Corona, die Intelligenzbestie

Von Marc Schanz

Das Coronavirus ist klein, sein Durchmesser beträgt gerade einmal 80-140 nm. Herausstechend sind seine sogenannten Spikes mit einer beachtlichen Länge von 20-25 nm. Das membranumhüllte RNA-Virus verfügt über ein einzelsträngiges RNA-Genom positiver Polarität, welches mit einer rund 30 Kilobasen Länge das größte bisher bekannte Genom aller RNA-Viren besitzt.
Ein winziger, gut erforschter Gegner, der nur ein überschaubares Repertoire an Verhaltensweisen zeigt: Es sucht sich einen Wirt, vermehrt sich und wird von ihm ausgestoßen. In der freien Wildbahn hofft es auf einen Kontakt mit einem Wirt, um mit seinen Kumpels sein manische Spreading-Spiel weiter zu führen. Das Ganze wäre nichts anders als eine Grippe, die an sich nicht harmlos aber beherrschbar wäre, wenn es nicht diese schweren Verläufe gäbe. Es sind noch nicht alle Fragen geklärt, aber der Grund dürften die Mechanismen des Virus sein, den Attacken unseres Immunsystems entgehen zu wollen. Dabei ist es so erfolgreich, dass es das Immunsystem so stresst und verwirrt, so dass das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Die Folgen sind für die Betroffenen lebensbedrohlich.

Ein kleiner, aber gefährlicher Gegner. Auch wir haben unsere Waffen in Stellung gebracht. Es gib erste, viel versprechende Ansätze zur Behandlung eines schweren Verlaufs und vor allem sind bereits mehrere Impfstoffe entwickelt und zugelassen. Wir halten also die Game-Changer, welche diese Pandemie in Kürze beenden werden, bereits in unseren Händen. Sprechen möchte ich allerdings über unsere schwächste Front: Unsere intellektuelle Unterlegenheit.

Unser Gegner spielt ein einfaches Spiel, sein größter Vorteil ist dabei seine Geschwindigkeit. Erstaunlicherweise ist es seine Einfachheit, die uns überfordert. Die wenigen Tatschen werden daher einfach geleugnet: Es ist nur eine Grippe, es sind nur Testeffekte, es gibt kein exponentielles Wachstum, das alles ist doch nur eine Verschwörung von meinem liebsten Feindbild.

Schauen wir uns mal eines der ausgereifteren Dummheiten an. Den Mythos, dass ein Schutz der Risikogruppen ausreichend ist. Vielen ist es nicht klar, aber wir führen gerade ein riesiges Experiment durch. Wir haben die wichtigsten Risikogruppen, die Heimbewohner, deren Personal und die über 80jährigen, bereits geimpft. Das ist ein sehr guter Schutz! Wäre das Märchen wahr, müsste jetzt die Pandemie vorbei sein. Und tatsächlich, die Todeszahlen stagnieren. Reicht das nicht? Nein, das Problem sind die schweren Verläufe, sie sorgen für die Überlastung der Intensivstationen mit jüngeren Patienten. Wie groß die Gefahr ist, zeigt diese Modellierung der Belegung von Intensivbetten. Bundesweit haben wir etwas weniger als freie 25.000 Betten – ohne die Notfallvorsorge. Die dritte Welle wird trotz des Schutzes der Risikogruppen und der begonnenen Impfkampagne die begrenzten intensivmedizinische Kapazitäten Ende Mai problemlos erreichen:

Quelle: Corona-Pandemie Prognose Modell V6.1 von Dirk Paessler

Solange die intensivmedizinische Versorgung aufrecht erhalten werden kann, werden wir nur geringe Todeszahlen sehen. Die Größenordnung der dritten Welle wird – ohne weitere Maßnahmen – die ersten beiden mühelos übertreffen. Die dritte Welle hat das Potential, die intensivmedizinische Versorgung kollabieren zu lassen. Dieses katastrophale Ereignis würde nicht nur Corona-Patienten betreffen, sondern jeden, der operiert werden muss oder einen Notfall hat. Die Sterblichkeit in der Bevölkerung würde enorm steigen. Der Schutz der Risikogruppen ist daher nicht ausreichend, um die Schäden der Pandemie zu stoppen.

Wieso können wir die Gefahren der Pandemie nicht sehen? Ein Problem ist unser mangelndes Zahlenverständnis. Nach dem Schutz der Risikogruppen sinkt die Letalität von Covid-19 dramatisch, bei den 50-60jährigen beträgt sie nur noch 0,6 % und unter 40jährige sind nur noch Einzelfälle zu finden. Die derzeitige Inzidenzgrenzwert von 100 besagt ja nur, das 0,001 % der Menschen infiziert sind. Wie soll es bei diesen extrem kleinen Zahlen zu Problem kommen? Fast niemand ist krank, noch weniger Menschen sind im Krankenhaus und es stirbt fast niemand.
Das Problem ist leicht zu beschreiben. Es ist die geringe Kapazität der intensivmedizinischen Versorgung. Es gibt wie bereits erwähnt bundesweit etwa 25.0000 Intensivbetten, auf die Bevölkerung bezogen sind das 0,0003 %. Es ist diese kleine Zahl, welche die anderen kleinen Zahlen zum Problem anwachsen lässt.

Ob wir einen Kollaps der Gesundheitsversorgung erleben werden, ist nicht sicher. Dass diese Gefahr besteht, hat die Pandemie bereits an mehreren Orten der Welt zum Entsetzen der zivilisierten Menschen gezeigt. Die Modellierungen sagen sehr klar, dass wir diese Entwicklung vor uns haben. Die Gefahr geht von der nun dominierenden, britischen SARS-CoV-2-Mutante B1.1.7 aus. Bereits seit Januar wird vor dieser Entwicklung gewarnt und wurde auch in diesem Blog am 11.02.2021 erwähnt, dabei allerdings als Witz bezeichnet:

Das sieht alles nicht so überzeugend aus. Deswegen wird als „Argument“ nun basierend auf einem – oh Wunder – neuen Modell vor „verstecktem“ exponentiellen Wachstum gewarnt. Kein Witz! Die Mutation B1.1.7 sei viel infektiöser und während die Infektionen mit den andern Covid-19 Viren einen R-Wert unter 1 hätten würde sich bereits unbemerkt die dritte Welle aufbauen da die Infektionen mit B1.1.7 einen R-Wert über 1 hätten. Das ist – oh Graus – schon wieder exponentielles Wachstum, siehe Bild 6.

Quelle: Zero-Covid, ein gangbarer Weg?

Die traurige Wahrheit ist, der aktuelle Verlauf der 3. Welle entspricht der „witzigen“ Modellierung.

Ach, und es gibt ja noch diese idiotischen Diskussionen um die Wirkung des Lockdowns. Entscheidend sind nicht die Maßnahmen an sich, sondern das Verhalten der Menschen. Nur wenn die Mehrheit gleichzeitig sämtliche Kontakte, beruflich wie privat, erheblich reduziert, können wir die 3. Welle brechen. Neue Maßnahmen sind dabei an sich nicht notwendig, reine Kommunikation wäre ausreichend. Leider helfen Beschränkungen, den Menschen die Dringlichkeit begreiflicher zu machen. Im beruflichen Umfeld muss die Schonung der Politik aufhören, hier ist eine Kontaktreduzierung ohne weitere Maßnahmen, Einschränkungen und Entschädigungen nicht möglich.
Wer für einen verschärften Lockdown plädiert, hört sofort das Geschrei: Aber die Kosten, aber die Kollateralschäden. Was diese Kritiker nicht verstehen: Auch Öffnungen produzieren Kosten, nämlich die Pandemieschäden. Die Idee ist ja, dass die Kosten eines Lockdowns geringer sind als die Pandemieschäden. Es ist eine kosten reduzierende Strategie. Ob das auch wirklich der Fall ist, hängt zum großen Teil auch von der Bewertung der Schäden ab. Wem Tote und die Gesundheit anderer egal ist, der wird eine Pandemie als wenig schadhaft ansehen und über den Lockdown jammern.

Es geht hier nicht um Politik oder Ideologie, es ist das Virus das mit seiner exponentiellen Ausbreitung sagt: Ich gewinne das Spiel, weil ich euer kontaktfreudiges Verhalten ohne jede Reue ausnutze!
Das tragische ist, wir befinden und im Grunde auf der Zielgeraden: Die 3. Welle brechen und dann mit Impfungen in wenigen Monaten zur Herdenimmunität gelangen. Das Ziel ist zum Greifen nah. Doch es sieht leider so aus, dass wir kurz vor dem Ziel straucheln und stürzen.
Wir könnten die Pandemie mit geringen Mitteln und in einem überschaubaren Zeitraum besiegen. Unser größter Gegner dabei ist unsere eigene Idiotie. Hätte das Virus Humor, es müsste sich sicherlich über uns totlachen. Dies als Angriffsfläche zur Strategie der Pandemiebekämpfung zu nutzen, würde unsere größte Schwäche in die effektivste Waffe verwandeln: Überall nur tot gelachte Corona-Viren – ein absurdes, aber passendes Bild. Leider ist die bittere Wahrheit eine andere: Wir steuern humorlos auf eine Katastrophe zu.

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  • Rauschi 13. April 2021, 10:36

    Es geht hier nicht um Politik oder Ideologie, es ist das Virus das mit seiner exponentiellen Ausbreitung sagt: Ich gewinne das Spiel, weil ich euer kontaktfreudiges Verhalten ohne jede Reue ausnutze!
    Bevor hier weiter so infantil von einem Virus wie von einem lebenden Wesen mit Bewusstsein geschrieben wird:
    Ein Virus ist nicht mal als Lebewesen definiert, weil es sich nicht eigenständig vervielfältigen kann. Es hat aber mit absoluter Sicherheit KEIN Bewusstsein, das sich irgendwas denken KÖNNTE!

    Wer die Mitmenschen so sieht, dem ist in Bezug auf Aufklärung nicht mehr zu helfen.
    Wem Wissenschaft nichts bedeutet oder Evidenz, dem ist in Bezug auf Aufklärung auch nicht zu helfen.
    Wem Hörensagen als Beweis reicht, dem ist in Bezug auf Aufklärung auch nicht zu helfen.

    Nur hat der gesamte Artikel nichts mit Evidenz oder Rechtmässigkeit zu tun, es handelt sich um einen nicht sonderlich originellen „die anderen sind Schuld“ Artikel.
    Wie hiess das hier sonst , Whataboutism?

    Was meint denn ein Richter zum geplanten Lock down?
    [Nach Ansicht des Richters „dürfte es sich wohl um das am tiefsten in die Grundrechte einschneidende Bundesgesetz der letzten Jahrzehnte handeln“. Das Gesetz mache eine „vorausschauende Lebensplanung weitgehend in vielen Bereichen unmöglich:Weil man immer quasi über Nacht mit einem automatisch eintretenden Lockdown rechnen muss“. Zudem trete der Lockdown „völlig unabhängig davon ein, ob überhaupt noch jemand stirbt, ob sich noch jemand auf den Intensivstationen befindet und wie viel schwere Verläufe es gibt“. Die ganze Gesellschaft werde auf „Autopilot“ gestellt. „Und ja, darüber rege ich mich nicht nur auf, ich bin entsetzt.“]
    https://www.berliner-zeitung.de/news/richter-zu-infektionsschutzgesetz-nichtachtung-der-justiz-und-dauerlockdown-li.151817

    Handel sich aber sicher nur um einen XY „Leugner“ oder sonstigen Skeptiker, der Lust am Tod von Menschen hat, weil er eben Ego ist.
    So einfach ist die Welt, schwarz oder weiss, Grautöne gibt es nicht.

    Diese Entwicklung ist nur noch tragisch.

    Das tragische ist, wir befinden und im Grunde auf der Zielgeraden: Die 3. Welle brechen und dann mit Impfungen in wenigen Monaten zur Herdenimmunität gelangen. Das Ziel ist zum Greifen nah. Doch es sieht leider so aus, dass wir kurz vor dem Ziel straucheln und stürzen.
    Herdenimmunität, bei einer Impfung, die nicht steril immun macht? Nö, das funktioniert nicht. Mit keiner Einstellung der Welt.
    Eher werden sich gefährlicherere Escape Varianten bilden, sagen einige Fachleute.
    Aber was soll’s, wenn eine Grundschulrektorin meint, Masken würden wirken, dann wird das schon so sein, was auch immer die Evidenz dazu sagt.

    • Marc 13. April 2021, 10:56

      Ein Virus ist nicht mal als Lebewesen definiert, weil es sich nicht eigenständig vervielfältigen kann. Es hat aber mit absoluter Sicherheit KEIN Bewusstsein, das sich irgendwas denken KÖNNTE!

      Statt immer und immer wieder von Idiotien zu sprechen, habe ich das Virus zur Intelligenzbestie gemacht. Dieser Kniff war wohl zu anspruchsvoll.

      So einfach ist die Welt, schwarz oder weiss, Grautöne gibt es nicht.

      Ja, das Virus handelt wirklich ohne Witz Schwarz-Weiß. Gibt man ihm die Möglichkeit zur Übertragung, nutzt das Virus die Gelegenheit. Auch ein gesundes Immunsystem schützt nicht. Es gibt hier keine Grautöne. Daher lässt es sich die Pandemie auch so gut modellieren.

      Herdenimmunität, bei einer Impfung, die nicht steril immun macht? Nö, das funktioniert nicht. Mit keiner Einstellung der Welt.

      Mit einer Covid-19 Impfung wird keine sterile Immunität erreicht, aber die Ansteckungswahrscheinlichkeit wird um ca. 80 % gesenkt. Ein Erreichen der Herdenimmunität ist damit möglich.

      Eher werden sich gefährlicherere Escape Varianten bilden, sagen einige Fachleute.

      Natürlich, diese Gefahr besteht. Daher ist der israelische Weg der bessere: Erst heftige Lockdownmaßnahmen, senken der Inzidenz und erst dann folgt die Impfkampagne. Mit diesem Vorgehen wird die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Escape-Varianten verringert.

      • Rauschi 13. April 2021, 11:43

        Statt immer und immer wieder von Idiotien zu sprechen, habe ich das Virus zur Intelligenzbestie gemacht. Dieser Kniff war wohl zu anspruchsvoll.

        Wer menschlich so mies drauf ist, wie Sie, mit dem möchte ich keine Debatten mehr führen, denn sie sind weder in der Lage
        1) sachlich beim Thema zu bleiben noch
        2) Beleidigungen zu unterlassen.
        Beides spricht nicht für Ihre angebliche Sachlichkeit. Gengen Ideologien kann aber niemand argumentieren, deswegen lasse ich das nun einfach.
        Ich werde nur Ihre ständigen Fehler aufdecken, das reicht schon.

        Daher lässt es sich die Pandemie auch so gut modellieren.
        Auf der einen Seit weiss man so enig, aber das wenige reicht, um etwas zu modellieren?
        Ich will nur wissen, ob diese Modellierung die Vergangehit abbilden kann, wie Sie wirklich war, abgrund der Daten, die da eine Zukunft vorhersagen sollen.
        Das gleiche gilt nämlich auf für das Klima, da taugen auch nur die Modellierungen, welche die Vergangenheits realistisch nachbilden können. Alles andere sind Ammenmärchen.

        Nein, die total tödliche Mutante ist überhaupt nicht tödlicher, das haben gerade zwei Studien ergeben:
        [Die britische Corona-Variante B.1.1.7 ist ansteckender. Aber ist sie auch tödlicher? Drei Studien legten das nahe. Zwei neue Untersuchungen mit Krankenhauspatienten kommen jetzt aber zu einem anderen Ergebnis…
        B.1.1.7 nicht schwerer und nicht tödlicher

        Eleni Nastouli und Kollegen greifen für ihre Studie im Fachmagazin „The Lancet Infectious Diseases“ auf die Daten von 341 Patienten zurück, die zwischen dem 9. November und dem 20. Dezember im University College London Hospital oder im North Middlesex University Hospital behandelt worden waren und bei denen das Erbgut der Viren vollständig sequenziert worden war. In dieser Zeit war die neue B.1.1.7 Variante gerade auf dem Vormarsch durch das Vereinigte Königreich.

        198 Patienten (58 Prozent) waren demnach durch B.1.1.7 Viren infiziert worden, 143 (42 Prozent) dagegen mit den bisherigen, alten Varianten. Innerhalb von 14 Tagen nach einem positiven Testergebnis waren 36 Prozent der B.1.1.7 Patienten (insgesamt 72 Menschen) schwer erkrankt oder gestorben im Vergleich zu 38 Prozent (53 Patienten) der Wildtyp-Gruppe. 28 Tage nach dem positiven Test waren 31 B.1.1.7 Patienten gestorben (16 Prozent) und 24 der am Wildtyp Erkrankten (17 Prozent)…

        Auf die Daten von 36.920 Teilnehmern greift eine zweite, in „The Lancet Public Health“ erschienene Studie zurück, die selbst eingegebene Berichte über Symptome aus der englischen „Covid-Symptom App“ ausgewertet hat. Hier verfolgten die Forscher Berichte der Nutzer zwischen dem 28. September und dem 27. Dezember. Sie stellten dabei keine Korrelation fest zwischen dem durch Tests festgestellten Anteil von B.1.1.7-Infektionen in einem Gebiet und den in der App berichteten Symptomen sowohl was deren Menge, als auch Schwere, also auch anhaltende Dauer über das Ende der Infektion hinweg anging.

        Der Anteil der Zweitinfektion sei niedrig gewesen, nur 0,7 Prozent berichteten von einem zweiten positiven Test mehr als 90 Tage nach dem ersten. Allerdings finden auch sie eine stärkere Ausbreitung des neuen Virus. Der R-Wert lag bei B.1.1.7 etwa um den Faktor 1,35 über dem des Wildtyps. Claire Stevens, Forscherin am Kings College in London, fasst die Ergebnisse so zusammen: „B.1.1.7. hat eindeutig auf den Lockdown reagiert und scheint eine Immunität zu umgehen, die durch eine Infektion mit dem ursprünglichen Virus gewonnenen wurde.“]
        https://www.mdr.de/wissen/britische-mutante-doch-nicht-toedlicher-100.html

        Mit einer Covid-19 Impfung wird keine sterile Immunität erreicht, aber die Ansteckungswahrscheinlichkeit wird um ca. 80 % gesenkt. Ein Erreichen der Herdenimmunität ist damit möglich.
        Nö, denn auch jetzt schon ist nur ein kleiner Teil der „Infizierten“ für den Grossteil der Ansteckungen verantwortlich und für die obige Aussage gibt es überhaupt keinen Beleg, ausser einer windigen Beschreibung beim RKI.
        Da steht nichts von 80%, nur von weniger.
        Herdenimmunität setzt Immunität voraus, wenn es die nicht gibt (was Sie ja selbst schreiben), KANN auch keine erreicht werden, wie schwer ist es, das zu verstehen?

        Mit diesem Vorgehen wird die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Escape-Varianten verringert.
        Und, machen wir das? Nein? Oh, na sowas, die kennen die Gefahr nicht?
        Ich habe keine Lust mehr, schieben Sie einfach weiter Panik, wenn Ihnen das so gut tut. Ich brauche das nicht, mir tut sowas nicht gut.

        Ich bin nämlich „vielleicht symptomlos infizert“ oder „the Thing formally known as gesund“ und will das auch bleiben, zumindest geistig.

    • derwaechter 13. April 2021, 14:33

      „Bevor hier weiter so infantil von einem Virus wie von einem lebenden Wesen mit Bewusstsein geschrieben wird:
      Ein Virus ist nicht mal als Lebewesen definiert, weil es sich nicht eigenständig vervielfältigen kann. Es hat aber mit absoluter Sicherheit KEIN Bewusstsein, das sich irgendwas denken KÖNNTE!“

      Man weiß bei solchen Kommentaren wirklich nicht, ob man lachen oder weinen soll.

      • Rauschi 13. April 2021, 14:53

        Lacher ist immer besser.

        [Daher sind sich Virologen weitgehend darin einig, Viren nicht zu den Lebewesen zu rechnen. Man kann sie aber zumindest als „dem Leben nahestehend“ betrachten, denn sie besitzen allgemein die Fähigkeit, ihre Replikation zu steuern, und die Fähigkeit zur Evolution.]
        https://de.wikipedia.org/wiki/Viren

        • derwaechter 13. April 2021, 14:58

          Ich versuche es mal anders:

          „In der freien Wildbahn hofft es auf einen Kontakt mit einem Wirt, um mit seinen Kumpels sein manische Spreading-Spiel weiter zu führen“

          Viren sind kein Wild, daher auch nicht in freier Wildbahn unterwegs.

          Viren sind überhaupt keine Lebewesen, schon gar nicht mit Bewusstsein. Die können keine Kumpels haben, und ERST RECHT NICHT spielen!

          • Rauschi 13. April 2021, 15:12

            Schreiben Sie das dem Autor, ich habe genau das geschrieben!

            Deswegen mein Vorwurf mit infantil.

            • derwaechter 13. April 2021, 18:27

              Ernst gemeinte Frage: das ist ein Witz, oder?

              • Rauschi 13. April 2021, 21:47

                Jetzt echt nochal und abschliessend:
                Die infantile Beschreibung eines Virus stammt von Marc in dem Artikel!

                Ich habe das bemängelt, worüber sie Sich amüsiert haben.

                Dann erkläre ich, es ist kein Lebewesen, was Sie widerum witzig finden.

                Dann meinen Sie mir noch infantiler beschreiben zu müssen, warum eine Beschriebung eines Virus als Lebenwesen infantil ist.

                Was wollen Sie von mir?

                • derwaechter 14. April 2021, 01:00

                  I rest my case.

                  • Rauschi 14. April 2021, 10:05

                    Ich verstehe Ihren „Fall“ nicht, immer noch nicht.

                    Das Sie ihn mir offenbar auch nicht erklären könne, werden Sie ihn wohl schliessen mussen

    • Erwin Gabriel 14. April 2021, 12:21

      @ Rauschi

      Ein Virus ist nicht mal als Lebewesen definiert, weil es sich nicht eigenständig vervielfältigen kann. Es hat aber mit absoluter Sicherheit KEIN Bewusstsein, das sich irgendwas denken KÖNNTE!

      Das ist ohne Einschränkung richtig. Dennoch geht dieser Kommentar von Dir, wie ich finde, an der Realität vorbei. Selbst wenn für jedes einzelne Virus genau das gilt, was Du schreibst, verhält sich das Virus (ohne jegliche individuelle Intelligenz) als Gattung durchaus so, wie wir Menschen es mit individueller Intelligenz auch tun würden, wollten wir die gleichen Ziele erreichen.

      Als (wackeliges) Beispiel seien hier die Ameisen zum Vergleich herangezogen: Obwohl die einzelne Ameise nur über sehr eingeschränkte „programmierte“ Kenntnisse verfügt, kann ein Ameisenvolk beachtliches leisten. Ähnliches erleben wir bei Vögel- oder Fischschwärmen, die sich mit „programmiertem“ Verhalte in der Gruppe doch bewegen können, als wären sie ein Wesen.

      Das Virus folgt einfachen, nachvollziehbaren Regeln, denen wir durch unser Verhalten den Weg ebnen. Ich bin mit Marc weißgott nicht immer einer Meinung, und möchte auch nicht auf jedes Detail us seinem Artikel eingehen. Aber diesem Gedanken von ihm kann ich folgen.

      Aber was soll’s, wenn eine Grundschulrektorin meint, Masken würden wirken, dann wird das schon so sein, was auch immer die Evidenz dazu sagt.

      Als wenn es nur eine Evidenz gäbe …
      Und dass eine Grundschulrektorin meint, Masken würden wirken, schließt nicht aus, dass sie Recht hat.

      Wenn ich mir in meinem Verhalten nicht sicher bin, stelle ich mir in der Regel folgende Fragen: Kann dies und jenes schaden? Kann es nützen?

      Es schadet mir oder anderen bestimmt nicht, wenn ich eine Maske trage, aber es kann unter Umständen mir oder anderen nützen – also trage ich Maske.
      Andersherum: Kann es mir schaden, wenn ich die Maske weglasse? Eventuell. Kann es mir nützen? Nein. Also trage ich Maske.

      Wie auch immer, all das verhindert nicht, dass ich weiter denn je davon entfernt bin zu verstehen, was die Regierungen von Bund und Ländern so treiben.

      • Rauschi 14. April 2021, 13:14

        Und dass eine Grundschulrektorin meint, Masken würden wirken, schließt nicht aus, dass sie Recht hat.
        Da ging es um Evidenzstudien und ein Expertenteam aus 3 Professoren.
        Ja, wenn ich die Wahl habe, dann halte ich die Wahrscheinlichkeit, das die nicht Recht haben, dafür aber die Rektorin für sehr sehr gering.
        Ich beziehe mich immer auf Evidenz-Fakten.

        Wenn ich mir in meinem Verhalten nicht sicher bin, stelle ich mir in der Regel folgende Fragen: Kann dies und jenes schaden? Kann es nützen?
        Immer? Denn jedes Verhalten hat Folgen, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht .
        Ich mache das ganz sicher nicht immer, wenn ich aber auf mögliche Folgen hin gewiesen werde, dann werde ich das immer im Hinterkopf haben und mich hoffentlich danach verhalten.

