Kranke Lehrkräfte nudgen an den Stundentafeln herum, um den Supreme Court zur Annahme von Trumps Executive Order zu bringen, die Asylsuchenden ein Eigenheim ermöglicht – Vermischtes 10.03.2026

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ erhalten ausführlichere und thematisch gegliederte Hinführungen zu verschiedenen Artikeln aus den Weiten des Netzes dar. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind nummerierte Zwischenüberschriften eingezogen, bitte auf die referieren. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann.

Fundstücke

1) Nudges

Das Konzept der Nudges war in den frühen 2010er Jahren ein ziemlicher Trend. Eine der Startdebatten dieses Blogs wurde darüber geschrieben, und ich war selbst ein Fan des Konzept. Allerdings darf man sie, fünfzehn Jahre später, wohl als gescheitert ansehen. Die Frage, Why Nudge Policies Failed, ist daher eine, die mir auch persönlich nahegeht. Die im verlinkten Artikel gegebene Antwort ist die, dass sie einerseits auf eine Individualisierung von Verantwortung in einem Bereich hinausläuft, auf den Einzelne keinen Einfluss haben, und dass sie andererseits eine Mentalität erschaffen, die Veränderungen für unmöglich hält. Ich will vor allem den zweiten Punkt betonen, denn der erste ist mit BPs „Co2-Fußabdruck“ und ähnlichem Kram ja einschlägig bekannt. Aber der zweite Aspekt ist quasi noch viel schlimmer, weil er ernsthafte Maßnahmen verhindert.

2) Lehrkräfte und die Verfassung

Das Kultusministerium Sachsen-Anhalt hat einen Erlass herausgegeben, der noch einmal explizit klarstellt, dass Lehrkräfte nicht politisch neutral zu sein, sondern die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen haben. Ich habe das Argument ja schon öfter vorgebracht, und an und für sich ist das auch unstrittig; man sollte nicht der AfD und ihrer Neutralitätsrhetorik auf den Leim gehen (die ohnehin keine Neutralität ist; die AfD will auch nur, dass ihre Sicht der Dinge unterrichtet wird, und nennt das „neutral“). Bemerkenswert ist, dass dies gerade aus Sachsen-Anhalt nun noch einmal bekräftigt wird, weil hier tatsächlich eine AfD-Alleinregierung droht. Vielleicht wäre es gut gewesen, eine solche Stärkung des Rückens von den Leuten, die in erster Linie die Demokratie mitverteidigen, schon ein paar Jahre früher zu bekommen und nicht, wenn es fünf vor zwölf ist.

3) Kosten des Gesundheitssystems

Martin U. Müller hat einen relevanten Beitrag im Spiegel, in dem er die Forderungen nach einer Streichung von homöopathischen Ersatzleistungen und Zahnreinigung einordnet. Der finanzielle Effekt sei gering; diese Zusatzleistungen seien vielmehr eher eine Marketingmaßnahme, die eines der wenigen verbliebenen Wettbewerbsfelder sei. Angesichts des Einheitskatalogs sei das Grundproblem vielmehr die 93fache Reproduktion der Verwaltungsstrukturen. Ich sehe das ähnlich, wobei ich skeptisch wäre, ob eine Einheitskrankenversicherung zwingend die bessere Alternative wäre, weil dann jegliches Wettbewerbselement fehlt und eine Art Sklerose einsetzen könnte.

4) Stundentafeln

Philippe Wampfler schreibt den Gedanken auf, die zweistündigen Fächer aus der Stundentafel zu werfen. In nur zwei Wochenstunden sei kein Aufbau von Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schüler*innen möglich, und die seien für den Lernerfolg unentbehrlich. Er skizziert mehrere Ansätze dafür, etwa kürzere Zeiträume mit mehr Stunden (was die Gesamtstundentafel intakt ließe) oder stärkere Spezialisierung durch Wahl von Vertiefungen. Ich bin grundsätzlich bei ihm und würde eher für eine Ausdünnung der Stundentafel plädieren. Es stehen einfach zu viele Fächer drin, ohne dass der Lernerfolg in einer Relation dazu stehen würde; eine Konzentration wäre in meinen Augen wesentlich sinnvoller.

5) SCOTUS und Trump

Sarh Isgur hat versucht, für den Atlantic zu eruieren, „What the Roberts Court Is Actually Trying to Accomplish„. Sie arbeitet heraus, dass die progressive Kritik, dass er Trumps Versuche autokratischer Machtgewinnung unterstütze, nicht zutreffe; vielmehr seien die Mehrheiten unvorhersehbar und nicht immer entlang der 6-3-Aufteilung. Isgur identifiziert vor allem eine Grundlinie des SCOTUS, dass die Macht der Exekutive, auf irgendwelchen alten Verordnungen beruhend, beschränkt werden und dem Kongress überantwortet werden sollte, auch wenn dieser seiner Verantwortung nicht nachkomme. Grundsätzlich ist das eine wichtige Perspektive, wenngleich ich der Ansicht bin, dass Isgur sich etwas arg ein Auge zuhält, um bei ihrer äquivalenten Sicht herauszukommen. Ja, SCOTUS ist kein willfähriger Diener Trumps und behält eine Prärogative. Aber er ist weit davon entfernt, die Verfassung in allen Bereichen zu schützen.

6) Dobrindts Asylantrag

Zu Dobrindts neuer Asylregelung (nach drei Monaten Arbeiten) fordert Ralf Neukirch im Spiegel, dass das man lieber das eigentliche Problem angehen und mehr Personal für das BAMF und die Gerichte heranschaffen sollte, damit Asylverfahren beschleunigt werden. Abgesehen davon, dass Problemlösung in diesem Land nicht hoch im Kurs steht, ist das natürlich eine wohlfeile Forderung, denn woher soll das Personal kommen? Richterinnen und Richter lassen sich nicht eben am freien Markt holen; das ist wie beim Lehrkräftemangel auch. Die Ausbildungszeiten rechnen wir in über einem halben Jahrzehnt. Und dann fehlt ja auch die ganze Infrastruktur: Büros, Gebäude, und und und (oder, im anderen Fall, Schulgebäude, Klassenzimmer, etc.). Da hängt ja wesentlich mehr dran als das Personal, und im hier diskutierten Fall würden wir all diese Strukturen schaffen, damit die Strukturen danach überflüssig sind (weil wir weniger Asylbewerbende im Land hätten). Da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Solche inhärenten Widersprüche plagen viele Maßnahmen, und die sind grundsätzlich auch kaum auflösbar.

