Warum man die Ideologen der Conservatives einfach nicht ernst nehmen kann

Ideologen sind immer ein Problem, ob sie rechts oder links stehen. Das Washington Journal kann kaum als sozialistischer Umtriebe besonders verdächtig gesehen werden. Wie unglaublich eingemauert manche Leute in ihrer eigenen paranoiden Gedankenwelt sind wird durch das folgende Video deutlich, in dem die WJ-Kolumnistin Dorothy Rabinowitz das neue Programm des Bürgermeisters von New York, Bloomberg, kommentiert, kostenlose Fahrräder in New York zur Verfügung zu stellen, um umweltfreundlichere Fortbewegung zu ermöglichen.


Lady, es ist ja in Ordnung, kein Fan von solchen Maßnahmen zu sein, aber die Wortwahl ist einfach völlig absurd. „Autoritäre“ Regierung, weil sie kostenlose Fahrräder aufstellen? Eine Lebensgefahr durch Fahrradfahrer? Einen Gang runterzuschalten (no pun intended) wäre wahrlich kein Fehler. Die Maßnahme überflüssig zu finden, oder als ungerechtfertigte Einmischung der Regierung in private Entscheidungen – alles ok. Aber Bloomberg zum Diktator zu erklären, weil er kostenlose Fahrräder zur Verfügung stellt ist geradezu lächerlich. Wie redet Miss Rabinowitz dann über Assad? Oder andere echte Autokraten und Diktatoren? Wenn schon Fahrräder aufstellen die schlimmsten Kategorien notwendig macht, ist keinerlei Differenzierung mehr möglich. Und von der völlig abgehobenen Aussage, die Mehrheit der Bürger zu repräsentieren brauchen wir gar nicht anfangen, oder dem herablassenden „Bloomberg benutzt sicher die U-Bahn nicht“. Dieses Mischmasch ist völlig lächerlich.

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  • Stoertebeker 7. Juni 2013, 21:31

    „Ideologen sind immer ein Problem“

    Widerspruch! Bei Ideologen weiß man wenigstens, woran man ist. Ich halte „Pragmatiker“ für problematischer.

    Die meisten Ideologen haben einigermaßen klare und identifizierbare Vorstellungen davon, wie der Mensch ist und wie die Welt sein sollte.

    „Pragmatiker“ hingegen maßen sich an, „das Richtige“ oder „Angemessene“ zu kennen, ohne es zu durchdenken. Meist werden ihre Fähnchen mal von diesem, mal von jenem ideologischen Windchen erfasst. Sie selbst halten für einen Ausdruck höchster Individualität, gedanklicher Flexibilität und Pragmatismus‘, was in Wahrheit intellektuelle Seichtheit ist. „Pragmatiker“ sind deshalb immer ein Problem.

    „Laute Extremisten nerven“ wäre daher ein angemessenerer Einstieg in den Artikel, der ja sonst auch nicht verkehrt ist.

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