        Es schadet mir oder anderen bestimmt nicht, wenn ich eine Maske trage, aber es kann unter Umständen mir oder anderen nützen – also trage ich Maske.
        Doch, es schadet. Nicht nur mir, denn da atme ich immer auch Mikroplastik ein und bekomme schlechter Luft (das ist der Sinn der Sache, sonst filtert es nicht).
        Auch der Gemeinschaft, weil es Gefahr signalisiert, die bei 98% der Menschen aber nicht besteht.
        Besser wäre in jedem Fall eine Selbstbeobachtung und ich fühle, wenn ich eine Erkältung bekomme, auch bevor es so weit ist. Da man, wenn überhaupt, präsymptomatisch infektiös ist, sollte man ab da zu Hause bleiben und bei Auftreten der Symtome zum Arzt mit Test gehen.
        Besser wäre auch, allen Menschen bei zu bringe, wie man das Immunsystem stärkt, das schüzt gegen viel mehr als es eine Maske könnte, wenn die denn korrekt getragen wird, was aber nie der Fall ist.
        Ich möchte eigentlich nicht den Rotz, der sich in und auf einer Maske bildet, die in der Hosen- oder Jackentasche aufbewahrt wird, ins Gesicht bekommen. Was daran gesund sein soll, hat sich mir noch nicht erschlossen.

        Wie auch immer, all das verhindert nicht, dass ich weiter denn je davon entfernt bin zu verstehen, was die Regierungen von Bund und Ländern so treiben.
        Da sitzen wir im gleichen Boot.
        Ich versteh allerdings die Mitmenschen immer weniger und mein Menschenbild hat sich stark gewandelt, was ich wirklich traurig finde, weil es mir viel besser ging, als ich das andere, bessere hatte.

        • Erwin Gabriel 14. April 2021, 23:02

          @ Rauschi

          [… schließt nicht aus, dass sie Recht hat.]
          … wenn ich die Wahl habe, dann halte ich die Wahrscheinlichkeit, das die nicht Recht haben, dafür aber die Rektorin für sehr sehr gering.

          Immerhin, jetzt reden Sie von Wahrscheinlichkeiten. Das tat ich auch. Da können wir uns irgendwo treffen.

          [Wenn ich mir in meinem Verhalten nicht sicher bin, stelle ich mir in der Regel folgende Fragen: Kann dies und jenes schaden? Kann es nützen?]
          Immer? Denn jedes Verhalten hat Folgen, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht.

          Nein, natürlich nicht immer; aber bei allen Entscheidungen, die sich ganz grob auf ein „ja“ oder „nein“ herunterbrechen lassen, ist das meiner Erfahrung nach ein Kriterium, was mir bei der Entscheidungsfindung hilft.

          Die Schwäche haben Sie natürlich gleich erkannt: Wie kann ich das beurteilen, wenn ich keine Ahnung habe? Nun gut, ich bewege mich im Rahmen meiner Möglichkeiten, und ohne beispielsweise irgendeine Statistik zu tödlichen Autounfällen samt Ursachen herbeten zu können, schnalle ich mich beim Fahren an.
          Nur um das Prinzip zu erklären, dass in sehr vielen Bereichen erstaunlich gut funktioniert.

          es grüßt
          E.G.

  • Stefan Pietsch 13. April 2021, 10:39

    Die Basic gut sprachlich beschrieben, aber ansonsten keinen Fehler ausgelassen, den Amateure nur machen können.

    1. Wer Informationen und eine Message vermitteln will, sollte eins nicht: sein Publikum beschimpfen. Wenn der Leser vorgehalten bekommt, er sei ja nicht so klug wie der Schreiber, wird der Schreiber entweder als arrogant wahrgenommen oder es wird erst gar nicht gelesen.

    2. Natürlich kann man sein Publikum nicht ernst nehmen, wenn man sich selbst für überlegen ansieht. Deswegen ist Kindersprache nötig, so wie Dreijährigen vorgelesen wird. Akzeptanz für das eigene Anliegen lässt sich so bei Gebildeteren nicht gewinnen. Und an sie sind doch solche Artikel gerichtet, oder nicht?

    3. Gute Wissenschaftsartikel und gute Medienartikel überlassen ihren Lesern die Wertung und die Schlussfolgerungen. Ein guter Wissenschaftler und ein guter Journalist bieten höchstens Alternativen an, die aus seiner Sicht zu bevorzugen wären. Er übernimmt aber nicht das Denken für seine Leser – sonst, siehe oben. Und solche Statements stehen am Ende oder eigenes Kapitel eines Artikels, sie nehmen aber nicht die Hälfte oder gar mehr des gesamten Textes ein.

    4. Wer unbedingt mit Appellen arbeiten will, muss erklären, warum die bisherigen appellativen Maßnahmen eben nicht ausreichend funktioniert haben.

    5. Ein Artikel sollte in ein harmonisches Umfeld eingebettet sein. Wenn die zentrale Aussage konträr zu Lebensbedingungen steht, fällt es umso schwerer, dem Autor zu folgen. Die Meldungen sind, dort wo die britische Mutante herkommt, feiern die Menschen. Die Inzidenzen dort sind mit Impfungen, nicht mit rabiaten Maßnahmen nach unten gebracht worden. Feiern dort, Ausgangssperren hier – wie passt das zusammen?

    Wissenschaftler haben gerade die Politik ermahnt, dass viele ihrer beabsichtigten Maßnahmen wie Ausgangssperren, Masken im Freien usw. keinen meßbaren Effekt auf das Infektionsgeschehen hätten. Doch wer Maßnahmen vor allem als Symbolhandlungen beschließt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Leute davonlaufen. Die Glaubwürdigkeit geht schneller perdu als das Wasser den Rhein runterfließen kann.

    6. Die zentrale Aussage sollte auf den ersten Blick plausibel erscheinen. Andernfalls muss sie durch weitere Quellen und Argumente belegt werden. Das Schaubild zeigt, dass die Inzidenzen in der zweiten Welle im Herbst expotentiell schneller stiegen als nun im Frühjahr. Zum Jahreswechsel erlebte die zweite Welle ihren Peak, was sich kaum auf die zwei Monate zuvor eingeführten Maßnahmen zurückführen lässt. Nun steigt die dritte Welle von einem höheren Plateau aus expotentiell langsamer, soll aber zu einem irrsinnigen, sonst nirgends erreichten Berg führen. Das ist erklärungsbedürftig.

    Gegenläufig arbeiten die Impfungen, die inzwischen die „vulnerabelsten“ Gruppen schützen. Ein Teil der Bevölkerung ist also außen vor. Wie man aus einer geschrumpften Grundgesamtheit ein Vielfaches an Wachstum zaubern will, ist eben auch erklärungsbedürftig. Einfache Schaubilder reichen dazu nicht. Auch die Mona Lisa ist ein beeindruckendes Gemälde. Ob die gemalte Person jedoch je so gelebt hat, ist mehr als zweifelhaft.

    • Marc 13. April 2021, 11:12

      Wer Informationen und eine Message vermitteln will, sollte eins nicht: sein Publikum beschimpfen.

      Ich habe das bisher in den Kommentaren gemacht, aber im Artikel nicht. Ich habe nur die „Intelligenz“ des Virus über die der CovIdioten gestellt. Das war das geringste Mittel, das mir noch zur Verfügung stand.

      Gute Wissenschaftsartikel und gute Medienartikel überlassen ihren Lesern die Wertung und die Schlussfolgerungen.

      Hallo? Das hier ist kein Wissenschaftsblog. Es geht hier im die gesellschaftlichen und politischen Implikationen. Die werden nicht mit Samthandschuhen ausgetragen und wurden es bisher auch nicht.

      Nun steigt die dritte Welle von einem höheren Plateau aus expotentiell langsamer, soll aber zu einem irrsinnigen, sonst nirgends erreichten Berg führen. Das ist erklärungsbedürftig.

      Im Artikel schrieb ich: „Die Modellierungen sagen sehr klar, dass wir diese Entwicklung vor uns haben. Die Gefahr geht von der nun dominierenden, britischen SARS-CoV-2-Mutante B1.1.7 aus.“
      Ich hätte noch ergänzen können, dass das exponentielle Wachstum der Mutante nachweislich bereits seit Januar besteht (sieht man im Homburg Schaubild), also bereits während des Winter-Lockdowns. Die Logik ist eindeutig: Die bisherigen Lockdown-Maßnahmen dämmen B1.1.7 nicht ein. Wir brauchen Verschärfungen.

      • Rauschi 13. April 2021, 11:25

        Ich habe nur die „Intelligenz“ des Virus über die der CovIdioten gestellt.

        Jetzt haben Sie Sich aber ins Aus geschossen, ein Virus besitzt GAR KEINE INTELIGENZ.

        Die bisherigen Lockdown-Maßnahmen dämmen B1.1.7 nicht ein. Wir brauchen Verschärfungen.
        Komisch nur, das die Briten das geschafft haben, ist das Virus da dümmer als die Menschen?
        Die können wieder öffnen, oder haben Sie das verpasst?
        Eine Ausgangssperre, die nichts ändert, oder was hätte der Herr gern „schärfer“?

        • derwaechter 13. April 2021, 14:40

          „Ich habe nur die „Intelligenz“ des Virus über die der CovIdioten gestellt.

          Jetzt haben Sie Sich aber ins Aus geschossen, ein Virus besitzt GAR KEINE INTELIGENZ.“

          Ich entschuldige mich für meinen obigen Kommentar. Das ist offenbar als Satire gemeint.

          Oder wissen Sie wirklich nicht was die “ “ bei „Intelligenz“ bedeuten könnten und schreiben (bzw. SCHREIEN) dann ausgerechnet Intelligenz falsch?

          • Rauschi 13. April 2021, 14:51

            Ja, Herr Erbsenzähler, Sie haben sowas von Recht, die korrekte Rechtschreibung zeugt nicht von einer guten Rechtschreib-korrektur auf einem PC; sondern von Intelligenz, keine Frage.

            Nachdem ich immer noch versuche höflich oder neutral auf die wiederholte Bezeichnung als Idiot zu reagieren, brennen auch bei mir ab und an die Sicherungen durch.
            Wenn es Sie erfreut haben sollte, umso besser, heut zu Tage wird jeder Lacher gebraucht.

            Ich weiss so vieles nicht, im Gegensatz zum Autor stehe ich aber dazu und ich gehe davon aus, das auch Anführungszeichen nicht immer das gleiche bedeuten und die Analogie oder der vermeintliche Witz immer noch nicht den geringsten Sinn ergibt oder als solcher zu erkennen ist.

      • Stefan Pietsch 13. April 2021, 11:39

        Doch, haben Sie. Konkret:

        Erstaunlicherweise ist es seine Einfachheit, die uns überfordert. Die wenigen Tatschen werden daher einfach geleugnet: Es ist nur eine Grippe, es sind nur Testeffekte, es gibt kein exponentielles Wachstum, das alles ist doch nur eine Verschwörung von meinem liebsten Feindbild. Schauen wir uns mal eines der ausgereifteren Dummheiten an.

        Oder die angebliche Idiotie, die Wirkung von Lockdowns zu leugnen.

        Wir sind ein Meinungsblog. Um ernst genommen zu werden, sollten wir uns daher an die Regeln journalistischen wie wissenschaftlichen Arbeitens halten. Regeln, nicht „wissenschaftliche Abhandlungen.

        Sie sprechen von „Modellierungen“ im Plural, führen aber nur eine einzige an. Vor allem tun Sie so, als gäbe es keine anderen Auffassungen. Und was ich beschrieb, ist nur das Augenfällige, der Widerspruch in der eigenen Aussage.

        Davon abgesehen: mit Mutanten wird seit Sommer 2020 gerechnet. Das hätte und das darf niemanden aus den Socken hauen. Tatsächlich gibt es Auffassungen von Wissenschaftlern, dass Mutanten das Ende einer Pandemie makieren, nicht deren neuen Höhepunkt, wie es die Bundesregierung auslegt. Weltweit nimmt die Lethalität von Covid-19 stark ab.

        Welche Lockdown-Maßnahmen meinen Sie konkret und welche gilt es aufzuheben, weil sie sich als unwirksam erwiesen haben? Ausgangssperren sind sowohl in ihrer Wirkung als auch rechtlich höchst umstritten. Die Geschäfte sind praktisch seit einem halben Jahr zu, obwohl kaum jemand ernsthaft behauptet, sie wären jemals Hotspots des Infektionsgeschehens gewesen.

        Auch wirtschaftliche Schäden töten. Findet sich nur in keiner Corona-Statistik.

        • Marc 13. April 2021, 13:48

          Welche Lockdown-Maßnahmen meinen Sie konkret und welche gilt es aufzuheben, weil sie sich als unwirksam erwiesen haben?

          Es geht darum, die Dynamik der 3. Welle zu brechen. Hierzu muss der Reproduktionsfaktor deutlich unter 1 sinken. Aufgrund der Osterfeiertage und Nachmeldungen ist er derzeit nicht valide. Er drüfte in etwa bei 1,1 liegen. Wie ich es im Artikel bereits andeutete würde im Grunde eine gute Krisenkommunikation ausreichen. Aber um sichere Effekte zu erzielen:
          – Schulen und Kitas für 2 Wochen bundesweit schließen
          – Öffnen nur mit Teststrategie
          – Home-Office-Quote für mittlere und größere Betriebe
          – Pflicht zu Testangeboten für Betriebe [wird wohl kommen]
          – Click&Collect grundsätzlich unabhängig von der Inzidenz erlauben

          Auch wirtschaftliche Schäden töten. Findet sich nur in keiner Corona-Statistik.

          Die Idee von ist, kurze, harte Maßnahmen, die lange Öffnungsperioden erlauben.

          • Stefan Pietsch 13. April 2021, 14:25

            Das sagt die Bundesregierung. Der R-Faktor ist kein Steuerungsinstrument der Politik, noch war er das für RKI und angeschlossene Wissenschaftler in den vergangenen Monaten. Kriterien stetig zu wechseln, ist zur Steuerung nicht sinnvoll.

            Gute Krisenkommunikation? Was soll das sein? Eine übergroße Mehrheit der Bevölkerung ist seit sehr langem für harte Maßnahmen und hat die Dringlichkeit der Lage durchaus verstanden. Das ist weit mehr als demokratische Gemeinwesen erhoffen können.

            Wir hatten mehrfach und länger Schulen und Kitas geschlossen. Dass dies einen nennenswerten Beitrag zum Brechen von Coronawellen geleistet hätten, ist nicht überliefert. Worauf stützen Sie Ihre Empfehlung?

            Öffnen mit Teststrategie vollziehen Tübingen und das Saarland. Genau das wird kritisiert.

            Laut Studie des Bundesarbeitsministeriums befinden sich die Hälfte der abhängig Beschäftigten ganz oder teilweise im Homeoffice. Die andere Hälfte kann nur in Präsenz arbeiten. Gemäß den Zahlen des ifo-Instituts arbeiten ein Drittel im Homeoffice. Der Unterschied erklärt sich durch den Anteil derjenigen, die nur ein paar Stunden Homeoffice arbeiten. Arbeitgeberverbände wie die Gewerkschaften gehen davon aus, dass die Möglichkeiten hier ausgeschöpft sind.

            Die Konsequenz wäre, weitere Branchen zeitweise zu schließen. Das haben Sie jedoch nicht gefordert. Würden Sie dies angesichts der Fakten überdenken?

            Die meisten Unternehmen testen. Allerdings werden die Testangebote nur von ungefähr der Hälfte der Arbeitnehmer angenommen. Wichtiger als eine Pflicht für die Arbeitgeber – die immerhin ein großes Eigeninteresse an Tests haben – wäre eine Testpflicht für Arbeitnehmer. Diese hat die Bundesregierung aber gerade abgelehnt. Also, auch an dieser Front sind sonderliche Effekte nicht zu erwarten.

            Also, so wahnsinnig viel ist Ihnen nicht eingefallen. Vor allem keine Maßnahmen, die aus heutiger Sicht nennenswerte Wirkungen erwarten lassen. Gleichzeitig haben Sie den zweiten Teil meiner Bitte ausgelassen. Sie betonten zuletzt mehrfach, der bisherige Lockdown habe nicht (ausreichend) gewirkt, weil viele Maßnahmen unwirksam seien. Offensichtlich wollen Sie aber diese weiter beibehalten, obwohl sie aus Ihrer Sicht unnütz sind. Warum? Ihre Argumentation passt da nicht zusammen, denn angeblich geht es Ihnen ja nicht darum, die Menschen zu quälen und dauerhaft im Lockdown zu halten.

            • Marc 13. April 2021, 14:45

              Das sagt die Bundesregierung. Der R-Faktor ist kein Steuerungsinstrument der Politik, noch war er das für RKI und angeschlossene Wissenschaftler in den vergangenen Monaten. Kriterien stetig zu wechseln, ist zur Steuerung nicht sinnvoll.

              Ich bin zum Glück mein eigener Herr und meine Logik sagt, der maßgebliche Faktor ist der Reproduktionsfaktor. Im übrigen hat die derzeitige Festlegung auf den Inzidenzwert einen heftigen Fehler. Wenn die Impfquote steigt und diese sich nicht mehr infizieren können, steigt der Inzidenzwert für die Ungeschützten an: Wenn 25 % geimpft sind, bezieht sich die Inzidenz also nur noch auf die verbliebenen 75 %. In dieser Gruppe entspricht eine Gesamt-Inzidenz von 100 dann einer faktischen Inzidenz von 133. Ich darf das unsinnig finden und kritisieren.

              Wir hatten mehrfach und länger Schulen und Kitas geschlossen. Dass dies einen nennenswerten Beitrag zum Brechen von Coronawellen geleistet hätten, ist nicht überliefert. Worauf stützen Sie Ihre Empfehlung?

              Siehe hier: . Ihre Analyse von Daten aus neun europäischen Ländern und 28 US-Bundesstaaten zeigt, dass insbesondere frühzeitige Schulschließungen die Trendwende bei den täglichen Fallzahlen ausmachen können.
              Quelle: https://www.kit.edu/kit/pi_2020_114_signifikanter-effekt-von-schulschliessungen.php

              Die Konsequenz wäre, weitere Branchen zeitweise zu schließen. Das haben Sie jedoch nicht gefordert. Würden Sie dies angesichts der Fakten überdenken?

              Ich würde branchenspezifische Home-Office-Quoten präferieren und verschärfen.

              Offensichtlich wollen Sie aber diese weiter beibehalten, obwohl sie aus Ihrer Sicht unnütz sind. Warum?

              Est senken des Reproduktionsfaktors unter 1, dann Öffnungen.

      • Erwin Gabriel 14. April 2021, 12:26

        @ Marc 13. April 2021, 11:12

        Ich habe nur die „Intelligenz“ des Virus über die der CovIdioten gestellt.

        Leuten, die eine andere Meinung als man selbst vertritt, die Intelligenz abzusprechen, ist so ziemlich das Dümmste und Unintelligenteste, was man tun kann – es ist IMMER falsch.

        Welche Regeln an diesen Stellen greifen, habe ich schon des Öfteren beschrieben.

    • CitizenK 13. April 2021, 17:47

      „Die Inzidenzen dort sind mit Impfungen, nicht mit rabiaten Maßnahmen nach unten gebracht worden. Feiern dort, Ausgangssperren hier – wie passt das zusammen?“

      Das stimmt so nicht: England hat – wie Israel – einen „harten Lockdown“ der Impfkampagne vorgeschaltet. Die Beschränkungen waren weit strenger als bei uns. Einreise-Quarantäne im Hotel, selbst zu zahlen. Für einen Reisefreak wie Sie – nicht erwähnenswert?
      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119863/Britische-Regierung-verhaengt-landesweiten-harten-Lockdown-in-England

      Kontaktbeschränkungen bleiben in Kraft, Auslandsurlaub sowie Treffen in geschlossenen Räumen verboten. Auslandsurlaub VERBOTEN! Got it?
      Johnson hat mit seiner genial-unehrlichen Pint-an-die-Lippen-Rhetorik offenbar manche besoffen gemacht.

      • Stefan Sasse 13. April 2021, 18:26

        Heute hat er auch selbst gesagt, dass es der Lockdown war, der im UK die Zahlen runtergebracht hat…

        • Stefan Pietsch 13. April 2021, 20:18

          … und das ist das erste Mal, dass Du Boris Johnsons Worten Glauben schenkst. Schlag‘ mal nach, was „Opportunismus“ bedeutet.

          • Stefan Sasse 13. April 2021, 20:50

            Ich bin überzeugt, dass er Recht hat, weil ich überzeugt vom Instrument des Lockdowns bin. Als Trump Impfungen kaufte war das auch das erste Mal dass ich etwas von ihm gut fand. Alles andere wäre ja auch konträrer Quatsch. Soll ich etwa plözlich Lockdowns doof finden, weil Johnson dafür ist oder wie?

            • Rauschi 13. April 2021, 21:51

              Ich bin überzeugt, dass er Recht hat, weil ich überzeugt vom Instrument des Lockdowns bin.
              Warum?
              Wegen der zahlreichen Studien dazu?
              Wegen der 30 Millionen mehr Hungertoten oder wegen der 168 Millionen Kindern, die nun über ein Jahr nicht in der Schule waren?
              Nicht hier, aber in den Entwicklungsländern.
              Der Preis stimmt, oder?

      • Stefan Pietsch 13. April 2021, 20:36

        UKs zweiter Lockdown dauerte gerade 4 Wochen (Deutschland: bisher 6 Monate) und endete im Dezember 2020. In Deutschland gilt Open end.
        https://www.instituteforgovernment.org.uk/sites/default/files/timeline-lockdown-web.pdf

        Den dritten Lockdown lockerte UK bereits Anfang März mit der Öffnung der Schulen. Seit einigen Wochen sind die Läden offen. Seit Ende März sind Outdoor-Sportaktivitäten erlaubt. Deutschland nicht. Vor allem gab es früh eine Road Map, wie Normalität wieder hergestellt werden kann. In Deutschland existiert so etwas seit über einem Jahr nicht.

        Ursächlich dafür sind:

        However, for more restrictions to ease four tests have to be met for the Government to be satisfied it is safe to continue.

        These are that:

        The coronavirus vaccine deployment programme continues successfully
        Evidence shows vaccines are sufficiently effective in reducing hospitalisations and deaths in those vaccinated
        Infection rates do not risk a surge in hospitalisations which would put unsustainable pressure on the NHS
        The Government’s assessment of the risks is not fundamentally changed by new Variants of Concern.
        If those tests are met, then each step along the roadmap out of lockdown should commence no earlier than five weeks after the last – to allow the Government four weeks to review data on the impact and then to give the public a week’s notice for any upcoming changes.

        https://www.cambridge-news.co.uk/news/uk-world-news/boris-johnson-roadmap-lockdown-dates-20234753

        Vor allem: UK misst objektiv das Infektionsgeschehen, Deutschland starrt auf Inzidenzwerte.

        Marcs heutige Antwort, welche effektiven Maßnahmen für die Bekämpfung des Infektionsgeschehens notwendig seien, war aufschlussreich. Entweder das Notwendige wird bereits freiwillig erledigt (siehe z.B. auch die Mobilitätsdaten um Ostern) oder sind nach Ansicht von Fachleuten wirkungslos. Umgekehrt will der eingefleischte NoCovid-Befürworter auf keine der bisherigen Maßnahmen verzichten, auch nicht auf die Wirkungslosen.

        Übrigens möchte die Bundesregierung Reisen verhindern, obwohl auch hier der Nachweis nicht geführt ist, dass dies die Infektionen deutlich reduzieren würde. Nach der Lex Mallorca sollen Urlauber am Urlaubsort bei einem positiven Test (den sie selbst bezahlen müssen) in Quarantäne. Deutschen wird damit die Einreise in ihr Land verweigert.

        • Stefan Sasse 13. April 2021, 20:50

          Deutschland hat keinen Lockdown, Deutschland hat einen Murksdown.

          • Stefan Pietsch 13. April 2021, 20:54

            … und ich werde wohl noch die nächsten 12 Monate warten müssen, definiert zu bekommen, was den Lockdown-Befürwortern bisher gefehlt hat.

            • Stefan Sasse 13. April 2021, 21:23

              Wieso denn?! Es gibt zigtausend Artikel da draußen zu dem Thema.
              – Schulen zu
              – Geschäfte zu
              – Büros zu
              – Unternehmen zu
              – Öffentliche Verkehrsmittel weitgehend zu
              und so weiter.
              Andersrum gefragt: Was, außer allem was Menschen Freude bereitet, wird denn gerade abgeschaltet? Die Politik haut auf die Menschen ein und fügt ihnen maximales Unwohlsein zu, aber schreckt vor allem zurück wo auch nur ein bisschen Widerstand herkommen könnte. Dabei gibt es wahrlich genug Evidenz dafür, dass Ansteckungen auf Arbeit und in Schule die Inzidenzen treiben.

              • Stefan Pietsch 13. April 2021, 21:39

                – Büros zu
                – Unternehmen zu
                – Öffentliche Verkehrsmittel weitgehend zu

                Wo gibt’s / gab’s das und wonach hatte das einen messbaren Effekt? Ich meine, wir diskutieren hoffentlich noch realistische Maßnahmen, nicht Phantastareien. Am Ende schlägst Du noch vor: Nicht arbeiten, nicht atmen.

