Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ erhalten ausführlichere und thematisch gegliederte Hinführungen zu verschiedenen Artikeln aus den Weiten des Netzes dar. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind nummerierte Zwischenüberschriften eingezogen, bitte auf die referieren. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann.
Fundstücke
1) Das Bedürfnis, nicht mehr links sein zu wollen
Armin Pfahl-Traughber rezensiert bei HDP einen Essayband von Personen wie Harald Martenstein oder Dieter Nuhr. Es ist in der Tat ein eigenes Genre, dass Leute sich von ihrem früheren Links-Sein distanzieren (mir fiele spontan auch noch Jan Fleischhauer ein). Die variierende Qualität der Essays glaube ich sofort. Was sollte auch ein Nuhr oder Martenstein hier noch schreiben, das nicht in ihren jeweiligen Programmen die letzten 20 Jahre nicht schon heruntergenudelt wurde? Das ist nur noch langweilig, preaching to the choir (siehe auch hier). Als ob man Oskar Lafontaine im Interview die Frage stellt, ob er meint, dass die SPD ihre Prinzipien verraten hätte. Erzählen Sie uns mehr, Herr Lafontaine. Insgesamt finde ich es aber interessant, wie groß das Bedürfnis solcher Bekenntnisaufsätze ist, während es kein Gegenstück für die Rechte gibt. Ich glaube das liegt daran, dass dieses Genre eine Art Eintrittskarte in gewisse bürgerliche Kreise darstellt. Gleichzeitig ist es auch „safe“, sich zu einem früheren Linkssein zu bekennen, während ein Rechtssein immer noch einen Geruch an sich hat, mit dem sich niemand in Verbindung bringen lassen will. Vielleicht gibt es da auch nicht so viel schmerzhafte Selbstreflexion; dieses permanente Selbsthinterfragen, auch gerne über den Punkt der Sinnhaftigkeit hinaus, ist ja auch so eine linke Eigenschaft.
2) Bürgermeisterwahl in Paris
Annika Joehres berichtet über die Wahl in Paris. Hidalgos Erbe hat die Wahl gewonnen, erneut mit einem dezidierten Anti-Auto-Programm und einer deutlichen Stärkung der Fahrrad-Infrastruktur. Joehres‘ Reportage beschreibt auch die Gräben, die sich dabei auftun: nicht nur gibt es den in Paris quasi seit der französischen Revolution üblichen Split zwischen dem links dominierten östlichen Teil und dem konservativen westlichen Teil der Stadt, sondern die Politiken sind natürlich auch dezidiert welche für die Bevölkerung von Kernparis, in dem zu leben man sich erst einmal leisten können muss: für die Pendler aus den Vorstädten ist die Verteuerung des Parkens natürlich ein Problem. Allerdings muss man dem gegenüberstellen, dass Paris für Autos bereits vorher extrem teuer und ein absoluter Albtraum war; „einfache Arbeiter“, die in die Kernstadt pendeln, konnten das auch vor Hidalgo nicht mit dem Auto tun. Zudem muss in der Großstadt auch kein Autoverkehr herrschen, sofern die öffentliche Infrastruktur entsprechend ausgebaut ist (was ja zunehmend der Fall ist); die Stadt muss ja auch ihren Bewohner*innen dienen. Das Thema zeigt aber wieder einmal schön, dass es eben keine Policy gibt, die keine Nachteile beziehungsweise nur Vorteile hätte. Irgendwer verliert IMMER.
3) Beamtenstatus der Lehrkräfte
Hans-Martin Wiarda hat was zur „teuren Tradition“ der Verbeamtung. Natürlich hat er grundsätzlich Recht. Ich würde an der Stelle vor allem drei Anmerkungen machen. Erstens zeigt Wiardas Artikel wieder, dass es den Kritiker*innen der Verbeamtung vor allem darum geht, Kosten zu senken, indem Lehrkräfte künftig wesentlich schlechter bezahlt werden. Deswegen auch das erbitterte Festhalten ihrer Interessenvertretungen am Beamtenstatus. Wir haben ja schon gesehen, was passiert, wenn Bundesländer ihn abschaffen. Zweitens ist die Argumentation der Interessenverbände genauso…interessengeleitet (wer hätte es gedacht?). Natürlich ist es nicht nötig, für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs Beamt*innen zu haben; Zeugnisse ausstellen können auch Angestellte, Hoheitsakt hin oder her. Und drittens ist die Debatte letztlich müßig, weil der zentrale Punkt übersehen wird: Pfadabhängigkeit. Der Beamtenstatus ist seit dem 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil der deutschen Verwaltungsstruktur. Und der hat nun einmal auch Vorteile für den Staat. Wären die Rückstellungen für die Pensionen gemacht beziehungsweise nicht sachfremd geplündert worden, wäre das auch kein Problem. Nicht die Beamten kommen den Staat zu teuer zu stehen, sondern die Sünden der Politik. Es ist das Äquivalent des Managers, der die Firma ruiniert und dann den Lohn der Angestellten kürzen will.
4) Gute Laune für Konservative
Kristina Schröder fordert in der Welt mehr gute Laune bei den Konservativen, weil natürlich alles viel zu langsam gehe, aber die Richtung klar sei: das Land rücke nach Rechts. Das ist genau das, was ich seit Monaten auch sage: es ist ziemlich eindeutig, in welche Richtung alles geht, aber der Effekt des politischen Stühlerückens sorgt dafür, dass die Siegerseite das nicht zu sehen bereit ist und immer radikalere Schritte fordert. Genau dasselbe passiert gerade auch wieder: Deutschland hat die konservativste Regierung seit 2009, aber das ist natürlich keinesfalls jemals genug. Die rhetorische Übersteigerung, die auch hier im Blog immer wieder sichtbar ist, dass man quasi eine linke Regierung habe, ist völlige Realitätsverkennung.
5) Die Lage der Union
Michael Sauga verfasst im Spiegel eine beißende Kritik an der CSU. Ich finde den Trumpvergleich aus der Überschrift quatschig, der findet sich im Artikel auch nicht wirklich wieder (da war wohl mal wieder die Klickrate wichtiger). Aber Sauga hat Recht damit, dass die CSU viele der Fehlentscheidungen der letzten 20 Jahre hauptsächlich verantwortet und ständig am Nein-Sagen ist. Nicht die SPD, die CSU ist der große Bremser der aktuellen Regierung.
Indessen ist sicher, dass „Angela Merkel Friedrich Merz eine Sache voraus“ hatte, nämlich nicht ständig unüberlegt irgendwelche Aussagen rauszuhauen, die sie dann nachher zurücknehmen musste. Das ist ja auch was.
Kai Wegner fordert harte Preiskontrollen und Obergrenzen beim Sprit. Ich muss zustimmen, dass mir bisher auch noch niemand erklären konnte, warum das zwar beim Wohnungsmarkt schlimmster Sozialismus ist, aber bei Autos unbedingt erforderlich. Verbrenner-Sozialismus, quasi.
Was übrigens auch spannend ist: der völlig ausbleibende Protest der Bauern angesichts der Spritpreise. Man fragt sich beinahe, ob das damit zusammenhängt, dass die Proteste damals maßgeblich von CDU-Abgeordneten initiiert worden sind.
6) Wolfgang Kubicki als FDP-Chef
Wolfgang Kubicki hat angekündigt, für das Amt des Vorsitzes zu kandidieren, dass nach den jüngsten Desastern von Christian Dürr geräumt wurde. Dass Kubicki noch vor Kurzem erklärt hatte, nicht kandidieren zu wollen: geschenkt. Vorsitzende sollten Ambitionen haben, und Leute können ihre Meinung ändern. Die Welt ist erwartbar begeistert, sieht, passend zu Ostern, eine „Wiederauferstehung“ wetterleuchten. Für Ulf Poschardt ist Kubicki, natürlich, die „letzte Chance“ (bei Poschardt ist immer Apokalypse, egal, bei welchem Thema): „Deutschland muss sich auf die Nettosteuerzahler, die Leistungsträger, die Fleißigen und Starken fokussieren – und den Rest den etatistischen Parteien überlassen. Dafür steht Wolfgang Kubicki, der für den FDP-Vorsitz kandidiert.“ Die Hybris, als maximal 5%-Partei die Richtung Deutschlands vorgeben zu wollen, ist schon auch bemerkenswert.
Insgesamt stehe ich der Kandidatur agnostisch gegenüber. Ich habe keine Ahnung, ob Kubicki die FDP wird wieder über 5% heben können; ich bin definitiv nicht seine Zielgruppe. Wir werden es bald sehen. Die Logik, sich auf ein rechtes Kernklientel zu beschränken, der CDU Wählende abzujagen und einfach die 5% zu schaffen, ist für eine Randpartei wie die FDP nachvollziehbar; die LINKE verfährt ja genauso. Maximale Polarisierung, Kampf um das Randsegment. Mein Problem damit ist, dass die Partei, wenn sie ins Parlament kommt, vor allem als Spoiler agiert. Denn Machtoptionen hat sie keine. Der Rechtsruck unter Kubicki mag sie ins Parlament bringen, aber sie kann mit der CDU nicht regieren, weil es keine schwarz-gelben Mehrheiten gibt; selbiger Rechtsruck macht aber Mitte-Bündnisse auch unmöglich. Und eine mit der AfD koalierende CDU braucht keine FDP mit im Boot. Die einzige Machtoption wäre dann eine AfD-FDP-Koalition, wo so etwas aus Versehen möglich sein sollte. Das wäre zwar irgendwie auch ein konsequentes Ende des deutschen Liberalismus, aber nicht gerade herzerwärmend.
