnten über 80% der bisher nicht an COVID-19 erkrankten Bevölkerung T-Zellen besitzen, die über diesen Mechanismus eine gewisse Reaktivität auch gegen SARS-CoV-2 erworben haben.“

    könnte das eine -wenigstens teilweise- erklärung für die 70-80% (?) der sehr milden verläufe sein?

    „Aber die unterschiedlich hohen Todesraten in den diversen Ländern sprechen gegen diese Theorie, zumindest wenn man annimmt, dass die Hintergrundimmunität in Schweden und Deutschland gleich ist.“

    ? mir war, als wenn schwedens exorbitante todesrate doch in der ziemlich heftig durch die wohnheime und pflegeeinrichtungen für alte menschen durchziehenden welle begründet lag, tegnell hat das doch explizit als erklärung genannt? ich glaube mich auch zu erinnern, daß er den lockeren umgang mit besuchern dort letzlich -nachdem das ausmass klar wurde- als grossen fehler bezeichnet hat.

    • JensHappel 15. August 2020, 14:37

      „überleben“ heisst nicht automatisch „gesund“ und ohne etwaige nachfolge- und spätschäden.

      Stimmt, aber es ist völlig unklar wie lange die anhalten und wieviele der Infizierten prozentual betroffen sind. Da Covid19 erst seit Jahresanfang läuft, weiß man auch noch nicht wie lang „langfristig“ wirklich ist.

      Das ist eine unbekannte in der Gleichung.

      ? mir war, als wenn schwedens exorbitante todesrate doch in der ziemlich heftig durch die wohnheime und pflegeeinrichtungen für alte menschen durchziehenden welle begründet lag

      Ich habe mich unklar ausgedrückt, wenn der CFR im Moment abklingt und dies daran liegt, dass die gestorbenen Menschen einen genetischen Nachteil hatten und dieser Nachteil in Schweden und Deutschland gleich häufig vorkommt, dürfte der CFR erst in Deutschland abflauen, wenn wir die gleiche prozentuale Sterberate hätten wie Schweden. Der CFR sinkt aber schon lange bevor wir die schwedischen Zahlen (prozentual) erreicht haben. Deswegen halte ich die Theorie der genetischen Veranlagung als Ursache für das absinken des CFR für nicht stichhaltig.

      OK, das war jetzt ein scheiß Schnürsenkelsatz, kriege ich aber nicht besser hin. Vielleicht ist die Ursache wirklich, das wir immer jüngere Leute testen.

      Das müßte das RKI mal untersuchen.

  • Nick R. Chen 16. August 2020, 08:07

    Während Sie den Text hier verfasst haben, ist die Neuinfektionsrate über 7 Tage in Schweden bei 19 pro 100.000 und in Deutschland bei 9 pro 100.000. Das entspräche 15.000 Neuinfektionen in Deutschland pro Woche bzw. durchschnittlich ~2.150 pro Tag. Bei der Zahl würde hier zu Recht Panik ausbrechen.

    • JensHappel 17. August 2020, 09:06

      Mag sein, aber denoch sterben sowohl in Schweden als auch in Deutschland nur sehr wenige Menschen an Covid19. Auch die Anzahl in den Intensivstationen ist in beiden Ländern stark rückläufig.