                Obwohl ich es nun schon zweimal angeführt habe, konnte mir noch keiner erklären, warum die Frankfurter Suburb Offenbach mit vielen Migranten und prekären Haushalten eine konstant weit höhere Inzidenz (über 170) hat, die Landeshauptstadt Hessens aber mit etwas über 110 weit darunter. Wohlgemerkt, die „Reichenstadt“ ist fast dreimal größer. Beides Hessen, beides um Frankfurt herum, nur eine völlig andere Wirtschaft und andere Bevölkerungszusammensetzung.

                Gleiches lässt sich auch in anderen Regionen und Landkreisen beobachten. Erzähl‘ doch nicht den Unsinn, das habe mit Schulschließungen und dem Shutdown der Geschäfte zu tun. Vielleicht solltest Du mal andere Experten lesen…

                • Detlef Schulze 15. April 2021, 13:25

                  Obwohl ich es nun schon zweimal angeführt habe, konnte mir noch keiner erklären, warum die Frankfurter Suburb Offenbach mit vielen Migranten und prekären Haushalten eine konstant weit höhere Inzidenz (über 170) hat, die Landeshauptstadt Hessens aber mit etwas über 110 weit darunter.

                  Weil das Präkariat zur Arbeit muss, während die nicht so präkren Homeoffice machen …. waere eine moegliche Erklaerung.

                  • CitizenK 15. April 2021, 13:31

                    Auch die Wohnverhältnisse. Kleine, überbelegte Wohnungen in großen Komplexen. Nicht in Villen oder großzügigen Altbauwohnungen mit Garten oder großem Balkon.
                    Wer wollte, hätte beide Erklärungen längst rauf und runter in Medienbeiträgen rezipieren können.

                    Überhaupt ist die ganze Diskussion eher eine der Mittelschicht. Die Prekären kommen kaum vor. Man hat ja mit denen auch im Alltag kaum zu tun. Wie Kassiererinnen oder Paketbohnen wohnen – wer von uns weiß das schon?

          • Stefan Pietsch 13. April 2021, 21:47

            Bitte sag‘ mir nochmal, auf welche Lockdown-Maßnahme Du jetzt verzichten willst.

            • Stefan Sasse 13. April 2021, 22:50

              Auf alle, lieber heute als morgen. Das geht nur leider nicht. Und ich sehe es nicht mehr ein, dass ich zwar seit mittlerweile über einem Jahr (!) mein Privatleben, meinen Freundeskreis und meine Hobbies bis zur Selbstaufgabe einschränke, es aber andererseits immer noch bei manchen zu viel verlangt scheint, die Scheiß Maske über die Nase zu ziehen oder als Arbeitgeber endlich Homeoffice zu ermöglichen. DAS ist es, was mich so ankotzt, dass mich das Thema nur noch triggert. Was ich will ist ein scharfer, funktionierender Lockdown über 2, 3 Wochen, und danach weg mit den ganzen Beschränkungen. Was wir kriegen ist, dass die Politik mein Leben versaut und ansonsten auf ihren Händen sitzt.

              • Stefan Pietsch 13. April 2021, 23:19

                Wieso geht es nicht? Wo ist Deine Begründung, die wäre nämlich interessant.

                Du glaubst, das Maskentragen würde in Deutschland weniger exerziert und kontrolliert als in UK und Israel? Really?

                Laut dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) befindet sich die Hälfte der Beschäftigten im Homeoffice, das ist das Maximum. Zunehmend wollen die Beschäftigten ins Büro, nicht der Arbeitgeber. Wir müssen also über Zwang für die Beschäftigten sprechen: Zwang, zuhause zu bleiben, Zwang, sich testen zu lassen. Die Bundesregierung hat das gerade zurückgewiesen – nicht die Arbeitgeber.
                https://snanews.de/20210302/homeoffice-zahlen-befragung-1103532.html

                Du willst also Unternehmen einfach schließen, ja? Du willst Schulschließungen, die wir nun im Exzess hatten? Interessiert Dich eigentlich noch, wo die Leute sich anstecken? Oder ist das unwichtig?

                Mein Angebot / Forderung steht: Frau Merkel, „harten“ Lockdown (was auch immer das heißen soll, Du wirst Abstriche machen müssen) und wenn nach 3 Wochen Zielmarken nicht erreicht sind, treten Sie unverzüglich zurück. Anscheinend scheint schon solch eine Forderung inzwischen amoralisch.

                • Rauschi 14. April 2021, 12:18

                  Mein Angebot / Forderung steht: Frau Merkel, „harten“ Lockdown (was auch immer das heißen soll, Du wirst Abstriche machen müssen) und wenn nach 3 Wochen Zielmarken nicht erreicht sind, treten Sie unverzüglich zurück.
                  Dem schliesse ich mich 100% an, würde ich noch um „Massnahmen zurücknehmen“ erweitern.

        • schejtan 13. April 2021, 21:20

          UKs zweiter Lockdown dauerte gerade 4 Wochen (Deutschland: bisher 6 Monate) und endete im Dezember 2020. In Deutschland gilt Open end.
          https://www.instituteforgovernment.org.uk/sites/default/files/timeline-lockdown-web.pdf

          Den dritten Lockdown lockerte UK bereits Anfang März mit der Öffnung der Schulen. Seit einigen Wochen sind die Läden offen. Seit Ende März sind Outdoor-Sportaktivitäten erlaubt. Deutschland nicht. Vor allem gab es früh eine Road Map, wie Normalität wieder hergestellt werden kann. In Deutschland existiert so etwas seit über einem Jahr nicht.

          Laeden sind seit gestern geoeffnet, ebenso wie Aussengastronomie (Pubtisch fuer Samstag ist schon lange bestellt). Ausserdem muss man noch bedenken, dass es sowohl vor dem Novemberlockdown als auch im Dezember regionale Lockdownregeln gab; im Oktober und Dezember galten in weiten Teilen Englands (im Wesentlichen ausser Cornwall) im Grunde die gleich Regeln wie im nationalen Lockdown; im Endeffekt unterlag der Grossteil Englands daher von ca. Anfang Oktober bis Anfang Maerz (Schuloeffnungen und man durfte im Freien wieder Menschen aus anderen Haushalten treffen) strengeren Regeln, als es sie in Deutschland jemals gab.

          Aber ja, dass wir hier tatsaechlich einen schon ziemlich klaren Plan fuer weitere Oeffnungen haben ist erstens etwas was ich BoJo nicht zugetraut haette und zweitens deutlich besser durchdacht und auch kommuniziert als das was die deutschen Politiker gerade so veranstalten.

          • Stefan Pietsch 13. April 2021, 21:45

            Wo sehen Sie die entscheidenden Verschärfungen?

            Das ist mir ehrlich gesagt, viel zu viel Herumgerede. Die Lockdown-Befürworter können zwar viel schreiben, dass es anderswo „härter“ sei. Aber man bleibt schön im Ungefähren und schon gar nicht lasst ihr euch herab anzuführen, die und die Maßnahme sei der Trigger gewesen, während man gleichzeitig für Deutschland sagt, die Maßnahmen seien zwar sinnvoll (?), aber irgendwie nicht zielführend gewesen. Umgekehrt scheint aber auch keiner darauf verzichten zu wollen.

            • schejtan 13. April 2021, 21:59

              Meinen Sie zwischen Deutschand und UK? In dem Fall, dass hier private Kontakte und der Aufenthalt im Freien (zumindest offiziell) deutlich staerker eingeschreankt waren als in Deutschland.

              • Stefan Pietsch 13. April 2021, 22:24

                Private Kontakte stärker eingeschränkt? Wie? Die Mobilität der Deutschen ist seit einem Jahr sehr stark eingeschränkt. Freiwillig. Weil wir ein gehorsames, diszipliniertes Volk sind.

                Weniger Aufenthalte im Freien? Inwiefern? Und welcher ernstzunehmende Epidemologe behauptet, so ließe sich das Infektionsgeschehen einschränken? Gestern schrieben Wissenschaftler, nur 0,1% der Ansteckungen würden, wenn überhaupt, im Freien erfolgen. Und Sie feiern das als großartige Maßnahme?

                • CitizenK 13. April 2021, 22:45

                  Es spricht viel dafür, dass die Ansteckungsgefahr im Freien sehr gering ist, Verbote da nicht sinnvoll waren. Auch die Briten hatten nicht alles richtig gemacht.
                  Die Mobilität hierzulande hat allerdings wieder fast den vorigen Stand erreicht. Anders lässt sich der tendenziell gleichförmige Anstieg in allen Landesteilen kaum erklären. Auch wer in Innenräumen und „im privaten Kreis“ andere ansteckt, muss das Virus von irgendwoher mitgebracht haben.

                  • Stefan Pietsch 13. April 2021, 23:04

                    Sie konnten einiges nicht erklären: im Februar war die Mobilität höher, aber die Inzidenzen sind zurückgegangen. Im März war es umgekehrt.

                    Ich warte immer noch darauf, dass sich jemand an einer Erklärung für das Offenbach / Wiesbaden-Modell wagt. Darin könnte nämlich einiges an Plausibilität liegen.

                • schejtan 13. April 2021, 22:45

                  Ich feiere gar nix als grossartige Massnahme, sondern weise lediglich daraufhin, dass im UK ueber einen weiten Zeitraum strengere Regeln galten als in Deutschland. Als Gegenpol zu ihrer Darstellung, die den gegenteiligen Eindruck erweckt. Zum Beispiel:

                  Weniger Aufenthalte im Freien? Inwiefern?

                  Tatsaechlich war es untersagt, sich laenger als eine Stunde im Freien aufzuhalten und im Freien Menschen die nicht dem eigenen Haushalt angehoeren zu treffen.

                  Und welcher ernstzunehmende Epidemologe behauptet, so ließe sich das Infektionsgeschehen einschränken? Gestern schrieben Wissenschaftler, nur 0,1% der Ansteckungen würden, wenn überhaupt, im Freien erfolgen.

                  Ja, deswegen wurden diese Beschraenkungen ja auch als erste gekippt.

                  Private Kontakte stärker eingeschränkt? Wie? Die Mobilität der Deutschen ist seit einem Jahr sehr stark eingeschränkt. Freiwillig.

                  Hier ist es halt nicht freiwillig; private Treffen in der Wohnung sind immer noch untersagt. Dass die Kinder meiner Schwester regelmaessig bei meinen Eltern waren und sind, waere hier zum Beispiel nicht moeglich gewesen.

                  Weiterer Punkt ist vielleicht, dass hier (so wie ich das mitbekomme) noch mehr von zu Hause gearbeitet wird; wobei das aber auch nicht streng angeordnet sondern empfohlen wird. Ich wuerde auch darauf tippen, dass das entscheidender ist als die Einschraenkungen privater Treffen.

                  • Stefan Pietsch 13. April 2021, 23:00

                    Hier wird „härter“ mit „wirkungsvoller“ übersetzt. Frage ich konkret nach, fällt niemanden so ein, was man eigentlich sinnvoll verschärfen sollte. Gleichzeitig wird der Vorwurf zurückgewiesen, es ginge um rein symbolische Handlungen.

                    Doch genau darum scheint es einigen zu gehen.

                    • schejtan 14. April 2021, 10:52

                      Ich wuerde „haerter“ mit „konsequenter“ ersetzen. Die Laender, die durchgaengig ein niedriges Infektionsgeschehen hatten oder jetzt auf einem deutichen Weg der Besserung sind, haben ja im Wesentlichen gemeinsam, dass sie ab einem gewissen Zeitpunkt eine klar motivierte Strategie zur Eindaemmung verfolgt haben. Ob die dann aus Lockdowns, Einreisebeschraenkungen, kompetenten Test&Trace, Impfungen oder einer Kombination daraus bestanden ist eher nebensaechlich.

                      Ich seh das Problem zum Beispiel in Deutschland eher in zoegerlichem Handeln oder einem staendigen, unmotivierten Hin und Her ohne klare Zielsetzung als in dem Fehlen konkreter Massnahmen.

                    • Stefan Sasse 14. April 2021, 11:26

                      Korrekt. „Hart“ ist eine völlig bescheuerte Kategorie.

                    • Rauschi 14. April 2021, 11:19

                      Was genau war denn inkonsequent?
                      Die Schulschliessung oder des Einzelhandels oder der Gastro oder der Kunst und Unterhaltung?
                      Der Maskenterror? Was denn nun?

                    • Stefan Pietsch 14. April 2021, 12:14

                      @schejtan

                      Ich wuerde „haerter“ mit „konsequenter“ ersetzen.

                      Sie. Aber um Sie ging es nicht.

                      Israel hatte ein Up & Down. Australien auch. Trotzdem sehen wir die irgendwie als erfolgreicher an. Fünf Monate nach Ausbruch der Krise wusste die Bundesregierung immer noch nicht, wie mit den Urlaubsrückkehrern umgehen. Im März 2021 nimmt sich der Bundesgesundheitsminister vor, eine Teststrategie zu entwerfen, die ein Jahr lang in Südostasien erfolgreich angewandt wurde. Menschenfriseure sollen durchgehend offen haben, Tierfriseure nicht. Der Staat verwendet inzwischen viel Energie darauf, den korrekten Abstand zwischen zwei Menschen nachzumessen und das Maskentragen im Freien zu kontrollieren, während in Bussen und Bahnen nicht einmal ein Abstandsgebot gilt.

                      Das konnte man anfangs noch verstehen und akzeptieren. Heute nicht mehr.

                      Liberale sagen seit ewigen Zeiten: wenige (!!!!!!!) Regeln, dafür konsequente Anwendung und Kontrolle. Aber dieses Land mit seiner paternalistischen Sehnsucht möchte immer das Gegenteil.

                    • Stefan Pietsch 14. April 2021, 12:18

                      @Rauschi

                      „Maskenterror“?! Eine Maske schützt. Ohne Maske ist jemand binnen einer Minute infiziert, wenn er neben einem Covid-19-Träger steht. Mit einfacher Operationsmaske verlängert sich die Infektionszeit schon auf über 4 Minuten, bei einer FFP2-Maske sind es über 8 Minuten. Das ist Schutz, nicht Terror.

                    • Rauschi 14. April 2021, 12:56

                      „Maskenterror“?! Eine Maske schützt. Ohne Maske ist jemand binnen einer Minute infiziert, wenn er neben einem Covid-19-Träger steht. Mit einfacher Operationsmaske verlängert sich die Infektionszeit schon auf über 4 Minuten, bei einer FFP2-Maske sind es über 8 Minuten. Das ist Schutz, nicht Terror.
                      Nein, das ist ja Quatsch, voher kommt das? eine OP Maske KANN nicht gegen Aerosole schützen, auch keine 4 Minuten. Die schützt nur gegen Tröpfcheninfektion. Auch ein FFP 2 Maske schützt nicht vor Viren, schon gar nicht, wenn sie falsch getragen wird, was mindestens 95% machen.
                      Können Sie ja selbst überprüfen, wenn man an der Maske nicht sieht, wie jemand aus und ein atmet, dann KANN auch diese Maske nicht wirken.
                      https://www.youtube.com/watch?v=SmTdvw6rm6E

                      Nichts desto trotz trage ich die Dinger im Zug, aber schon die Gleichsetzung von FFP2 und OP sagt alles, denn der Unterschied ist gewaltig.
                      Masken im Freien sind bei Abstand überflüssig wie ein Kropf.

                    • Rauschi 14. April 2021, 13:42

                      Korrrektur zu mneiner Antwort:
                      Ein möchte Quatsch durch Fehlinformation ersetzen und meinen Massstab auch an mich anlegen. 😉

                    • Stefan Pietsch 14. April 2021, 15:36
                    • Rauschi 14. April 2021, 16:05

                      Das ändert nichts, aber auch rein gar nichts daran, das die meisten Menschen die Masken weder richtig tragen noch regelmässig wechseln oder auch nur wissen, wann die wirken können. Im Regen zum Bespiel gar nicht, denn feuchte Masken filtern gar nichts mehr.
                      Oder Sie lesen hier nach, ab Seite 167. Da handelt es sich um das erste gerichtsfeste Gutachten zur Sache:
                      https://2020news.de/wp-content/uploads/2021/04/Amtsgericht-Weimar-9-F-148-21-EAO-Beschluss-anonym-2021-04-08_online.pdf

                • Stefan Sasse 13. April 2021, 22:51

                  Nur die Privatmenschen.

        • Stefan Sasse 13. April 2021, 21:25
          • Stefan Pietsch 13. April 2021, 21:45

            Aber das ist doch „meine“ Behauptung, die Impfungen sind der entscheidende Trigger.

            • CitizenK 13. April 2021, 22:38

              Der Erfolg in Israel und in GB spricht mE dafür, dass es die Kombination war.
              Dass bei uns der Faktor Impfen vermasselt wurde, bestreitet niemand. Mit Stefan Sasse bin ich der Meinung, dass ein kurzer (Wochen) konsequenter Lockdown (wie in Israel und GB) uns vor dem monatelangen Gemurkse bewahrt hätte. Aber das hat sich die Regierung nicht getraut wegen dem „Diktatur“-Gequatsche. Aus den erfolgreichen asiatischen Ländern hört man (Spiegel-Podcast) teil hämisch, teils mitleidig: Das habt ihr jetzt von eurer „Freiheit“.

              • Stefan Pietsch 13. April 2021, 22:58

                Haben Sie im November geschrieben, die Maßnahmen seien nicht ausreichend? Oder im Dezember? Nein. Ihnen fällt im Nachhinein ein, dass das nicht gefruchtet hat, obwohl noch im Februar verkündet wurde, dass der Lockdown ja so erfolgreich sei, dass man nun die „Erfolge“ nicht gefährden dürfe. Lesen Sie Ihre eigenen Kommentare dazu nach und erklären Sie mir, wie Sie das mit Ihrer Position zwei Monate später in Einklang bringen.

                Ich habe schon im Oktober gesagt, die Schließung der Läden bringt nichts. Und die Schulschließungen. Und wissen Sie noch, wie ich mich beim Besuch in Heidelberg aufgeregt habe, nicht nur im Außenbereich (!) Maske tragen zu müssen, sondern auf Distanz zu meiner Frau gehen zu müssen (oder Maske)? Wir hatten dazu diskutiert. 6 Monate später ist die Verpflichtung, auch im Außenbereich Maske tragen zu müssen, nicht verschwunden.

                • CitizenK 13. April 2021, 23:08

                  Ja, ich hatte den Politikern geglaubt, dass die November-Maßnahmen („Wellenbrecher“) ausreichend wären. Das war ein Irrtum. Ich bin nicht unfehlbar, anders als Sie 😉

                  Allerdings war im Dezember klar, dass Lockerungen über Weihnachten ihren Preis haben würden. Sie haben mir deshalb unterstellt, ich würde den Menschen ihre Familientreffen nicht gönnen. Was für ein Missverständnis.

                  Ihr Erlebnis in HD ist mir in Erinnerung. Ich habe es bei Diskussionen im Umfeld als Beispiel für unsinnige Maßnahmen eingebracht, welche die Akzeptanz untergraben.

                  • Stefan Pietsch 13. April 2021, 23:29

                    Ja, ich hatte den Politikern geglaubt, dass die November-Maßnahmen („Wellenbrecher“) ausreichend wären.

                    Warum? Zu dem Zeitpunkt hatten wir mehr als ein halbes Jahr Erfahrung mit dem Virus und einen ganz guten Blick, welche Maßnahmen Erfolg versprechen könnten. Und wieso sehen Sie heute die Sache anders? Nur weil sich kein Erfolg eingestellt hat? Das könnte schließlich ganz andere Gründe haben als ein fehlkonstruierter Lockdown.

                    Allerdings war im Dezember klar, dass Lockerungen über Weihnachten ihren Preis haben würden.

                    Welchen denn? Zwischen den Jahren sind die Inzidenzen drastisch gefallen. Es ist eben ganz anders gekommen als prognostiziert. Und das gleiche Bild wird sich wahrscheinlich auch um diese Ostertage einstellen.
                    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1192085/umfrage/coronainfektionen-covid-19-in-den-letzten-sieben-tagen-in-deutschland/

                    Danke! 🙂 Freut mich!

                  • Erwin Gabriel 14. April 2021, 12:36

                    @ CitizenK 13. April 2021, 23:08

                    Ja, ich hatte den Politikern geglaubt, dass die November-Maßnahmen („Wellenbrecher“) ausreichend wären. Das war ein Irrtum.

                    Da bin ich auch der Meinung, dass angesichts der Widersprüchlichkeit und fehlender Stringenz der Maßnahmen diese Annahme, höflich formuliert, doch sehr, sehr optimistisch war.

              • Stefan Pietsch 13. April 2021, 23:08

                Außer ein paar wenigen Ländern hat es jedes Land mit einem Lockdown versucht, darunter auch die so erfolgreichen Staaten Israel, UK, Chile und USA. Während man hier behauptet, der Lockdown habe nichts gebracht, weil falsch justiert, behaupten Sie in Bezug auf die erfolgreichen Ländern, diese hätten eben eine „erfolgreiche“ Kombination gehabt. Nähere Erläuterung fehlt, warum ein Lockdown in Israel erfolgreich gewesen sein soll, in Deutschland aber nicht.

                Wohlgemerkt, Deutschland ist von allen Industriestaaten mit am längsten im Lockdown.

                • CitizenK 13. April 2021, 23:16

                  „warum ein Lockdown in Israel erfolgreich gewesen sein soll, in Deutschland aber nicht.“

                  Weil er nicht so halbherzig war wie hier. Anfangs haben die Orthodoxen sich nicht daran gehalten, deshalb gab es dort hohe Infektionszahlen. Erst als die Rabbiner umgedacht haben, gingen sie auch dort zurück.
                  Infos hier:
                  https://richard-c-schneider.com/schneiders-blog/

                  • Stefan Pietsch 13. April 2021, 23:22

                    Bitte, hören wir mit solchen Debatten endlich auf, sie bringen nichts. Entweder Sie benennen, welche Maßnahmen in einem Land der Trigger waren, weshalb andernorts Erfolge erzielt wurden, die sich hier nicht einstellen wollen oder wir reden generell von „Lockdown“. Wenn Sie nicht definieren können, was gut und was nicht gut war, sind solche Debatten nur nervig.

                    Noch einmal: die Akzeptanz war in Deutschland immer besonders hoch.

                    • CitizenK 13. April 2021, 23:29

                      Macht es für Sie keinen Unterschied, ob man das Haus gar nicht (oder maximal im Umkreis von 1 km) verlassen darf – oder wie bei uns spazieren gehen, mit dem Auto oder Bahn herumfahren kann? Für mich schon.

                    • Stefan Pietsch 13. April 2021, 23:33

                      Natürlich macht das einen Unterschied. Was mich bei dieser Frage allerdings verwundert: Sie scheinen es für möglich und akzeptiert zu halten, dass eine Regierung in einem Rechtsstaat einfach die Mobilität der Bürger nach Belieben einschränken kann und darf, ohne hierfür präzise, nachprüfbare Begründungen liefern zu müssen.

                    • CitizenK 14. April 2021, 09:14

                      „welche Maßnahmen in einem Land der Trigger waren“

                      Aktuell Mallorca:
                      Maßnahmen: Tests bei Einreise, wenn positiv: Qurantäne-Hotel (mindestens 10 Tage), Gastronomie nur im Außenbereich und nur bis 17 Uhr.
                      Indizenz unter 30, nach 1865 am 4. Januar.

                    • Rauschi 14. April 2021, 11:11

                      Können Viren die Uhr lesen, oder welcher Erfolg ist von der 17 Uhr Regel zu erwarten?

                    • Rauschi 14. April 2021, 11:14

                      Keine Touristen haben keinen Effekt gehabt, aber nun Einreisetests? Spooky !

                    • Stefan Pietsch 14. April 2021, 11:28

                      @CitizenK

                      Sie meinen, ich wehre mich gegen eine Testpflicht bei der Einreise? Eine solche hat die FDP bereits im Sommer 2020 gefordert. Nur dreht die Bundesregierung das ganze um. Bevor ein deutscher Staatsbürger von der Urlaubsinsel Mallorca einreist, muss er sich einem Test und ggf. einer Quarantäne unterziehen.

                      Eine solche Maßnahme hat allein den Zweck, den Bürgern das Reisen unkalkulierbar teuer zu machen. Wer heute einen Urlaub im Ausland macht, muss das Risiko einkalkulieren, vor Ort getestet und ggf. in Quarantäne geschickt zu werden. Dagegen kann man sich finanziell absichern und vernünftigerweise macht man vor Abreise einen Selbsttest. Aber es gibt keinen Schutz davor, sich bei einer zufälligen Infektion (das sind Infektionen meist) nicht wieder in sein Herkunftsland einreisen zu dürfen, sondern nicht abschätzbare Kosten im Ausland tragen zu müssen. Das übernimmt keine Versicherung, weil es unkalkulierbar ist.

                      Und das ist der politische Sinn hinter dem Beschluss. Es geht nicht um Eindämmung der Infektionen, sondern dem Verleiden von Urlaub und Spaß.

                    • Stefan Pietsch 14. April 2021, 12:20

                      Natürlich wird das Virus durch grenzüberschreitenden Tourismus wie Geschäftsverkehr verbreitet. So etwas lernt man schon in Bio in der Sekundarstufe.

                    • Rauschi 14. April 2021, 12:42

                      Nochmal zum mitlesen:
                      Januar : keine Touristen und keine Geschäftreisende dafür hohe Zahlen:
                      [1865 am 4. Januar.]