Resterampe
a) Kommentar beim HDP zu Merz‘ Themenverschiebung beim Fall Collien Fernandes. Ich finde Themenverschiebungen sind normales Handwerkszeug von Politik, es ist an denen, die die Fragen stellen, die Antworten entsprechend einzuordnen und gegebenenfalls ein Abweichen zu sanktionieren.
b) In der Statistik hatte jemand richtig Spaß mit den Achsen (meine Güte), aber der Punkt ist trotzdem richtig.
c) Im Economist ist ein Artikel zur Brandmauer erschienen, der ihre Nutzlosigkeit aufzeigen will. Ich bin grundsätzlich bei dem „should be outvoted“ dabei, aber die Vorstellung, dass alle Meinungen Repräsentation in den Institutionen finden sollten, einfach nur, weil sie Wählendenstimmen haben, ist und bleibt einfach Quatsch. Das heißt erstmal nichts zur AfD spezifisch, aber als PRINZIP ist es Unfug.
d) Timothy Snyder hat was zu „the next coup attempt„.
e) Vieles spricht für eine Rückkehr der Syrer in ihre Heimat. Klar.
f) Zweckoptimismus: Warum es für Schüler erfolgversprechend ist, sich (leicht) zu überschätzen. Absolut. Gilt eigentlich immer im Leben.
g) Super faszinierende Fakten zu den Schlachtschiffen des 18. Jahrhunderts.
h) Nate Silver hat eine Datenanalyse zu Twitters Interaktionen, und seit Musk übernommen hat, ist es quasi ein rechter Sumpf.
i) Warum die Linken doof sind, Teil 325236: wie kann man sich bei der NGO-Debatte derart einseitig entwaffnen lassen?
j) Veronika Grimm, sonst linker Ausflüge eher unverdächtig, argumentiert hart fürs Tempolimit.
k) Der Spiegel hat eine lesenswerte Reportage zum Niedergang von Playmobil. Und obwohl das, wie ich hier in den Kommentaren gelernt habe, gar nicht passiert, haben die Chefs sich trotz der Krise das Gehalt deutlich erhöht. Weird.
Fertiggestellt am 8.4.2026



b) „The decline in battery prices has been incredible. It’s like nothing anyone has ever seen before. Big, strong men with tears in their eyes come up to me and say, “Sir, have you seen the progress in batteries?” (Paul Krugman)
https://paulkrugman.substack.com/p/in-batteries-we-trust
zu j)
Die Reaktionen auf ihren Post ließen ja nicht lange auf sich warten. Als als Wirtschaftswissenschaftlerin argumentiert sie folgerichtig: Auf einen Angebotsschock sollte man so reagieren, dass man die Nachfrage dämpft.
Und auch als Erzählung von der Reformunfähigkeit des Landes ist diese Tempolimitdebattte sehr lehrreich. In der größten Energiekrise seit den 70er Jahren, sind wir nicht mal in der Lage temporär uns auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzulassen. Ja, der Effekt ist sicherlich nicht groß, aber Symbole sind eben auch wichtig.
Zumal wir davon ausgehen müssen, dass wir noch lange nicht die Spitze der Krise erreicht haben. Die letzten Tanker, die noch vor der Schließung der Hormuz-Straße in See gestochen sind, werden aktuell gelöscht. Jetzt fängt ja erst der Engpass an und ist ist ja nicht nur Energie (Gas / Öl) – bald kommt die Krise beim Kunstdünger dazu und damit werden auch Lebensmittel teurer. In Südasien kann man schon sehen, wie heftig diese Krise durchschlagen kann. Es ist ja eigentlich schon ein Treppenwitz, obgleich die Hormuz Abriegelung „nur“ 20 % der weltweiten Gas- und Öl-Exporte betrifft, droht in vielen Ländern eine wirtschaftliche Kernschmelze. Das muss doch der Startschuss für eine neue Energiepolitik sein.
Ich vermisse hier eine deutlich stärkere Kommunikation durch die Politik: Wo ist der Bundeskanzler, der die Bevölkerung auf die kommenden Härten einstimmt?
Stattdessen kommen jetzt CDU „Helden“ um die Ecke, die die Abschaffung des CO2 Preises fordern. Offenbar ist diesen Leuten aber nicht klar, dass die Einnahamen aus der CO2 Steuer in den KTF fließen und dazu führen, dass der Strompreis nicht noch weiter steigt. Damit also die Spritpreise sinken, soll der Strom teurer werden – erkläre mir einer die Logik.
Die Politik hat Schwerter in der Hand: die Wettbewerbsaufischt hat starke Mittel in der Hand, sofern die Minearalölkonzerne wirklich abkassieren – es fehlt aber offenbar am politischen Willen die Mittel der Wettbewerbsaufsicht zu mobilisieren. Mehrmonatige Sektoruntersuchungen können ja nicht die Antwort sein – da würde deutlich mehr gehen.
Bin ich bei dir.
Ich vermisse hier eine deutlich stärkere Kommunikation durch die Politik: Wo ist der Bundeskanzler, der die Bevölkerung auf die kommenden Härten einstimmt?
Dieses Wegducken nervt mich auch tierisch, hatte ja auch schon getwittert, dass das nur mit der Union in der Regierung möglich ist. Sonst wäre schon kurz vor Volksaufstand (und es KOTZT mich so derbe an, dass der sogenannte „Volkswillen“ davon bestimmt ist, wo die CDU gerade sitzt, das ist nicht gesund)
Und mir gehts noch nicht mal um bestimmte Maßnahmen, aber eine Aussage zur Einschätzung der Lage wäre ja schon. Panik jetzt oder ist das nur ein Problemchen? Ist morgen Öl/Benzin richtig alle oder ist theoretisch genug da, es ist nur scheißteuer? Ist ja ein Unterschied, ob ich immerhin für viel Geld tanken kann oder die Tankstellen dichthaben.
Und ziemlich wahnwitzig finde ich, dass das irgendwie zu einem reinen Auto-Pendler-Problem erklärt wird (natürlich ist in Merzens Universum am wichtigsten, dass die Leute zu ihrer Arbeit kommen und nicht faulenzen^^)
ABER ich fahre 40km mit E10, meine Handwerksfirma sitzt auf einer Dieselflotte mit einem echt großen Fahrgebiet.
Da ist das Problem deutlich größer und man bräuchte schon mal ein paar hints, ob man da kurzfristig Pech hat oder eben „Maßnahmen ergreift“. Und irgendein Steuerkram in einem Jahr ist da ziemlich egal, das kann man sich dann auch gleich sparen.
Nachbemerkung: Das einzig Tröstliche ist, dass der ganze Scheiß passiert ist, kurz nachdem Spahn, Reiche & Co dick verkündet haben, dass – wenn schon nicht der Iran – so zumindest der deutsche Heizungskeller jetzt befreit ist und jeder sich beliebig viele Öl-/Gasheizungen einbauen kann.
Schade, dass wir keine Parteien haben, die täglich nachfragen, ob die CDU sich immer noch drüber freut, oder der Habecksche Heizungshammer nicht vielleicht auch wirtschaftlich/energiepolitisch sinnvoll war *seufz* Liebe Grünen, das wär viel sinnvoller als ein temporäres Tempolimit zu fordern!
Ich finde diese Habeck-Litigierung genau so ermüdend wie die von Merkel. Es ist vorbei. Hier und Jetzt zählt.
Echt jetzt? Also ja. Aber ich fand Habeck schon in der Ampelzeit nicht so prall.
Aber für die Grünen macht das ja vielleicht Sinn. (eventuell kann man das ja sogar thematisieren, ohne Habeck zu erwähnen)^^
Habeck hatte in all seinen Analysen Recht, aber was hilft’s?
Welche denn? Und übrigens: Politiker werden nicht dafür in Regierungsämter gewählt, um gute Analysen zu machen (die ohnehin meist nicht sie selbst erstellen), sondern gute und richtige Lösungen umzusetzen.
Habeck setzte rechtsstaatliche Grundsätze außer Kraft, schuf sein eigenes, der parlamentarischen Kontrolle entzogenes Budget – Trump in Miniaturformat sozusagen – machte die Energieversorgung unsicherer und verursachte dem Steuerzahler Milliardenkosten mit seiner, von Ahnungslosigkeit geprägten Industriepolitik.
2) Könnte es nicht sein, dass für die Pariser der Verkehr nur ein relativ nachrangiges Thema war und den meisten die klassischen Brot- und Butter Themen der Kommunalpolitik (Wohnraum und -kosten, Sicherheit im öffentlichen Raum und funktionieren öffentlicher Dienste) am wichtigsten waren?
a) Klingt theoretisch gut, aber warum kommt diese Kritik im Alternativmedium HPD und nicht in einem Kommentar in Spiegel oder Tagesthemen. ( Die unmittelbaren Adressaten der irreführenden Antwort – die Parlamentarier im deutsche Bundestag – konnten aus Protokollgründen kaum „einordnen und sanktionieren“). Die brutale Antwort: Weil der gesamte medial-politische Betrieb diese demagogischen Stilmittel – Sündenbock, Framing, Ablenkung – durchgehend verwendet.
b) Hier ist die logarithmische Skala gerechtfertigt, um klarzustellen, dass der Preis kontinuierlich immer weiter gefallen ist. Sonst sähe es so aus, als hätte es bis 2003 einen starken ( um 9.000 $ ) Rückgang gegeben und dieser hätte sich seitdem abgeschwächt (weil er da nur noch um 900 $ gefallen ist)
2) Ja, weiß ich aber nicht. Auf jeden Fall war der Verkehr, anders als hier, NICHT zentrales thema.
a) Fürchte auch.
c) Du schreibst wolkig von „Die Institutionen“ , und sagst nicht, welche du meinst. In der Institution „Bundestag“ ist es selbstverständlich, dass auch Minderheiten ihre Repräsentation haben (näheres unter -> Demokratie).