7) Trumps Midterm-Einflussnahme

Die Washington Post bestätigt Recherchen, wonach in Trumps Umfeld Pläne für eine Notstandsgesetzgebung per Executive Order debattiert werden, um in die Midterms einzugreifen. Dass Trump das super gerne machen würde, steht außer Zweifel. Sein Gesetzesvorhaben scheitert derzeit im Senat. Er will Briefwahl massiv einschränken und die Zugangshürden fürs Wählen strategisch erhöhen. Die Maßnahmen zielen transparent auf demokratische Wähler*innen, die von beidem überproportional betroffen wären. Lustig ist auch die Begründung: China hätte massiv in die Wahlen 2020 eingegriffen; es gelte deswegen, den Wahlprozess zu schützen. Angesichts dessen wie völlig in Ordnung die russische Einflussnahme 2016 laut Trump war, ist das natürlich ein ganz klein wenig heuchlerisch. Dabei sind manche seiner Forderungen gar nicht komplett schlecht: diese bescheuerten Wahlmaschinen abzuschaffen wäre mehr als überfällig und würde den Wahlprozess vermutlich deutlich vereinfachen. Wie absolut bekloppt ineffizient und überbürokratisiert dieses Land seine Wahlen im Jahr 2026 veranstaltet, spottet ohnehin jeder Beschreibung. Keine andere westliche Demokratie leistet sich ein dermaßen dysfunktionales Wahlsystem. Aber da will er ja nicht ran; er will es nach dem Vorbild aller Autokraten seinem Willen unterwerfen.

8) Preis-Leistung des Eigenheims

In der Tagesschau gibt es eine Analyse der alten Frage, ob es eigentlich wirtschaftlich rentabel ist, ein Eigenheim zu besitzen. Die Antwort ist ein klares Jein: fragt man die Wirtschaftswissenschaften, dann ist es ziemlich eindeutig ineffizient. Mieten und die Differenz in Aktien investieren bringt nach 40 Jahren wesentlich höhere Vermögenswerte für letztere Option. Fragt man die Realität, ist das ungefähr so relevant wie die Denkfigur vom Homo Oeconomicus: in der nämlich haben die Häuslebesitzer einen wesentlich besseren Schnitt. Woher kommt’s? Weil das Sparen in Aktien freiwillig ist und das Abzahlen eines Kredits nicht. Und die wenigsten Leute sind diszipliniert genug, diese hypothetische Differenz zu investieren. It’s human nature, stupid. Dazu kommt eine Selbst-Selektion: Häuslebesitzer sind die disziplinierteren Leute und tendieren zu einem sparsameren Lebensstil, weswegen die theoretische Differenz bei Nicht-Immobilienbesitzenden häufig in den Konsum geht. Eher doof wird der Artikel meiner Meinung nach bei der Ursachenforschung der geringen deutschen Eigentumsquote; dass junge Leute wenig eigenen Wohnraum haben liegt nicht an einer Nomadenmentalität, sondern an den fehlenden Mitteln und den nach hinten verschobenen Familiengründungen. Ich habe noch zwei eigene Anmerkungen zu diesen ziemlich logischen Punkten. Einmal scheinen mir die im Artikel genannten Summen EXTREM optimistisch für die Mietendenseite zu sein (und daher verzerren) und zum anderen ist das Eigenheim natürlich auch eine Belastung angesichts einer Scheidungsquote zwischen 35% und 50%, weil es anders als Aktienvermögen nicht leicht zu trennen ist. Daher muss die Altersvorsorge-Frage auch einer zweiten Selbstselektionsebene unterworfen werden: bleiben die Familien intakt?

Resterampe

a) Die Verteidiger der Meinungsfreiheit bei der Welt finden es super gefährlich, wenn Linke ihre Meinungsfreiheit ausüben. Es ist immer dasselbe: das Recht wird immer für sich selbst in Anspruch genommen.

b) Markus Ogerek hat in der Welt einen ziemlich ruhigen Artikel zum AfD-Verbot.

c) Maria Fiedler hat im Spiegel einen Essay zu der Frage, wie man mit AfD-Anhänger*innen in der eigenen Community umgehen soll, vor allem auf dem Land, wo man ihnen kaum aus dem Weg gehen kann. Ich verstehe diese Fragestellung gar nicht. Die Brandmauer bezog sich immer nur auf die Parteien, nie aufs Privatleben. Wenn mein Nachbar AfD wählt und ich nicht darüber reden will, dann…tue ich das nicht?

d) Sehr lesenswerter Beitrag zur Leistungsdebatte.

e) Fatina Kellani hat einen Meinungsbeitrag zu Dobrindts Asylrechtsreform, den ich mit drei Ausrufezeichen unterstreichen möchte. !!!

f) Zum Elend deutscher Serien. Die deutschen Serien waren auch schon vor Netflix weitgehend scheiße; das hängt an den Erzählkonventionen.

g) Wichtiger Beitrag zu den anstehenden Betriebsratswahlen.

h) Es ist absolut faszinierend, welche Fähigkeit wir Menschen zu selektiver Amnesie haben: von den Leuten, die Trump gewählt haben und jetzt unzufrieden sind, glaubt ein VIERTEL, dass sie gar nicht für ihn gestimmt haben! 

i) Diese Kritik von Benno Stieber am Triell in Baden-Württemberg ist ziemlich zutreffend.

j) Spannendes Interview mit Bidjan Sarai.

k) Aus der gleichen Kategorie wie Hagels Realschülerinnen-Video ist dieser Fake-Skandal um Andreas Stoch. Nur lästig, so was.

l) Ezra Klein hat eine hörenswerte Analyse zur State of the Union. Der Gedanke, dass Trump seinen eigenen Bullshit glaubt, ist nicht neu. Letztlich ist der Vergleich der US-Regierung mit den späteren Phasen realsozialistischer Systeme durchaus angebracht. Die Realitätsverweigerung hat ähnliche Ausmaße und folgt ähnlichen Mechanismen, die baseline ist nur höher.

m) Ulf Poschardt bejubelt, dass Wolfram Weimer massive staatliche Einflussnahme auf den Kunstsektor nehmen will. Was fällt denen auch ein, andere Meinungen zu vertreten als die Genehmen. Siehe dazu auch dieser Thread von Ronen Steinke. Ich sag es immer wieder: an ihrer Haltung zu dieser unsäglichen Gaza-Debatte müssen sich die selbsternannten Verteidiger*innen der Meinungsfreiheit messen lassen. Und ich habe schon den leisen Verdacht, dass wenn eine grüne Kulturstaatsministerin die Leiterin eines Forums dezidiert wegen ihr ungenehmen Meinungsbeiträgen rauswerfen würde und dann sagen „Wir wollen dafür keine Steuergelder ausgeben“, Poschardt das gar nicht so cool fände.

n)


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{ 57 comments… add one }
  • Stefan Pietsch 10. März 2026, 07:51

    2) Lehrkräfte und die Verfassung

    Wieso ist es fünf vor zwölf? Wenn, wie angetriggert, eine Partei die absolute Mehrheit in einer Demokratie bekommt, muss das doch Konsequenzen haben, oder? Sonst können wir das mit der Demokratie doch gleich sein lassen. Und genau auf dem Weg sind wir ja.

    Wieso die AfD die demokratisch-freiheitliche Grundordnung nicht verteidigen würde, ist auf den ersten Blick auch nicht ersichtlich. Also, bisher liegen andere vorne, genau diese scheibchenweise zu beseitigen. Oder wie ist es zu werten, wenn eine kommissarisch amtführende Innenministerin einer abgewählten Regierung als letzte Amtshandlung die ihr unterstellte Behörde anweist, ein fragwürdiges Gutachten zu erstellen und zu veröffentlichen, das einen politischen Gegner zum Verfassungsfeind machen soll?