                      Jetzt sind wieder Reisen erlaubt, aber jetzt sinken die Zahlen?
                      [Indizenz unter 30]

                      wegen:
                      [Maßnahmen: Tests bei Einreise, wenn positiv: Qurantäne-Hotel (mindestens 10 Tage), Gastronomie nur im Außenbereich und nur bis 17 Uhr.]
                      Ich sehe da keinen logisch nachvollziehbaren Zusammenhang.

                    • Stefan Pietsch 14. April 2021, 15:37

                      @Rauschi

                      Was wollen Sie belegen?

                    • Rauschi 14. April 2021, 15:58

                      Ich will gar nichts belegen, ich ging davon aus, das Ihr Kommentar
                      [Natürlich wird das Virus durch grenzüberschreitenden Tourismus wie Geschäftsverkehr verbreitet. So etwas lernt man schon in Bio in der Sekundarstufe.]
                      an mich gerichtet war und konnte das nicht nachvollziehen, Um einem Missverständniss vorzubeugen, habe ich dann den Kommentar geschrieben.

  • Rauschi 13. April 2021, 12:03

    Es sind noch nicht alle Fragen geklärt, aber der Grund dürften die Mechanismen des Virus sein, den Attacken unseres Immunsystems entgehen zu wollen. Dabei ist es so erfolgreich, dass es das Immunsystem so stresst und verwirrt, so dass das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Die Folgen sind für die Betroffenen lebensbedrohlich.
    Aus Ihrem eigenen Link ist zu entnehmen:
    [Eine Mitte Januar auf dem Preprint-Server medrxiv erschienene und noch zu begutachtende Studie von Immunologen der University of Cambridge resümiert nach einer dreimonatigen Untersuchung von 207 Patienten mit akuter Sars-CoV-2-Infektion: Eine frühe robuste Immunantwort ohne systemische Entzündung sei „für eine asymptomatische oder milde Erkrankung charakteristisch“. Bei Menschen mit schwereren Verläufen fehlt diese früh einsetzende und starke Immunantwort hingegen.]
    Belegt also meine Aussage, das eine Stärkung des Immunsystems angesagt wäre und nicht das Gegenteil, was mit einem Lock down erreicht wird.
    Wenn das Immunsystem „überschiesst“ und nur das ein Problem sein sollte, gibt es dagegen ein einfaches Mittel, das auch ich bei einem Schub immer bekomme: Cortison. Noch nie gehört?

  • Jens Happel 13. April 2021, 12:16

    Die traurige Wahrheit ist, der aktuelle Verlauf der 3. Welle entspricht der „witzigen“ Modellierung.

    Nein tut es nicht. Im Spiegel wurde ein Modlel gezeigt, dass für Ende März 50.000 Fälle für Ende März prognostiziert hatte, Drosten hatte 30.000 für Ende März prognostiziert.

    Es waren im 7.Tage Mittelwert, ca. 18.000 neue Fälle pro Tag.

    Exponentielles Wachstum haben wir zur Zeit weder bei den Fällen noch bei der Zunahme auf Intensiv. In den letzten vier Tagen ging die Zunahme auf Intensiv bereits zurück. Bei den Fällen ist seit 2 Wochen kein nenneswerter Zuwachs und zuvor wurden die Zahlen durch Schnelltests aufgebläht.

    Wenn du Exponentielelles Wachstum behauptest belege es bitte! Ich gebe dir das Stichwort Gompertzfunktion. Passt deutlich besser!

    Kurz, auch ohne Lockdown bricht die Welle gerade. Die Modelle haben wieder einmal komplett versagt!

    Das ist auch nicht wirklich überraschend, da die Wellen bei diesen Infektionskrankheiten immer brechen BEVOR Herdenimmunität erreicht ist.

    Das ist so bei Infuenza, den vier anderen Coronaviren und Noro- und Rotaviren so. Ist Fakt und wird beharrlich ignoriert.

    In Schweden mit offenen Schulen, offenen Geschäften, offenen Restaurants, offenen Freizeitparks und Rodeln war immer erlaubt, sind trotz einer Inzidenz von 400 die Sterbezahlen immer noch im Sinkflug. Auf Intensiv steigen die Zahlen, aber „nur“ linear. Pro Kopf der Bevölkerung sind weniger auf Intensiv als bei uns. Vom Höhepunkt der ersten Welle noch ein gutes Stück weit entfernt. Kann sein, das Schweden demnächst wieder Grundrechte einschränken muss. Wenn Intensiv droht überzulaufen habe ich da auch kein Problem mit, dann aber bitte regional, da wo es klemmt und nicht Bundesweit. Schweden hat übrigens die niedrigste Anzahl ICU Betten pro Kopf in der EU!

    Auch wir haben unsere Waffen in Stellung gebracht.

    Nein, haben wir nicht! Wir haben letztes Jahr 20 Krankenhäuser dicht gemacht und Pflegepersonal entlassen. Übrigens sogar eine Klinik, die sich auf Covid19 spezialisiert hatte. Da wir immer mehr zu Planwirtschaft übergehen und die Schließung schon lange im Plan vorgesehen war, konnte wir leider den Plan nicht mehr ändern. Lockdown ist einfacher!

    Die Schweiz hat zum Beispiel letztes Jahr in den Sommerferien Medizinstudenten der höheren Semster zu Intensivpflegern geschult. Bei uns Fehlanzeige. Wir haben viele Pfleger auch mit Intenisv-Medizinischer Ausbildung, die den Job hingeworfen haben. Die hätte man ja wieder aktivieren können, indem man z.B. die Gehälter deutlich erhöht, aber in der Tarifrunde letzten Jahres war ja angeblich kein Geld da. Dafür zahlen wir jetzt Impfärzten in den Impfzentren 1.100 Euro PRO TAG!!! Da fühlen sich die Intensivpfleger mal so richtig wertgeschätzt!

    Spahn hat ja nicht mal die lächerliche Einmal Zahlung an die Pfleger hinbekommen. Pfleger die sich mit Covid19 infirziert hatten und deswgen nicht arbeiten konnten bekamen die Prämie gekürzt oder gar nicht!

    Pflegern dann ständig mit einer Impfpflicht für eine experimentlle Impfung mit Notfallzulassung zu drohen verbessert die Attraktivität des Jobs auch nicht. Zumal, dass medizinische Personal genau weiß, dass AstraZenica in den USA nicht mal die Notfallzulassung bekommen hatte.

    Diese Regierung hat alles unterlassen, um Kapazitäten auf Intensiv aufzubauen und hat sogar vorsätzlich Kapazität abgebaut. Totales Versagen.

    Die Modelle von Drosten, Lauterbach, Römer, Priesemann sind alle Schrott.
    1. Weil sie saisonalen Verlauf nicht verstehen und so auch nicht abbilden können
    2. Weil verläßliche Daten fehlen. Wieviele sind bereits immun? Wo sind die großen Seroprävalenzstudien? Sogar das 3.Welt Land Indien hat das hinbekommen. Wieviele sind wirklich infiziert. Es fehlen Kohortenstudien und/oder repräsentative Stichproben PCR Tests. Alles mehrfach angemahnt, nicht passiert.

    Stattdessen immer nur Lockdown. Wie wirksam der ist und ob nicht andere Massnahmen besser sind wissen wir auch nicht, da diese nichtnutzige Regierung ja nichts untersucht. Nicht mal Kolloteralschäden werden erfasst.

    Wieso git es nicht schon seit 9 Monaten große gute Studien zu Ivermectin, VitaminD Vitamin C, Zink?

    Wieso werden die „normaleren“ Impfstoffe, wie der von Stöcker nicht geauso gepusht wie die mRNA Impfstoffe. Stattdessen Strafanzeige. Das ist nur noch wie im Irrenhaus in diesem Land.

    Und diese komplett unfähige Regierung, die wirklich alles verbockt hat, was man nur vebocken kann. Kriegt jetzt ihr zweites Ermächtigungsgesetz, dass ausgerechnet demjenigen alle Macht gibt, der sich seit nunmehr 13 Monaten als die größte Inkompetenz in Person erwiesen hat.

    Ich habe mehr Angst davor, wie diese Virus unsere Gewaltenteilung zersägt und seit 13 Monaten mit einfacher Mehrheit – per Verordnung – unsere Grundrechte, eigentlich mit Ewigkeitsklausel geschützt, einfach aushebelt.

    Die Wirksamkeit der Massnahmen ist alles andere als erwiesen. Von den Staaten in den USA, die alle Massnahmen aufgehoben haben, entwickeln sich die Zahlen gleich oder besser als in den Staaten die noch die Massnahmen in Kraft haben.

    https://tkp.at/2021/04/12/usa-22-staaten-ohne-maskenpflicht-und-12-staaten-verbieten-impfpass/

    Das wird alles nicht untersucht und analysiert. Könnte es sein, dass Masken eher das Virus verbreiten, z.B. durch Schmierinfektion? Wir wissen es nicht.

    Neulich wurde ein Professor bei Reserchgate rausgeworfen, weil er dort eine Metastudie zu Masken veröffentlichte. McCarthy2.0

    Und wenn der gewählte Gouverneur von Florida, der alle Massnahmen aufgehoben hat, drei Wochen später mit zwei angesehen Wissenschaftlern darüber spricht, dass die Zahlen in Florida eben nicht gestiegen sind passiert was?

    Die DDR2.0 oder das neue Wahrheitsministerium schlägt zu. Youtube löscht das Video mitten in der Liveschaltung.

    https://tkp.at/2021/04/06/zensur-youtube-entfernt-video-des-gespraechs-von-floridas-gouverneur-desantis-mit-wissenschaftlern/

    Und unsere Presse formerly known as 4. Gewalt schweigt auf breiter Front dazu. Ich habe diese „seriösen“ Medien, Zeit, Spiegel, Tagesspiegel und SZ so satt!

    Das ist die größte Gefahr des Virus, es etabliert überall Strukturen und Verfahrensweisen, die die Gewaltenteilung aushebeln und führt Zensur ein. Die Wirkung des NetzDG kann gerde beobachtet werden. Und da kommt noch mehr. Die EU will jetzt die Suchalgorithmen von Google und Konsorten mitbestimmen. Löschen ist da vielleicht bald gar nicht mehr nötig. Shadowbanning ist da fast genau so wirksam und rechtlich ist es für Betroffene noch schwerer dagegen vorzgehen.

    Ich gebe hier als Beispiel TikTok und Superstraight an.

    Diese evidenzlose Panikmacherrei ist jedenfalls unerträglich. Sie ist die Basis für das zerschreddern unserer Demokratie!

    Zeige mir dein exponentielles Wachstum bitte! Kleiner Tipp, wenn ich jeden zweiten Tag die Verdopplungsrate nach unten korrigieren muss, ist es kein exponentielles Wachstum, da ist die nämlich konstant!

    • Marc 13. April 2021, 12:56

      Exponentielles Wachstum haben wir zur Zeit weder bei den Fällen noch bei der Zunahme auf Intensiv. In den letzten vier Tagen ging die Zunahme auf Intensiv bereits zurück. Bei den Fällen ist seit 2 Wochen kein nenneswerter Zuwachs und zuvor wurden die Zahlen durch Schnelltests aufgebläht.

      Es gibt andere Stimmen:
      Noch im April: Intensivmediziner erwarten mehr als 6000 Corona-Patienten

      Im Moment ist kein saisonaler Effekt erkennbar, dafür ein deutlich exponentieller Verlauf. Siehe auch das DIVI Register:

      https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

      Kurz, auch ohne Lockdown bricht die Welle gerade. Die Modelle haben wieder einmal komplett versagt!

      Diesen Wunsch kann man haben, die seriösen Daten sagen etwas anderes. Wir werden es demnächst sehen.

      Ich habe mehr Angst davor, wie diese Virus unsere Gewaltenteilung zersägt und seit 13 Monaten mit einfacher Mehrheit – per Verordnung – unsere Grundrechte, eigentlich mit Ewigkeitsklausel geschützt, einfach aushebelt.

      Je länger die Regierung wartet, desto drastischer und grundrechtseinschränkender müssen die Maßnahmen ausfallen. Ja, der Fehler liegt eindeutig bei der Regierung, da werde ich niemals widersprechen. Das Problem ist nur: Die Pandemie ist noch da, die Gefahr für das Leib und Leben besteht, der Kollaps des Gesundheitssystems droht. Die extremen Handlungen sind – nochmals – durch die Fehler der Regierung und der Dynamik der Pandemie notwendig.

      Wenn wir die 2. Welle früh und konsequent gebrochen, ebenso bei der 3. Welle schnell und effektiv gehandelt hätten, wären die Einschränkungen härter, aber wesentlich kürzer ausgefallen. Diese Option haben wir nicht mehr, sie liegt in der Vergangenheit. Jetzt geht nur noch Katastrophe oder sehr harte Einschränkungen.

      • Rauschi 13. April 2021, 14:13

        Erschreckend, was auch immer an Fakten vorgebracht wird, Ihre Antwort ist stets die gleiche:

        harter Lockdown.

        Keine Debatte möglich, also Ideologie.

        • Marc 13. April 2021, 14:27

          Wenn der Feuerwehrmann, der einen Brand mit Wasser löscht, ein Ideologe ist, bin ich es natürlich auch. Denn ich sage: Wenn in einer Pandemie der Reproduktionsfaktor über eins liegt, müssen Lockdownmaßnahmen verschärft werden.

          • Rauschi 13. April 2021, 14:43

            Wenn sie jeden Brand mit Wasser löschen wollen, dann ja.
            Denn es gibt zahlreiche Brände, bei denen das kontraindoziert ist.
            Das sich jemand so im Besitz der einzig möglichen Wahrheit wähnt, das halte ich für Hybris, hatte ich schon mal geschrieben.

            Wie weit über 1 liegen die „Zahlen“ denn? o,02 oder o,5 oder 1 oder 2 oder 3?
            Diese bekloppte Inzidenzzahl, die mit Testerhöhung automatisch erhöht wird, die sagt NULL über das Gesundheitswesen aus und Sie wollen da irgendwas automatisch greifen lassen?
            Wie abwegig, die Testzahlen erhöhen zu wollen, dann aber „die Zügel“ anzuziehen, wenn die Test den Zweck erfülen, den sie haben sollen, nämlich mehr „Infizierte“ zu finden.
            Behandlungsbedürftig abwegig.

            „Wenn dann“ Sätze mit „Lockdown“ und „muss“ sind sowieso daneben, denn es wurde auch noch nie gemacht und wird auch in einigen Ländern immer noch nicht gemacht, wie Jens schreibt. Panik aus, mehr Tipps habe ich nicht.

            • Marc 13. April 2021, 14:53

              Den Inzidenzwert finde ich ebenfalls kritisch, ich schrieb daher auch bewusst vom Reproduktionsfaktor. Er bildet die Dynamik der Pandemie ab. Wenn die Teststrategie und Testmenge relativ konstant gehalten wird, wird der Reproduktionsfaktor hinreichend genau erfasst.

              • Rauschi 13. April 2021, 15:09

                Na und, mache Sie die Regeln oder das Parlament?
                Oder ist etwas in der Art bei der Änderung des Infektionsschutzes vorgesehen?
                Nein, deswegen lehne ich deren Murks rundweg ab.

                Ich schreibe seit Dezember den R Faktor des RKI mit und muss Ihnen sagen, das ich aus dem Wert gar nichts ableiten kann, weil der mal nach oben, dann massiv nach unten geht, obwohl die „Infizierten“ ständig gesunken sind. Nö, was auch immer der abbilden soll, eine Handlungsanweisung kann ich da nicht heraus lesen.

              • popper 13. April 2021, 15:39

                @Marc

                Der R-Faktor ist ein grob geschätzter Wert (RKI), der sich aus den Fallzahlen ableitet und, wenn überhaupt, erst im Nachhinein aussagekräftig werden könnte. Diese Unsicherheit gibt das RKI auch immer mit der Angabe des 95%-Konfidenzintervalls an. Das ergibt sich auch daraus, dass aus einem gleitenden Drei-Tages-Mittel ein Vier-Tage-Mittel wurde. Das ist eine nicht unübliche Methode, nur muss dies erwähnt werden, denn ohne diesen Hinweis konnte niemand die Zahlen nachrechnen. Wegen der vorliegenden Inkongruenz. Die Qualifikation als “grobe Schätzung” wurde in den Medien bis heute zu: “Das RKI meldet am heutigen Tag R=… Für die Momentaufnahme taugt er wenig und als Prognoseindikator gar nichts.

                Die Autoren vom RKI selbst:

                “Ein weiterer Aspekt ist aber auch, dass in Deutschland die Testkapazitäten deutlich erhöht worden sind und durch stärkeres Testen ein insgesamt größerer Teil der Infektionen sichtbar wird. Dieser strukturelle Effekt und der dadurch bedingte Anstieg der Meldezahlen, kann dazu führen, dass der aktuelle R-Wert das reale Geschehen etwas überschätzt. Eine Adjustierung für die höheren Testraten ist nicht ohne weiteres möglich, da keine ausreichend differenzierten Testdaten vorliegen. (Quelle: Epid Bull 2020;17:10 – 16).

                Von hinreichend genau erfasst, kann bis heute keine Rede sein.

                • Marc 13. April 2021, 16:11

                  Die Einschränkung, dass Teststrategie und – kapazität möglichst konstant gehalten werden müssen, sagte ich bereits. Ohne diese Vorausssetzungen sind die jeweiligen Reproduktionsfaktoren, wie auch Inzidenzwerte nicht vergleichbar. Das sind bekannte Probleme. Wenn sie jedoch konstant gehalten werden, dann sind sie gut interpretierbar.

                  • Erwin Gabriel 14. April 2021, 12:44

                    @ Marc 13. April 2021, 16:11

                    Wenn sie jedoch konstant gehalten werden, dann sind sie gut interpretierbar.

                    Werden bzw. sind sie halt nicht.

                    • Marc 14. April 2021, 17:48

                      Wenn das Verhältnis positive Tests zu Dunkelziffer konstant bleibt, bildet der gemessene Trend den tatsächlichen Verlauf ab.

                    • Rauschi 14. April 2021, 19:12

                      Was soll das, nicht mal das Dunkelfeld (Dunkelzifffer ist nicht der korrekte Ausdruck) ist bekannt?
                      Da bildet gar nichts irgendwas ab.
                      Werden Sie dann die Abgeordnten anschreiben, der Änderunng von 28b nicht zuzustimmen, weil die Inzidenz gar nichts aussagen kann, so, wie sie erhoben wird?

                    • Erwin Gabriel 14. April 2021, 21:56

                      @ Marc 14. April 2021, 17:48

                      Wenn das Verhältnis positive Tests zu Dunkelziffer konstant bleibt, bildet der gemessene Trend den tatsächlichen Verlauf ab.

                      Wenn, hätte, könnte, sollte …

                      Nicht bös sein, Marc. Tritt mal einen Schritt zurück, schau, auf was Du schreibst. Nimm alle Konjunktive raus, und es bleibt nicht viel.

              • CitizenK 13. April 2021, 23:24

                Wenn die Inzidenzwerte mit dem Anteil der positiven Tests kombiniert werden, gibt sie doch einen durchaus hilfreichen Hinweis auf das Risiko, sich anzustecken. Und nur darum kann es gehen. Einen absoluten Schutz gibt es sowie nicht.

                • Rauschi 14. April 2021, 09:46

                  Wenn die Inzidenzwerte mit dem Anteil der positiven Tests kombiniert werden, gibt sie doch einen durchaus hilfreichen Hinweis auf das Risiko, sich anzustecken.
                  Nö, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das war vielleicht so, als nur die Patienten mit Symptom geteste wurden. Jetzt weiss man nicht mehr, wer getest wird und kann deswegen zur Frage, wie repräsentativ das ist, nichts sagen.
                  Ich habe das für SH anhand der als Aktiv gemeldeten ausgerechnet, aber Sie können das sicher für Ihr Bundesland selbst.

                  Werden denn die Massnahmen, die Sie ja befürworten an die Inzidenzen gekoppelt oder nicht? Was man sollte ist eine Sache, was man macht, eine andere.
                  Sie finden gut, was gemacht wird, wie passt das?

                • Erwin Gabriel 14. April 2021, 21:58

                  @ CitizenK 13. April 2021, 23:24

                  Wenn die Inzidenzwerte mit dem Anteil der positiven Tests kombiniert werden, …

                  Wenn …

                  Wodurch wird der Inzidenzwert bestimmt, von welchen faktoren hängt er ab?

                  • CitizenK 14. April 2021, 22:04

                    Verstehe nicht ganz. Hältst du den Inzidenzwert für nicht aussagekräftig im Hinblick auf die Dringlichkeit des Handelns?

                    • Rauschi 14. April 2021, 22:37

                      Ja, natürlich sagt der nichts aus, weil der auch Fälle enthält, die älter als 7 Tage sind und ausserdem von der Anzahl der Test abhängt und ausserdem ein positiver Test keine Infektion nachweisen kann.

                      Wenn sich vorwiegend junge gesund „infizieren“ sollten, die nach allen Erfahrungen wenig bis keine Symptome entwickeln, was sollte an einer hohen (was ist hoch?) Zahl schlimm sein?
                      Im Januar waren die Zahlen viel höher und trotzdem gingen die Patienten auf Intensiv zurück, auch das wurde des öfteren erwähnt.

                    • Erwin Gabriel 14. April 2021, 23:17

                      @ CitizenK 14. April 2021, 22:04

                      Verstehe nicht ganz. Hältst du den Inzidenzwert für nicht aussagekräftig im Hinblick auf die Dringlichkeit des Handelns?

                      Um das zu klären, müsste ich wissen, von welchen Faktoren der Inzidenzwert abhängt.

                      Test ich ein bestimmtes Cluster einmal pro Woche durch, kann ich anhand der Inzidenzwerte eine Entwicklung nachzeichnen. Ist der Inzidenzwert nur eine Relation zwischen neuen positiv Getesteten und der Gesamtbevölkerung, hat er null Aussagekraft. Denn man kann nur positiv Getestete unter denen finden, die man testet. verändert sich die Häufigkeit der Tests in Relation zur Bevölkerung, reicht der Wert nicht aus.

                      Allein die Tatsache, dass – nach immerhin einem guten Jahr Corona – immer wieder neue Inzidenzwerte als Maßstab für dieses oder jenes Handeln ausgerufen werden, ist für mich ein deutlicher Hinweis darauf, dass keine Aussagekraft gegeben sein kann.

                  • Ariane 15. April 2021, 05:00

                    Der Inzidenzwert ist die Zahl der Infizierten auf die Bevölkerung gerechnet, es gibt zusätzlich noch eine Positivrate. Also wieviel Prozent der absolvierten Tests positiv sind (damit hat man dann nicht mehr so das Problem, dass mehr Testungen mehr Infizierte bringen), glaub der liegt gerade bei ca 14%

                    Weiß gar nicht mehr genau, wann der eingeführt wurde, man hat ja auch viel mit dem R-Wert zb rumgerechnet. Ich denke, hier ist der Vorteil, dass es recht einfach zu berechnen ist und dazu noch gut regionalisiert geht, der wird ja für den Kreis, das Bundesland und ganz Deutschland separat aufgeführt.

                    • Rauschi 15. April 2021, 07:58

                      Es gibt unglaublich viele Werte an denen man sich orientieren könnte, nur macht das die Regierung eben nicht.

      • Jens Happel 13. April 2021, 16:22

        Das ist wieder eine typische Antwort aus der Fraktion die ständig mit extrem wackeligen Modellen Prognosen betreibt, die nie so eintreffen.

        Auf meine Aufforderung: Zeige mir bitte das exponentielle Wachstum der Daten von Prognosezeitpunkt bis heute, antwortest du.

        Es gibt andere Stimmen, die vor 9000 ICU Patienten warnen.
        Anstelle die Aussagekraft der alten Prognose zu überprüfen, kommst du stattdessen mit der nächsten Prognose an, die schon wieder ein Horroszenario an die Wand malt.

        Was soll das? Das ist das Gegenteil von Wissenschaft. Prognosen sind ok, aber man muss sie irgendwann bilanzieren und bewerten, um das Modell zu verbesseren. Genau das passiert nicht.

        Nur mal zur Erklärung, warum es wichtig ist ob das Wachstum exponetiel ist oder nicht. Bei exponentiellem Wachstum muss man sehr früh reagieren, da dieses sehr schnell alle Kapazitäten sprengt. Ist es eher ein lineares oder quadratisches habe ich wesentlich mehr Vorlaufzeit um zu reagieren. Deswegen wird von den Panikern auch immer vor exponentiellem Wachstum gewarnt. Wir haben aber kein exponetielles Wachstum, das heißt wir können länger beobachten wie das System reagiert und dann agieren.

        Zur Zeit ist das Gesundheitssystem belastet aber nicht überlastet. Heute habe ich beim DIVI noch nicht reingeschaut. Die letzten 4 Tage sah es so aus, als ob das Wachstum nachlässt.

        Bei der Grippewelle in 2018 hatten wir mehr Patieten mit Influenza auf Intensiv, es sind auch wesentlich mehr gestorben.

        Jetzt haben wir folgende Situation. Die Sterberate an C19 ist sehr klein. So klein, dass wir bei Destatus sogar eine Untersterblichkeit haben. Das Pflegepersonal ist durch die Impfung geschützt, also auch nicht in großer Zahl durch seine Arbeit mit dem Tod bedroht und auf Intensiv haben wir viele Fälle, aber noch kein exponetielles Wachstum. Wieso sollten wir jetzt einen Lockdown machen? Lockdown als Gesundheitstherapie?