In der Institution „Bundesregierung“ ebenso selbstverständlich nicht, da genügt es, wenn eine Mehrheit sich vertreten fühlt. Aber genau deshalb ist es genauso wichtig, dass in Kontrollgremien (z.B. parlamentarischen Ausschüssen) oppositionelle Minderheiten voll vertreten sind. Dies nicht einzusehen ist – mit deinen Worten gesprochen – Unfug.
j) Vorsicht, sie argumentiert für ein reines Symbolpolitik-Tempolimit, „damit die Menschen die Situation ernst nehmen“. Die realen Effekte wären kaum spürbar. Aber ich kenne niemand, der den Krieg und seine Folgen nicht ernstnimmt. Es geht also wirklich nur um eine Kontrollillusion, die vorgibt, die Regierung täte etwas.
Es geht also wirklich nur um eine Kontrollillusion, die vorgibt, die Regierung täte etwas.
Das würde ich im Übrigen nicht einmal kritisieren, nur täte das ja auch eine größere Rede. Temporäres Tempolimit in ganz Deutschland ist dazu total ungeeignet (das war ja damals ein Witz, aber da kriegen wir ja wirklich ein Schilder Problem (iwer muss die ja auch an/abbauen und dafür herumfahren! mit Diesel!)) und ne längere Vorlaufzeit hätte man auch.
Als kurzfristige Krisenmaßnahme mit der Priorität Benzin zu sparen, ist das maximal ungeeignet.
zu 2) Paris ist nicht Frankreich.
In Paris gabs schon 2020 113 Tsd Sozialwohnungen bei etwas über 2 Mio Einwohner in der kleinen Fläche der 20 Arrondissements innerhalb des Autobahnrings (unverzichtbar für touristisch Interessierte: https://www.youtube.com/watch?v=s7SjwLUlUPc&list=PLgzu2kcdOi9c-WeQY_5jFDNj6JbA3tbtI ).
Paris gilt auch als „Bobo“-Hauptstadt, d.h. eine Kontraktion aus „bourgeois“ und „bohème“. Das sind Personen mit gutem Einkommen, die progressiv wählen.
Die Vorschläge für den Rückbau der Radwege waren für mich ein Alptraum. In Paris hält sich, anders als in vielen anderen Teilen des Landes, eine Mehrheit einer linksliberalen Mitte.
Im Artikel wird es auch erwähnt, in Paris pendeln nur 10% mit dem Auto, ich denke das ist eher wichtig für die Wohlhabenden und Touristen. Und Verrückte. (ich war einige Male in Paris, aber ohne Auto).
Das ist halt auch ein Stadt/Land-Thema. Ich nenne meine Freunde in Hamburg oder Bremen auch immer diese führerscheinlose Bourgeoisie und schimpfe, wenn ich mit dem Auto da rumgurken muss. Autos sind in Großstädten einfach krass unpraktisch. Noch schlimmer: seit dem überteuerten Deutschlandticket können einem die Metropolisten nicht mehr fix erklären, wie man an ein Tagesticket für Öffis kommt. ^^
Bitte, Ariane: Wer fährt mit dem Auto nach Paris? Da muss man lebensmüde sein.
Das Deutschland-Ticket ist nicht überteuert, es ist hoch subventioniert. D.h. der Preis bildet nicht einmal die realen Kosten ab.
Jajaja, ich weiß, nur für Autos sind Subventionen ok.
Aber es ist zu teuer für Leute wie mich, die auch nebenan zum Bäcker fahren, aber möglichst nicht in Großstädte. Für gelegentliche Ausflüge kauf ich aber kein Deutschlandticket.
Der Staat kassiert von den derzeitigen 2,10 Euro pro Liter rund 1,45 Euro. Dazu zahlen Autofahrer noch Kfz-Steuer, überhöhte Parkgebühren und Ordnungsgelder an für den Staat strategisch wichtigen Punkten sowie Maut.
Bei solchen Steuer- und Abgabeanteilen ist es nicht so leicht, rechnerisch auf eine Subventionierung des Autoverkehrs zu kommen. Apropos: Welche Abgaben zahlen eigentlich die Nutzer des ÖPNVs, der übrigens von den Kommunen ebenfalls nicht kostendeckend betrieben werden kann?
Geht ziemlich einfach: wenn der Staat bei steigenden Treibstoffpreisen dieselben künstlich niedriger hält, subventioniert er sie.
Wieso hält der Staat die Preise niedrig? Erzähl‘ das mal beim nächsten Mal beim Tanken. Ich bin unheimlich gespannt, wie das dann ausgeht. 🙂
Zweidrittel des Benzinpreises bestehen aus Steuern. Die Interpretation, dass der Staat damit die Preise runtersubventionieren würde, ist zumindest … originell.
Ah, die Steuer-Fallacy: Die historisch höchste Steuer ist der naturgesetzliche default, jede niedrigere Steuer ist eine „Subvention“. Kein Wunder, wenn bei dieser Art des Begriffsmissbrauches niemand mehr Funktionseliten traut.
Ja, Politikverdrossenheit hat immer die Ursache in dem, was man nicht leiden kann.
Es ist halt eine Umwidmung der Begriffe. Kannst du schon machen. Nur musst nicht erwarten, dass ich mitgehe.
Es ist halt eine Umwidmung der Begriffe.
Kleine Korrektur: Niedrigere Steuersätze als einen willkürlich gesetzten Wert als „Subvention“ zu bezeichnen ist die eigentliche Umwidmung.
Kommt auf die Nutzung für das Deutschlandticket drauf an. Für Sporthobby mit Fahrrad in irgendeine Richtung fahren und dann zurück ist das top. Einmal bin ich mit dem Deutschlandticket von Köln nach Berlin. Das ist aber too much. Ich nutze auch gerne Flixtrain und jetzt zur Javakonferenz in Paris von Hannover mit Flixbus hin und zurück. Da habe ich aber die Luxusversion mit freiem Nebensitz und oben vorne gebucht. Ist schon ein bisschen irre, weil ich das ja steuerlich absetze. Alternative wäre Bahn. Flugzeug ist für die Strecke ein no go.
Klar ist das Deutschlandticket immer noch nützlich.
Halt nicht für mich, die kartoffelig gerne Langstrecken mit dem Auto fährt – auf einer Autobahn ohne Tempolimit^^
Aber ich kaufe halt kein Deutschlandticket für Tages- oder Wochenend-Ausflüge in irgendwelche Großstädte. Und der nicht zu unterschätzende praktische Nachteil ist halt, dass die führerscheinlosen Großstadtmetropolisten für mich früher den Ticketautomaten in- und auswendig kannten und jetzt nicht mehr.
Ich benutz es nicht übermäßig, aber ich hab eines. Aktuell subventioniere ich quasi den öffentlichen Nahverkehr. Aber es senkt die Hemmschwelle, mal das Auto stehen zu lassen und einfach die Öffentlichen zu nehmen.
Es ist trotzdem teuer. Das ist ja das Problem an der Sache. Kernenergie ist auch hoch subventioniert 😉
Ja, erzählst Du dauernd. Die Kernenergie durch Wind und Solar zu ersetzen, kostete mehr als eine Wiedervereinigung – 0,7 Billionen Euro. Das geht sollte doch eigentlich billiger gehen.
Ich sag seit Jahren: ich würde echt gerne konservative oder liberale Ansätze dafür hören.
Hörst Du. Du akzeptierst nur nicht die Grundsätze, weshalb es für Dich keine gibt.
Wettbewerb, freie Entscheidung und Unternehmertum, maßvolle Besteuerung ohne Lenkung, Zertifikatehandel. Mehr braucht es nicht. Wie immer im Leben würde auch der Politik der Grundsatz gut zu Gesichte stehen: Weniger ist mehr.
1) Das Bedürfnis, nicht mehr links sein zu wollen
Ich weiß ja nicht, was Du konkret unter „rechts“, „konservativ“ und „liberal“ verstehst, möglicherweise softere Versionen einer linken Agenda. Aber bürgerliche und liberale Wähler sehen die Merz-Regierung keinesfalls als rechts, weshalb die Union mit dem Wahltag +1 direkt an Zustimmung verloren hat.
Ich gebe Dir mal ein paar Beispiele aus einer anderen Zeit: Bundeskanzler Kohl (wahrlich kein Hardcore-Rechter) setzte 1989 eine große Steuerreform auf und strich danach weitere Steuern wie die Gewerbekapitalsteuer, die Börsenumsatzsteuer, die Vermögensteuer. Zumindest bis 1990 wurde der Haushalt stabilisiert. Auf europäischer Ebene setzte Kohl Restriktionen der Verschuldung durch für jene Länder, die der Gemeinschaftswährung beitreten wollten. Das Asylrecht wurde ein Stück auf seinen Kerngedanken zurückgeführt. Der Bundesinnenminister führte neue Sicherheitsgesetze ein. In der Rente wurde der demographische Faktor eingeführt, der den Anstieg der Renten bremste.