    • sol1 11. März 2026, 22:17

      „…ein fragwürdiges Gutachten zu erstellen…“

      Das Gutachten lag schon ein Jahr lang in der Schublade.

      Aber daß dir kein Spin zu dämlich ist, um Nazis zu verharmlosen, ist ja nichts neues.

      • Stefan Pietsch 11. März 2026, 23:33

        Dafür war es Schei… Erst zerfetzen es Journalisten im Schnelldurchlauf, weil die behördeninterne Einstufung praktisch auf öffentliche Medienquellen gründete und nicht auf tieferen Ermittlungen, dann hauen es nach umfangreicherem Studium die Richter des Verwaltungsgerichts Köln aus den gleichen Gründen den Herausgebern um die Ohren.

        Wenn so unser Staat arbeitet, dann (und nicht nur dann) will ich gefälligst meine Steuern zurück. Das kann ja ein Zehnjähriger zusammenklempnern.

      • Thorsten Haupts 14. März 2026, 17:48

        Das „Gutachten“ war dürftig und wäre besser in der Schublade geblieben.

  • Stefan Pietsch 10. März 2026, 07:56

    3) Kosten des Gesundheitssystems

    Die entscheidende Frage ist ja schon beantwortet: Wo kein Wettbewerb, dort Verschwendung und hohe Preise.

    4) Stundentafeln

    Was ich bei Dir immer total vermisse und das selbst in Deinen eigenen Disziplinen ist der Blick über den Tellerrand. Positionen speisen sich allein aus dem Rotieren der eigenen grauen Zellen, nicht durch Benchmarks und Ergebniskontrolle. Wir können uns aber nicht verbessern, wenn wir immer im eigenen Saft schmoren, obwohl das ein typisch deutsches Verhalten ist.

    5) SCOTUS und Trump

    Aber er ist weit davon entfernt, die Verfassung in allen Bereichen zu schützen.

    Auch: Behauptung ohne jeden Beleg.

    • Stefan Sasse 10. März 2026, 14:08

      3) Ja, mein Argument ist ja auch dass es ein Wettbewerb zwischen 30 Krankenkassen vermutlich auch tun würde.

      4) Was willst du sagen?

      • Stefan Pietsch 10. März 2026, 15:40

        3) Ja, das habe ich verstanden, dass ich hier nicht mit Dir streiten kann. Bedauerlich, aber wahr.

        4) Dir wird sicherlich aufgefallen sein, dass ich in meinen Artikel und Kommentaren sehr stark den internationalen Bezug und Einordnung suche. Das halte ich immer für interessanter als das Gedankengebäude von irgendjemanden. Die meisten ab IQ 81 besitzen die Fähigkeit, rudimentär eine logische Kette von 1-n Schritten zu bilden. Ob das aber etwas mit der Realität, Umsetzbarkeit und Erfolgswahrscheinlichkeit zu tun hat, ist damit nicht gesagt.

        Nun erkenne ich durchaus Dein Expertentum im Fachbereich „Lehrer“ an, wo Du mich ja (durchaus zu Recht) nicht als Experten siehst. Mich zumindest interessiert mehr als das was Du möchtest oder denkst das, wie es in anderen Ländern aussieht. Also ist das, was Du in Deinem Fachbereich propagierst – hier: Konzentration auf weniger Fächer – in anderen Ländern Realität und ist es erfolgreicher? Erfolgreicher im PISA-Maßstab und/oder erfolgreicher als Deutschland?

        Das ist das, was ich als Laie nicht liefern kann, was ich aber von jedem erwarte, der sich selbst als Experte für irgendetwas sieht. Kann er anhand von Benchmarks belegen, dass das, was er anpreist, auch funktioniert?

        • cimourdain 10. März 2026, 16:19

          Im konkreten Fall ist der geforderte Blick über den (deutschen) Tellerrand gegeben: Philippe Wampfler ist Schweizer und unterrichtet an einer schweizer Schule.

          • Stefan Pietsch 10. März 2026, 16:34

            Er präsentiert wie Stefan nur eine Meinung. Keine Fakten, schon gar nicht einen internationalen Kontext, nichts.

  • Stefan Pietsch 10. März 2026, 08:05

    6) Dobrindts Asylantrag

    Wir sollen eine Judikative schaffen, die explizit darauf ausgerichtet und bezahlt ist, jährlich eine sechsstellige Zahl von Asylverfahren abzuarbeiten? Wieso? Wir können doch nicht ernsthaft so viele Rechtsverwalter akquirieren in der Erwartung das jährlich Rechtsstreitigkeiten einer Großstadt entschieden werden: jeweils im Arbeitsrecht, Mietrecht und anderen speziellen Rechtsbereichen. Da fasst sich doch der normale Mensch an den Kopf!

    Das Problem sind die Verfahrensmengen, die Vielstufigkeit (Arbeitsrecht i.d.R. zwei) und die generelle Kostenübernahme durch die Gemeinschaft. Hier ist ein juristisches Ungeheuer entstanden.

    Es ist weder vorgesehen, dass Asylbewerber frühzeitig arbeiten noch ist es wünschenswert, dass sie sich integrieren. Denn warum sonst sollte man noch ein Asylverfahren durchführen? Gekommen um zu bleiben, so einfach ist die Formel, zugegeben, heute. Aber so geht es nicht. Asylbewerber sind selten geeignet, dem eigenen Arbeitsmarkt zu nutzen. Das ist die Denke aus grünen Wahlprogrammen. Kein hochentwickeltes Land braucht zusätzliche Migranten mit niedrigem Bildungsgrad und geringen fachlichen Fähigkeiten. Kein einziges.

  • Stefan Pietsch 10. März 2026, 08:13

    8) Preis-Leistung des Eigenheims

    Sorry, aber was soll der Quatsch? Vom Steuerzahler, Pardon: Beitragszahler, bezahlte Journalisten wollen intelligenten Bürgern vorrechnen, ob ihr Lebenstraum eigentlich Sinn ergibt? Deutschland ist weit vorangeschritten in der staatlichen Bevormundung derer, die alles bezahlen.

    (..) dass junge Leute wenig eigenen Wohnraum haben liegt nicht an einer Nomadenmentalität, sondern an den fehlenden Mitteln und den nach hinten verschobenen Familiengründungen. (..) und zum anderen ist das Eigenheim natürlich auch eine Belastung angesichts einer Scheidungsquote zwischen 35% und 50%, weil es anders als Aktienvermögen nicht leicht zu trennen ist.

    Ja, ja. Siehe oben. Das ist natürlich in Deutschland ganz besonders. Also das mit der Familiengründung und mit der Scheidungsquote. Gibt es so in den USA und in Griechenland nicht.

    Vor allem aber: Warum haben denn die Bürger zu wenig Kapital für ein Eigenheim? Genau zwei Aspekte kommen in Frage: Sie verdienen zu wenig oder das Eigenheim ist zu teuer. Die Bruttoeinkommen können sich im internationalen Vergleich sehen lassen, da besteht definitiv kein Nachholbedarf. Aber wir leben ja nicht vom Brutto, sondern vom Netto und der Unterschied ist das, was sich der Staat vom Bürger klaubt. Umgekehrt sind Grundstücke und das Bauen selbst besonders teuer und auch hier schafft der Staat die Bedingungen, die er beklagt.