        Wieso eine Notreserve von 10.000 Betten, und sie nie nutzen? Wieviel Reserve haben wir wirklich und wieviele Betten sind ähnlich sinnvoll wie die Bettenausstellung bei IKEA, weil Pfleger fehlen. Selbst diese Frage kann die Regierung nicht beantworten.

        Wozu baucht jemand der nichts weiß, nichts wissen will und alles tut um die Situation durch Bettenabbau und Behinderung von weiteren Impfstoffen noch zu verschlimmern, noch mehr Macht?

        Wieso muss dass zentral gesteuert werden. Wenn in Bayern die ICU Betten knapp werden, warum muss dann SH mit in den Lockdown?

        Wenn dass so sinvoll ist, warum machten wir dann nicht Lockdown, als in Portugal die ICU voll war?

        • Marc 13. April 2021, 17:29

          Nur mal zur Erklärung, warum es wichtig ist ob das Wachstum exponetiel ist oder nicht. Bei exponentiellem Wachstum muss man sehr früh reagieren, da dieses sehr schnell alle Kapazitäten sprengt. Ist es eher ein lineares oder quadratisches habe ich wesentlich mehr Vorlaufzeit um zu reagieren.

          In einer Pandemie ist das Wachstum immer exponentiell steigend oder sinkend. Es gibt nur den theoretischen Fall, dass das Wachstum exakt 1 Periode 0 ist. Nur dann wäre das Wachstum linear. In der Praxis gibt es noch den Fall, den wir im Winter hatten, dass der Reproduktionsfaktor um eins – mal etwas darüber, mal etwas darunter – mäanderte. In diesem speziellen Fall ähnelt das Ergebnis einer Stagnation, obwohl es im Grunde eine Abfolge von exponetiellem Wachstum und Sinken ist, die sich gegenseitig aufheben.
          Wenn aber der Reproduktionsfaktor beständig über eins ist, dann ist das Wachstum immer exponentiell! Ebenso wenn beständig unter 1, dann sinkt es immer exponentiell. Das gefährliche ist, dass es zu Beginn, während des langsamen Wachstums, nur anscheinend linear Wächst, bis sie ausbricht.

          Bei der Grippewelle in 2018 hatten wir mehr Patieten mit Influenza auf Intensiv, es sind auch wesentlich mehr gestorben.

          Grippewelle 2017/18 ~ 25.000 Tote, Corona 2. Welle ~ 70.000

          Wieso sollten wir jetzt einen Lockdown machen? Lockdown als Gesundheitstherapie?

          Weil die schweren Verläufe der Jüngeren < 70 die intensivmedizinischen Kapazitäten sprengen.

          Wieso eine Notreserve von 10.000 Betten, und sie nie nutzen?

          Weil das Personal fehlt.

          • Rauschi 13. April 2021, 18:40

            NÖ, wenn ich dem RKI trauen draf, gehen die Zahlen nach unten und das für alle Altersgruppen. Immer noch:
            Seite 12 Abbildung 9
            [Die höchste Anzahl an hospitalisierten Fällen lag in MW 51/2020 vor. Von MW 46/2020 bis MW 06/2021 waren die Über-80-Jährigen die größte Altersgruppe der Hospitalisierten. Seit MW07/2021 stammen die meisten Hospitalisierten aus der Altersgruppe der 60-bis-79-Jährigen.]
            https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Apr_2021/2021-04-06-de.pdf?__blob=publicationFile

            Die Zahl der Hospitalisierten geht auch nach unten, Quelle oben, Seite 11 Abbildung 8

            Weil das Personal fehlt.
            Daran ändert die Schulschliessung was genau? Warum wurde da nicht frühzeitig gegen gesteuert?
            Warum können dann 20 Kliniken geschlossen werden?

            Ihr Tunnelblick ist erschreckend.

          • Rauschi 13. April 2021, 18:42

            Grippewelle 2017/18 ~ 25.000 Tote, Corona 2. Welle ~ 70.000

            Patienen sind nicht Tote, nicht mal bei Corona, nur davon ist die Rede!

            • popper 13. April 2021, 23:10

              Dieser Artikel verdient nur eine Überschrift: Unhaltbarer Anthropomorpher Unsinn.

  • Ariane 14. April 2021, 07:07

    Danke für den Artikel, ich fand ihn gut 🙂

    Wieso können wir die Gefahren der Pandemie nicht sehen? Ein Problem ist unser mangelndes Zahlenverständnis.

    Ja auch. Es ist allgemein das Problem, dass so eine Pandemie sehr abstrakt abläuft. Ein Virus kann man nicht sehen und Krankheit und/oder Tod laufen ja auch eher versteckt ab und außerhalb der Öffentlichkeit. Bei irgendeiner Covidioten-Demo kam mal das Statement „es könne keine Pandemie sein, weil keine Toten auf der Straße liegen“

    Das fand ich irgendwie sehr bezeichnend. Und das führt ja auch zu so einer Wahrnehmungsverzerrung, der Murksdown (schöne Wortschöpfung!) ist dagegen sehr sehr öffentlich und betrifft jeden und bestimmt auch die öffentliche Diskussion. Falls es jemals den U-Ausschuss geben sollte, müssten hier dringend neue Kommunikationsstrategien überlegt werden.

    Ach, hier ist übrigens nochmal ein Artikel über Gefahr im Freien vs drinnen, da kommt das auch mit den Würfeln vor, neulich hatte ich den ja nicht gefunden:
    https://www.spektrum.de/kolumne/ansteckungsrisiko-wie-man-trotz-pandemie-sicher-freunde-trifft/1859173

    • Rauschi 14. April 2021, 09:36

      Ach, hier ist übrigens nochmal ein Artikel über Gefahr im Freien vs drinnen, da kommt das auch mit den Würfeln vor, neulich hatte ich den ja nicht gefunden:
      [Auch wenn Menschen sich draußen nicht so leicht mit dem Coronavirus anstecken, ist das Risiko keineswegs null. ]
      Ja, das ist so, nur ist das bei allen Dingen so, das Risiko, von einem Auto überfahren zu werden oder eine Treppe herunter zu stürzen ist auch nie Null.

      Ja, sorry, da habe ich mich vertan, mit der Häufigkeit wächst die Wahrscheinlchkeit, aber keineswegs in dem Masse wie bei einem Würfel.

      Die Wahrscheinlichkeit einen Infizierten zu treffen beträgt bei einem Dunkelfaktor von 5 momentan für Schleswig Holstein 0,6% ( 4400 aktive Fälle mal 5 minus 4400(die sind in Quarantäne) mal hundert durch 2903773 Einwohner).
      Wie oft Sie da Menschen treffen müssen, damit die Chance 50:50 ist, das einer dabei ist, haben Sie ja durch den Würfel gelernt, das wären 110 verschiedene Menschen, mit denen man länger als 15 Minuten face to face näher als 1,5 Meter Kontakt haben muss.
      Selbst dann ist es erst > 50%, für 95% habe ich nicht gerechnet.
      Wie viele Menschen treffen Sie täglich, auf die das zutrifft? Wie viele davon im Freien?
      Wenn man kein Risiko eingehen möchte, dann muss man Zuhause bleiben, wie meine Tante seit einem Jahr.

      Das hier auf einmal alle so tun, als wäre eine Pandemie mit deren Definition das normalste der Welt und jeder müsse wissen
      1) wann es sich um einen solche handelt und
      2) was dann zu tun ist.

      Nicht mal bei der Hong-Kong Grippe wurde ein Lock-down verhängt, obwohl man darüber nachgedacht hat.
      Denn sowas macht nur am Anfang eines Ausbruchs einen Sinn, um das lokal zu begrenzen. Das jedenfalls sagen die Medizinhistoriker.
      Damals waren die Menschen viel weniger mobil und die Welt weniger stark vernetzt.
      Eben weil auch damals die wahrscheinlichen Kollateralschäden zu hoch gewesen wären, wie man vermutet hat, Erfahrungen gab es ja keine.

      Auch das grosse Vorbild Wuhan hat ja offenbar nicht dazu getaugt, das es lokla begrenzt wurde, sonst wäre das Virus nicht hier.
      Kann sich jemand an den Anfang 2020 erinnern, das wurden Urlauber aus den Hochrisikogebieten zurück geholt, ohne das dann irgendwelche Massnahmen zur Eindämmung getroffen wurden. Doch, diese Regierung weiss total genau, was zu tun ist.

      Auch die WHO sagt, das man diese Mittel nicht mehr einsetzen sollte, eben weil es unglaublich viele Menschleben fordert, die wir hier weder zählen noch sehen. Zusätzlich zu allem anderen Leid, das dadurch verursacht wird.
      Allein, was den kleinen Kindern hier seit einem Jahr zugemutet wird, den Schaden kann doch niemand immer noch übersehen.
      Doch, das sind ja nur Covidioten,.
      Das erschreckenste finde ich, das man dauernd liest, denen sollte man die medizinische Versorgung verwehren, wenn die auf einer Demo waren.
      Die haben kein Verbrechen begangen, die haben demonstriert. Man muss deren Anliegen nicht teilen, aber den Tod zu wünschen, das ist für mich ein weiterer Beleg, wie sehr die Menschen verroht sind.
      Oder sowas hier
      [Dazu kommen die Geschichten von meinen Kindern: mein großer Sohn wurde von seinem Chef als „Reichsbürger“ beleidigt, weil er wegen Asthma und einem angeborenen Herzfehler die Maske nicht tragen kann. Rauswerfen können sie ihn nicht, da er systemrelevant ist, aber er sollte regelrecht genötigt werden, diese Virenschleuder aufzusetzen.
      Meine Tochter hat schlimmste Beleidigungen hinnehmen müssen, weil auch sie die Maske nicht tragen kann. Als „Genschrott”, betitelte uns eine Ärztin und ihre Berufsschule ist an Armut nicht zu überbieten…]
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=71298

      Klar, alles Einzelfälle, wie die Stimmung ist, kann man ja auch hier sehr gut sehen.

      Die Inzidenzen steigen, weil mehr gefunden werden, weil mehr getestet wird. War das nicht der Sinn der Sache und wurde als Ausweg angepriesen?
      Der aber nun wieder in einem „was auch immer“down enden soll?
      Den aber die meisten hier total super finden, obwohl er doch murks ist?

      Die Zahlen des RKI geben nichts her, das einen Anstieg von irgendwas zeigt, neuerdings werden am Wochenende dort nicht mal mehr die auf Intensivstation verstorbenen gemeldet, obwohl das vorher auch am Wochenende immer der Fall war.
      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Apr_2021/2021-04-13-de.pdf?__blob=publicationFile
      Seite 11 Abbildung 8 und Seite 12 Abbildung 9, wer einen Anstieg findet, der darf mir das gerne mitteilen, ich sehe keinen.
      Nein, einen Meldeverzug lasse ich nicht geten, wer das nach über einem Jahr nicht hinbekommt, aktuelle Zahlen zu liefern, sondern im Gegenteil jeden Tag Zahlen meldet, die von Test stammen, die teilweise Monate zurück liegen, der kann gar nicht begründen.
      Wer das mit den Nachmeldungen nicht glaubt, gehe auf das Dashboard
      https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/ und dann auf die Grafik unten rechts und dann den zweiten Reiter von links und lasse sich nur die neu gemeldeten anzeigen:
      13.04.20 3, 13.0121. 2, 16.01.21 2 06.04.21 46 usw
      Alle diese Meldungen ergeben die Zahl, die als Veränderung zum Vortag gemeldet wird. Die heisst aber übersetzt, „ich weiss heute von soviel Fällen mehr, also ich gestern wusste“, mehr nicht, nicht „Neuinfektionen gestern“.

      Den R Wert dort kann man auch knicken, der war mehrfach über 1, obwohl die Zahlen gesunken sind, weil eben die Testanzahl nie gleich ist und mit den neuen Selbst- und Schnelltest auch gar nicht wieder dahon kommen kann.

      Ich verstehe die Welt nicht mehr. Die meisten Beiträge hier tragen jedenfalls nicht dazu bei, den laufenden Irrsinn zu verstehen.

      • Ariane 14. April 2021, 20:57

        Das hier auf einmal alle so tun, als wäre eine Pandemie mit deren Definition das normalste der Welt und jeder müsse wissen
        1) wann es sich um einen solche handelt und
        2) was dann zu tun ist.

        Eine Pandemie sagt zunächst erstmal nur, dass es sich um eine Seuche globalen Ausmaßes handelt, nichts über einen Lockdown oder nicht. Ich meine, das letzte Mal davor war es die Schweinegrippe, da gab es ja auch keinen Lockdown. Es ist für uns in den Industrieländern auch völlig egal, ob wir von einer Pandemie oder Endemie sprechen, weil das meist nur finanzielle Aspekte für Entwicklungsländer betrifft.

        Dass es bei einer Seuche egal welchen Ausmaßes am klügsten ist, überhaupt Ansteckungen zu verhindern, ist jetzt nicht gerade Raketenwissenschaft. Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass auch nur irgendjemandem medizinische Versorgung verwehrt werden sollte. Ich bin allerdings sehr wohl der Meinung, dass andersherum auch dafür gesorgt werden sollte, dass diese Menschen weder sich noch andere in Gefahr bringen.

        • Erwin Gabriel 14. April 2021, 22:02

          @ Ariane 14. April 2021, 20:57

          Dass es bei einer Seuche egal welchen Ausmaßes am klügsten ist, überhaupt Ansteckungen zu verhindern, ist jetzt nicht gerade Raketenwissenschaft.

          Ich denke, dass das von der „Seuche“ abhängt.

          Glaubst Du, dass bei der aktuellen Verbreitung von CoVid-19 sich Menschen dauerhaft vor einer Ansteckung schützen können?

          • Ariane 15. April 2021, 05:07

            Auf jeden Fall. Man muss gucken, wie sich das mit den Impfstoffen langfristig entwickelt, also ob sie wirklich dauerhaft Ansteckungen verhindern, ziemlich sicher verhindern sie aber schwere Verläufe.
            Und innerhalb eines Jahres werden wir eine sehr hohe Impfrate erreichen, höher als bei Grippe und/oder vielleicht Masern. Masern sind die ansteckendste Infektionskrankheit überhaupt und heutzutage bekommen die nur noch krasse Impfgegner oder Leute aus Ländern, deren medizinische Versorgung nicht so gut ist.

            • Erwin Gabriel 15. April 2021, 09:48

              @ Ariane 15. April 2021, 05:07

              [Glaubst Du, dass bei der aktuellen Verbreitung von CoVid-19 sich Menschen dauerhaft vor einer Ansteckung schützen können?]
              Auf jeden Fall.

              Ich glaube das nicht.

              Menschen können die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung reduzieren, aber ähnlich wie bei Schnupfen oder Grippe wird der Virus auf Dauer niemandem erspart bleiben.

              Man muss gucken, wie sich das mit den Impfstoffen langfristig entwickelt, also ob sie wirklich dauerhaft Ansteckungen verhindern, …

              Ziemlich sicher wird das Virus, wie jedes andere Virus auch, immer wieder mutieren. Die derzeit entwickelten Impfstoffe wirken am besten gegen die ursprüngliche version, schon die Mutanten „wehren“ sich besser.

              • Ariane 15. April 2021, 12:58

                Gerade heute gesehen, dass wir bei einer Gesamtansteckung von 3 Millionen in Deutschland sind, selbst wenn wir nochmal 1 Million Dunkelziffer dazurechnen, ist das auf die Gesamtbevölkerung nicht sehr viel.

                Weiß nicht, ob das mal neu modelliert wurde, ich erinnere mich, dass es in den Anfangstagen hieß, ohne Maßnahmen würden sich 60% der Menschen infizieren. Aber die Idee, dass das Ganze häufig nur ein kleiner Schnupfen wäre, hält sich da vielleicht zu hartnäckig. Dafür scheint mir die Krankheit zu gefährlich, denn man muss es vielleicht mal umgekehrt sehen. Normale gesunde, mittelalte Menschen müssen zb nicht mit einer normalen Grippe nicht ins Krankenhaus, die sterben da auch nicht so häufig dran. Das rafft eher die Alten weg. Da tritt vielleicht ein Gewöhnungseffekt ein, weil die Menschen an Covid nicht wie die Fliegen sterben (gott sei Dank!), nur es ist schon sehr klar, dass wir es mit einer schweren Krankheit zu tun haben. Und das sind wir nicht mehr so wirklich gewohnt.

                Die Situation wie jetzt, gabs ja auch noch nie. Vielleicht ist das so wie Pocken oder TB in Zeitraffer, das passiert jetzt alles innerhalb von 1-2 Jahren. Auch die Impfstoffe und Medikamente, bzw medizinische Versorgung werden ja ständig angepasst. Man sollte nicht vergessen, dass das immer noch quasi ne unbekannte Krankheit ist.

                Gut möglich, dass wir es dann wirklich ähnlich wie mit der Grippe handhaben und einmal jährlich eine angepasste Impfung brauchen und wenn die Verläufe dann so abgeschwächt wären, wie man hofft, wäre das ja eine vollkommen neue Situation. Wir sehen ja auch, dass aktuell schon die Sterbezahlen der Ü80-Jährigen extrem zurückgeht. Von daher bin ich aktuell zumindest langfristig sehr hoffnungsfroh 😉

                • CitizenK 15. April 2021, 13:16

                  Dass die Ü80 großenteils geimpft sind und nicht mehr die Kliniken belasten, kann man auch mal als einen (kleinen) Erfolg ansehen. Dass dies noch rechtzeitig vor der Überhandhandnahme von B117 gelungen ist, auch.

                  • Ariane 15. April 2021, 13:32

                    Auf jeden Fall, das sieht man ja auch in den Ländern, bei denen die Impfkampagne schon weiter fortgeschritten ist. GB hatte plötzlich mehrere Tage, an denen niemand gestorben ist und die hatten ja wirklich extrem krasse Todeszahlen.

                    Das ist jetzt im Übergang natürlich gefährlich, weil beides gleichzeitig stattfindet. Auch ein komisches Gefühl, weil sich die Besorgnis irgendwie verschiebt. Meine Großelterngeneration hat jetzt komplett schon die erste Impfung und ist damit ein bisschen aus dem Schneider, während das Risiko sich mehr auf meine Eltern verlegt hat (die btw nicht einfach zu Hause bleiben können, weil sie nicht in Rente sind), dafür aber immer noch mehr Risikogruppe sind als ich.

                    Aber es zeigt ja den Weg und wie schnell es geht, in einem Jahr – vielleicht sogar in sechs Monaten sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

                • Rauschi 15. April 2021, 16:01

                  Aber die Idee, dass das Ganze häufig nur ein kleiner Schnupfen wäre, hält sich da vielleicht zu hartnäckig.
                  Ich weiss nicht, woher Sie Ihre Info haben, aber das RKI zeigt genau das, einfach mal die Lageberichte lesen und nicht nur die Medien konsumieren:
                  Seite 10 Tabelle 5, da steht das
                  https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Apr_2021/2021-04-13-de.pdf?__blob=publicationFile
                  Aber sicher haben Sie da fundierte andere Angaben, oder ?

                  Nur 1 Millionen Dunkelfeld? Sicher nicht, bei der Heinsberg-Studie wurde ein Faktor von 5 fest gestellt. Die meisten haben es nicht mal bemerkt.
                  [Es wurden fünfmal mehr Menschen (15,5 Prozent der Probanden) mit SARS-CoV-2 infiziert, als bisher durch die offiziell berichteten Zahlen bekannt war.]
                  https://coronavirus.nrw/heinsberg-studie-hohe-dunkelziffer-an-infizierten-ermittelt/

        • Rauschi 14. April 2021, 22:30

          Dass es bei einer Seuche egal welchen Ausmaßes am klügsten ist, überhaupt Ansteckungen zu verhindern, ist jetzt nicht gerade Raketenwissenschaft.
          Nun ja, bei einer Pandemie, bei der 60% nicht mehr als einen Schnupfen haben (kannst Du immer Mittwochs bei RKI nachlesen, die zählen immer die Symptome auf) und die restichen Husten und Fieber und nur ein Bruchteil (momentan 5%) ins Krankenhuas müssen, da halte ich es schon für ziemlich übertrieben, gesunde Menschen mit Irrsinssmassnahmen „schützen“ zu wollen, aber alle Kollateralschäden achselzuckend in Kauf zu nehmen.

          Ich bin allerdings sehr wohl der Meinung, dass andersherum auch dafür gesorgt werden sollte, dass diese Menschen weder sich noch andere in Gefahr bringen.
          Wer hat das wann wie gemacht? Ich weiss ja nicht, woher Ihre Infos kommen, aber auch Covidioten sind nur 14 Tag infektiös und nach den unzähligen Demos sind die durch mit Corona und können gar niemanden mehr anstecken oder in Gefahr bringen.

          Das hat nicht mit Raketen oder so zu tun, sondern meist nur mit gesundem Menschenverstand und Verhätnismässigkeit.

          Aber ich vergass, Sie sind ja im Besitz der letztgültigen Wahrheit und dürfen deswegen auf alle anderen herab schauen und diese beschimpfen.
          Sorry, my fault.

          • Ariane 15. April 2021, 05:27

            Das wissen wir doch überhaupt nicht, klar ist nur, dass viele (ungeschützte) Kontakte eine Spielwiese für Viren sind und dass das mit einer Coronaseuche natürlich gefährlich ist, nicht nur für die TeilnehmerInnen an sich, sondern auch für alle, die in der jeweiligen Stadt wohnen. Nicht zu vergessen, die Sicherheitskräfte, die dadurch ebenfalls in Gefahr geraten.

            Dazu kommt der psychologische Effekt, ist ja so, dass der Rest der Menschen ebenfalls unzufrieden zu Hause sitzt und nix mehr machen kann und ab 21 Uhr das Haus nicht verlassen darf und dann sieht, dass da eine Masse von 20.000 Menschen ohne Schutzmaßnahmen durch die Gegend läuft. Während die Polizei vielleicht nebenbei noch irgendeinen Jugendlichen im Park verfolgt. Das ist genauso zerrüttend für das Vertrauen in den Staat, das zermürbt die Leute.

            • CitizenK 15. April 2021, 05:58

              Keiner der Verteidiger des Rechtsstaats hat hier das Nicht-Einschreiten der Polizei (zuletzt in Stuttgart) kritisiert.

              Gilt hier der Grundsatz plötzlich nicht mehr, dass Regeln einzuhalten sind – oder zu ändern?

              Dass dichtgedrängte zusammen stehende und schreiende Menschen das Virus verbreiten, bestreiten auch die schärfsten Kritiker der Regierung nicht. Die kommen ja auch nicht als einsame Wanderer an der frischen Luft zur Demo. Auf nicht wenige in diesen Pulks trifft der Begriff „Idiot“ (= dummer, unwissender Mensch) durchaus zu.

              Heißt es nicht bei den Liberalen: Jeder ist für sein Handeln verantwortlich? Gilt offenbar hier auch nicht. Wenn die dann erkranken, werden sie selbstverständlich medizinisch versorgt.
              Von den Menschen in den Kliniken, die sie für dumm halten, weil sie die Regeln befolgen. Das ist asozial.
              @ E. G.
              Wen sehen die, wenn sie in den Spiegel schauen?

              • Rauschi 15. April 2021, 07:31

                @Citizen

                Verteidiger des Rechtsstaates, aber einen Beschluss oder die neuen Urteile zu ignorieren, wie passt das zusammen. Das wäre doch die verlangte Änderung oder nicht?

              • Rauschi 15. April 2021, 07:36

                Konsistenz war gestern.
                Wenn jeder für sein Handeln verantwortlich ist, dann auch für seinen Schutz. ABSTAND HALTEN. Schon hat sich die Gefahr erledigt.
                Nein, im Freien besteht nur eine winzige Gefahr, das sagen die Forscher.

              • Rauschi 15. April 2021, 07:40

                Nochmal, niemand hält die Menschen, die die „Regeln“ befolgen für dumm, idiotisch usw kommt nur von Ihrer Seite.
                Jeder infizierte ist also selbst schuld? Aber nur bei Demos?
                Sorry, aber das ist mir zu hoch.

              • Stefan Pietsch 15. April 2021, 11:49

                Keiner der Verteidiger des Rechtsstaats hat hier das Nicht-Einschreiten der Polizei (zuletzt in Stuttgart) kritisiert.

                Rechtfertigt der massive Verstoß, eine Ordnungswidrigkeit, einen massiven Polizeieinsatz mit Knüppel? Ist das vergleichbar mit vandalierenden Demonstranten, die tätlich Personen angreifen und Geschäfte zerstören? Stellen Sie sich vor, die Polizei würde jeden Tag U- und S-Bahnen auf Schwarzfahrer (Straftat) kontrollieren, sie festnehmen und erkennungsdienstlich behandeln. Hielten Sie das für angemessen?

                Verhältnismäßigkeit ist ein wichtiges Gut in einem Rechtsstaat. Das bedeutet, Ordnungswidrigkeiten nicht mit Straftaten gleichzusetzen. Schließlich darf die Polizei auch keinen Dieb erschießen, der gerade türmt.