Friedrich Merz marschiert in allem in die Gegenrichtung: Die Schulden wurden in einem nie gekannten Ausmaß erhöht. Die Regierung denkt darüber nach, den Spitzensteuersatz deutlich zu erhöhen, Kürzungen bei der Rente wurden mit dem Segen des Kanzlers verhindert. Insbesondere bleibt der demographische Faktor der Rentenformel de facto ausgesetzt. Auf europäischer Ebene wird ein weiteres Schuldenpaket vorbereitet. Die Kriminalität steigt und steigt. Bei Kohl völlig ausgeschlossen ist der Gesprächsfaden zur LINKEN normalisiert.
Warum Rechte mit Merz hadern? Weil er genau das Gegenteil macht, was einstmals als konservativ und wirtschaftsliberal galt.
Aber bürgerliche und liberale Wähler sehen die Merz-Regierung keinesfalls als rechts, weshalb die Union mit dem Wahltag +1 direkt an Zustimmung verloren hat.
Ich hab einen kompletten Artikel zu dem Phänomen geschrieben und verlinkt, ich will mich hier nciht wiederholen.
Ja, was Du schreibst, muss ja weder zutreffen noch muss es konservativen Überzeugungen entsprechen. Du verstehst nicht, warum Merz (und vorher Merkel) nicht als wirkliche konservative Kanzler gesehen werden. Weil an ihrer Politik nichts Konservatives ist. Was konservativ ist, habe ich oben konkretisiert. Keinesfalls ist „konservativ“ das Gegenteil und damit „links“, dass es auch für Progressive wie Dich annehmbar ist.
Warum Rechte mit Merz hadern? Weil er genau das Gegenteil macht, was einstmals als konservativ und wirtschaftsliberal galt.
Aber ist es denn jetzt Merz, der falschkonservativ ist, die Regierung (btw die regierende CDU), bestimmte Personen oder eher so etwas wie „Zeitgeist“?
Du scheinst darin ja mehr zu sehen als ein vielleicht übliches „an der Regierung zählt Realpolitik“.
Wenn man mal das eine und dann das Gegenteil macht, ist das Opportunismus. Das gilt insbesondere, wenn man jahrzehntelang von dem einem überzeugt war. Merz macht im Amt exakt das Gegenteil, für das er seit den Neunzigerjahren bis zum Wahlabend stand. Das lässt sich kaum mit „Zeitgeist“ und Einsicht in „Realpolitik“ erklären. Das ist in dieser Form einmalig in der bundesrepublikanischen Geschichte. Das Politikerranking zeigt es überdeutlich: Merz rangiert bei INSA auf dem vorletzten Platz und er weiß auch, warum. Er selbst hat in der Woche nach der Bundestagswahl und dem Bruch eines elementaren Wahlversprechens gesagt, er habe einen großen Kredit auf seine Glaubwürdigkeit aufgenommen. Er hat bis heute nicht angefangen, ihn zurückzuzahlen.
Die Zahlen sind unbestechlich: Die Wirtschaft kommt ein Jahr nach Regierungsantritt nicht auf die Beine, das ohnehin prognostizierte Nullwachstum (0,3 Prozent Überhang Vorjahr, 0,3 Prozent durch mehr Arbeitstage, 0,3 Prozent durch das Schuldenpaket) hat sich in nichts aufgelöst. Die Staatsausgaben laufen weiter aus dem Ruder, die aufgenommenen Kredite werden zweckentfremdet, die Sozialabgaben laufen davon. Werde Kohl noch Merkel hatten nach 12 Monaten eine derart schlechte Bilanz und mehrere gebrochene Wahlversprechen im Rucksack.
Ich kann die Frustration schon verstehen. Mir ging es eher um dein Beharren, dass es nicht rechts oder meinetwegen konservativ ist. Und ob das speziell für Merz gilt oder eben für die Partei oder meinetwegen noch die Regierung.
Man kann ja auch von Merz enttäuscht sein und ihn weiterhin als konservativ, rechts oder liberal bezeichnen.
Ist es auch nicht. Warum, habe ich durch den Vergleich mit Kohl deutlich gemacht. Es ist nicht die Frage, ob wir in anderen Zeiten leben. Doch die meisten Menschen haben Prinzipien, Rechte wie Linke, Konservative wie Liberale und Sozialisten. Was sie eint, ist, dass sie Werte und Prinzipien haben. Was sie trennt, sind die Gegensätze.
Die Umfragen zeigen, wie unzufrieden auch Stammwähler der Union mit Merz sind. Die Politik von Merz als konservativ zu bezeichnen, obwohl eine deutliche Mehrheit der eigenen Anhänger von zwölf Millionen das anders sehen, ist nicht zu erklären. Denn Parteien und Politiker machen Politik schließlich für ihre Milieus. Für die Menschen mit Werten, Prinzipien und Überzeugungen. Wenn die Mehrheit konservativ denkender Menschen sagt, eine bestimmte Politik sei nicht ihren Werten entsprechend, dann wird das so sein.
Dasselbe konntest du über den von dir so positiv gesehenen Schröder sagen. Mit dem waren die Stammwählenden auch super unzufrieden. Trotzdem bezeichnen wir ihn als Sozialdemokraten, oder?
Das stimmt halt nicht.
Schröder lag auch bei den eigenen Wählern in der Zufriedenheitsrate nie unter 50 Prozent, so wie Merz (aktuell: über 60 Prozent unzufrieden). Und Schröder hatte im Gegensatz zu Merz harte Reformen gemacht. Schröder holte auch 2005, am Tiefpunkt der Zufriedenheit, noch eines der besseren Ergebnisse in der Geschichte der SPD.
Ich sehe bei Dir keine Maßstäbe, die sich objektivieren ließen. Es ist einfach Deine Meinung als Linker, dass Merkel wie Merz konservative Politik machen würden – eben eine, mit der Du besser leben kannst als mit einer Kohl-Politik oder den Konzepten des legendären Leipziger Parteitags.
Die Politik von Merz als konservativ zu bezeichnen, obwohl eine deutliche Mehrheit der eigenen Anhänger von zwölf Millionen das anders sehen, ist nicht zu erklären.
Konservative Politik kann nicht scheiße sein, deswegen ist erstmal wichtig, dass es keine konservative Politik ist. Sondern irgendwas anderes. Was genau überhaupt? Ein weiteres linksgrünes U-Boot – wie Merkel es schon war?
Merz ist als Antimerkel gestartet und hat verrückterweise nach einem Jahr die gleiche Diskussion an den Hacken.
Nichts für ungut, aber ich fürchte, das ist kein Problem einzelner Personen. Da verändert sich schon in der Partei/dem Lager etwas. Solcher Art ideologischer Grabenkämpfe sind höchst ungewöhnlich bei der CDU.
Das linke Lager kennt das zur Genüge, führen wir seit Menschengedenken auf. Hat zu so lustigen Sachen wie „real existierender Sozialismus“ geführt, um zu beweisen, dass mit der reinen Lehre des Sozialismus alles supi ist.
Ist ja nett, das woanders zu beobachten, aber das ist ein Todespfad, der nur in Sackgassen führt. Und übrigens ein Grund – meiner Meinung nach – warum linke Parteien eine Neigung zum Spalten haben. Und ich würde nicht mehr meine Hand ins Feuer legen, dass das der Union nicht auch passieren kann.
Meiner Meinung nach ist das sogar die wahre Gefahr bei der Debatte, ob man nicht doch mit der AfD was machen sollte.
Vorab: Ich habe ja Gründe, warum ich auch im zarten Alter von Ende 50 noch nie die CDU gewählt habe. Ich habe immer mit dem Konservatismus gefremdelt. Es gibt Schnittmengen mit Liberalkonservativen, mit den Christen in der Union, mit Sicherheitspolitikern. Aber so richtig trifft es nicht mein Befinden. Also, ich bin kein Konservativer.
Ich formuliere es zur Einleitung mal anders: Linke wie Du und Stefan habt gleich mit vier Spitzenpolitikern der CDU, die für eine konservative Haltung stehen, ein grundsätzliches Problem. Julia Klöckner, Katharina Reiche, Wolfram Weimer, Jens Spahn. Das ist eine ganze Menge. Und Friedrich Merz wurde bis vor kurzem noch als Ausländerfeind und Steigbügelhalter der Nazis beschimpft. Das hat gerade erst aufgehört, seitdem er der SPD aus der Hand frisst.
Das ist doch so, oder? Merz hat in Zeitraffer von Wochen gegen alle Überzeugungen gehandelt, die er in Jahrzehnten öffentlich und in Büchern vertreten hat. Und es sagt doch etwas, dass seine langjährigen treusten Unterstützer gerade seine größten Kritiker sind. Haben die ihren früheren Held einfach nicht verstanden oder hat er sie getäuscht? Eins von beidem muss es sein.
Die Zersplitterung der Parteienlandschaft ist keine Besonderheit einer politischen Richtung, so wie ihr das immer darstellt. In Frankreich sind die Konservativen seit Jahrzehnten in mindestens zwei Parteien gespalten. Inzwischen haben wir selbst bei den Rechtsextremen mehrere Parteien. In Italien existieren seit 1990 drei führende rechte Parteien.
