Rezension: Michael D. Doubler – Closing with the enemy. How GIs fought the war in Europe, 1944-1945

Michael D. Doubler – Closing with the enemy. How GIs fought the war in Europe, 1944-1945

Der US-Armee hängt in der populären Militärgeschichte gerne der Ruf an, taktisch nicht sonderlich gut aufgestellt gewesen zu sein und mangelnde Moral und Fähigkeiten durch massiven Materialeinsatz kompensiert zu haben. Dieses Klischee, dem dann gerne eine toughe, make-do-with-little-Wehrmacht gegenübergestellt wird, ist natürlich genau das: ein Klischee. Es hält sich aber, einerseits wegen der großen erzählerischen Kraft, die es entfaltet, andererseits wegen der schmeichelhaften Wirkung für die Wehrmacht auf der einen und die Rolle des Underdogs für die GIs auf der anderen Seite, sehr dauerhaft. Es ist erstaunlich, wie unbekannt die alltägliche Realität für GIs ist, wenn man bedenkt, wie sehr der Zweite Weltkrieg in Europa aus amerikanischer Sicht die Unterhaltungsindustrie dominiert und in Filmen, Serien, Video- und Brettspielen rezipiert wird. Michael D. Doubler setzt hier an und versucht sich an einer umfassenden Gesamtdarstellung der amerikanischen Kriegsführung in Europa 1944-1945.

Die Wahl dieses Zeitraums ist angesichts der Ereignisse logisch – vor 1944 kämpften die amerikanischen Streitkräfte bei weitem nicht mit vollem Potenzial und Einsatz auf den Sekundär- und Tertiärschauplätzen Nordafrika und Italien – aber gleichzeitig nicht vorherbestimmt. Viele amerikanische Generäle plädierten 1942 für eine schnellstmögliche Invasion Europas ohne großes Vorgeplänkel. Die Vorstellung, dass die Armee Unternehmen Overlord im Sommer 1942 unternimmt, ist atemberaubend: die Wahrscheinlichkeit, dass es in einem der größten militärischen Debakel aller Zeiten geendet hätte, ist extrem hoch. Die blasierte Haltung der Militärführung basierte auf einer völlig irrigen Vorstellung: dass man Soldaten auf die Realität des Einsatzes ohnehin nicht vorbereiten könne und es deswegen jenseits der Grundausbildung eigentlich nur einen Lehrmeister gäbe: die Realität des Kampfes.

Diese Vorstellung war absurd und tödlich. Der Kampfeinsatz lehrte natürlich sehr effektiv, was funktionierte und was nicht, und machte aus den Überlebenden bessere Soldaten. Nur, der Preis wäre enorm: es würde zehntausende, eher hunderttausende Leben kosten, auf diese Art per Zufallsprinzip die glücklichen Überlebenden zu harten Veteranen zu machen. Glücklicherweise setzten sich besonnenere Geister durch. Beim Unternehmen „Torch“ zeigte sich 1942/43 dann auch schnell, dass die Doktrinen der US Army wenn nicht nutzlos, so doch wenigstens nicht universal einsetzbar waren: die Idee, mit einer Panzermassierung die feindlichen Linien zu durchstoßen und das logistische Hinterland zu verheeren, fand in der bergigen nordafrikanischen Landschaft ein schnelles Ende. Die gegnerischen Deutschen, die solche Ideen nach drei Jahren Kriegserfahrung bereits abgeworfen hatten, gaben den GIs einen rauen Grundkurs in Sachen „combined arms„.

Es ist dieses Kämpfen mit „combined arms„, also der engen Zusammenarbeit von Infanterie, Artillerie, Panzern und Luftunterstützung, die sich wie ein roter Faden durch Doublers Buch zieht. Wo die Amerikaner (und, nebenbei bemerkt, auch jede andere Armee) es erfolgreich schafften, ihre Teilstreitkräfte zu koordinieren, hatten sie auch militärischen Erfolg. Schlug es fehl, verwandelten sich Schlachten in Desaster. Doubler bringt Beispiel um Beispiel dafür. Erfolgreiche Koordination reduzierte Verluste massiv (oft genug auf praktisch keine), während ein Zerfall der Koordination in massenhaft abgeschossenen Panzer und erst niedergehaltenen, dann getöteten Infanteristen resultierte.