                Sie demonstrieren, was die Leute so aufregt: Der Staat schießt in der Coronapandemie mit Kanonen auf Spatzen. Abstände zwischen zwei Menschen werden mit dem Zollstock kontrolliert, Jungs wegen Maskenvergehens im Park mit dem Polizeiauto und gezogener Dienstwaffe verfolgt. Einige wissen, dass der Staat inzwischen häufig überreagiert. Sie leider nicht.

                • CitizenK 15. April 2021, 13:26

                  Schwarzfahrer gefährden keine Menschenleben. Diebe normalerweise auch nicht. Geballte Menschenmassen ohne Schutz und ohne aber Abstand schon.

                  Das Problem ist eher, dass dies als Ordnungswidrigkeit eingestuft wird und nicht als das, was es ist: Gefährdung von Gesundheit und Leben der Mitmenschen.

                  Auch das Gefährden von Menschen bei illegalen Autorennen in der Innenstadt war mal nur eine Ordnungswidrigkeit. Jetzt gilt beurteilen die Gerichte es anders: als versuchte gefährliche Körperverletzung, ggf sogar als Mord, inzwischen allerdings wieder verwässert.
                  Dieser Transfer steht im Falle der absichtlichen oder mutwilligen (bedingter Vorsatz) Verbreitung gefährlicher Viren noch aus.

                  • Stefan Pietsch 15. April 2021, 13:49

                    Oh, vergleichen wir Leute, die die Abstände nicht korrekt einhalten oder die Maske falsch oder gar nicht aufziehen, schon mit Messerstechern? Denn das ist eine unmittelbare Gefährdung. Wobei ich zugebe, dass es mir in den letzten Monaten offensichtlich nicht gelungen ist, den Unterschied zwischen einer direkten und einer sehr indirekten Gefährdung deutlich zu machen. Sie belegen das ja noch einmal nachdrücklich.

                    Nicht Gerichte haben sich umentschieden. Der Gesetzgeber hat illegale Autorennen ins StGB gehoben und nun ist die Justiz dabei zu definieren, was illegale Autorennen sind. So gilt als ein solches, wenn man mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei davonfährt, nicht jedoch, wer unter Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen Autorennen fährt und dabei einen Unfall verursacht. Verstanden?

                    Dem Gesetzgeber steht es frei, die Maskenverweigerung ebenfalls im StGB zu verankern. Noch ist das nicht geschehen, aber der Regierung Merkel ist ja inzwischen alles zuzutrauen. Dann kann sich das Bundesverfassungsgericht darüber beugen und die Grundgesetzkonformität überprüfen. Und im Wahlkampf können sich die Parteien darüber fetzen.

                    Nur, Herr CitizenK, so ist es derzeit nicht. Und so lange das nicht so ist, hat die Polizei im Rahmen der Verhältnismäßigkeit Gesetze zu exekutieren. Nicht mehr, nicht weniger.

                    • Stefan Sasse 15. April 2021, 14:13

                      „Wir“ vergleichen ja auch Masken-Mandate in Schulen mit Kindeswohlgefährdung und der drohenden Diktatur 😉

                    • CitizenK 15. April 2021, 14:31

                      Aber gerade das hat sie ja in Stuttgart nicht getan. Das Verhalten der Demonstranten verstieß eindeutig gegen die BW-Covid-VO. Verordnungen sind auch geltendes Recht.

                      Dass die Wirr-Denker machen können, was sie wollen, normale Bürger aber wegen kleinster Verstöße Bußgelder zahlen müssen, trägt sehr zur Politik- und Corona-Verdrossenheit bei.

                    • Stefan Sasse 15. April 2021, 18:24

                      Exakt.

                    • Rauschi 15. April 2021, 16:08

                      „Wir“ vergleichen ja auch Masken-Mandate in Schulen mit Kindeswohlgefährdung und der drohenden Diktatur
                      Falsch, wir zitieren Gerichtsurteile!
                      Aber Sie nehmen das als persönlichen Angriff, that’s not my fault.

                    • Rauschi 15. April 2021, 16:12

                      Dass die Wirr-Denker machen können, was sie wollen, normale Bürger aber wegen kleinster Verstöße Bußgelder zahlen müssen, trägt sehr zur Politik- und Corona-Verdrossenheit bei.
                      Wie kommen Sie darauf, das Gegenteil ist der Fall, es gibt unglaublich viele Bussgelder wegen Abstand und Masken.
                      Wenn Sie das Vorgehen der Polizei kritisieren, was hat das mit der Gefährdung zu tun? Werden die von irgendwem gezwungen? Die verfolgen Jugendliche wegen einer Umarmung, nicht mitbekommen?

                    • Stefan Pietsch 15. April 2021, 17:09

                      Wenn 100 Fahrgäste gleichzeitig keinen Beförderungsschein haben, wird es schwer, diese hopps zu nehmen. Folglich nimmt der Eigentümer exemplarisch ein paar und verhängt Bußgelder.

                      Nun geht es bei Demos noch um etwas weiteres, das bei Schwarzfahrern nicht zählt: ein Grundrecht. Demonstranten üben ein Grundrecht aktiv aus, was im Zweifel höher zu bewerten ist als der Verstoß gegen eine Obliegenheit.

                      Ist nicht meine Meinung, ist die Hierarchie des Rechts.

                      Für Politikverdrossenheit sorgt, wenn die einen Straftaten in Massen begehen können ohne dass Konsequenzen folgen und die anderen bei jeder Ordnungswidrigkeit zur Kasse gebeten werden. Das ist das Recht auf den Kopf gestellt.

                      Falls Sie anderer Meinung sind, empfehle ich Ihnen eine Klage: Zeigen Sie einen Maskenverweigerer an und schauen Sie, ob der im Gefängnis landet. Klagen Sie, weil Sie sich in Ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt fühlen.

                      Und vergessen Sie nicht, das Ergebnis hier zu berichten. 😉 Ich habe eine Ahnung, wie das ausgeht, aber die verrate ich nicht.

                    • Stefan Pietsch 15. April 2021, 17:11

                      @Stefan

                      Meinst Du mich?!

                      Ein paar Vorlesungen in Recht könnten auch nicht schaden…

                      Apropos: Hast Du das Urteil über den Berliner Mietendeckel mitbekommen? Meines Wissens hast Du da jedem abgesprochen, von wahrscheinlicher Verfassungswidrigkeit zu sprechen, so lange Karlsruhe nicht gesprochen hat. Nun ist es nicht wahrscheinlich verfassungswidrig, sondern verfassungswidrig mit amtlichem Stempel.

                    • Stefan Sasse 15. April 2021, 18:27

                      Nicht spezifisch, nein, aber du hast auch diverse Kommentare in die Richtung gemacht.

                      Und ja, hab ich. Jetzt haben wir es amtlich 🙂 Kritisiert habe ich übrigens nicht „wahrscheinlich“ zu sagen, sondern so zu tun, als es ob es offensichtlich wäre.

                    • Stefan Pietsch 15. April 2021, 18:49

                      Ich versehe solche Kommentierungen typischerweise mit der – leichten – Relativierung. „Wahrscheinlich“, „voraussichtlich“. Das scheint aber nicht zu beruhigen.

                  • Rauschi 15. April 2021, 16:07

                    Das Problem ist eher, dass dies als Ordnungswidrigkeit eingestuft wird und nicht als das, was es ist: Gefährdung von Gesundheit und Leben der Mitmenschen.
                    Das finde ich auch unglaublich, das nicht jeder, der keine Maske trägt, warum immer, nicht umgehend verhaftet und eingeknastet wird. Unfassbar sowas, schlagen Sie das doch bitte mal dem Söder vor, der ist sicher Feuer und Flamme.
                    🙁

                    • CitizenK 15. April 2021, 16:51

                      Die Polizei ist bei den sogenannten „Querdenker“-Demos sehr tolerant. Bei normalen Bürgern eher weniger.
                      https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-03/polizei-querdenker-corona-demos-kassel-neutralitaet-polizeigewalt

                      Btw., weil es hier Streit um den Begriff „Covidioten“ gab: Was wäre denn die zutreffende Bezeichnung für Menschen, die Attila Hildmann folgen?

                    • Rauschi 15. April 2021, 19:37

                      Die Polizei ist bei den sogenannten „Querdenker“-Demos sehr tolerant. Bei normalen Bürgern eher weniger.
                      Auch wenn ich mich wiederholen muss, nicht jede Demo wird von Querdenken organisiert, das sind in Wahrheit sogar die wenigsten.
                      Dann beschweren Sie Sich bei der Polzei und nicht bei Querdenken.
                      Ausserdem haben Sie eindeutig einen falschen Eindruck, uns ist die Polizei einen Berg hoch gefolgt, weil es einen Freiluftgottesdienst geben sollte, weit, weit ab von jedem „normalen“ Mitbürger.

                      Btw., weil es hier Streit um den Begriff „Covidioten“ gab: Was wäre denn die zutreffende Bezeichnung für Menschen, die Attila Hildmann folgen?
                      Wie ticken Sie denn? Was habe ich mit dem zu tun? Hat hier irgendjemand auf den Bezug genommen?
                      Wie wäre es mit rechtsextrem?
                      Die meisten haben mit dem nichts das geringste zu tun und sind auch deswegen immer noch kein Straftäter oder Gefährder, wie Sie sich das wünschen.
                      Wie nenn ich denn sowas, auf Verdacht einsperren, wegen Gedankenverbrechen?
                      Doch, da zeigt sich der Liebhaber des Rechtsstaates, einsperren ohne Verbrechen steht da ganz oben auf der Liste der Prinzipien, newa?

            • Rauschi 15. April 2021, 06:44

              Nicht zu vergessen, die Sicherheitskräfte, die dadurch ebenfalls in Gefahr geraten.
              Wieso sind die denn in Gefahr? Ich habe nur gesehen, das die sich den Menschen näher und den Abstand nicht einhalten.
              Und nochmal, nein, nur weil die ein Demo machen sind die nicht automatisch infektiös. Das sind im gesamten Land nur sehr wenig, ich habe Dir das ausgerechnet. Die Menschen in der Stadt könne sich alle schützen und weg bleiben, Klappe zu Affe tot. Wie könnte da jemand gefährdet werden?

              Das ist genauso zerrüttend für das Vertrauen in den Staat, das zermürbt die Leute.
              Die Massnahmen zermürben die Menschen, nicht die Demos. Ursache-> Wirkung.

    • Marc 14. April 2021, 10:50

      Danke für den Artikel, ich fand ihn gut

      Danke, mein Minimalziel habe ich also erreicht 😉

      Bei irgendeiner Covidioten-Demo kam mal das Statement „es könne keine Pandemie sein, weil keine Toten auf der Straße liegen“

      Das Schlimmste ist, dass große Teile der Politik exakt nach diesem Motto handeln. Und dann das bewährte Muster abspulen: Handlungen simulieren, in dem man Maßnahmen durchführt, die dann über Ausnahmen so weichgespült werden, dass außer einer symbolischen Handlung nichts übrig bleibt.

      Ach, hier ist übrigens nochmal ein Artikel über Gefahr im Freien vs drinnen, da kommt das auch mit den Würfeln vor, neulich hatte ich den ja nicht gefunden:

      Schönes Beispiel, wie man das Abstrakte in konkrete Handlungen überführen kann. Was vielen auch nicht klar ist: Wenn ich dauernd aufpasse und nur Kontakte mit einem 20seitigen Würfel zulasse, aber eine einzige Situation habe, die einem zweiseitigen Würfel entspricht, dann war der Aufwand vorher als Schutzstrategie etwas sinnlos. Auch hier: Exakt den gleichen Fehler macht hier die Politik. Lasse ich einen wesentlichen Bereich unberührt, also weite Bereiche der Wirtschaft, sind die Schutzmaßnahmen im privaten Bereich nahezu wirkungslos.

      • Rauschi 14. April 2021, 12:14

        Schönes Beispiel, wie man das Abstrakte in konkrete Handlungen überführen kann.
        Aber doch nicht mit Ihren Ausführungen, sondern mit echten, konkreten Zahlen.
        110 Menschen treffen, wie lange brauchen Sie dafür, wenn jeder Kontakt dem Infektionsrisiko laut Gesundheitsamt entsprechen:
        länger als 15 Minuten näher als 1,5 Meter face to face?

        So sieht konkret aus, nicht mit vielseitigen Würfeln.

        • Marc 14. April 2021, 12:56

          Die Ansteckung ist ein stochastischer Prozess, daher das Bild mit dem Würfel. Ob eine Infizierung erfolgt, hängt maßgeblich von der übertragenen Virenlast ab und diese wiederum von vielen zufälligen Parametern: Freiluft oder geschlossener Raum? Wie sind die Luftströmungen? Welche Virenlast stößt gerade der Infizierte aus (variiert während der Infektion)? Scheint die Sonne (UV Licht tötet Viren)? …

          Das, was sie fordern, gibt es nicht: Jeder Kontakt ist individuell und die entsprechenden Infektionsrisiken sind es auch. Und nochmal: Auch mit den AHA Regeln wird nur die Wahrscheinlichkeit einer Infektion verringert, sie wird nicht verhindert!

          Es gibt hierzu keine offenen Fragen. Der Artikel gibt nur Ratschläge, wie ich das individuelle Risiko einschätzen und minimieren kann.

          • Rauschi 14. April 2021, 13:31

            Auch mit den AHA Regeln wird nur die Wahrscheinlichkeit einer Infektion verringert, sie wird nicht verhindert!
            Es gibt kein Nullrisiko? Alarmiert die Medien, das gab es ja noch nie!
            Weil man sich immer noch nicht schützen kann? Really?
            Wenn aber Personal, das einem Kontakt gar nicht ausweichen kann, sich trozdem nicht infiziert, wie kann das erklärt werden? Darf ich raten? Gar nicht?

            Von den knapp 80.000 Infizierten mussten 3% hospitalisiert werden und es sind 28 absolut! verstorben. Fragen Sie die mal, wie die das Wunder hinbekommen haben, denn Abstand kann ausgeschlossen werden.
            Fragen Sie die verblieben mal, ob sich deren Arbeitsbedingungen verbessern, wenn die Menschen eingesperrt werden. Finde ich eher unwahrscheinlich, aber man weiss ja nie mit 100%, was passiert.

            Der Artikel gibt nur Ratschläge, wie ich das individuelle Risiko einschätzen und minimieren kann.
            Der Artikel bauscht etwas zu einem Risiko auf, das keines darstellt. Es ist auch für die meisten Menschen nicht notwendig, jedes Risiko zu minimieren, die wenigen verblieben „gesunden“ kommen noch gut mit einer Ansteckung zurecht. Immer noch, denn die Zahl der Hospitalisierten sinkt, wie ich gezeigt habe.

            • Marc 14. April 2021, 13:58

              Das Hygienekonzept in einer Klinik basiert doch nicht auf den AHA Regeln! Was soll dieser Schwachsinn?

              Es ist auch für die meisten Menschen nicht notwendig, jedes Risiko zu minimieren, die wenigen verblieben „gesunden“ kommen noch gut mit einer Ansteckung zurecht.

              Wenn es nur die CovIdioten treffen würde, könnte ich zustimmen.

              • Rauschi 14. April 2021, 15:30

                Das Hygienekonzept in einer Klinik basiert doch nicht auf den AHA Regeln!
                Ok, worauf denn dann?
                Man kann sich ja offenbar schützen, was ist das Geheimniss dahinter?

                Wenn es nur die CovIdioten treffen würde, könnte ich zustimmen.
                Sie wünschen also Menschen eine Krannkheit, weil Sie deren Einstellung nicht teilen?
                Sie sind abstossend, menschlich abstossend, wie ich das oben schon geschrieben habe, Ihnen kann es gar nicht um die Menschen gehen, wie Sie gerade bewiesen haben.
                Ich würde mich dann lieber anstecken als mit einer Hirnthrombose zu verrecken.
                Ich nehme Ihnen kein Bett weg, keine Angst.

              • Erwin Gabriel 14. April 2021, 23:24

                @ Marc 14. April 2021, 13:58

                Wenn es nur die CovIdioten treffen würde, könnte ich zustimmen.

                Guckst Du manchmal in einen Spiegel? Schau Dir gut an, wen Du da siehst.

                • Marc 15. April 2021, 07:28

                  Ich habe zynisch auf eine ungeheuerliche Aussage von Rauschi reagiert.

                  • Erwin Gabriel 15. April 2021, 09:54

                    @ Marc 15. April 2021, 07:28

                    Ich habe zynisch auf eine ungeheuerliche Aussage von Rauschi reagiert.

                    Das beurteile ich – vermutlich erwartbar für Dich – anders als Du. Aber selbst wenn ich Deinen Standpunkt nicht teile, kann ich ihn nachvollziehen und respektieren.

                    Aber (nur als Beispiel, nicht als entsprechender Vorwurf an Dich) nicht derjenige ist ein Nazi, der sich so nennt, sondern der, der sich so verhält.

                    Soll heißen: Solche Aussagen sprechen ein Urteil auch über Dich.

                    Da ich nicht glaube, dass Du ein bösartiger Mensch bist, wäre meine Bitte, dass Du da vielleicht etwas mehr aufpasst – nicht auf das, WAS Du sagst, sondern WIE Du es formulierst.

                    • Marc 15. April 2021, 10:42

                      Rauschi sagte:

                      Es ist auch für die meisten Menschen nicht notwendig, jedes Risiko zu minimieren, die wenigen verblieben „gesunden“ kommen noch gut mit einer Ansteckung zurecht.

                      Das ist ein eindeutiger Aufruf zur Durchseuchung und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Impfkampagne begonnen hat. Das sieht harmlos aus, für mich ist das pure Bosheit. Jemand sitzt auf einem Pulverfass und kurz bevor er runter darf, wirft man mit Feuer auf ihn. Wie soll ich auf so etwas reagieren? Auch wenn die Gefahr einer Explosion gering ist, ist das doch kein zivilisiertes Verhalten mehr! Wenn jemand für sich sagt, er möchte sich nicht impfen lassen – alles okay. Aber wer sich impfen lassen möchte, soll doch bitte schön noch die Möglichkeit haben, solange er noch am Leben ist oder seine Gesundheit noch nicht zerstört ist.

                    • Rauschi 15. April 2021, 12:48

                      Das ist ein eindeutiger Aufruf zur Durchseuchung und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Impfkampagne begonnen hat.
                      Sorry, aber können Sie mal runter kommen? Das ist eine ganz nüchterne Feststellung, die sich bei jedem Lesen des Lageberichtes erneut bestätigt. Das ist kein Aufruf zu irgendwas und ich gehe einfach davon aus, das Menschen selbst denken können und die mit Angst sich einfach selbst schützen können und ich denen sowie noch nie zu nahe gekommen bin.

                      Wie soll ich auf so etwas reagieren?
                      Keine Ahnung, aber Menschen einen schweren Verlauf zu wünschen, denn das schwingt da ja mit, das ist keine humane Reaktion.
                      Ich wünsche mir tätsächlich, das ich (und nur ich, bevor Sie wieder irgendwas da rein interpretieren) das bekomme und dann hinter mir habe, ich lege es aber auch nicht darauf an, wobei ich nicht mal wüsste, was ich dafür tun muss.
                      Weil immer noch keiner weiss, wo und wie so ein Superspreader entsteht.

                  • Rauschi 15. April 2021, 12:40

                    Ich habe zynisch auf eine ungeheuerliche Aussage von Rauschi reagiert.
                    Auf welche? Das „Gesunde“ damit gut umgehen können? Das schreibt das RKI, das ist doch keine Erfindung von mir.
                    Ich habe auch nicht bestritten, das es auch schwere Verläufe und Tote gibt, noch nie, aber die ganz grosse Mehrzahl verläuft eben nicht so.

    • Erwin Gabriel 14. April 2021, 13:03

      @ Ariane 14. April 2021, 07:07

      Bei irgendeiner Covidioten-Demo …

      Selbst wenn der Begriff heutzutage in der Wissenschaft vollständig ausgestorben ist – in der Psychologie beschrieben Begriffe wie „Idiot“ oder „Idiotie“ Menschen mit geistiger Behinderung. Kannst Du mir bitte mal erklären, wie Du auf den Schluss kommst, dass Menschen mit einer anderen Meinung als Du eine gesistige Behinderung haben?

      Immerhin bist Du (nach allem, was ich hier von Dir gelesen habe) eine Frau, die sich in vielen anderen Bereichen durchaus energisch für diskriminierungsfreie Sprache einsetzt.

      • Ariane 14. April 2021, 20:58

        Na ok, meinetwegen CoronaleugnerInnen-Demo 🙂

        Obwohl Sprache halt auch ziemliche Bedeutungsumschwünge mitmacht und ich denke, dass Idiot mittlerweile wirklich sehr weit von medizinischen Begriffen weg ist (sogar noch mehr als schwachsinnig), genauso wie Bastard heutzutage nichts mehr über den Ehestand der Eltern aussagt.

        • Erwin Gabriel 14. April 2021, 22:19

          @ Ariane 14. April 2021, 20:58

          Na ok, meinetwegen CoronaleugnerInnen-Demo

          Das wird wohl etwas länger dauern …

          Glaubst Du, dass die Leute, die auf den Querdenker-Demos herumlaufen, …

          ⃝ … leugnen, dass es dieses Virus überhaupt gibt?

          ⃝ … der Meinung sind, dass Corona nicht so schlimme Auswirkungen hat, wie von der Bundesregierung behauptet?
          ⃝ … der Meinung sind, dass die Maßnahmen der Bundesregierung nicht greifen??
          ⃝ … der Meinung sind, dass die Maßnahmen der Bundesregierung gegen das Grundgesetz verstoßen?
          ⃝ … mit der Gesamtsituation derart unzufrieden sind, das sie ihren Frust und ihre Ohnmacht auf irgendeine Weise in die Öffentlichkeit tragen wollen?

          Nach Deinen bisherigen Ausführungen dürftest Du nur bei einer Aussage Dein Kreuz machen.

          … ich denke, dass Idiot mittlerweile wirklich sehr weit von medizinischen Begriffen weg ist …

          Das habe ich fast gedacht; deswegen mein zweites Statement, dass meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleiht, dass sich jemand, der sich so energisch in eigener Sache für diskriminierungsfreie Sprache einsetzt, alle Grundsätze fahren lässt, wenn es gegen Andersdenkende geht.

          Wie Menschen, die sich auf der einen Seite heftig gegen Begriffe wie „Neger“ wehren und sich für geschlechterneutrale Sprache einsetzen, auf der anderen Seite derart problemlos Pöbelbegriffe und wahrheitsverdrehende Ausdrücke gegen Andersdenkende benutzen, werde ich nicht verstehen.

          • Ariane 15. April 2021, 05:16

            Also ich muss doch sehr bitten, hier nicht das Wort Neger mit Idiot gleichzusetzen, das ist doch etwas absurd. Ansonsten entschuldige ich mich für den Ausdruck „Idiot“

            Zu den Coronaleugner-Demos:
            Das sind doch keine Menschen, die einfach mit diesem oder jenem Tun der Regierung unzufrieden sind. Das sind doch mittlerweile fast alle, auch Stefan, Marc und ich, obwohl wir hier gerne als obrigkeitsliebend und panisch hingestellt werden – oh ein medizinischer Begriff, der von dir übrigens nicht beanstandet wird! Insofern gebe ich gerne zurück, dass sich hier wohl gerne beschwert wird, wenn die Meinung nicht passt Erwin.

            Aber wer auf diesen Demos mitläuft, macht sich mit verschwörungsmythischen und staatsgefährdeten Ideen gemein, die werden mittlerweile ja nicht ohne Grund von diversen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet. Es ist ja wohl ein Unterschied, ob ich mit der Regierung unzufrieden bin und meine Meinung kundtun möchte oder zb die Regierung stürzen und alle ins Gefängnis oder an den Galgen bringen will. Das ist nicht nur bescheuert, sondern auch gefährlich, in einer pandemischen Situation noch mehr, weil man ja nicht mal zu Hause sitzen und den Kopf schütteln kann, sondern dadurch indirekt mit gefährdet wird, wenn eine Großdemo in der jeweiligen Stadt stattfindet.

            • Rauschi 15. April 2021, 06:37

              Das sind doch keine Menschen, die einfach mit diesem oder jenem Tun der Regierung unzufrieden sind.
              Woher wissen Sie das, haben Sie mehr als getan, als Zeitung zu lesen? Sie „kennen“ zumindest 2 Personen, die auf einer Demo waren.

              Aber wer auf diesen Demos mitläuft, macht sich mit verschwörungsmythischen und staatsgefährdeten Ideen gemein, die werden mittlerweile ja nicht ohne Grund von diversen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet.
              Mit verschwörungsmythischen Ideen gemein machen? Häh? Wie das? Wie macht man sich mit Ideen gemein? Welche Ideen sind den staatsgefährdend?
              Verfassungsschutz? Nein, nur in einem und das auch NUR eine Bewegung, nicht alle Demoteilnehmer auf allen Demos. Es geht um Querdenken, und vielleicht erinnern Sie sich, das wurde auch mit der Linken gemacht. Was sagt das?

              Sie tun Probleme als Busprobleme ab und empfehlen Menschen, die eine Partei wählen wollen die wir beide nicht gut finden, am besten nicht zu wählen.
              Was ist das? Demokratiefördernd?