Es ist nunmal so, dass in Demokratien mit dem Zwang zu Koalitionen und zunehmend multipolaren Gesellschaften die Lager sich immer weiter aufsplitten. Das ist keine Frage der politischen Richtung.
Es stellt sich die Frage, was sich daraus für Konsequenzen für zukünftige Regierungsbildungen in Deutschland ergeben. So wie es ist, wird es nicht bleiben. So ist das Leben.
Wann ist man denn nicht frustriert mit der Regierung, die eigentlich zum eigenen Lager gehört? Das ist doch völlig normal. Erst in der Rückschau werden die gut. Jonathan Chait hatte da mal einen großartigen Artikel dazu. Finde ihn gerade nur nicht.
3) Beamtenstatus der Lehrkräfte
Man fragt sich, wie die Welt ohne Beamte überleben kann.
Erstens zeigt Wiardas Artikel wieder, dass es den Kritiker*innen der Verbeamtung vor allem darum geht, Kosten zu senken, indem Lehrkräfte künftig wesentlich schlechter bezahlt werden.
Erstens: Nein. Und zweitens sind die Kosten exorbitant und die Kostendynamik ein Alptraum für jeden Haushälter.
Der Beamtenstatus ist seit dem 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil der deutschen Verwaltungsstruktur.
Ein Argument, das du sonst an jeder Stelle zurückweisen würdest. Im 19. Jahrhundert gab es noch Kutschen.
Wären die Rückstellungen für die Pensionen gemacht beziehungsweise nicht sachfremd geplündert worden, wäre das auch kein Problem.
Es wurden keine Rückstellungen gebildet, weil es sonst das Argument zertrümmert hätte, Beamte seien günstig für den Staat. Unternehmer wissen, wie teuer und schwer kalkulierbar Pensionsrückstellungen sind, weswegen Pensionszusagen in der Privatwirtschaft weitgehend ausgestorben sind. Sie haben eine erdrosselnde Wirkung. Nur: Der Staat zahlt nicht nur irrwitzige Altersruhegelder, dazu kommt noch eine Gesundheitsversorgung de luxe, die sich kaum ein Normalsterblicher noch leisten kann – aber für Beamte zahlen muss.
5) Die Lage der Union
Hat Merkel überhaupt etwas mal gesagt, das man verstehen konnte? Merz Aussagen sind oft gut zu verstehen. Nur stürzen sich genau deshalb die Linken so darauf. „Kleine Paschas“? Jeder weiß, was damit gemeint ist. „Stadtbild“? Da hat jeder ein klares Bild vor Augen – und die meisten finden es übel.
Beweis #97487, dass der Staat, seine Politiker und Beamten nichts vom Markt verstehen. Die Idee, Unternehmen Preiserhöhungen nur zu ausgewählten Zeitpunkten zu erlauben, hätte eigentlich jeder Apfelbauer ausreden können. Wird Unternehmen die Möglichkeit genommen, schnell auf veränderte Marktbedingungen reagieren zu können, nehmen sie Sicherheitseinbehalte. Und die müssen umso größer sein, je knapper die Kasse ist. Deswegen sind die freien Tankstellen inzwischen nicht mehr die günstigsten. Bravo, Ihr Marktignoranten!
Überall, wo der Staat in den Preismechanismus des Marktes eingreift, kommt es zu ausufernden Kosten, Knappheiten, Bürokratie. Den Wohnungsmarkt haben wir so geschrotet, Strom ist auch sauteuer, im Gesundheitswesen müssen die Patienten besonders lange warten.
Wenn man Staatsdienern in Politik und Verwaltung bei Strafe des Handabhackens verbieten würde, sich in die Belange des Marktes und der Unternehmen einzumischen, in Berlin hätten viele keine Hände.
6) Wolfgang Kubicki als FDP-Chef
Für eine 3%-Partei geht es um öffentliche Wahrnehmung, sonst geht sie unter. Kubicki ist wahrscheinlich der Einzige, der das noch garantieren kann.
Denn Machtoptionen hat sie keine. Der Rechtsruck unter Kubicki mag sie ins Parlament bringen, aber sie kann mit der CDU nicht regieren, weil es keine schwarz-gelben Mehrheiten gibt; selbiger Rechtsruck macht aber Mitte-Bündnisse auch unmöglich.
Man greift sich schon an den Kopf angesichts solcher politischer Unkenntnis. Dabei sagt es Kubicki selbst ganz deutlich: Die FDP hat Millionen Wähler an die CDU und die AfD verloren. Jeder gemäßigte Demokrat müsste eigentlich ein Interesse haben, dass hier ein attraktives Angebot gemacht wird, wie es die FDP ja 2017 und 2021 schon mal gemacht hat.
Die 5% für die FDP sind die, welche Merz für eine Regierungsbildung mit der SPD bzw. den Grünen fehlen würden. Das wäre ja schon 2025 so gewesen. Merz ist offensichtlich nicht in der Lage, den linken Parteien so die Stirn zu bieten, wie es die FDP in der Ampel vermochte.
Ganz offensichtlich braucht zumindest das rechte politische Spektrum eine wahrnehmbare, auch laute, vor allem etwas prinzipienfeste FDP.
Alles, was du sagst, bestätigt meine „unkenntnisreiche“ Aussage.
Du kannst sagen, dass Du kein Freund von Jamaika oder einer Deutschland-Koalition bist. Alles okay. Aber dass die FDP keine Machtoption selbst mit 5 Prozent habe, ist Unsinn. Im Gegenteil, sie wäre plötzlich Zünglein an der Waage.
Das ist auch nicht meine Aussage. Meine Aussage ist, dass die FDP, wenn sie die 5% durch eine Positionierung im rechten Spektrum erreicht, für eine solche Koalition nicht zur Verfügung steht. Davon abgesehen ist sowieso fraglich, ob man mit einer so regierungsunfähigen Partei koalieren will.
Es in der Frage nicht relevant, was Du meinst, sondern was die Verantwortlichen sagen. Und Kubicki hat genau dies klar als das strategische Ziel ausgegeben. Wer da FDP wählt, weiß, was er bekommt.
Und wieso regierungsunfähig? Was mach eine Partei „regierungsfähig“? Die FDP hat für ihre Beteiligung an der Ampel keinen einzigen aktiven Gestaltungspunkt bekommen. Keinen einzigen, Stefan. Wie genügsam soll es denn sein? Ihr wurde zugesagt,
a) dass die Regierung sich verpflichtet, die Verfassung einzuhalten;
b) kein Versuch unternommen wird, die (Einkommen-) Steuern zu erhöhen, für die man ohnehin die Opposition benötigt hätte;
c) die Corona-Maßnahmen wie in den anderen EU-Ländern beendet werden.
Mehr war es nicht. Dafür hat man ein verfassungsrechtlich fragwürdiges Einzelbudget der Grünen mitgetragen, eine Turbo-Einbürgerung ermöglicht, die Transferleistungen für Langzeitarbeitslose erhöht und den Bezug erleichtert, den Mindestlohn politisch erhöht.
Bei der Aufzählung zeigt sich für mich eine krasse Inbalance zugunsten der linken Koalitionspartner. Dennoch wird den Liberalen unterstellt, regierungsunfähig zu sein. Da hätte ich auch keine Lust mehr mitzumachen.
Ich glaube nicht, dass wir das erneut litigieren müssen. Mein Punkt aus dem Artikel ist genau der: vielleicht kommt die FDP als AfD Light mit Kubicki über 5%. Aber feiern würde ich das nicht. Denn eine liberale Partei wären sie dann nicht.
Du weißt wirklich nix von der FDP, wie sie tickt und von ihren Mitgliedern. Kubicki hat nicht vor, daraus eine AfD light zu machen. Was soll das sein? Du ordnest Dich dort ein und bestätigst jedes Klischee, das aus Deiner Sicht Ulf Poschardt raushaut: AfD bzw. Nazi ist alles, was nicht links-grün ist.
Das ist genau das, was ich seit Monaten auch sage: es ist ziemlich eindeutig, in welche Richtung alles geht …
Ich nehme das mal wirklich ernst und zum Nennwert. Dann gibt es genau ein politisches Gebiet, in dem sich etwas Richtung konservativ/liberal/rechts bewegt – die Migrationspolitik. Alles andere ist entweder statisch oder bewegt sich in die Gegenrichtung.
Ich hätte gerne einige Beispiele für Gesetzgebung und/oder Budgets, an denen ich erkennen kann, dass sich etwas in die rechte Richtung bewegt. Hat irgend jemand welche? Um das klarzustellen – ich akzeptiere nur Budgets und/oder Gesetze, weil sich in beiden staatlicher Wille in staatliches Handeln übersetzt. Politikergeschwätz ist weisses Rauschen.
Gruss,
Thorsten Haupts
Es geht um einen erkennbaren Trend. In den Reden deutet sich das Handeln von morgen an. Das war bei der damaligen Trendwende nach, na ja: links („Genosse Trend“) auch so.