Diese Koordination war nur möglich, wenn die Soldaten entsprechend trainiert waren. Und das erforderte mehr als zehn Wochen Grundausbildung. Es ist dies die zweite These, die sich durch Doublers Buch zieht: ausführliches Training rettete Leben und machte die Operationen wesentlich erfolgreicher. Das zentrale Problem waren Opportunitätskosten: nicht alle Szenarien konnten trainiert werden, weil dafür schlicht die Zeit nicht ausreichte. Jede Operation offenbarte neue Lücken im Training, die dann später geschlossen werden mussten (oder eben offen blieben). So machten es die hohen Verluste an der Front erforderlich, dass das ganze Squad die Bedienung der schweren Waffen beherrschte. Das Üben mit Panzern erforderte die Koordination von Panzertraining und Infanterietraining und die Entwicklung gemeinsamer Kommunikationswege (die lange nicht existierten und Improvisation erforderlich machten).

Die Vorbereitung auf die amphibische Landung von „Overlord“ in der Normandie bedeutete, dass keine Zeit mehr für Training des folgenden Kampfes in der Heckenlandschaft der Boucage verfügbar war, die in vielerlei Hinsicht schlimmer als die Landung war. Als es darum ging, in den BeNeLux-Ländern und dem linksrheinischen Deutschland Städte zu erobern, mussten die GIs erst den Stadtkampf erlernen. Die Erstürmung des Westwalls erforderte profunde Kenntnisse im Kampf gegen Bunker. Zu Beginn der Operationen mussten die Soldaten darauf trainiert werden, eigene von gegnerischen Flugzeugen zu unterscheiden, um die grassierenden Fälle von friendly fire zu reduzieren – und umgekehrt den Piloten beibringen, wie sie die eigenen Bodentruppen von Gegnern unterscheiden konnten. All diese Kenntnisse mussten zudem an den Ersatz weitergegeben werden, der die Verluste der Fronttruppen auffüllte.

Double geht darauf nicht ein, aber man kann hier bereits sehen, warum die Wehrmacht in dieser Phase des Krieges so absurd hohe Verluste erlitt (jeder zweite deutsche Soldat und um die 70% der Zivilisten starben nach dem Juli 1944): die schlecht ausgebildeten und hastig an die Front geworfenen Reserven konnten diese Kenntnisse nicht mehr haben, weswegen hier genau das geschah, was die amerikanischen Planer zu Beginn des Krieges angedacht hatten: Lernen durch Überleben. Für die Betroffenen eine katastrophale Entwicklung.

Besonders wichtig waren einige unintuitive Grundkenntnisse, die allen GIs beigebracht werden mussten. Dazu gehörte absurderweise das Abfeuern der eigenen Waffe: die Soldaten hatten im Gefecht die Neigung, diese kaum zu benutzen. Das Training betonte daher die Notwendigkeit, mit koordiniertem Kleinwaffenfeuer deutsche Stellungen niederzuhalten und den Vormarsch von Kameraden zu ermöglichen. Ein mindestens ebenso wichtiger Punkt betraf das Verhalten unter Feuer: die GIs hatten den Instinkt, bei Feuer Deckung zu suchen und sich nicht zu bewegen. Das war tödlich, weil indirektes Artillerie- und Mörserfeuer sie dann in geklumpten Massen tötete. Stattdessen mussten sie unter Feuer umso entschlossener vorwärtsdringen, um Verluste zu minimieren.

Das dritte Leitmotiv des Buches ist der Unterschied zwischen haste und speed. Die amerikanische Doktrin legte großen Wert auf detaillierte und gründliche Planung von Angriffen (es war nicht ungewöhnlich, doppelt so viel Zeit in die Planung wie die eigentliche Operation zu investieren). So sollte haste vermieden werden, also übereilte und improvisierte Vorstöße unter unbekannten Gegebenheiten. Stattdessen lag die Emphase auf der Geschwindigkeit, mit der die Operation durchgeführt werden sollte, wenn die Planung abgeschlossen war. Dieser Ansatz ist sicherlich hauptverantwortlich für die relativ niedrigen Verluste der US Army.