  • Juri Nello 16. August 2020, 14:39

    Die Logik lässt vermuten, dass das Virus weit älter ist, als angegeben und daher bereits eine gewisse Herdenimmunität schon bestand oder aber es ist schlicht Glück, dass nicht so viel passiert ist. An den deutschen Maßnahmen liegt es jedenfalls nicht. Sie werden das auch nie beweisen können, weder in die eine noch in die andere Richtung, was vermutlich auch der Plan dabei ist.
    Der Deutsche freut sich Tatortbanderole durch den Pool gezogen zu haben und jeden der da drüber war, empfindlich bestraft zu haben, natürlich auch mit Hilfe der Nachbarn. Da ist das Virus schon vor Beeindruckung gestorben. Zu Kontaktstoppzeiten habe ich hier noch Bilder von Autofähren über die Elbe, wo der Abstand ca. 5 bis 10 cm betrug. Alles ganz ohne Maske. Es kann also auch nicht an der Megadisziplin der Bürger liegen.
    In 10 Jahren könnte man ggf. mehr Wissen, sofern dafür einer noch Geld auf den Tisch legen würde. Da steht aber mit Sicherheit gerade wieder eine neue Pandemie an. Interessant wäre es doch auch zu wissen, warum die Fälle in bestimmten Regionen eskalieren (trotz Maßnahmen) und in anderen gar nicht erst in Erscheinung treten (trotz Maßnahmen) und warum das Virus in den Palästen der Welt nicht ankommt. So wie man jetzt agiert, will man solche Erkenntnisse aber gar nicht erhalten. Daraus folgt, dass die Menschen auch hierbei nur Material (wie im Kapitalismus üblich) sind.
    Ursache & Wirkung, Potenz und Tendenz? Jetzt der Song vom Wendler: „Egal!“ Wichtig ist nur, dass man an Symptomen herumdoktoren kann.
    Wenn der Pickel nicht mehr nach Pickel aussieht, stört er doch keinen mehr.

    • JensHappel 19. August 2020, 16:29

      Ich vermute auch dass die sogenannte Kreuzimmunität weiter verbreitet ist als angenommen.

  • Juri Nello 16. August 2020, 14:51

    Ad 7: Schafft in der Bahn Wagons mit und ohne Maskenpflicht

    Das wird so nicht umsetzbar sein, da die Schaffner natürlich nicht in denen ohne patrouillieren werden (wegen Gefahr für Leib und Leben) und dementsprechend viele Fahrgäste, die günstig von A nach B kommen wollen im Nu das Kontingent der Wagons sprengen würden.

    • Ariane 16. August 2020, 16:11

      Das wird so nicht umsetzbar sein, da die Schaffner natürlich nicht in denen ohne patrouillieren werden (wegen Gefahr für Leib und Leben

      Ich meine im Bildungsbereich gab es jetzt eine Anzeige von einer Lehrkraft oder der Lehrergewerkschaft wegen Verletzung der Fürsorgepflicht den Angestellten gegenüber. Gut möglich, dass das auch grundsätzlich mal gerichtlich geklärt wird, für Zugbegleiter existiert ja ein ähnlicher Widerspruch. Den hat man ja gerade an allen Ecken und Enden und wird m.W. auch immer etwas unterschiedliche gehandhabt. (SH hat zb extrem viele zusätzliche Ordnungsamt-Scouts eingestellt, die auch bei den Stränden patrouillieren, andere Bundesländer überlegen, die Polizei oder Ordnungskräfte auch in Zügen oder an Bahnhöfen einzusetzen)

      Glaub, mittlerweile haben auch alle die Bußgelder erhöht. In Zügen ist das ja völlig absurd, weil die sich ja bewegen und dabei auch Ländergrenzen überqueren. Insgesamt eine ungute Situation.

    • JensHappel 16. August 2020, 17:25

      Wie gesagt Gefahr für Leib und Leben der Fahrgastbegleiter besteht auch so, da die Masken in geschlossenen Räumen nur bedingt nützen.
      Mit etwas guten Willen ginge das schon. Man könnte draußen vor oder nach dem einsteigen kontrollieren. Und klar kostet das Geld.

      Die Frage ist doch warum die Fahrgastzahlen bei der Bahn einbrechen.

      https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-evg-corona-101.html

      Weil die Leute von der Maske genervt sind oder weil nicht genug Schutz da ist.

      Ich bezweifele etwas, dass die Mehrheit der Deutschen wirklich überzeugt sind, dass die Masken was bringen. Ich war zwei Wochen in Dänemark ohne Maskenpflicht. Der Supermarkt propenvoll, die Hälfte der Autokennzeichen auf dem Parkplatz Deutsch und im Laden nur 2 bis 7 Leute mit Maske. (Ich war häufiger dort und habe immer gezählt).

      Gruß Jens

  • Rauschi 31. August 2020, 17:09

    Hallo Jens

    sehr informativer und aufklärender Artikel, ich habe aber fest gestellt, das Zahlen in diesem Fall keine Überzeugungskraft zu haben scheinen, denn die Lager sind gespalten wie eh und jeh.

    Aber vielen Dank für die Aufarbeitung.

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