              Das ist nicht nur bescheuert, sondern auch gefährlich, in einer pandemischen Situation noch mehr, weil man ja nicht mal zu Hause sitzen und den Kopf schütteln kann, sondern dadurch indirekt mit gefährdet wird, wenn eine Großdemo in der jeweiligen Stadt stattfindet.
              Das finde ich lustig, also ist unteilbar oder die Demo gegen Rassismus nicht in Ordnung?
              Wenn überhaupt, dann bringen die nur sich in Gefahr und dafür muss jemand infektiös sein und nicht nur die „falschen“ Ideen im Kopf haben.
              Da ist wieder der Wunsch der Vater des Gedankens oder warum sollte eine Zugfahrt sonst weniger gefährlich sein?

              Ja, das nenn ich panisch, denn, was auch immer hier von popper und mir und Jens an Fakten vorgetragen wird, das bringt Marc und Sie und Stefan nur dazu, zu meinen, ja einiges läuft nicht optimal, aber entweder weil das Volk blöde und ungehorsam ist oder sonst was, aber wir brauchen dringend mehr und härter und strenger davon.
              Aus welcher Motivlage lässt sich das erklären?

              Nur nebenbei, weil mittlerweile alles über den „Vers.. und Querdenker aufkleber“ gelabelt wird, ist eine „normale“ Demo von „reinen“ Kritiern gar nicht mehr möglich. Wo wir denn die Kritik geäussert? Mit welcher Konsequenz? Mehr vom gleichen?
              Es gab eine Friedenskette am Bodensee, die hatte nichts mit Querdenken zu tun, da kamen Leute für den Frieden zusammen und haben eine Menschenkette gebildet, mehr nicht, kein Plakat mit den „falschen“ (ja Galgen finde ich auch nicht in Ordnung, aber der Rest?)Motiven und wurde von mir wildfremden Menschen als Nazi beschimpft. Obwohl ich gar nichts gesagt habe. Oder als Arschl.., weil ich ohne Maske in einer Innenstadt mit genug Abstand stehe.

              Doch, diese Menschen sind die guten und die anderen Leugner von irgendwas oder sind Idioten, auf jeden Fall falsch.

              Die haben sicher Busprobleme und sollten zuhause bleiben, so gehört sich das für gute Demokraten, newa?

            • Erwin Gabriel 15. April 2021, 12:21

              @ Ariane 15. April 2021, 05:16

              Also ich muss doch sehr bitten, hier nicht das Wort Neger mit Idiot gleichzusetzen, das ist doch etwas absurd.

              Ja, ist es. Der Begriff „Neger“ wurde von mir früher mit der Intention zu beschreiben benutzt, nicht mit der Intention zu beleidigen. Der Begriff „Idiot“ ist immer beleidigend gemeint.

              Ansonsten entschuldige ich mich für den Ausdruck „Idiot“ .

              Danke (ehrlich gemeint). Das ist mehr, als die anderen hier hinkriegen.

              Zu den Coronaleugner-Demos:
              Vermutlich leugnet keiner von denen, dass es diese Krankheit gibt.

              Das sind doch keine Menschen, die einfach mit diesem oder jenem Tun der Regierung unzufrieden sind. Das sind doch mittlerweile fast alle, …

              Ja, mittlerweile. das ist in dieser Diskussion ein durchaus entscheidendes Wort. Einige haben früh erkannt, dass die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung ins Leere laufen werden, andere spät.

              … auch Stefan, Marc und ich, obwohl wir hier gerne als obrigkeitsliebend …

              „obrigkeitshörig“ fände ich treffender, aber sei’s drum – ja

              … und panisch hingestellt werden

              Es ist mir entgangen, dass dieser Begriff auch nur annähernd in gleicher Häufigkeit wie „CovIdiot“ eingesetzt wurde.

              … ein medizinischer Begriff, der von dir übrigens nicht beanstandet wird!

              Warum auch? Die umgangssprachliche Bedeutung von „panisch“ ist eine gesteigerte Form von „erschreckt“; die umgangssprachliche Bedeutung von „Idiot“ bedeutet „mangelnde Intelligenz“. Ersteres mag für den einen oder anderen Mitdiskutanden durchaus zutreffend sein, letzteres für keinen derjenigen, die hier mitdiskutieren.

              Aber wer auf diesen Demos mitläuft, macht sich mit verschwörungsmythischen und staatsgefährdeten Ideen gemein, die werden mittlerweile ja nicht ohne Grund von diversen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet.

              Mach es Dir doch nicht immer so einfach, nur weil es Dir gerade mal wieder in den Kram passt. Die Empörung ist stets groß, wenn beispielsweise Stefan P. aus amtlichen Statistiken zitiert, die Menschen mit Migrationshintergrund in bestimmten Bereichen verstärkt problematisches Verhalten nachweisen. Da wird dann eine individuelle Betrachtung gefordert, keine allgemeine Vorverurteilung. Hier aber gilt das nicht?

              Das entspricht vom Niveau bzw. dem Argumentationskonzept den 70er Jahren, als nach bürgerlicher Auffassung alle „Langhaarigen“ linke, ungewaschene Chaoten waren.

              Es ist ja wohl ein Unterschied, ob ich mit der Regierung unzufrieden bin und meine Meinung kundtun möchte oder zb die Regierung stürzen und alle ins Gefängnis oder an den Galgen bringen will.

              Ja, und? Wollen das stets alle, jeder einzelne Teilnehmer auf der Demo? Mit dem gleichen Recht könnte ich alle linken Demonstranten zum 1. Mai als gewalttätige Sachbeschädiger und Körperverletzer einordnen. greift auch zu kurz.

              Das ist … auch gefährlich, in einer pandemischen Situation noch mehr, weil man … indirekt mit gefährdet wird, wenn eine Großdemo in der jeweiligen Stadt stattfindet.

              Da würde ich nicht widersprechen.

              Ich finde es trotzdem besser, wenn man auf die Aussagen und Argumente der Leute reagiert, anstatt sie pauschal zu beschimpfen.

              • Stefan Sasse 15. April 2021, 14:04

                Ich glaube es war vor allem Thorsten, der den Begriff benutzt hat.

                • Rauschi 15. April 2021, 16:16

                  Nein, es war und ist eindeutig Marc, der das inflationär benutzt.

            • popper 15. April 2021, 12:49

              @Ariane

              Warst Du schon mal dabei. Vermutlich nicht, aber dafür bietest Du uns deine küchenpsychologische Ferndiagnose an. Ich habe dort noch keinen Coronaleugner getroffen, die wissen sogar, dass es mehrere Coronaviren gibt. auch keinen, der, wie Herr Jauch, sich mit Pflästerchen auf dem Oberarm plakatieren lässt und damit den Eindruck erweckt, er sei bereits geimpft. Wenn mehrere Zehntausende gegen die Grundrechtsverletzungen und Beschädigungen unseres Rechtsstaates protestieren und es laufen da 100 rechte Krawallmacher mit, die für die Medien Skandalbilder liefern, dann machen sich 30.000 mit denen gemein. Deine Kenntnisse in Mengenlehre sind ziemlich defizitär und die inhaltliche Auseinandersetzung mit Corona lässt wirklich zu wünschen übrig oder ist das deine Art der Realitätsverweigerung. Dass wir nie eine Pandemie und schon gar keine epidemische Lage nationaler Tragweite hatten, ist doch längst raus. Ebenso, dass SARS-Cov-2 bei über 99 % der Infizierten leichte Symptome verursacht. Atemwegsinfekte töten über vier Millionen Menschen pro Jahr und wieviele davon sind jetzt an oder mit Corona-gestorben. Knapp 3 Mio. in 15 Monaten. Natürlich gibt es seit über einem Jahr nur noch Corona-Tote, alle anderen Atemwegserkrankungen, vorneweg die Grippe, sind angeblich ausgestorben. Du kannst ja weiterhin in deiner Blase herumhocken und mit Steinen werfen und dich von Angela malträtieren lassen, wir die sich ausbreitende denkende Verantwortung tragende Spezies, retten gerne auch deinen Arsch gleich mit; auch wenn wir dafür von dir beschimpft werden. Übrigens, der Bundesnachrichtendienst beobachtet keine Querdenker.

              • Ariane 15. April 2021, 13:26

                Übrigens, der Bundesnachrichtendienst beobachtet keine Querdenker.

                Ja, weil das der Auslandsgeheimdienst ist und der Verfassungsschutz für das Inland zuständig ist^^

        • Stefan Sasse 15. April 2021, 08:33

          Ja, diese Argumentation (die ich übrigens auf Twitter gerade total häufig von links lese!) dass „Idiot“ eine Ableismus darstelle halte ich für grotesk.
          Aber vielleicht liege ich genauso falsch wie diejenigen, die in den 2000er Jahren exzessiv „fag“ benutzt haben und glaubten, das richte sich nicht gegen Schwule. Who knows?

          • Ariane 15. April 2021, 12:44

            Ja, ich auch. Bei schwachsinnig könnte ich das noch eher verstehen. Kann aber auch subjektiv sein, aber das bringe ich irgendwie noch eher mit der alten medizinischen Diagnose zusammen.
            Das erscheint mir ähnlich sinnig, wie die Argumentation, dass Mohrenstraße nicht rassistisch ist, weil das im 17. Jahrhundert positiv konnotiert war.

            • Stefan Sasse 15. April 2021, 14:09

              Ja. Ich würde aber mein endgültiges Urteil abwarten, bis ich von Expert*innen gehört habe.

  • CitizenK 14. April 2021, 07:46

    @ Stefan Pietsch
    Wie würden „präzise, nachprüfbare Bedingungen“ in einer akuten Pandemie aussehen – und wie könnten sie in der Kürze der Zeit unwiderlegbar beigebracht werden – wo doch die „Wissenschaft“ widersprüchliche Ergebnisse und Empfehlungen liefert? There is no glory in prevention. Aber Klugheit, würde ich sagen.

    • Rauschi 14. April 2021, 09:40

      There is no glory in prevention. Aber Klugheit, würde ich sagen.
      In jeder Prävention? Auch in einer, die mehr Schaden, aber bei anderen anrichtet, als sie mutmasslich nutzt?

      Das gilt so einfach nicht mal für Mamographie, weil auch da erst mal viele Fälle gefunden werden, die sich nach Monaten als harmlos heraus stellen. Der mentale Schaden, der damit angerichtet wurde, den berechnet aber niemand mit ein, der ist aber angerichtet, und zwar ohne das es für die Patientin einen Nutzen ergibt.

      Nur zur Anschauung.

    • Stefan Pietsch 14. April 2021, 11:46

      Wir wissen seit Beginn der Krise, was die Hauptspreader sind. Bei der Bundeskanzlerin blieb dagegen nur hängen: Kontakte.

      In den ersten Hotspot Bergamo verbreitete sich Corona durch Zugereiste aus China und die engen Familienbande in Italien. Nach getaner Arbeit gehen die Italiener am Wochenende zu ihrer (Groß-) Familie und zu Mama. Ähnlich funktionierte das in Spanien. In den USA waren die Malls Spreader.

      Ich habe seit März 2020 (nicht 2021!) meiner Mannschaft eingebläut: Haltet die Regeln ein. Haltet vor allem eure Kontakte konstant, vermeidet Umgang mit Neuen. Als eine der ersten Maßnahmen wurden Kontakte mit Geschäftspartnern auf Hold gesetzt. Das allein wirkte. Bin ich schlauer als Epidemologen? Möglich, aber nicht wahrscheinlich. Nur bin ich es gewohnt, auf den Nutzen von Maßnahmen zu schauen und scheue mich nicht, Nichtfunktionierendes zu verwerfen.

      Dies scheint nicht sehr verbreitet. Ich habe Sie, Stefan und Marc nachdrücklich aufgefordert: Wenn Sie der Überzeugung sind, einzelne Maßnahmen seien wirkungslos (Lockdown light), welche würden Sie verwerfen? Sie antworteten unisono (weitgehend durch Enthaltung): Keine. Welcher rational handelnde Mensch würde so vorgehen?

      Was wir wissen: Lockdowns verlagern zu einem wesentlichen Teil das Infektionsgeschehen. Stefan stellt sich Homeoffice gemütlich auf 200qm Wohnfläche vor. Die meisten leben nicht so großzügig, schon gar nicht Menschen mit schalem Portemonnaie. Vier-Personen-Haushalt auf 60 qm, da können sich Viren wunderbar verbreiten, lernt man in Bio Oberstufe.

      Die Politik, linke allzumal, hat die Vorstellung von Menschen als singuläre Wesen, Einzelgänger. Schließt man öffentliche Treffen durch alle möglichen Maßnahmen aus, werden sie schon wie in der Matrix in ihrer Zelle leben. Nur, so ist es eben nicht. Durch Lockdowns werden Menschen in prekären Verhältnissen enger aufeinander gesetzt, sie können nicht mehr nach draußen ausweichen, auf den Fußballplatz, in die Boxhalle, den Spielplatz. Sie sitzen zuhause, eng zusammen mit all der Agression, die das erzeugt. Dann treffen sie sich heimlich, und es besteht weniger Kontrolle denn je, wie das Virus übertragen wird.

      Dumm, dumm, dumm. Mit Klugheit hat das jedenfalls nichts zu tun.

      Das Problem der Politik: sie erkennt einen Sachverhalt und einen Maßnahme-Problem-Zusammenhang und übersteuert wie der ungeübte Geisterfahrer. Doch jeder weiß: ohne ESP schaukelt sich ein mobiles Gerät beim Übersteuern immer mehr auf bis es im Straßengraben mit Totalschaden endet.

      • Marc 14. April 2021, 13:08

        Wir wissen seit Beginn der Krise, was die Hauptspreader sind. Bei der Bundeskanzlerin blieb dagegen nur hängen: Kontakte.

        Halten wir fest: Die Kanzlerin hat mehr von der Pandemie verstanden als sie.

        In den ersten Hotspot Bergamo verbreitete sich Corona durch Zugereiste aus China und die engen Familienbande in Italien. Nach getaner Arbeit gehen die Italiener am Wochenende zu ihrer (Groß-) Familie und zu Mama. Ähnlich funktionierte das in Spanien. In den USA waren die Malls Spreader.

        Exakt. Das Ganze nennt sich Mobilität und wird durch Lockdownmaßnahmen, die sie ablehnen, reduziert. Sie haben das Problem erkannt, lehnen aber die Lösung ab.

        Als eine der ersten Maßnahmen wurden Kontakte mit Geschäftspartnern auf Hold gesetzt. Das allein wirkte.

        Sie haben ein firmeninternen Lockdown angeordnet, lehnen ihn aber generell ab – jetzt wird es wirklich einfach nur irre.

        • Stefan Pietsch 14. April 2021, 15:47

          Halten wir fest: Die Kanzlerin hat mehr von der Pandemie verstanden als sie.

          Was befähigt Sie das zu beurteilen? Ich kann immerhin beurteilen, dass Sie ich falsch angesprochen haben. „Sie“ wird in solchen Fällen groß geschrieben. 😉

          Es ist – um mal ein Wort aus Ihrem Sprachschatz zu gebrauchen – eine ziemlich idiotische Annahme, man könne familiäre Kontakte einschränken oder gar unterbinden, wenn das nicht auf Freiwilligkeit beruht. Halten Sie die Kanzlerin für eine Idiot:in?

          Sie haben ein firmeninternen Lockdown angeordnet, lehnen ihn aber generell ab – jetzt wird es wirklich einfach nur irre.

          Das ist der Unterschied zwischen einem autokratisch ausgerichteten Menschen wie Sie es sind und einem Liberalen. Sie schließen daraus, dass man alles, was man freiwillig tut, auch verordnen könne.

          Ordnet der Staat per Gesetz an, dass sich Geschäftspartner nicht treffen dürfen, so ist dies ein Diktum – und aus guten Gründen verfassungswidrig. Entscheidet ein Unternehmer oder Manager dies, so kann er die freiwillige Selbstverpflichtung jederzeit ändern, wenn dies sinnvoll und nützlich erscheint. Oder um es mit Stefan zu sagen: eine Diät ist oft nützlich. Dauerhaft angewendet kann sie jedoch Mangelerscheinungen verursachen und das Gegenteil des Gewollten bewirken. Bedarf es dazu erst wieder einer neuen Regelsetzung, ist der Patient manchmal tot bevor die Maßnahme greift.

          Halten wir fest: Sie sind ein autokratisch und paternalistisch denkender Mensch. Ist nichts Schlimmes, tut sich halt nur schwer mit den in einer freien, demokratischen Gesellschaft geltenden Regeln.

          • Marc 14. April 2021, 17:54

            Das ist der Unterschied zwischen einem autokratisch ausgerichteten Menschen wie Sie es sind und einem Liberalen. Sie schließen daraus, dass man alles, was man freiwillig tut, auch verordnen könne.

            Vielen Dank, dass sie ihren Irrsinn bestätigen.

            Es ist doch so, wenn alle Unternehmen freiwillig einen firmeninternen Lockdown anordnen, dann wäre die Pandemie unter Kontrolle. Leider passiert das nicht. Warum? Es sind wohl nicht alle so klug wie sie. Daher ist man in einer Pandemie gezwungen, paternalistisch zu handeln, um Leben zu retten. Und jetzt die ganz schlechte Nachricht für sie: Ja, das lässt sich sogar in einer demokratischen Gesellschaft umsetzten.

            • Erwin Gabriel 14. April 2021, 22:50

              @ Marc 14. April 2021, 17:54

              Vielen Dank, dass sie ihren Irrsinn bestätigen.

              Ja, ich weiß, pingeln auf hohem Niveau: „Ihren“ wird groß geschrieben 🙂

              Ich muss gestehen, dass ich die Argumentation von Stefan Pietsch deutlich logischer empfinde. Bei Dir verstehe ich halbwegs, was Du willst, und dass Du es am liebsten per Gesetz verordnen möchtest. Das ist stringent gedacht (und als Denkmuster durchaus etwas, was ich trotz der preussischen Natur – am Deutschen Wesen soll die Welt genesen – eher dem linken als dem rechten Lager zuordnen würde).

              Doch wie Stefan P. zurecht anmerkt, hängt die Akzeptanz von Entscheidungen doch sehr von ihrer Nachvollziehbarkeit ab: Versteht man die Maßnahme und hält sie für sinnvoll, folgt man der gewünschten Intuition der Entscheidung. Sind Sinn und Nachvollziehbarkeit nicht gegeben, folgt man garnicht oder eben nur den Buchstaben.

              Die Frage, ob in solch einem Fall vielleicht die falsche Maßnahme entschieden oder eine richtige maßnahme falsch kommuniziert wurde, stellt sich für Dich nicht; wer nicht folgt, ist ein CovIdiot.

              Wenn Regierungsvertreter Maßnahmen anordnen, die Du für falsch hältst, sind die vermutlich auch CovIdioten?

              Kannst Du wirklich behaupten, dass die Maßnahmen der Bundesregierung greifen? Ich sehe das nicht. Wenn Du der Meinung bist, das die Maßnahmen der Regierung nicht wirken, warum gehst Du dann auf die Leute los, die das auch so sehen?

              Es ist doch so, wenn alle Unternehmen freiwillig einen firmeninternen Lockdown anordnen, dann wäre die Pandemie unter Kontrolle. Leider passiert das nicht. Warum?

              Natürlich ist das falsch, was Du da schreibst, und Du weißt das auch, bzw. könntest das mit 2 Minuten Nachdenken locker auf die Reihe kriegen. Weder können alle Unternehmen in einen Lockdown gehen, noch würde das „die Pandemie“ unter Kontrolle“ bringen.

              Es sind wohl nicht alle so klug wie sie.

              Dazu fällt mir nur die Spitze ein, dass Du da wohl Recht hast. Sorry, der musste raus.

              Daher ist man in einer Pandemie gezwungen, paternalistisch zu handeln, um Leben zu retten.

              Au weia, da fängst Du an, Dich übel zu verrennen.

              Zum einen: „Man“ handelt doch paternalistisch, doch ohne Erfolg. Schlußfolgerung: Das Handeln ist offenbar falsch.

              Zum anderen: „Leben retten“ ist ein großes Wort. Diese kitschige Schwarzweiß-Malerei tut so, als ob alle angeordneten Maßnahmen ausschließlich „lebensrettend“ wären und keinen anderen Schaden anrichten. Dem ist natürlich nicht so. Auch die Maßnahmen richten Schäden an, doe über ein paar fehlende Euro bei „den Reichen“ weit hinausgehen. Existenz- oder „nur“ Job-Verlust haben teilweise derbe psychische Auswirkungen, die in lebensverkürzenden Depressionen enden könnten.

              Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du die Argumentation, dass mit dem Warten und Herumstehen, mit der teilweise rüden und herablassenden Behandlung im Arbeitsamt für Hartz-IVler sei in Ordnung, weil die ja Geld kriegen, heftig bekämpfen würdest, von wegen Würde des menschen oder so. All das scheint hier nicht zu zählen.

              Zum Trost: Auch die Bundesregierung schaut nur, ob sie die Zahl der „Corona-Toten“ bis zum Wahltermin möglichst niedrig halten kann (wobei sie sich echt dämlich anstellt), und denkt nicht für 5 ct weiter.

              Nicht bös sein, wenn ich solch schlichtem Denken nicht folgen mag.

              • Marc 15. April 2021, 07:43

                Wenn es eine neue Diskussion wäre, könnte ich das eine oder andere nachvollziehen. Die Maßnahmen und vor allem die Kommunikation der Regierung wird von allen, also auch mir, kritisiert. Das macht aber dem Virus nichts aus, es verbreitet sich weiter. Um diese tödliche Gefahr jetzt während der Impfkampagne zu minimieren, sind effektivere Maßnahmen notwendig. Es ist das Virus, nicht meine Ideologie, das Handlungen erfordert. Die Maßnahmen müssen verhältnismäßig und würdevoll sein. Das ist kein Problem, denn wir leben in einem Rechtsstaat, der darüber wacht und entsprechende Maßnahmen aufhebt.
                Weshalb solche einfachen Tatsachen nach über einem Jahr Pandemie immer noch nicht durchdringen sind, macht mich echt wütend.

                • Erwin Gabriel 15. April 2021, 12:38

                  @ Marc 15. April 2021, 07:43

                  Die Maßnahmen und vor allem die Kommunikation der Regierung wird von allen, also auch mir, kritisiert.

                  Hat gedauert, aber JA!

                  Es ist das Virus, nicht meine Ideologie, das Handlungen erfordert. Die Maßnahmen müssen verhältnismäßig und würdevoll sein. Das ist kein Problem, denn wir leben in einem Rechtsstaat, der darüber wacht und entsprechende Maßnahmen aufhebt.

                  Schönsprech 1984

                  Wie so häufig drückst Du Dich, wenn es drauf ankommt, unscharf und unkonkret aus.

                  Weshalb solche einfachen Tatsachen nach über einem Jahr Pandemie immer noch nicht durchdringen sind, macht mich echt wütend.

                  Andere macht wütend, dass die Regierung offenbar nur ein einziges Werkzeug hat, dass sie losgelöst vom Erfolg immer wieder einsetzt.

                  Wenn die Regierung sagt, dass wir alles aufmachen, bin ich dabei. Wenn die Regierung sagt, wir brauchen für drei Wochen einen harten Lockdown, bin ich dabei. Wenn die Regierung so weitermacht wie bisher – fast alle Nachteile eines harten Lockdowns, aber fast keine Vorteile – und sich von Monat zu Monat, von einem Jahr ins nächste schleppt, ohne zu lernen, dabei Wirtschaft, Land und Leute extrem schädigt, um eine Angela Merkel möglichst unbeschädigt in die Geschichtsbücher zu bringen, dann folge ich nicht.

                  Du hast einen deutlich anderen Standpunkt in dieser Sache als ich. Ich denke, dass Du grundlegend falsch liegst. Aber ich halte Dich nicht für einen Idioten, sondern für jemanden, der die gleiche Szene wie ich betrachtet, nur von einem anderen Standpunkt aus, und der deswegen andere Urteile fällt.

      • Erwin Gabriel 14. April 2021, 13:09

        @ Stefan Pietsch 14. April 2021, 11:46

        Bin ich schlauer als Epidemologen? Möglich, aber nicht wahrscheinlich.

        Ich gestehe das in dieser Runde zu diesem Thema nur ungern ein, aber das hat schon was. Mindestens Sprachwitz, wenn nicht mehr.

        Mal wieder das Florett. Ich fühle mich nicht nur immer wieder informiert, sondern auch immer wieder unterhalten. Merci 🙂

  • Rauschi 14. April 2021, 12:10

    Test bei Kindkindern sind total harmlos
    https://www.youtube.com/watch?v=eECSjhzTnkM
    Die greifen auch bei Schülern sicher nicht in die informelle Selbbestimmung ein und das 2 mal die Woche auf das Ergebnis warten, ob die Kinder die Eltern anstecken und ermorden können, ob die Kinder ausgestossen werden, ob jeder an der Schule das Ergebniss einer medizinischen Untersuchung bekommt und man allein gelassen nach Hause geschickt wird.
    Doch, es wird auf die Kinder geachtet und total gut mit denen umgegangen.
    Da geht nichts über das Kindeswohl.
    Warum nochmal gibt es keine Filteranlagen in den Schulen? Die allen das Leben so viel erleichtern würden? Wo doch Geld keine Rolle spielt?
    Doch, die Kinder stehen ganz oben auf der Prioliste, gleich nach allem, aber wirklich allem, anderen.
    Nur noch erschreckend, was hier zutage tritt.