  • Stefan Pietsch 10. März 2026, 08:25

    a) Die Verteidiger der Meinungsfreiheit bei der Welt finden es super gefährlich, wenn Linke ihre Meinungsfreiheit ausüben. Es ist immer dasselbe: das Recht wird immer für sich selbst in Anspruch genommen.

    Nun gut, also ist die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Unterstützerin von Terroristen. Das hätte ich bisher weder so gesagt noch so gesehen, aber das entspricht ja der rechtlichen Sichtweise. Gut dass das geklärt ist.

    e) Fatina Kellani hat einen Meinungsbeitrag zu Dobrindts Asylrechtsreform, den ich mit drei Ausrufezeichen unterstreichen möchte. !!!

    Siehe oben. Es ist weder vorgesehen, dass Asylbewerber frühzeitig arbeiten noch ist es wünschenswert, dass sie sich integrieren. Denn warum sonst sollte man noch ein Asylverfahren durchführen? Gekommen um zu bleiben, so einfach ist die Formel, zugegeben, heute. Aber so geht es nicht. Asylbewerber sind selten geeignet, dem eigenen Arbeitsmarkt zu nutzen. Das ist die Denke aus grünen Wahlprogrammen. Kein hochentwickeltes Land braucht zusätzliche Migranten mit niedrigem Bildungsgrad und geringen fachlichen Fähigkeiten. Kein einziges.

    k) Aus der gleichen Kategorie wie Hagels Realschülerinnen-Video ist dieser Fake-Skandal um Andreas Stoch. Nur lästig, so was.

    Es ist für linke Politiker ein generelles Problem, für mehr soziale Transfers einzutreten und dann die Vorzüge der eigenen Privilegierung vorzuführen. Hätte ein Geschäftsführer das gemacht, was für den SPD-Spitzenkandidaten anscheinend selbstverständlich ist, wäre er rausgeflogen. Nicht von der politischen Aufsicht gefeuert, sondern von den Eigentümern. So führen die Politiker den Bürgern vor Augen, dass sie mit deren Steuergeld etwas Besseres sind.

    Wo ist der Vergleich mit Hagel? Es gibt keinen. Der CDU-Kandidat hat sich in dem Wahlkampf jederzeit honorig verhalten, was man über seine Konkurrenten nicht behaupten kann.

    m) Ulf Poschardt bejubelt, dass Wolfram Weimer massive staatliche Einflussnahme auf den Kunstsektor nehmen will. (..) Ich sag es immer wieder: an ihrer Haltung zu dieser unsäglichen Gaza-Debatte müssen sich die selbsternannten Verteidiger*innen der Meinungsfreiheit messen lassen. Und ich habe schon den leisen Verdacht, dass wenn eine grüne Kulturstaatsministerin die Leiterin eines Forums dezidiert wegen ihr ungenehmen Meinungsbeiträgen rauswerfen würde und dann sagen „Wir wollen dafür keine Steuergelder ausgeben“, Poschardt das gar nicht so cool fände.

    Kannst Du diesen Sch… nicht langsam mal lassen?? Die WELT im Allgemeinen und Poschardt im Speziellen machen immer wieder deutlich, wie wenig sie von dieser Subventionitis halten. Das gilt auch für mich. Niemand hat mich in Jahrzehnten erwischt, ich wäre für irgendeine Subvention (Ausnahme: Familie) je eingetreten, für wen auch immer.

    Die Leute können ja jede Meinung da haben. Aber nicht mit meinem Steuergeld.

  • bis 10. März 2026, 14:22

    Zu 3:
    Wie solle es Wettbewerb um Kranke geben? Keine Versicherung will Kranke haben. Wenn ich kann bin oder war kann ich mir keine Krankenversicherung wählen, ich muss nehmen, wer mich noch nimmt.
    https://hpd.de/artikel/gesetzliche-krankenversicherung-keine-risikoversicherung-23812

    • Stefan Pietsch 10. März 2026, 15:32

      Wie Sie richtig sagen, macht ein Wettbewerb um Kranke keinen Sinn, weshalb wir Wettbewerb um die Zahler, also die Versicherten, brauchen. Die wenigsten sind per se krank. Der Rest wird bei den Gesetzlichen vom Solidaritätsausgleich und dem Steuerzahler erledigt. Case Closed.

    • Stefan Sasse 10. März 2026, 15:37

      Guter Artikel, danke.

    • cimourdain 10. März 2026, 16:11

      Dieses Rätsel lässt sich ökonomisch lösen: Es gibt einen Wettbewerb zwischen den GKV Anbietern um möglichst gesunde und möglichst gutverdienende Beitragszahler. Und diese lassen sich durchaus mit Zusatzleistungen ködern.

  • cimourdain 10. März 2026, 16:05

    a) Wieder etwas ärgerlich, wie durch Parteinahme die Sachdebatte vergiftet wird. Kern der Eilentscheidung war die Abgrenzung, ob die Aussage „T.M. unterstützt die AfD“ eine (geschützte) Meinungsäußerung oder eine (falsche) Sachaussage handelt.

    a1) Eigenes Fundstück dazu passend: Auch die Berliner Polizei kann eine Sachaussage nicht von einer Meinung (hier Appell) unterscheiden:
    https://www.welt.de/regionales/berlin/article69aab32610f264d559775fb8/verleumdung-von-merz-polizei-ermittelt-nach-schueler-demo.html

    f) Gegenthese: Nur durch Streaminganbieter wie Netflix kommen deutsche Serien überhaupt aus der Trias der Ödnis (Krimi, Komödie, Heimat – am übelsten in Kombination) heraus. Beispiele: „Dark“, „Biohackers“ und „How to sell drugs online“

    g) „Relevanzinfo“ dazu: Weniger als die Hälfte (45%) der Arbeitnehmer werden von einem Betriebsrat vertreten

    m) Der Vergleich, den du am Schluss anstellst, hat bereits stattgefunden, als im Zug des documenta Skandals 2022 die grüne Kulturstaatssekretärin (Roth) sich – auch auf Druck der bürgerlichen Medien – für den (mehr oder weniger) freiwilligen Rücktritt der Leiterin eingesetzt hat.

  • Thorsten Haupts 10. März 2026, 18:52

    Es ist weder vorgesehen, dass Asylbewerber frühzeitig arbeiten noch ist es wünschenswert, dass sie sich integrieren. Denn warum sonst sollte man noch ein Asylverfahren durchführen? Gekommen um zu bleiben, so einfach ist die Formel, zugegeben, heute.

    Widerspreche Ihnen ja nicht gerne, aber für diejenigen, die Asyl für einen wünschenswerten Migrationsersatz halten – bis gestern die deutliche Mehrheit unserer Politiker und noch immer die Mehrheit in unseren „Qualitätsmedien“ – macht alles Sinn, was zur schnellen Integration von Asylbewerbern beiträgt.