Double strukturiert sein Buch so, dass jedes Kapitel eine neue Herausforderung für die GIs beschreibt. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigt er dann erfolgreiche Bewältigungen und kostenreiche Desaster auf. Das beginnt mit der eigentlichen Invasion (die angesichts der ikonischen Bedeutung von Overlord überraschend wenig Raum erhält), die weitgehend planmäßig verlief. Ab da gilt das eigentlich nirgends mehr, was ständige Adaption erforderlich macht.

Der Kampf in den Hecken der Normandie etwa trennte die Soldaten in kleine, abgetrennte und gut zu verteidigende Bereiche. Chaos und Furcht herrschten. Die Hecken waren schier unzerstörbar. Es war die Stunde der Armee-Ingenieure, die riesige Sägen an die Panzer montierten, die daraufhin die Hecken zerschneiden und der Infanterie den Weg ebnen konnten. Der folgende Ausbruch und „Blitzkrieg“ bis an die Vogesen und Ardennen erweckte den irrigen Eindruck, die Wehrmacht weitgehend besiegt zu haben. Doch als sich diese sammelte und ihre Verteidigung stabilisierte, verwandelte sich der Durchmarsch durch Frankreich in eine blutige Plackerei.

Das hatte unter anderem mit den Städten zu tun. Der Kampf in der Stadt stellte die GIs vor eine völlig neue Herausforderung. Schnell zeigte sich, dass die Doktrin, die Panzer nicht in der Stadt einzusetzen, nicht zu halten war: ihre Feuerkraft wurde dringend benötigt. Ununterstützte Panzer aber waren so gut wie tot (wie man auch in zeitgenössischen Schlachten in Aleppo oder Mariupol sehen kann). Erneut war das Zusammenspiel der Kräfte notwendig. Die GIs lernten auch schnell, dass es im Stadtkampf keinen tödlicheren Ort als die Straße gab. Sie bewegten sich deswegen von Haus zu Haus, indem sie mit Sprengladungen die Wände hochjagten und so Durchgänge schufen. All das musste erlernt werden.

Ein noch viel schlimmeres Problem war die Überquerung von Flüssen. Von der Mosel bis zum Rhein blockierten zahlreiche Flüsse in Nord-Süd-Richtung den amerikanischen Vormarsch, und die Wehrmacht ließ keine Brücken intakt zurück. Die GIs mussten unter Feuer Pontonbrücken bauen, diese überqueren und auf der anderen Seite einen Brückenkopf gegen deutsche Gegenangriffe sichern. Dies erforderte ein hohes Ausmaß an Koordination und Ingenieursfähigkeiten, nicht zu sprechen von Mut.

Der Umgang mit der eigenen Luftwaffe und Artillerie machte ebenfalls große Lernfortschritte erforderlich. Die Schwierigkeit, das Feuer beziehungsweise den Bombenabwurf auf die richtigen Ziele zu lenken, wurde durch taktische wie technische Innovationen überwunden. Besonders wichtig war auch hier wieder das Training: die Soldaten lernten, kaum 200 Meter hinter der Feuerwalze der eigenen Artillerie vorzurücken und so deutsche Stellungen zu überrennen, während die Artillerie entsprechend präzise schießen musste.

Ebenfalls eine gewaltige Herausforderungen waren die Bunker, die vor allem am Westwall massiert auftauchten. Hier machte sich die gründliche Vorbereitung in Zusammenarbeit mit Luftaufklärung bezahlt: die Amerikaner kannten die Position von mehr als 90% aller Bunker im Feindgebiet und zerstörten deren Tarnung mit gezieltem Artilleriefeuer. Die Einnahme erwies sich dann aber als wesentlich schwieriger als ursprünglich vermutet, und oft genug war die beste Strategie, sie wo möglich zu umgehen und zur Aufgabe zu zwingen, indem Rückzugs- und Versorgungswege abgeschnitten wurden.