Zwei Beispiele mit klar gesäßpolitisch rechter Ausrichtung:
– Neue Grundsicherung zum 01.07.2026
– Wehrerfassung seit 01.01.2026
Setzt die neue Grundsicherung auch nur das Recht für der Bürgergeldreform in Kraft? Oder gar den Rechtszustand der Arbeitsmarktreformen 2005? Beide Fragen sind zu verneinen. Das sind Retuschen, nicht mehr. Wie ein aktuelle Untersuchung zeigt, steigen die Ausgaben für die Grundsicherung weiter, es arbeiten nicht mehr, sondern weniger, der Ausländeranteil in der Sozialkasse steigt („Einwanderung in die Sozialsysteme“). Daran ist nichts „rechts“.
Wehrerfassung: Die Union will seit Jahren die Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht, was ein einfacher gesetzgeberischer Akt wäre – viel leichter als eine Grundgesetzänderung. Doch dieser „Rechtsruck“ ist nicht möglich.
Was ist bitte an der Wehrerfassung rechts ausgerichtet?
Selbst in der radikalsten Phase der Französischen Revolution war wehrhaftig ein zentrales Thema. Das ganze fällt in die Verantwortung eines SPD Ministers. Es geht um die Abwehr zweier sehr rechter Regime, also Trump und Putin.
Drei Denkfehler:
Carnots levee en masse als Defensivinstrument der Republik war kurz (1793-1796). Ab den Italienfeldzügen war es vor allem Werkzeug für den Imperialismus des rechtspopulistischen Diktators Napoleon Bonaparte.
„Rechte Politik“ ist unabhängig von der Partei. Gerade Beispiele von SPD-Ministern, die solche befördern, sind Legion.
Abwehr zweier sehr rechter Regime ist nicht ernst gemeint- hoffe ich. Sonst müssten Sie die Frage stellen, warum die Bundeswehr nicht gegen die Präsenz des Trump Regimes in Grafenwöhr (deutsches Staatsgebiet) vorgeht.
Die erste Levée en masse (‚Massenaushebung‘) fand im Ersten Koalitionskrieg in der Zeit des Wohlfahrtsausschusses statt.
In Lateinamerikanischen Unabhängigkeitsbewegungen Anfang des 19. Jhdt war die Armee nicht immer, aber oft ein Träger linker Politik. Dies wird noch deutlicher im Kubanischen Unabhängigkeitskrieg 1895 bis 1898.
„Rechte Politik“ lässt sich unterschiedlich interpretieren.
Die Wehrpflicht dient ja teilweise auch der Ersetzung des Beitrags der USA zur Verteidigung Europas. Ein Angriff auf Grönland schliesse ich für das nächste Jahr nicht aus.
Historisch ist das alles richtig, Lemmy, nur füe heute völlig irrelevant. Die gesamte westeuropäische Linke hat sich seit Jahrzehnten darauf geeinigt, keine (kampffähige) Armee mehr zu wollen und zu brauchen, weil man hat ja runde Tische und mit genügend labern kriegt man bekanntermassen jeden rum. Das macht die gesamte westeuropäische Linke zu Gegnern einer Wehrpflicht (denn die ist ein wichtiger Baustein für die Kampffähigkeit einer Armee), vielleicht mit Ausnahme der Linken in solchen Ländern, die tatsächlich akut bedroht sind (z.B. Polen).
Historisch ist das alles richtig, Lemmy, nur füe heute völlig irrelevant
So spezifisch würde ich das gar nicht sehen, ohne jetzt für viele Länder die linke Historie in Details zu kennen.
Aber wenn man sich Deutschland ansieht, dann ist Pazifismus ein großer Bestandteil der politischen Linken. Stefan und ich hatten das gerade im Podcast.
Für nicht wenige – bis heute! – ist der ganz ganz große Verrat die Zustimmung zu den Kriegskrediten des WKI. Und zwar gerade, weil die Linke quasi deckungsgleich mit Radikalpazifismus war. Und sie mit dem Vorwurf der Vaterlandsverräter sich dann den Bürgerlichen rangeschmissen haben. Ernsthaft, diese Traumata schleppt die SPD bis heute mit sich rum, die sind ungeheuer wirkmächtig.
Kenne mich zuwenig mit den Details aus, ob das ein deutsches SPD-Problem ist oder anders ähnlich lief.
Lemmy hat ja aber auch recht, gerade diese Massenaushebung, Wehrpflicht etc. sind durchaus näher an linken Idealen. Die Armee als großer Gleichmacher, niemand kann sich „freikaufen“, auch die Söhne der Chefs sind dabei etc. (ist auch tatsächlich mehr meine Linie^^). die Wehrpflicht an sich passt zu den Linken. Die haben mehr Probleme mit einer Armee und der Sache an sich.
Ist schon komplizierter als ein reines Links-Rechts-Ding.
Dazu zwei Anmerkungen:
1. Deutschland generell ist wahnsinnig kritisch gegenüber allem Militärischen eingestellt. Partei- und lagerübergreifend. Selbst solche selbstverständlichen Dinge wie Umgang mit Veteranen oder gar Gefallenen sind wahnsinnig problembehaftet – das ist kein linkes Ding, das ist ein deutsches Ding. Selbst „normale“ Sachen haben hier schnell den Ruf einer Militärverherrlichung. (wurde ganz deutlich als die NATO-Staaten Bilder der Soldatenbegräbnisse zeigten als Trump gejammert hat)
2. Dass die Grünen diesen extremen Schwenk so relativ problemlos gemacht haben und teils größere Falken waren als die Union oder FDP ist für mich ein Beweis, dass sie a) keine linke Partei sind und b. noch ne junge Partei.
Klar doch, unterschreibe meinerseits, obwohl,……das unter „2.“ ist ja schon starker Tobak. Die Grünen heimlich gar nicht links? Eigentlich Merzens und Söders Freunde, nur wissen die das noch nicht? Nun ja, das allseits beliebte LinksRechts-Dingens stiftet ja eigentlich eh nur Rätsel und größte Verwirrung^.
Zum Beispiel dies:
Zitat Ariane
„ohne jetzt für viele Länder die linke Historie in Details zu kennen.“
Hier was aus der linken Historie, was die Abschaffung der Wehrpflicht betrifft:
Frankreich: Chirac, krass links. Bei seinem Vorgänger Mitterrand sah das noch so aus:
https://www.spiegel.de/politik/als-ob-morgen-krieg-waere-a-00671429-0002-0001-0000-000013501866
Schweden: Hier ein Bericht von 2010…
https://www.welt.de/politik/ausland/article8242605/Reibungslose-Reform-Schweden-schafft-die-Wehrpflicht-ab.html
mit dem nicht uninteressanten Kernsatz, Zitat:
„die liberal-konservative Regierung hat die Abschaffung vorgeschlagen und mit den eigenen Stimmen durchgesetzt, die rot-rot-grüne Opposition war dagegen.“
Später kam dort R2G wieder ans Ruder und die Wehrpflicht, wenngleich in softer Form, war wieder da, jetzt – anders als früher – genderinklusiv.
Macmillan, den heut keiner mehr kennt, in UK lass ich mal weg und Nixon in USA auch. Vermutlich eh „Sonderfälle“.
Und natürlich – militärischer Trommelwirbel – Deutschland. Man hat ja schon immer gewusst, dass der damalige Minister Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (Abolitionist) heimlich links ist.
Zitat Ariane:
„…Grüne.…teils größere Falken waren als die Union oder FDP “
Die F-Partei und deren damaliger „Generalsekretär“ Lindner (General klingt ja schon mal interessant) hat übrigens damals, also anno 2011 (schwarz-gelbe Phase) am lautesten dafür getrommelt, dass das mit der Pflicht endlich verschwindet.
Und noch was: Die Wehpflicht in der Bundesrepublik hätte es nie gegeben, wenn die SPD ganz früher, also vor ca. 70 Jahren – ist soooo lange ja auch nicht her^ – nicht zugestimmt hätte. Hierzu (und zur „Wehrverfassung“ insgesamt mit diversen neuen GG-Artikeln) war eine 2/3-Mehrheit zwecks erforderlicher GG-Änderung notwendig. Die SPD hat geliefert und der Regierung Adenauer an dieser Stelle sehr geholfen. Es gab einige Gegenstimmen in der SPD-Fraktion (USPD-Stimmen sozusagen), was die 2/3-Mehrheit mit der MSPD aber nicht verhindert hat. Und damals war in der SPD noch üblicherweise von „Sozialismus“ die Rede, ohne sich vorher die Zunge abzubeißen.
Konservativ und liberal geht auch bei Ihnen wie bei jedem in der Wolle gefärbten Linken kreuz und quer durcheinander. Lindner war wahrscheinlich noch nicht geboren, da las ich schon liberale Texte gegen die Wehrpflicht.
Als waschechter Liberaler – so der einzige hier im Blog, Vulgärliberale zählen nicht – war ich immer hin und hergerissen. Bevor ich zum Bund ging, war ich kein Freund davon. Meine Innenansicht hat einiges geändert. Erstens war die Bundeswehr schon Mitte der Achtzigerjahre mit ihren Uralt-Unimogs nicht wirklich verteidigungsfähig. Gerade da wurde mir aber der Nutzen der Bundeswehr klar. Und als Schritt zum Erwachsenwerden ist die Wehrpflicht Gold wert.
Das gilt vor allem mit Blick auf eine GenZ, bei der zehntausende nach der Schule nicht wissen, was mit sich anfangen. Am Ende sind sie Anwärter auf Bürgergeld (oder wie heißt das dieses Jahr?).