    Ich habe immer argumentiert (und werde dies weiterhin tun), dass man auch dauerhaft sehr viele Migranten aufnehmen kann, wenn man bereit ist, dafür enorm viel (!) mehr Resourcen bereitzustellen. Die Alternative dazu ist ein Aufnahmestop (oder ein Aufnahmestop nach einer Höchstgrenze), alles andere an Politik ist schlicht dysfunktional und damit gefährlicher Quatschkram.

    Da die oben erwähnte Mehrheit unserer Politiker vergessen haben, für ihr Vorhaben ihr eigenes Volk mitzunehmen, bleibt jetzt nur noch der Aufnahmestop, das Gegenteil zu tun wäre heute politischer Selbstmord. Vor 15 Jahren vielleicht nicht, auch wenn ich das bezweifle.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Stefan Sasse 10. März 2026, 20:30

      Hat nicht letzthin jemand von euch, Stefan oder du, darauf hingewiesen, dass die USA ohne jede Integrationspolitik Millionen und Abermillionen Migrant*innen integriert haben? Ernsthaft gemeinte Frage, wie passt das zusammen?

      • Stefan Pietsch 10. März 2026, 20:54

        Ja, das ist so. Aber doch völlig anders.

        Die USA wie andere klassische Einwanderungsländer nehmen Zuwanderer im Rahmen von klar definierten Kriterien für den Arbeitsmarkt auf. Funktionieren sie nicht innerhalb einer gewissen Zeit, meist ein Jahr, fliegen sie raus, müssen also das Land sofort wieder verlassen. Daneben nehmen auch diese Länder Flüchtlinge auf, die auch dann bleiben dürfen, wenn sie keine Arbeit finden.

        Wir nehmen Flüchtlinge auf, weil bei ihnen die Vermutung besteht, sie könnten in ihrer Heimat verfolgt sein oder die Zustände sind allgemein unzumutbar. Arbeitsmarktkriterien spielen wie bei anderen Unterzeichnerstaaten der Flüchtlingskonvention keine Rolle.

        Es ist aber nicht klar, ob Asylbewerbern der gehobene Status zusteht. Das muss erst überprüft werden, schließlich geht man bei der Aufnahme weitreichende Verpflichtungen ein. Das ist sicher der Punkt, wo wir uns alle einig sind. Das heißt aber auch, dass wir am Ende des Prüfprozesses die Freiheit haben müssen zu sagen: Sorry, no bonus, da geht’s nach Hause.

        Die sofortige Integration in den Arbeitsmarkt oder nur der Versuch konterkariert diese Freiheit. Denn wo wir uns wahrscheinlich nicht einigen können, ist: Wenn das Asylbegehren abgelehnt wird, der Kandidat zu dem Zeitpunkt zwar ein Arbeitsverhältnis (vielleicht sogar nur als Aufstocken) hat, ein halbes Jahr später aber nicht mehr, würdest Du ja auch nicht den Scheck unterschreiben: Da geht’s nach Hause. Oder?

        Arbeitsmigration und Asylbewerberstatus sind zwei völlig verschiedene Dinge. So war es immer gedacht und so macht es Sinn. Asylbewerber haben nur durch Zufall die Qualifikationen, die ein hoch entwickeltes Land wie Deutschland benötigt. Zufall bedeutet, höchst selten.

        Ein Syer, ein Afghane, ein Somalier, der hier gebraucht wird weil er so top ist, kann sich problemlos über die entsprechenden Zuwanderungsprogramme bewerben. Es ist doch kein Geheimnis, warum das praktisch niemand tut, und das sind die Gründe, die oben stehen: Die Chance auf ein dauerhaftes Bleiberecht ist viel größer als Flüchtling, egal ob das mit der Integration klappt oder nicht.

        • Stefan Sasse 11. März 2026, 14:33

          Mein Problem ist nicht, diese Kategorien zu verstehen. Im Idealfall würden wir Asylanträge prüfen, zügig entscheiden und dann ebenso zügig Rückführungen oder Integration (je nach Ergebnis) durchführen. Nur wissen wir beide, dass dem nicht so ist. Meine Herangehensweise ist pragmatisch: wir haben, soweit ich das sehe, vor allem zwei Optionen. Entweder wir segregieren diese Leute so weit wir können bis Abschluss des Prozesses, um eine möglichst einfache Rückführung ermöglichen zu können. Das hat aber den Nachteil, dass wir, wenn sie dann doch länger bleiben als intendiert, wesentlich schwieriger zu integrieren sind und bis dahin für die Volkswirtschaft eine reine Belastung. Oder wir integrieren sie unter Vorbehalt, was natürlich im Abschiebungsfall Verwerfungen mit sich bringt. Aber ich habe schon 2017 argumentiert, warum ich das für die bessere Idee halte (https://www.deliberationdaily.de/2017/08/pfad-zur-staatsbuergerschaft/).

          • Stefan Pietsch 11. März 2026, 21:25

            Ich weiß nicht, ob wir uns da handelseinig werden. Die Realität zu akzeptieren bedeutet auch, die Konsequenzen zu akzeptieren.

            Die Realität ist, dass die ethnische Vielfalt binnen zwölf Jahren in einem Maß zugenommen hat, die für den Zusammenhalt und die Funktionsfähigkeit von Gesellschaften nicht gesund ist. Die Ursache hier für ist die angesteuerte und ungebremste Migration von weit über vier Millionen Menschen weitgehend aus dem Christentum sehr fern stehenden Kulturkreisen. Das ist weitgehend eine deutsche Besonderheit.

            Das Asyl- und Flüchtlingssystem, die Verkantung von rechtlichen Normen, politischem Vollzug und nationaler wie internationaler Rechtsprechung sorgen für eine in der Welt einzigartige Gemengelage, in der Flüchtlinge nicht nur nicht abgewiesen werden können, sondern sie de facto einen dauerhaften Aufenthaltstitel erhalten. Abschiebungen wiederum funktionieren nicht, sind einerseits kaum möglich und scheitern in den wenigen Fällen, wo sie vollzogen werden könnten. Das gilt für alle EU-Länder in abgestufter Form.

            Die Konsequenz: Wer nicht abschieben kann, kann auch nicht aufnehmen. Der einzig derzeit denkbare Weg, die illegale Migration streng zu begrenzen, führt über die Drittstaatenregelung. Hier fungiert Italien mit seiner Ministerpräsidentin Meloni als Vorreiter. Mittelfristig wird die rechtliche Blockade von Politik, internationalen Vereinbarungen (u.a. Flüchtlingskonvention) und Rechtsprechung aufgelöst werden müssen, weil es sonst die Gesellschaften sprengt.

            Kurzfristig bedeutet dies in Deutschland, den hier zugewanderten Migranten, legal oder illegal, nicht nur die Arbeitsaufnahme zu ermöglichen, sondern diesbezüglich auch Druck auszuüben. Sprachkurse können derweil nicht als Goodwill-Verantstaltungen funktionieren. Das hat nun über Jahrzehnte nicht geklappt. Auch hier ist einerseits Verpflichtung notwendig und bei Abbruch die Kürzung von Transferzahlungen.