Als besonders albtraumhaft stellte sich der Kampf im Wald heraus, vor allem im Hürtgenwald, einem der kostspieligsten strategischen Desaster. Die Deutschen bluteten die Amerikaner aus, die kaum vorankamen, und die unübersichtliche Lage im Wald, das schlechte Wetter und die miese Versorgungslage brachten die GIs an ihre Grenzen. Ebenso unangenehm war der Winterkampf, vor allem während der Ardennenoffensive der Deutschen, die neben „Overlord“ sicher die am meisten rezipierte Schlacht der Amerikaner ist. Auch sie spielt eine wesentlich untergeordnetere Rolle, weil die oben beschriebenen Strategien weitgehend funktionierten und die Deutschen sehr effektiv bekämpft werden konnten.

Soweit zum inhaltlichen Teil. Die Übersicht sollte deutlich gemacht haben, dass der Stoff schon eher für die speziellen Interessen ist. Natürlich ist die Militärgeschichte DAS Feld für historisch interessierte Laien, im angelsächsischen Raum ohnehin. Die Vielzahl an unglaublich mieser Populärliteratur, die den Brunnen ernsthafter Forschung vergiftet, ist Legion. Man findet sie in jedem Zeitschriftenladen und in jeder Buchhandlung. Oft genug wird die Abteilung „Geschichte“ zur Hälfte oder mehr von diesem Unfug ausgemacht, der im besten Fall einfach nur falsch ist, oft genug aber auch nur historisch unglaublich problematische Narrative transportiert, oft aus der schieren Notwendigkeit, den Krieg zu „säubern“, um  den Gegenstand sensationistisch präsentieren zu können.

Diese Probleme hat Doubler nicht. Er arbeitet wissenschaftlich und mit breiter Quellenbasis (unter anderem die militärischen Ratgeber, die die US Army ständig herausgab und mit den erlangten Kenntnissen überarbeitete; es wäre mal eine eigene wissenschaftliche Arbeit wert, inwieweit solcherlei Pamphlete tatsächlich gelesen werden). Aber ohne Probleme ist das Buch nicht, und die Lektüre war am Ende für mich eine ziemliche Plackerei, weswegen ich das Buch auch nur eingeschränkt empfehlen kann.

Da wäre zum einen die rigide Struktur. Der Aufbau mit „theoretisches Problem, dann Praxisbeispiele“ und seine ständige Wiederholung sorgt für, nunja, ständige Wiederholungen. In jedem Kapitel erfahren wir aufs Neue, dass combined arms, speed statt haste und rigoroses Training schon echt gut bei der Bewältigung der Probleme sind. Beinahe, als ob eine solide Doktrin sinnvoll wäre. Das klingt jetzt arg schnippisch, aber der formalistische Aufbau ist einer entspannten Lektüre nicht eben zuträglich, und man hätte sicher an die 50 Seiten einsparen können.

Die genretypische Erzählweise mit der Nennung von völlig obskuren Ortsnamen irgendwelcher Dörfer in der Heide und präziser Einheitenbenennung trägt auch nicht unbedingt zum Lesefluss bei. Ohne einen Glossar militärischer Fachbegriffe, wie ihn etwa brillant Bret Deveraux zusammengestellt hat, sollte das Buch auch nur bedingt in Angriff genommen werden.

Am störendsten aber fand ich die Blutleere des Bandes. Verluste unter der Zivilbevölkerung etwa werden nur am absoluten Rand erwähnt. Masseker und Kriegsverbrechen kommen nur in einer Sektion vor, die sich mit dem Adrenalin des unmittelbaren Kampfes beschäftigt, und der Frage der Rache für verlorene Kameraden. Die gigantischen Zerstörungen werden überhaupt nicht thematisiert. Natürlich ist es taktisch sinnvoll, dass die Soldaten die Wände sprengen, um von Haus zu Haus zu kommen. Aber die Vernichtung von Wohnraum und Eigentum, die damit einhergeht, die persönlichen Tragödien, verschwinden völlig.