Kleine Korrektur bevor das jemand, z.B. ein Historiker, merkt^: Die SPD hat in den Fuffis der Wehrpflicht nicht explizit zugestimmt – noch nicht. Bei der verfassungsändernden „Wehrverfassung“ von 1956, mit Zustimmung der SPD/MSPD verabschiedet, war die Wehrpflicht als solche offiziell nicht dabei, wurde quasi nur mitgedacht, als Möglichkeit gab’s die auf Vorrat schon seit anno ’54 im GG ohne Zustimmung der SPD und wurde nach der Wehrverfassung in einem einfach-gesetzlichen „Wehrpflichtgesetz“ dann scharf gestellt, dem die SPD wiederum nicht zugestimmt hat. Die argumentativen Pirouetten der Genossen waren damals vermutlich nicht so leicht verständlich.
Ferner war eine 2/3-Mehrheit in der Periode 53-57 auch ohne die SPD möglich, was dem Fuchs Adenauer trotz vieler klandastiner^ Gegner bzw. Nörgler in den eigenen bzw. den mehr oder weniger zugeneigten Reihen vier bis fünf weiterer Parteien auch zusammenzubasteln gelungen ist.
Die Grünen heimlich gar nicht links? Eigentlich Merzens und Söders Freunde, nur wissen die das noch nicht?
Phh. So heimlich finde das gar nicht ^^
Und nicht weitersagen, bevor die merken, dass die Grünen vermutlich ein einfacherer Koa-Partner wären. ^^
Die SPD hat geliefert und der Regierung Adenauer an dieser Stelle sehr geholfen. Es gab einige Gegenstimmen in der SPD-Fraktion (USPD-Stimmen sozusagen)
Das waren bestimmt spaßige Diskussionen^^
Im Grunde ist es ein bisschen müßig, die Wehrpflicht lässt sich problemlos rein mit linken Argumenten begründen – die vermutlich sogar besser sind als „der faulen und verwöhnten Jugend Beine machen“.
Das Problem ist das Militär. Nicht die Wehrpflicht.
Das Problem ist das Militär. Nicht die Wehrpflicht.
Danke für die Bestätigung 🙂 .
Dass Deutschland und v.a. Linke in Deutschland keine Militärfans sind, ist jetzt nicht so das Geheimnis.
Genau mein Punkt, die Wehrpflicht ist seit über einem Jahrhundert kein linkes Projekt mehr.
Ich halte das für eine völlig anachronistische Debatte. Ja, die Wehrpflicht startete mal als linkes Projekt, aber so what? Im Verlauf des 19. Jahrhunderts drehte sich das.
Ach, das akzeptiere ich mal. Das wird von so viel „links“ in der Sozial- und Finanzpolitik mehr als ausgeglichen, dass ich daran keinen angeblich eindeutig erkennbaren Trend nach rechts festmachen werde. Der ist eingebildet, mehr nicht, vermutlich wegen des medialen Verlustes an Stammtischhoheit bei einigen gesellschaftspolitischen Themen.
Ich stelle höflich fest, dass ausser cimourdains zwei Beispielen bisher nichts aufgetaucht ist, was irgendeinen handfesten Beleg dafür liefern würde, in Deutschland gebe es gerade einen Richtungswechsel nach „rechts“. Kein Gesetz und kein Budget. Also ist das bestenfalls ein gefühlter Richtungswechsel …
1) „Insgesamt finde ich es aber interessant, wie groß das Bedürfnis solcher Bekenntnisaufsätze ist, während es kein Gegenstück für die Rechte gibt. Ich glaube das liegt daran, dass dieses Genre eine Art Eintrittskarte in gewisse bürgerliche Kreise darstellt.“
Vor allen Dingen ist das Gegrifte.
Wie sehr in diesem Milieu Bekenntnisse einfach nur ein Mittel zum Geldabgreifen sind, ist heute mal wieder offenkundig geworden:
https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/04/cdu-fordermittel-chats/
5) „Was übrigens auch spannend ist: der völlig ausbleibende Protest der Bauern angesichts der Spritpreise.“
Das hat unpolitische Gründe:
https://bsky.app/profile/uedio.bsky.social/post/3mir3rf2qi22g
x) Was eigenes und jedes Jahr lesenswert
https://www.derblindefleck.de/top-ten-der-vergessenen-nachrichten-2026/
Da wäre auch noch das
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/cum-ex-cum-cum-skandal-aufarbeitung-ermittlung-100.html
und das
https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/steuerverwaltung/
i) Genau hinsehen, worum es geht. Gemeinnützigkeit ist nicht politisch wertend sondern nur ein steuerrechtlicher Tatbestand.
Die Apollo Seminare gUG ist deshalb gemeinnützig, weil ihr Zweck ( journalistische Ausbildung) im Katalog vorkommt (AO §52 Abs. 2 S. 1 Nr. 7).
Hinderlich wäre nur eine Gewinnerzielung (z.B. durch Ausschüttungen an die Apollo Medien GmbH) oder wenn es statt um Berufsausbildung zentral um politische Willensbildung geht (wenn also Julian Reichelt statt über Recherche zu referieren Werbung für die CDU macht). Aber letzteres Kriterium gilt eben in alle Richtungen, bei der taz Panter Stiftung sollte auch nicht Bascha Mika den Volontären in erster Linie erzählen, wie beschissen die AfD ist.
j) Wenn man mit Tempo limitieren Geld sparen kann, die Leut das aber dennoch nicht machen, scheint das „Problem“ nicht allzu groß zu sein. Die Angelegenheit gehört ja zu den vielen Maßnahmen, bei denen man nicht auf den Staat warten muss.
Das „Problem“ ist auch nicht allzu gross. Ein Tempolimit würde einen mikroskopisch kleinen Beitrag zur Spriteinsparung liefern, die Befürworter blenden das entweder aus oder argumentieren mit der hohen symbolischen Wirkung. Und bei Symbolismus habe ich automatisch schwere Zweifel seitdem ich 18 wurde.
2) Zum Vergleich Berlin, das doppelt so viele Einwohner wie Berlin hat, während innerhalb des Hundekopfs halb so viele Menschen wie in Paris leben:
https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/abgeordnetenhauswahl-berlin-2021-karte-ergebnisse-wahlkreisergebnisse-stimmbezirke-ost-west-s-bahn-ring/
„Schwarzer Rand Grüne Mitte“ haben wir auch in München
https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/kommunalwahl/stadtratswahl-in-muenchen-2026-so-hat-ihr-bezirk-gewaehlt-art-1117365
Hier kann man das genauer sehen:
https://mstatistik.muenchen.de/wahlatlas_strw2026/atlas.html
Insgesamt finde ich es aber interessant, wie groß das Bedürfnis solcher Bekenntnisaufsätze ist, während es kein Gegenstück für die Rechte gibt. Ich glaube das liegt daran, dass dieses Genre eine Art Eintrittskarte in gewisse bürgerliche Kreise darstellt.
In welcher Weise ist das denn anders als bei Dir, wenn Du stets auf Deine linke Vergangenheit verweist, um dann Deine Entwicklung hin zum bürgerlich akzeptierteren “Moderaten” zu betonen?
Gar nicht.
1) Auch wenn es sich bei dem Buch um eine Sammlung von „Kopfnickertexten“ handelt, die hauptsächlich der Selbstbestätigung der vorher gefassten Meinung des Lesers dienen, finde ich die Rezensionen des Buches interessant. Denn die Frage wie viel Zeitgeistopportunismus und wie viel echte Überzeugung dahinter steckt, ist imho ein gutes Puzzleteil bei dem aktuellen politischen Trend nach „rechts“(?).
Beginnen wir beim Personal: Alle aus der „Meinungsindustrie“ und im weitesten Sinn 70er – Studentenumfeld sozialisiert. Manche schon vorher „Berufsprovokateure“.
Auffällig ist, was fehlt: Schon in der Rezension wird klar, dass die meisten schreiben, warum sie nicht „links“ sind, ohne zu erklären, was sie damit meinen. SO bleibt die Abgrenzung von einem wolkig-„gefühlten“ Linkszustand. Denn DAS linke Thema der Verteilung bzw Wirtschaft/Soziales kommt in den Besprechungen nicht vor. Auch nicht die „Systemfrage“.
Als ‚verwertbare‘ Argumente werden zwei genannt:
Zum einen der Whataboutismus „Denkt denn niemand an …“ hier einmal „Opfer muslimischen Terrors“ und „muslimische Frauen“. Ganz klar Strohmannargument. Wem es um diese Gruppen geht, der bombardiert sie nicht und schiebt sie nicht ab.
Das andere ist die angebliche linke Aufgabe des Freiheitsbegriffs. Unklar ist in dem Schnipsel, um welche Freiheit(en) es der Autorin konkret geht. [Deswegen ab hier spekulativ] Aber an einem Punkt hat sie eine womöglich eine offene Flanke getroffen: Es ist sehr auffällig, dass zwar die Angriffe auf die Äußerungsfreiheiten (‚cancel culture‘) in vergleichbaren Maß von links wie von rechts kommen (Stefan Sasse berichtet gerne darüber), dass aber zur Verteidigung der freien Meinungsäußerung kaum Stimmen aus dem linksliberalen Milieu kommen, dafür umso mehr von ‚rechts‘.