            Mittelfristig muss der Rechtsweg verkürzt und in der Struktur vereinfacht werden.

            Zuckerbrot und Peitsche, wie immer im Leben. Und das ist das Problem für das 20-Prozent-Milieu, das in Medien wortgewaltig ist und im Bundestag und Bundesrat eine Sperrminorität besitzt.

            • Stefan Sasse 12. März 2026, 08:53

              Wir werden uns da nicht handelseinig, weil wir komplett unterschiedliche Prämissen haben. Ich bin bereit, aus Pragmatismus eine Bleibeperspektive für alle basierend auf Rechtstreue und sozialer wie ökonomischer (!) Integration zu akzeptieren, während du das nicht bist.

              Ich will übrigens auch gar nicht mehr aufnehmen. Meine Argumentation bezieht sich auf die Leute, die hier sind. Von mir aus könnte man problemlos einen Cut-off-Punkt machen: alle, die sich bis zum 1.7.26 für das Programm „Stefans Pfad zur Staatsbürgerschaft“ melden, können das machen, alle, die das nicht tun, sind ggf. auf Prioliste für Rückführung. Ich habe NULL Problem mit Zuckerbrot und Peitsche. Null.

              • Stefan Pietsch 12. März 2026, 12:37

                Wir sind ja nicht (mehr) so weit auseinander (leider). Zu einem guten Handel gehört der eindeutige Vorteil unter Inkaufnahme von Nachteilen. Staatsbürgerschaft ist etwas eigenes, das sollten wir ausklammern. Einerseits sind Deine Ansprüche zu niedrig, andererseits zu hoch. Zu niedrig sind sie in Bezug auf das Bleiberecht (nicht Staatsbürgerschaft). Prinzipiell ja, Abschiebungen aber weiterhin in Fällen von klarem Betrug über die Identität, Zuständigkeit anderer EU-Staaten und mittlerer und schwerer Gewalttaten wie Messerstechereien, (versuchter) Vergewaltigung usw.

                Zu hoch sind sie im Anspruch auf ökonomische Integration, wobei mir nicht klar ist, wie weit der Begriff für Dich geht. Studien zeigen über Jahrzehnte, dass Zuwanderer in der ersten Generation weit weniger als die einheimische Bevölkerung verdient. Die Lohnlücke schließt sich erst in der zweiten und dritten Generation, abhängig von der Entwicklung der Bildung.

                Zuwanderung ist immer ein Investment der aufnehmenden Gesellschaft. Ob dieses Investment Früchte trägt, hängt wesentlich von der Integrationsbereitschaft der Migranten ab. Zentraler Baustein sind dabei nicht Sprachkurse (welche die zweite Generation nicht benötigen sollte!), sondern die Annahme von Bildungsangeboten. Das ist durchgängig ein Problem der muslimischen und arabischen Zuwanderer in der gesamten EU, weshalb auch die zweite und dritte Generation immer noch geringere Bildungserfolge aufweist.

                Die erste Generation kann abgeschrieben werden. Aufgrund meist niedriger Bildungs- und Qualifikationsgrade sind ihre Einkommensmöglichkeiten durchgängig geringer als im Durchschnitt. Eine Ausnahme bildet Kanada, wo Menschen mit höherem Bildungsgrad einwandern.

                Unser Problem ist, dass wir uns in Politik und Gesellschaft noch viel zu viel vormachen und Migration völlig falsch einschätzen. Gerade Linke erzählen seit Jahrzehnten die Mär, Einwanderung wäre ein Erfolgsfaktor. Das lässt sich gerade für Deutschland so nicht behaupten, insbesondere gerichtet auf die erste Generation.

                Wenn wir Migration nicht endlich als das begreifen, was es ist, nämlich eine Investition und endlich aufhören zu behaupten, was es nicht ist, nämlich ein Sofortgewinn, werden wir auch in dreißig Jahren noch mit den immer gleichen Problemen kämpfen müssen.

                • Stefan Sasse 12. März 2026, 21:21

                  Meine Anforderung ökonomisch wäre so was wie „sozialversicherungspflichtig beschäftigt“, die Höhe ist mir dafür ehrlich gesagt recht egal.

                  Und dann lass uns doch endlich mit dem Investieren anfangen! Davon hält uns wohl kaum ein Narrativ von Sofortbelohnungen ab.

                  • Stefan Pietsch 12. März 2026, 22:44

                    Kann es aber nicht sein. Wir hatten die Debatte vor einigen Monaten. Wenn jemand seine Gemein(schafts)kosten nicht tragen kann, müssen das andere tun. Je weiter jemand mit seinem Einkommen und damit Steuer- und Sozialbeiträgen weg liegt, desto mehr muss er von der Gemeinschaft bezuschusst werden. Deswegen ist er als Migrant erstmal ein Zuschussgeschäft für die aufnehmende Gesellschaft.

                    Ich denke, dazu bist Du nicht bereit. Lenke den Blick auf erfolgreiche Einwanderungsländer von den USA über Kanada und Australien, Dubai, Singapur bis hin zur Schweiz, dann verlangen diese systematisch Einwanderern enorm viel an Eigeninitiative ab. Die Gesellschaft stellt die Jobs, hauptsächlich prekäre oder mindestens unterdurchschnittlich bezahlte, und Migranten müssen sie annehmen um zu überleben.

                    Im Gegenzug sind die Steuern niedriger und Selbständigkeit ist leichter möglich. Abgrenzung von der aufnehmenden Gesellschaft ist schwer, sie wird nicht geduldet. Und ich sage seit Jahrzehnten: Wir müssen an die Kinder ran. Die Eltern sind weniger wichtig, aus einem 25jährigen Hilfsarbeiter mache ich keinen Professor mehr.

                    Aber inzwischen kommt es in den Grundschulen an: Zu einem immer höheren Prozentsatz schaffen Grundschüler nicht einmal die Anforderungen der ersten Klasse, weil sie die Sprache nicht verstehen. Und warum verstehen sie nicht die deutsche Sprache? Weil sie seit ihrer Geburt mit Türkisch und Arabisch bombardiert wurden.

                    Du kennst meinen Lösungsansatz. Verpflichtende Vorschulklassen für alle 4-6jährigen, die große Entwicklungsrückstände aufweisen. Aber nur für sie. Weder hat das Land die personellen noch die finanziellen Ressourcen für verpflichtende und damit gebührenfreie Vorschulen.

                    Und ja, unser Belohnungssystem funktioniert nicht, was Du ja auch an den Debatten über Teilzeit und Überstunden siehst. Wer 70 Prozent seiner Mehrarbeit an den Staat abgeben muss, wer bei Arbeitsaufnahme nicht nur sofort die Sozialtransfers massiv gekürzt bekommt (Transferentzugsraten), sondern gleich hohe Abgaben leisten muss, wer als (Klein-) Unternehmer gesellschaftlich verfemt wird, hat keinen Bock, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

                    Es wird sich nichts ändern.