Tod und Sterben, Verwundung und Leid verschwinden generell hinter blutlosen Formulierungen. Das Sprengen der Wände „usually incapacitated the defenders„, was sicher richtig ist, aber wenn man sich ausmalt, was für ein Höllenerlebnis es sein muss, wenn einem ein Zimmer um die Ohren fliegt und das Trommelfell durch die Explosion reißt, bevor man bajonettiert wird, wird durch diese Formulierung doch eher unzureichend transportiert. Gleiches gilt durch „Ausfälle“, die entstehen, wenn den Soldaten im hüfttiefen Schlamm schlichtweg die Füße wegfaulen, was hier vor allem als logistisches Problem auftaucht – und so weiter. Man bekommt durch die Lektüre einen guten Blick darauf, wie sich Konflikte planen, welche Taktik entwickelt wird und wie sie angewendet werden muss. Die Individuen und ihre Erfahrungen damit verschwinden weitgehend, tauchen allenfalls als Heldengeschichten auf, an deren Ende oft genug „the ultimate price“ steht, einer der vielen Euphemismen, mit denen Doubler vermeidet, über reales Leid zu sprechen.

Ich betone das deswegen, weil der Krieg in der Ukraine gerade auch genug Gelegenheiten schafft, in denen Heldengeschichten tapferer Verteidiger*innen ausblenden, welche Realität das bedeutet. Hohe Opferzahlen, zerstörte Existenzen, Traumata und gebrochene Körper sind der Preis des Krieges, und den sollte man nicht so leichtfertig ausblenden. Vielleicht spricht hier ein zu pazifistisches Herz, das von Militär zu wenig versteht – aber wer ähnlich fühlt, dürfte mit solchen Texten ähnliche Probleme haben.

{ 4 comments… add one }
  • Tim 19. April 2022, 09:20

    Danke für die Rezension, klingt nach einem sehr spannenden Buch. Ich habe schon oft gehört, dass die amerikanischen Streitkräfte sehr lernfähig sind und operativ mit jedem Krieg effektiver werden. Den Band werde ich mir wohl besorgen.

    In jedem Kapitel erfahren wir aufs Neue, dass combined arms, speed statt haste und rigoroses Training schon echt gut bei der Bewältigung der Probleme sind.

    Das ist oft ein Problem amerikanischer und englischer Sachliteratur: Es gibt eine zentrale These, die der Autor dann anhand verschiedener Beispiele immer und immer wieder durchkaut. Gern werden dann auch widersprechende Beispiele ausgelassen, so dass das Buch am Ende wie Gottes reine Wahrheit wirkt.

    • Stefan Sasse 19. April 2022, 17:04

      Das ist glaube ich kein angelsächsisches Alleinstellungsmerkmal 😀

  • Thorsten Haupts 19. April 2022, 11:40

    Yup! Z.B. Acemoglu/Robinson „Why Nations fail“ ist deswegen nahezu unlesbar – es hat aufgrund der pädagogisch wertvollen Widerholungen grob die doppelte der notwendigen Länge. Die Angelsachsen untergraben damit ohne Not ihren grössten Publikationsvorteil gegenüber z.B. Deutschen – nämlich den, dass ihre Werke meistens gut geschrieben sind.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Stefan Sasse 19. April 2022, 17:09

      Das zumindest kann ich absolut bestätigen. Ich werde nie das erste Semester Politikwissenschaft vergessen. Wir hatten einen Reader, und die Texte in den ersten zwei Wochen waren einfach völlig unverständlich. Dreimal gelesen, viermal, es blieb unklar. In Woche drei waren die Texte englisch. Ich war damals noch nicht so gut in Englisch und dachte, jetzt bin ich geliefert. Stattdessen alles problemlos verstanden. – Meine Lektüre von „Why Nations Fail“ ist schon fünfzehn Jahre oder so her, aber die trübe Erinnerung gibt dir Recht.

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