Interessanter Punkt. Tatsächlich hat sich das glaube ich vor allem wegen des gefühlten Meinungsklimas gedreht: in den 2000er Jahren waren die Linken ganz große Meinungsfreiheitsfans, während die Rechten das verdächtig fanden.
dass aber zur Verteidigung der freien Meinungsäußerung kaum Stimmen aus dem linksliberalen Milieu kommen, dafür umso mehr von ‚rechts‘
Die freie Meinungsäußerung ist überhaupt nicht in Gefahr. Vermutlich spricht deshalb kaum jemand im linksliberalen Milieu darüber. Von rechts kommen übrigens selten Stimmen, die eine größere Bühne für die Argumente ihrer Gegner fordern. Stattdessen wird meist lediglich ein größeres Megaphon für die Verschiebung des Overton-Fensters raus aus der Mitte und an den rechtsradikalen Rand gefordert.
1) Es ist in der Tat ein eigenes Genre, dass Leute sich von ihrem früheren Links-Sein distanzieren
Ähem. Erinnere ich das falsch oder gibt es hier in den Untiefen nicht auch einen Bekenntnisaufsatz deinerseits, warum du dich nicht mehr zu den Linken zählst?^^
dieses permanente Selbsthinterfragen, auch gerne über den Punkt der Sinnhaftigkeit hinaus, ist ja auch so eine linke Eigenschaft.
Da könnte man ja nun philosophisch diskutieren.
Wenn das Schreiben eines Bekenntnisaufsatzes über das Nicht-mehr-links-sein eine genuin linke Eigenschaft ist:, dann sind die Bekenner im Herzen ja immer-noch-links und der Übertritt noch nicht vollzogen
Als bekennende Linke (anscheinend ist das jetzt ja so etwas wie eine Bekenntnisreligion oder müssen das nur bekennende Nicht-mehr-Linke?).
Also als Linke finde ich die Idee recht absurd, sich erst aus dem Linkssein rauszubekennen, um dann zu erzählen, dass andere linke Positionen/Meinungen/Menschen kritikwürdig sind. Das ist ja in der DNA aller Linken, dass die Kritik innerhalb des eigenen Lagers besonders giftig ist. (Vermutung: die waren nie wirklich links, jedenfalls nicht so richtig!)
Einer schreibt gar von einem Dogma im linken Spektrum! Wer soll denn so ein Dogma verkünden? Der würde niedergeschrien, bevor er fertiggesprochen hat.^^
ich muss zugeben, ähnlich wie Cimo finde ich das spaßig faszinierend – gefühlter Linkszustand auch schön!
Sind ja auch viele Medienleute, vielleicht bringt sowas mehr Artikel oder Talkshowauftritte – Medien lieben Abweichler und produzieren sie so einfach selbst.
Denn wer wird da adressiert – außer andere Medienleute? Ich als Linke in der Hoffnung, mich zu bekehren? Andere Rechte so als Eintrittskarte? Andere Nicht-mehr-Linke für ein Gemeinsamkeitsgefühl?
Das Aufschreiben ist ja eine Sache, aber vermutlich lesen das auch noch Leute, außer der arme Rezensent. Aber wer?
Denn wer wird da adressiert – außer andere Medienleute
Das breitere Publikum wird adressiert. Es sollen Glaubwürdigkeit aufgebaut und bürgerliche Tugenden signalisiert werden.
Der Traum von einer besseren Welt einerseits und der Wille unangenehme realpolitische Tatsachen anzuerkennen andererseits, verteilen sich nicht homogen auf das politische Spektrum. Von einer besseren Welt träumen zumeist die Progressiven auf der linken Seite. Vom Gürtel enger schnallen reden hingegen meist die Konservativen auf der rechten Seite. Deutlich wird das etwa in dem Sprichwort “Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es mit 40 immer noch ist, keinen Verstand”. Indem man sich wortreich von der linken Vergangenheit lossagt und die Gegenseite umarmt, präsentiert man ein gesellschaftlich akzeptables Narrativ, weshalb man nicht mehr für eine bessere Welt kämpft. Schließlich ist man ja jetzt Pragmatiker, als der man in der bürgerlichen Welt mehr geschätzt wird, denn als Träumer. Das erklärt auch, weshalb man selten Bewegung in die andere Richtung sieht. Schließlich wirft es ein merkwürdiges Licht auf jemanden, der als pragmatischer Realist gestartet ist und der nun zum naiven Träumer avancieren möchte.
Das breitere Publikum wird adressiert. Es sollen Glaubwürdigkeit aufgebaut und bürgerliche Tugenden signalisiert werden.
Ja aber das schreibt mal als Selbstvermarktung im Klappentext.
Mir ging es eher um die hochkapitalistische Marktanalyse, welche Zielgruppe hingeht und dieses Buch in solchen „Massen“ kauft, dass sich das Investment lohnt.
1) Schuldig im Sinne der Anklage. Aber meiner ist natürlich gut!
Ich habe ihn jetzt tatsächlich mal rausgesucht:
https://www.deliberationdaily.de/2017/09/warum-ich-kein-linker-mehr-sein-will/
Herr Sasse, ist dies als Eintrittskarte in gewisse bürgerliche Kreise zu verstehen? 😀
Herr Sasse, ist dies als Eintrittskarte in gewisse bürgerliche Kreise zu verstehen?
Friedrich Merz soll ja laut Berichten mit dem Gedanken spielen Katherina Reiche zu entlassen. Mal sehen, wer dann Wirtschaftsminister wird …
Da die sich mit ihren Skandalen immer abwechseln, wäre ich eher dafür das nächste Weimer-Ding abzuwarten und Stefan wird dann Kulturstaatsminister 🙂
Das ist auch überfällig.
Wieso? Hat Reiche mit irgendeiner Position unrecht?
Können sich die meisten nicht die gestiegenen Benzinpreise leisten? Ist es nicht ohnehin das, was Grüne seit Jahrzehnten fordern?
Sind Ideen wie Übergewinnsteuern und Preisdeckel nicht völlig wirkungslos? Auf dem Höhepunkt des Irankrieges lag stieg der Ölpreis auf $114 pro Barrel. Inzwischen ist er auf $92 gefallen, Tendenz weiter stark sinkend. Das Jahreshoch vom Vorjahr lag bei $82 und wurde im Januar 2025 erreicht, als noch SPD und Grüne regierten. Da rief keiner nach Sondermaßnahmen. Wenn $10 Preisunterschied beim Rohölpreis den Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Ministerin ausmachen, dann ist dieses Land wirklich am Ende.
Wieso? Hat Reiche mit irgendeiner Position unrecht?
Weil Merz kein Wirtschaftsinstitut leitet, sondern eine Regierung.
Ja, aber was heißt das? Die Bundesregierung ist dem Wohl des Landes verpflichtet und soll Schaden vom deutschen Volke abwenden. Think Tanks versuchen genau das herauszufinden: Was trägt zur Prosperität eines Landes bei.
Die Frage ist: Handelt Reiche zum Wohl des deutschen Volkes? Wenn sie, wie von mir gefragt, Recht hat, dann ist die Frage zu bejahen.
Ja, aber was heißt das?
Ihre spezifische Position ist hier völlig nebensächlich. In der Politik gelten andere Regeln als unter den Wirtschaftsweisen oder wo sie sich wähnt.
Wenn du zum Wohle des deutschen Volkes handeln willst, brauchst du zuallererst eine handlungsfähige Regierung. Möglichst eine, die mit dem Wohl des deutschen Volkes beschäftigt ist und sich nicht bis an den Rand einer Regierungskrise selbst zerlegt und sich in den Rücken fällt.
Nochmal: Was ist der konkrete Vorwurf an Reiche? Merz hat die Kabinettsmitglieder zu Stillschweigen verdonnert, bis man eine gemeinsame Linie zur Ölkrise habe. Direkt danach hat der Vizekanzler die Kabinettsdisziplin gebrochen, als er sehr ausführlich darlegte, was aus seiner Sicht notwendig sei: Übergewinnsteuer, Preisdeckel, Kontrollbehörde. Tage danach revanchierte sich die Wirtschaftsministerin.
Was zeigt das? Hier regieren zwei Partner, die einfach nicht zusammengehören. Und die ja auch nicht zusammen regieren wollten. Die Bürger sehen das, weshalb sie es in Mehrheit für unwahrscheinlich halten, dass diese Koalition den regulären Wahltag Anfang 2029 tatsächlich erlebt.
Was soll ein Rausschmiss von Reiche daran ändern? Die Frau ist unabhängig, eine seltene Eigenschaft in der Politik. Wollen wir das wirklich nicht?
Bitte bitte nehmt mich auf!
Der Bauernverband hat zwar gerade keine Zeit, Straßen zu blockieren, hat sich jetzt aber doch mal zu Wort gemeldet:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bauernverband-spritpreise-100.html
1) Eben bin ich auf diese Rezension gestoßen:
https://taz.de/Aufsaetze-von-ehemaligen-Linken/!6165889/
Das Niveau der Aufsätze scheint extrem auseinanderzuklaffen.
Also faszinierend ist es ja irgendwie schon. Vielleicht sollten wir ein Blog-Lesezirkel-Projekt daraus machen. Mit Stefans Bekenntnisaufsatz als Vergleichsgruppe.
Highlight des Artikels:
Gruber versichert glaubhaft: „Ich war nie links.“ Das wirft die Frage auf, was sie in einem Band mit dem Untertitel „Warum wir nicht mehr links sind“ verloren hat.
LOL