                    • Stefan Sasse 13. März 2026, 09:23

                      Du hast ein Bild von der US-Gesellschaft, das einfach nicht mit der Realität übereinstimmt, weder mit der historischen noch mit der aktuellen. Abgrenzung von der aufnehmenden Gesellschaft ist in den USA die absolute Norm. Ob die deutschen Einwanderungsgruppen im 19. Jahrhundert, die irischen, die chinesischen, die italienischen, immer haben sie sich so weit sie konnten abgetrennt.

                      Ich habe mit deinem Lösungsansatz null Problem.

                    • Stefan Pietsch 13. März 2026, 10:20

                      Aber Du?

                      Was ich referiere, stammt aus Studien. Google einfach selbst oder wenn Du Hilfe brauchst, gebe ich Dir natürlich auch die Koordinaten. Ich denke mir das nicht aus, Stefan!

                      Schade. 🙂

                    • Stefan Pietsch 13. März 2026, 15:54

                      Ich weiß nicht, ob es dafür nicht längst zu spät ist. Eine aktuelle Studie des Bundeskriminalamtes kommt zu dem Ergebnis, dass 45,1 Prozent aller Muslime in Deutschland unter 40 Jahren latent oder manifest islamismusaffin eingestellt ist. 11,5 Prozent sind demnach manifest, 33,6 Prozent latent islamismusaffin. Die Forscher definieren als islamismusaffine Einstellungen, die Bereitschaft, religiöse Regeln des Islam als Grundlage der politischen Ordnung übernehmen zu wollen. Auch eine Abwertung anderer Religionen zeige sich in diesem Verhalten.

                      Manifest heißt, dass die Radikalisierung zum Islamismus bereits stark ausgeprägt ist. Latent bedeutet, dass die radikalisierte Einstellung bereits vorhanden, aber noch nicht unmittelbar sichtbar ist.
                      https://www.welt.de/politik/deutschland/article69b3bc6d28b7770e637eb393/islamismus-gesellschaftliche-zeitbombe-politiker-fordern-konsequenzen-nach-studie-zu-jungen-muslimen.html
                      https://www.motra.info/motra-monitor-2024-25/

                      In wie vielen Artikeln und Kommentaren Deines Blogs wurde sich mit den Gefahren des Rechtsextremismus beschäftigt? Sehr, sehr viele. Wie oft kam das Thema Linksextremismus zur Sprache? Ziemlich wenig und immer in abgewiegelter Form. In wie oft wurde das wachsende Islamismus thematisiert? Praktisch nie.

                      Dabei fügt sich das Bild der Studie ein in weitere, die in den letzten Jahren publik wurden, nämlich wie sehr bereits muslimische Kinder zu extremen Interpretationen ihrer von ihren Eltern aufgezwungenen Religion neigen.

                      Wie immer in der Vergangenheit thematisieren wir nicht die enormen Probleme, die mit der Migration von Millionen Muslimen und Arabern in unser Land verbunden sind. Das war ja schon vor der Flüchtlingskrise so, als immer nur behauptet wurde, Deutschland wäre migrationsfeindlich.

                      Ein junger Muslim, der heute 22 ist, war vor 12 Jahren noch ein Kind. Wir haben wieder über ein Jahrzehnt weggeworfen, weil wir einfach blind sind. Deutschland ist kein Einwanderungsland, weil wir unfähig sind, die Voraussetzungen dafür zu bieten – und zu verlangen.

      • Thorsten Haupts 10. März 2026, 23:14

        Völlig andere Rahmenbedingungen plus ein starker, bei uns fehlender, Integrationsfaktor – offener, täglicher und in der Breite wirkender Heimatstolz.

        • Stefan Sasse 11. März 2026, 14:36

          Und ein Heimatstolz, der integrierend wirkt. Der deutsche Heimatstolz ist ausgrenzend.

    • Stefan Pietsch 10. März 2026, 21:36

      Bis vor wenigen Jahren herrschte in der Politik hier auch Klarheit und Verständnis für die Abgrenzung. Auch hier liegt das „Verdienst“ bei den Grünen, die traditionelle Sichtweise nicht nur aufgeweicht, sondern regelrecht durchlöchert zu haben. Es folgt der Sichtweise, wer hierher kommt, soll bleiben, aus welchen Gründen auch immer („Niemand ist illegal“).

      Jeder, wirklich jeder, der in ein Land einwandert, weiß seine Gründe und Motive. Es gibt in der OECD eigentlich kein Land mehr, dass nicht alle die Möglichkeiten offeriert: Einwanderung in den Arbeitsmarkt, Schutz als politisch Verfolgter und befristete Aufnahme als Flüchtling vor Krieg und Zerstörung.

      Was man als aufnehmendes Land verlangen kann: Der Migrant sollte wissen, was er ist und was er will.

  • Thorsten Haupts 10. März 2026, 18:58

    Zu 4) In nur zwei Wochenstunden sei kein Aufbau von Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schüler*innen möglich, und die seien für den Lernerfolg unentbehrlich.

    Bestreite ich energisch. In der Mittelstufe meines Gymnasiums umfasste jede Klasse im Schnitt 30plus Schüler und in einer ganzen Reihe von Fächern wechselten Lehrer häufig. Vom Aufbau persönlicher Beziehungen konnte unter diesen Voraussetzungen keine Rede sein, trotzdem hat es die übergrosse Mehrheit an einem als fordernd eingestuften Gymnasium (wer ne 2 statt ne 4 wollte, ging ans Nachbargymnasium) ins Abitur geschafft.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Stefan Sasse 10. März 2026, 20:32

      Ich antworte dir und Stefan gleichzeitig: die Argumentation leitet sich aus der Hattie-Studie ab, die klar die Wirkung persönlicher Beziehungen für den Lernerfolg belegt hat – als Faktor, nicht als allein ausschlaggebenden Grund. Dass SuS TROTZ fehlender Beziehungen lernen können ist klar, aber wenn du fragst, wo die Schule einen Einfluss auf den LErnprozess nehmen kann – das ist ein massiver, der ist um Faktor 10 oder so größer als z. B. Hausaufgaben.

      • Thorsten Haupts 10. März 2026, 23:12

        Okay. Nie erlebt, daher keine Meinung dazu. Aber wenn die Studie seriös und am besten durch andere gestützt wird, akzeptiere ich das. Ausserdem habe ich nicht vergessen, dass zu meiner Zeit Gymnasiasten mit wenigen Ausnahmen aus Bildungshaushalten kamen.

        • Stefan Sasse 11. März 2026, 14:35

          Hattie ist eine Metastudie, die wird durch Dutzende anderer Studien gestützt. Das ist so sehr Konsens, wie etwas auf dem Feld nur sein kann. Und ja, Herkunft ist ein entscheidender und oft vergessener Aspekt!

  • Dennis 10. März 2026, 22:43

    k)

    Die Skandale der SPD waren auch schon mal besser. Brandt hatte Guillaume, Scholz immerhin noch cum-ex und und jetzt kommt ein gewisser Herr Stoch mit einer Entenwurstaffäre daher. Ist as alles, was von der SPD übrig ist?

    https://www.franzoesischkochen.de/shop/wp-content/uploads/2025/07/entenpasteten-mit-geraeucherter-entenbrust-220-g.jpg

    Bei den Unionschristen ging’s mit der im Ländle weltberühmten Lolita-rehbraun-Affäre wenigstens frivol zu, ist schon interessanter, vielleicht sogar stilbildend:

    https://taz.de/picture/8300820/665/09-03-26-HP-Seite-1-epaper-23.jpeg

    • cimourdain 11. März 2026, 09:43

      Immerhin füllt „Entenpastetensozi“ eine kulturelle Nische.
      Engländer haben den „champagne socialist“,
      Franzosen die „gauche caviar“ ,
      Iren den „salmon socialist“,
      Schweden „Rödwinvänster“ (Rotwein),
      USA „chardonnay liberals“,
      Schweizer „Cüpli-Sozialist“ (Cüpli: Champagnerkelch).
      Wir mussten uns bisher mit „Toskana-Fraktion“ und der „Hummer-Kommunistin“ Wagenknecht behelfen.

      • Thorsten Haupts 11. März 2026, 10:37

        Na, den Salon-Sozialisten haben wir schon lange. Und da ist der Essensbezug implizit 🙂 .

    • Stefan Sasse 11. März 2026, 14:35

      lol

  • Regina 11. März 2026, 16:04

    5) SCOTUS und Trump

    Der SCOTUS hat Trump zum König erklärt, in dem er ihn ausdrücklich und verfassungswidrig über Recht und Gesetz gestellt hat. Trump kann laut ihrem Urteil nicht für Taten belangt werden, die er im Amt verübt.

    Angesichts dessen zu überlegen, ob der SCOTUS nicht doch irgendwie heimlich die Verfassung schützt und die Faschisten einhegt (oder wie du, eine nachdenkliche Zusammenfassung zu diesem Unsinn zu schreiben) ist weltfremd. Jesus Christus, macht endlich die Augen auf.

  • sol1 11. März 2026, 22:20

    b) Hier eine gute Einordnung der letzten beiden Urteile zur Einstufung der AfD:

    https://correctiv.org/aktuelles/afd/2026/03/05/justiz-ab-wann-ist-die-afd-gesichert-rechtsextrem/

  • sol1 11. März 2026, 22:22
  • sol1 11. März 2026, 22:34

    a) Der dümmste Take kommt mal wieder von Richard David Precht:

    https://bsky.app/profile/denniskberlin.bsky.social/post/3mgopi6crfs2c

  • Ralf 12. März 2026, 18:29

    zu 3) “Zahnreinigung”

    Ich hab, als ich noch in Deutschland gelebt habe, nie eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt gemacht. Stattdessen glaubte ich, dass es reicht, regelmäßig daheim Zähne zu putzen.

    Als ich dann in die USA zog, hat mein dortiger Zahnarzt die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Ich hatte beginnende Parodontose. Zähne wackelten schon teilweise. Um den Zahnstein zu entfernen, hat eine zweistündige Session nicht gereicht. Ich musste nochmal an einem anderen Tag wiederkommen. Bei der Prozedur hab ich geblutet wie ein Schwein. Meine Zähne haben über ein Jahr gebraucht, um sich zu erholen. Heute ist alles perfekt!

    Ganz allgemein spart die Gesellschaft fast nie, wenn sie Vorsorgemaßnahmen verteuert oder aus dem Behandlungskatalog streicht. Stattdessen zahlt die Gesellschaft dann die doppelten Kosten, wenn später die medizinischen Probleme auftreten, die man hätte vermeiden können.

  • CitizenK 14. März 2026, 17:08

    politiker-fordern-konsequenzen-nach-studie-zu-jungen-muslimen

    Diese Entwicklung ist wirklich beunruhigend. Wie könnten diese Konsequenzen aussehen?

    • Thorsten Haupts 14. März 2026, 17:46

      Es wird keine geben. Mag jemand darauf eine Wette annehmen, odds 10 zu 1 gegen mich?

    • Stefan Pietsch 14. März 2026, 17:56

      Vorher: Wie konnte das passieren, wie konnten „wir“ so blind sein? Oder waren es nicht alle? Wenn Sie meine Artikel von 2015/2016 lesen, dann sehen Sie genau das als Ankündigung. Ziemlich präzise. Wie konnte ich das wissen, wo ich nicht einmal Experte bin?

      In der Klimapolitik sind Sie Anhänger der Kipppunkte-Theorie. Aber auch in Politik und Gesellschaft gibt es Kipppunkte, ab denen nicht mehr ist wie es war und auch nicht mehr werden kann, wie es einmal war. Deswegen fürchte ich, kommt Ihre Frage nach den Konsequenzen Jahre zu spät.

    • Stefan Pietsch 15. März 2026, 11:08

      Zwei ganz aktuelle Vorgänge:

      a) In Berlin-Neukölln haben mehrere junge Männer eines Jugendheims Mädchen über Monate vergewaltigt und misshandelt. Der Leitung wie der Aufsichtsbehörde waren die Straftaten bekannt, sie unterließen aber jede Anzeige. Der Grund: „Unser“ Staat wollte die Täter, arabische Migranten, vor Diskriminierung und Stigmatisierung schützen. Ein solcher Staat ist nicht mehr vertrauenswürdig.

      b) Eine Studie zeigt, dass Schüler mit Migrationshintergrund leichter eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten bei gleicher Leistung. Anscheinend arbeiten beim Staat angestellte Lehrer schon mit der Schere im Kopf, jedem rassistischen Diskriminierungsgedanken entgegenwirken zu wollen.

      Friedrich Merz wird seit Jahren von den Grünen verprügelt, wenn er auf das Problem kleiner Paschas und dem Stadtbild hinweist. Dann kommen Leute wie Stefan Sasse mit dem Slapstick um die Ecke, warum Merz eigentlich nicht die Grünen zum bevorzugten Koalitionspartner erkort. Ulf Poschardt, noch so jemand, der für seine klare Sprache von Linken verbal grün und rot geschlagen wird, nennt diese Selbsterniedrigungen „Bückbürgertum“. Und er hat Recht damit.

      Ich wage ja selten Prognosen, da ich von der Zukunft wenig verstehe. Aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass in 10-12 Jahren Arabisch zweite Amtssprache in Deutschland wird.

      • CitizenK 17. März 2026, 17:20

        „der Aufsichtsbehörde waren die Straftaten bekannt, sie unterließen aber jede Anzeige“

        Ist das nicht Strafvereitelung im Amt? Dann müsste die Staatsanwaltschaft von sich aus ermitteln.

        • Stefan Pietsch 17. März 2026, 17:24

          Klar. Das ist ja jetzt erst publik geworden. Warum? Weil eines der Mädchen sich trotz aller Scham (sie ist Muslimin) ihrem Vater offenbart hat, der die Taten dann zur Anzeige gebracht hat.

          Einem solchen Staat ist nicht mehr zu vertrauen. Das ist ja kein Einzelfall. Persönlich würde für mich neben dem strafrechtlichen Aspekt die Konsequenz lauten: Fristlose Entlassung aller Beteiligten und Schadensersatzprozesse. Die sollen morgens nicht mehr aufstehen können vor lauter Existenzsorgen.

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