  • popper 14. April 2021, 16:08

    Der Artikel ist deshalb neben der Sache liegend, weil der Autor, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf dem Schirm hat, dass die enormen Nebenfolgen der Maßnahmen genau das sind, was von Anfang an beabsichtigt war. Arbeitet man diese „Pandemie“ historisch ab, erkennt man die politische Agenda, die ohne Zulassung eines weltweiten wissenschaftlichen Diskurses, darauf abzielte, Menschen zu destabilisieren, zu verwirren und jede Art von Kritik oder Widerstand im Keime zu ersticken (Papier des BMI). Zunächst wurde als Ablenkung genau von den Personen, die an den Ereignissen, die bis heute andauern, maßgeblich beteiligt sind, abgewiegelt z.B. hier Spahn: (https://t.me/gesundheiternaehrung/11823). Auch Drosten hatte das Virus als völlig harmlos bezeichnet und zunächst Entwarnung gegeben; auch beim Maskentragen: (https://youtu.be/Fx04eXcCJYk). Kurze Zeit darauf wurde von denselben Figuren Panik verbreitet. Der Drosten-Test wurde von der WHO weltweit als Goldstandard favorisiert, gleichzeitig erklärte Herr Drosten Asymptomatische für ebenso ansteckend wie bereits Kranke und Kinder für so ansteckend wie Erwachsene. All dies ist bis heute zentraler Bestandteil der Begründung von Maßnahmen. Und alles ist wissenschaftlich längst widerlegt. Sogar die WHO hält heute den PCR ohne klinische Diagnose und eine Anzahl der Reproduktionsphasen von über 30 (ct) für nicht aussagekräftig und geeignet, Infektionen und Erkrankungen nachzuweisen. Drostens Test ist bis heute nicht validiert und hat eine ct von 45.

    Der PCR-Test und die angebliche Ansteckung durch Asymptomatische (Gesunde), führte dazu, dass jeder vor jedem Angst haben muss, da jeder allein aufgrund, dass er lebt und atmet gefährlich ist und das kann die PCR beweisen (hier: (https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fragwuerdige-methoden-drosten-studie-ueber-ansteckende-kinder-grob-falsch-70862170.bild.html#%23%23wt_ref=android-app%3A%2F%2Forg.telegram.messenger%2F&wt_t=1590431690514) u. hier: (https://www.info-direkt.eu/2020/10/02/altes-interview-aufgetaucht-drosten-hielt-pcr-tests-fuer-untauglich/). Jetzt arbeitet die Regierung daran durch Novellierung des Infektionsschutzgesetzes (IfSchG) auf der Grundlage der untauglichen PCR- und Antigentests (Schnelltests) Inzidenzen gesetzlich festzuschreiben, die den Bund in die Lage versetzt, unter Außerkraftsetzung der föderalen Strukturen und Zuständigkeiten der Länder, bundesweite Maßnahmen zu ergreifen.

    Gestern erklärte die Kanzlerin in ihrer Pressekonferenz, dass sie über die Menschen Kontaktbeschränkungen und weitgehenden Hausarrest verhängen will. Obwohl zur Zeit 0,28 % der Deutschen das Virus in sich tragen, will sie den restlichen 99,72 % Gesunden dies zumuten, um das Virus in den Griff zu kriegen. In völliger Verleugnung der aktuellen Lage schielt die Bundeskanzlerin nach dem Chinesischen Modell und liquidiert damit unseren Rechtsstaat. Die Begründung, die Gesundheitssysteme seien an ihrer Kapazitätsgrenze, muss man schlicht als LÜGE bezeichnen. Zumal wir Unterbelegungen zu den Vorjahren haben und jeder Mediziner weiß, dass Intensivbetten, wegen deren Kosten immer annähernd voll belegt werden. Das Problem der Krankenhäuser besteht im Personalmangel und der Profitorientierung und Abbau von Kapazitäten. In 2020 wurden allein 20 Krankenhäuser geschlossen und über 5.000 Intensivbetten von Sommer bis Herbst 2020 abgebaut. Wir sind meilenweit entfernt von schlimmen Verhältnissen in den Krankenhäusern, wenn es Probleme gibt, ist es ein Personal- und Pflegeproblem, das schon ewig lange andauert und dem nicht, wie die Kanzlerin behauptet, abgeholfen wird. Schon 2019 erklärte uns das Fernsehen, dass enorme Missstände beim Personal in den Krankenhäusern zu beklagen sind und 37 % der Pflegekräfte ihren Beruf aufgeben wollen, wegen Unterbezahlung und Arbeitsdruck etc.

    Der Artikel ist ungeeignet, die perfiden Machenschaften der Politik aufzudecken und zu beschreiben und einen Ausweg aus den massiven Grundrechtsbeschränkungen zu zeigen. Es werden die immer gleichen Geschichten von der angeblichen Dramatik des Infektionsgeschehens und den wirkungslosen Maßnahmen, die nur noch durch mehr und härtere Maßnahmen zu bekämpfen sind, thematisiert. Seit Beginn der sogenannten Pandemie wird immer wieder behauptet, die Infektionen würden exponentiell steigen. Tatsache ist, sie sind zu keinem Zeitpunkt exponentiell gestiegen. Auch der Autor des Artikels behauptet das immer wieder. Das einzige, was exponentiell gestiegen ist sind die Tests. Dass hier ein falscher Eindruck entsteht, liegt an der schlechten Datenlage, die meines Erachtens gewollt ist. Ich mache das an einem Beispiel deutlich: Wollte man herausfinden, wieviel Frauen in Deutschland leben könnte man am ersten Tag 10 Personen testen und fände eventuell 5 Frauen,; am zweiten und dritten Tag 20 bzw. 40 Test mit 11 bzw.23 Frauen. Hierdurch entsteht der Eindruck eines Wachstums der Menge von Frauen in Deutschland, obwohl deren Anzahl in Deutschland gleichbleibend ist. Das zeigt, dass wir hier Wachstumskurven sehen, die es tatsächlich gar nicht gibt, aber aufgrund der Erhöhung von Testungen diesen Eindruck erwecken. Man muss nur die Graphiken des RKI sich anschauen, um zu erkennen, dass das Wachstum der Infizierten keine exponentielle Kurve erzeugte, sondern derartige Behauptungen irreführend sind, da das Verhältnis der positiven Tests zur Gesamtheit der durchgeführten Test immer in einem Verhältnis von 5 % – 25 % stand oder leicht zunahm. Dadurch entsteht (übrigens auch in anderen europäischen Ländern eine mehr oder weniger ansteigende Gerade und keinesfalls exponentielles Wachstum der Infektionen.

    Es bleibt dabei, der Artikel verfolgt und suggeriert aufgrund fehlerhafter Informationen, den völlig falschen, irreführenden Denkansatz, das Virus und seine Mutationen erzwinge in Wirkung und Gefährlichkeit die von der Politik und deren Stichwortgeber geforderten harten Maßnahmen. Das Gegenteil ist richtig; es bedarf sachlicher evidenzbasierter Aufklärung über die wahren Motive dieses Gesellschaftsexperiments und dem unverzeihlichen Verbrechen an der jungen und sehr alten Generation.

    • CitizenK 14. April 2021, 17:57

      „was von Anfang an beabsichtigt war …die politische Agenda… darauf abzielte, Menschen zu destabilisieren, zu verwirren“.

      Netanjahu und Johnson, beide autoritärer drauf als Merkel, gaben dieses Instrument gerade freiwillig aus der Hand. Warum bloß?

      • popper 14. April 2021, 21:54

        Zwei oder drei Kranke im Bett ergeben keinen Gesunden…

    • Erwin Gabriel 15. April 2021, 12:27

      @ popper 14. April 2021, 16:08

      Der Artikel ist deshalb neben der Sache liegend, weil der Autor, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf dem Schirm hat, dass die enormen Nebenfolgen der Maßnahmen genau das sind, was von Anfang an beabsichtigt war.

      Hhmm. Nichts bzw. nur wenig an dem, was ich an Verhalten bei der Regierung betrachten kann, lässt für mich auf durchdachtes, planvolles, mit Wissen unterlegtes Handeln schließen.

      • popper 15. April 2021, 18:23

        @Erwin Gabriel 15. April 2021, 12:27

        Das ist ja genau der Punkt, Herr Gabriel, die Regierung gibt vor, eine Pandemie und/oder epidemiologische Lage von nationaler Tragweite zu bekämpfen, will sie aber gar nicht lösen. Denn nur das angestiftete Chaos und Infinitum-Szenario macht es möglich, Lockdown an Lockdown zu reihen, um unter dem Mantel der Nichtöffentlichkeit, die Agenda des politisch-pharmazeutischen Komplexes zu vollenden. Und die Leute glauben noch immer fest daran, es ginge um Gesundheit. Die Regierung hätte die Gelegenheit gehabt, sich mit einer Kohorten-Stichprobe ein genaues Bild über das Infektionsgeschehen zu machen. Stattdessen hat sie ständig die Parameter gewechselt und Gesunde für latent ansteckend erklärt und ein Testverfahren installiert, dass keine Aussagen darüber macht, ob jemand infektiös oder krank ist.

        Diese beiden Kennziffern werden bis heute nicht beachtet. Stattdessen richtet man sich nach Fallzahlen und Inzidenzen, die sich unmittelbar aus der Menge der Tests ergeben. Die derzeitige Testorgie, die mit den Schnelltests veranstaltet wird, generiert hohe Fallzahlen, weil negative Antikörpertests nicht registriert werden und nur positive Schnelltests mit einer PCR nachtestet. Alle Arbeitgeber werden verpflichtet Tests anzubieten. Und das an unterschiedlichen Alterskohorten, um dann publikumswirksam hinauszuposaunen, es würden sich vermehrt Junge infizieren. Wobei keiner kontrolliert, wieviele von denen tatsächlich erkrankt sind. Es werden keine falsch Positive aus den Tests herausgerechnet und man setzt nur die PCR-Getesteten zu den Positiven ins Verhältnis, obwohl die Summe der negativen Schnelltests zusammen mit den PCR ungleich höher sind. Testet man täglich 3 Mio. (die Regierung hat ja angeblich 300 Mio. in petto) mit diesen Schnelltests, sind das bei einer spezifischen Fehlerquote von 2 % stolze 60.000 falsch Positive pro Tag und 420.000 pro Woche. Daraus kann man ersehen, wie manipulativ dieser ganze Zirkus ist mit den Tests . Auf der anderen Seite ändert sich die Belegung der Intensivbetten nicht und betragen seit April 2020 bis April 2021 zwischen 20.100 und 20.300. Nur der Atemwegserkrankten-Anteil steigt, wie jedes Winterhalbjahr auf bis zu 5.500. Jetzt sind das alles COVID-Patienten, natürlich nur labordiagnostisch getestet. Und Frau Merkel stellt sich hin und sagt: Es ist sehr ernst, nehmen sie es ernst. Und halb Deutschland glaubt das auch noch.

        • CitizenK 17. April 2021, 19:42

          Wenn die PCR-Tests nichts taugen – was wäre die Alternative: Bessere Tests oder gar nicht mehr testen?

          • popper 18. April 2021, 11:12

            Keine PCR-Tests. Erkrankt ist jemand, der spätestens nach ein paar Tagen nachdem er sich angesteckt/infiziert hat auch Krankheitssymptome entwickelt (präsymtomatisch). Was seit Corona gemacht wird ist, Asymtomatische bei positiver Testung als infektiös und Kranheitsfall zu klassifizieren. Deshalb handelt es sich auch um ein Test-Pandemie. Heute sieht man die PCR etwas differenzierter, dennoch ist der Drosten-Test, den die WHO favorisiert hat, einfach Schrott. Hat aber im Februar die Zahlen generiert, die das ‚Executive Board of the Review-Committee of the Functioning of the International Health Regulations‘ brauchte, um der WHO die Ausrufung der Pandemie zu empfehlen. Du darfst jetzt dreimal raten wer der Vorsitzende dieses Gremiums ist: LOTHAR WIELER (RKI Deutschland). So schließt sich der Kreis, weshalb gerade Deutschland diesen PCR und die Ableitungen daraus mit Zähnen u. Klauen verteidigt, obwohl er keine Infektion und Erkrankung feststellen kann.

            • CitizenK 18. April 2021, 12:24

              Wie stellt man dann fest, ob jemand infiziert ist? MaW wie weist man dann die Unzuverlässigkeit von PCR-Tests nach?

              • popper 18. April 2021, 13:40

                @Citizen K

                Du stellst immer wieder dieselben abwegigen Fragen, nur um dir nicht eingestehen zu müssen, dass Du mit deiner ewigen Miesmacherei möglicherweise auf dem falschen Dampfer fährst.

                Es geht nicht um die Verlässlichkeit der PCR im Allgemeinen, sondern um den Test den Drosten entwickelt hat, zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2. Das Problem liegt schon darin, dass die RT-PCR für die Primärdiagnose einer Infektion nicht empfohlen wird, d.h. sie ist in der klinischen Routine zum Nachweis von COVID-19 verwendete RT-PCR-Test für eine COVID-19-Diagnose auf regulatorischer Basis nicht indiziert. Neben anderen Ungereimtheiten ist ein entscheidender schwerwiegender Designfehler des Testes von Drosten, dass er nicht zwischen dem gesamten Virus und viralen Fragmenten unterscheiden kann, was ihn per se als Diagnose für SARS-Viren total unbrauchbar macht. Beim Testen der im Corman-Drosten-Papier angegebenen Primerpaare wurde ein Unterschied von 10 ° C in Bezug auf die Annealingtemperatur Tm für das Primerpaar (RdRp_SARSr_F und RdRp_SARSr_R) beobachtet. Dies ist ein so schwerwiegender Fehler, dass es das Protokoll als spezifisches Diagnosewerkzeug absolut unbrauchbar macht. Eine weiter Tatbestand ist, dass diese PCR-Produkte nicht auf molekularer Ebene validiert wurden, sodass jeden darauf basierender Test als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus unbrauchbar macht. Dass dieser Test bis heute als Goldstandard gehandelt wir, zeigt die Verlogenheit dieser Scheinpandemie.

                • CitizenK 18. April 2021, 16:27

                  Was war an der Frage jetzt abwegig? Die ich im übrigen zum ersten Mal hier stelle.
                  Wenn einer die Fachwelt fast der ganzen Welt für dumm und verlogen erklärt, dann will ich halt wissen, warum.
                  Denn wenn das stimmt, dann weißt du das besser als die Ärzte an allen Heidelberger Unikliniken. Da ist doch eine Nachfrage verständlich.

                  • Rauschi 18. April 2021, 16:49

                    Wenn einer die Fachwelt fast der ganzen Welt für dumm und verlogen erklärt, dann will ich halt wissen, warum.
                    Wer macht denn das? Die Fachwwelt weiss mit absoluter Sicherheit, das ein PCR Test zur Feststellung einer Infektion untauglich ist.
                    Das schreibt mittlerweile auch die WHO, das nur bei Symptomen eine PCR mit einer weiteren Untersuchung eine Infektion fest stellen kann.
                    Eine PCR allein sicher nicht, schon gar nicht mit den ct Werten, die hier gefahren werden (das macht jedes Labor anders und die stellen alle ihre eigenen Tests her).
                    Sie meinen, da kann etwas sinnvolles raus kommen?
                    Sie haben mit Sicherheit nicht die Stimmen von allen Fachleuten gehört (ich bestimmt auch nicht), sondern nur die, die am lautesten in den Medien zu Wort kommen.
                    Drosten selbst hat das 2014 noch gemeint, das eben PCR nicht tauglich ist, um eine Infektion nachzuweisen.
                    Was mich überhaupt wundert, ist, das Sie so eine feste Meinung haben, aber diese Frage noch nie gestellt haben.
                    Auf dem PCR basiert alles, was momentan gemacht wird.

                    • CitizenK 18. April 2021, 16:56

                      „Auf dem PCR basiert alles, was momentan gemacht wird.“

                      Eben deshalb. Ich ging bisher davon aus, dass dieser Test geeignet ist. So lese ich im Deutschen Ärzteblatt:
                      „Die Methode der PCR ist in der molekularen Diagnostik eine etablierte und seit vielen Jahrzehnten routinemäßig eingesetzte Methode, die in vielen Bereichen einen bewährten Standard darstellt. Die Zuverlässigkeit der Methode ist in umfassenden medizinischen und technischen Studien dokumentiert“, stellt die GfV klar.

                      Gehört die Gesellschaft für Virologie nicht zur Fachwelt?

                    • Rauschi 18. April 2021, 19:26

                      Wann wurde denn bislang eine Diagnose erforderlich? Wenn Symptome einer Krankheit vorliegen, noch nie bei jemandem, der meint, er wäre „asymptomatisch krank“. Auch da wurde das nie allein genommen, sondern als Schnell Analyse oder Absicherung eines anderen Tests. Selbst der Erfinder hat gemeint, das taugt nicht zur Feststellung einer Infektion.
                      Wenn da ct Werte von 40 und höher gefahren werden, dann sagt das darüber nichts mehr aus, das wird kein seriöser Mediziner bestreiten.

        • Erwin Gabriel 19. April 2021, 12:47

          @ popper 15. April 2021, 18:23

          Die Regierung gibt vor, eine Pandemie und/oder epidemiologische Lage von nationaler Tragweite zu bekämpfen, will sie aber gar nicht lösen.

          Nicht bös sein, diese Annahme kann ich aus verschiedenen Gründen nicht nachvollziehen.

          • Es ist Wahljahr. Das bedeutet, dass die Politiker, die aktuell nicht liefern, abgewatscht werden. Viele Abgeordnete, viele Minister werden ihren Job verlieren. Wenn, hätte man solch eine Aktion zu Beginn der Regierungsperiode anschmeißen müssen, um zur Wah rechtzeitig fertig zu werden.
          • Dann müsste es einen überparteilichen Konsens geben. Den sehe ich nicht.
          • Dann müsste das eine wirklich gut organisierte Geschichte sein, bei der viele Drähte ineinandergreifen – über Regierung, Bundestag, Landesregierungen, wissenschaftliche Institutionen, Medien etc. Allein die Vorstellung, dass in unserem Land eine solche Planung (geschweige denn Umsetzung) möglich wäre, finde ich bestenfalls amüsierend.
          • Dann müssten alle dichthalten.
          • Dann will Angela Merkel offensichtlich einen guten Abgang für die Geschichtsbücher.

          Ihre Annahme ist viel zu widersprüchlich, und Sie schätzten die Fähigkeiten der Regierung meiner Wahrnehmung nach viel zu hoch ein. Nein, die Regierung ist einfach nicht fähig, den Job gut zu machen. Die Bürokratie ist nicht fähig, die erforderlichen Bedingungen halbwegs zeitnah umzusetzen.

          Was sie sonst schreiben, vermag ich nicht zu widerlegen: Die Beurteilungskriterien sind unzureichend, die Tests mangelhaft.

          Was den Ernst der Lage angeht, bleibt mir nur, fachkundigeren Köpfen zu folgen. Ich habe bislang von behandelnden Ernsten und Pflegepersonal nur gehört, wie schlimm die Situation ist; mir ist kein Statement bekannt, indem ein(e) Arzt*in oder ein(e) Pfleger*in sagen, das alles im Rahmen ist.

          • Rauschi 19. April 2021, 14:16

            @Erwin Gabriel
            Ich habe bislang von behandelnden Ernsten und Pflegepersonal nur gehört, wie schlimm die Situation ist; mir ist kein Statement bekannt, indem ein(e) Arzt*in oder ein(e) Pfleger*in sagen, das alles im Rahmen ist.
            Mag so sein, aber wenn 9000 Menschen das System verlassen, wie könnte es da auch normal sein?
            Es ist schlimmer als in anderen schweren Grippejahren und das auf allen Stationen?
            Haben Sie Pflegekräfte persönlich gefragt?
            Was genau tut denn die Regierung gegen den Notstand, der nun schon seit mindestens 20 Jahren bekannt ist?

            Die Zahl der Notfallbetreungen soll auch wieder abgesenkt werden, meint jemand hier, wenn die Schwestern wieder dreifach belastet werden , dann geht es denen besser?
            Halt ich für ziemlich unwahrscheinlich.

            • Erwin Gabriel 20. April 2021, 10:53

              @ Rauschi 19. April 2021, 14:16

              … aber wenn 9000 Menschen das System verlassen, wie könnte es da auch normal sein?

              Es ist definitiv nicht „normal“.

              Es ist schlimmer als in anderen schweren Grippejahren und das auf allen Stationen?

              Dazu habe ich noch keine Stimmen gehört. Was ich sehen kann, ist, dass es schon die eine oder andere Grippewelle mit ähnlichen Todeszahlen gab, aber meines Wissens (hatte ich erwähnt, dass das in der Virologie nicht soo ausgeprägt ist?) bringt Grippe nicht diese langwierigen Folgen.

              Haben Sie Pflegekräfte persönlich gefragt?
              🙂 Wenn ich jetzt „ja“ sage, folgt sicherlich die Frage, ob ich „alle“ befragt hätte; etwa drei (meine Schwesterist gelernte Krankenschwester), also weit entfernt von „repräsentativ“

              Was genau tut denn die Regierung gegen den Notstand, der nun schon seit mindestens 20 Jahren bekannt ist?

              Einen riesengroßen Scheißdreck, wenn mir diese Wortwahl mal gestattet ist. Riesen-Problem, Riesen-Baustelle, und das größte an Maßnahme, was ich die letzten Dekaden sah, war eine Woche Klatschen vom Balkon (und das kam nicht mal von der Bundesregierung).

              Falls Sie das noch nicht mitbekommen haben: Ich habe ein riesiges Problem mit der Kanzlerin und der enormen Energie, die sie aufwendet, um derartig gewaltige Baustellen über Jahrzehnte zu ignorieren.

              • CitizenK 20. April 2021, 11:13

                „…riesengroßen Scheißdreck“

                Da erlaube ich mir aber doch mal die Frage: Was hätte „die Regierung“, also „der Staat“ mit seinen unfähigen, faulen Beamten tun sollen?

                Gehälter erhöhen – also höhere KK-Beiträge? Lohnnebenkosten! Wettbewerbsfähigkeit!

                Subventionen über Zuschüsse?
                Eingriffe in den Marktmechanismus! Verfälschung des Wettbewerbs?

                Wenn Angebot und Nachfrage auseinanderfallen – regelt das nicht „der Markt“?

              • Rauschi 20. April 2021, 18:11

                Dazu habe ich noch keine Stimmen gehört. Was ich sehen kann, ist, dass es schon die eine oder andere Grippewelle mit ähnlichen Todeszahlen gab, aber meines Wissens (hatte ich erwähnt, dass das in der Virologie nicht soo ausgeprägt ist?) bringt Grippe nicht diese langwierigen Folgen.
                Was vielleicht daran liegen könnte, das es damals weder untersucht noch gemeldet wurde?
                Mein Wissen über den Zustand des Gesundheitssystemes habe ich mir auch nicht in den letzten 12 Monaten angeeingnet, sonder bemängelt das schon seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten.
                Ist kein Vorwurf, nur eine Feststellung.

                Riesen-Problem, Riesen-Baustelle, und das größte an Maßnahme, was ich die letzten Dekaden sah, war eine Woche Klatschen vom Balkon (und das kam nicht mal von der Bundesregierung).
                Da bin ich vollkommen bei Ihnen, das ist unter aller Kanone, was da gemacht oder besser nicht gemacht wurde.

                Falls Sie das noch nicht mitbekommen haben: Ich habe ein riesiges Problem mit der Kanzlerin und der enormen Energie, die sie aufwendet, um derartig gewaltige Baustellen über Jahrzehnte zu ignorieren.
                Doch, das habe ich mitbekommen, nur habe ich mit der gesamten Regierung und der Opposition ein Problem.
                Deswegen kann ich nicht verstehen, warum so viele ehemals kritsche Geister der Regierung nun bedingsungslos folgen und sogar noch mehr Autorität verlangen.

                Meine Frage an die Lockdown Fan (ich zähle sie eher nicht dazu), wie genau die Ausgansgsperre gegen den Personalmangel hilft, oder die Kontaktbeschränkungen oder Schul und Kitaschliessungen Abhilfe versprechen können.
                Wegen einer Zahl (7-Tages Inzidenz), die mit der Belegung der ITS eher nichts zu tun hat.

                Ich behaupte überhaupt nicht, das alles in Butter ist, ich behaupte aber, das es zig andere Massnahmen gäbe, um die ITS und das Personal zu entlasten und zwar ohne Lockdown.
                Müsste man eben nur wollen und auch bezahlen.

          • popper 19. April 2021, 18:33

            @Erwin Gabriel 19. April 2021, 12:47

            Gegen ein fachkundigen Köpfen folgen, ist ja nichts einzuwenden, ich hoffe nur, Sie meinen jetzt nicht Herrn Drosten, Spahn und Wieler oder Frau Priesemann oder den Mathematiker mit roten Haaren und Hosen. Was die Intensiv-Stationen und deren Be- oder Überlastung angeht, wird das jetzt, wie so vieles in den letzten 15 Monaten temporär gehörig aufgeblasen. Im Übrigen kann ich nur Goethe zitieren: Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

            Sie können mir glauben, ich habe mir von Anfang an große Mühe gegeben, meine sehr kritische Haltung dieser angeblichen Pandemie gegenüber zu überdenken, argumentativ zu fassen und das Für und Wider zu suchen. Nach diesen 15 Monaten bin ich fest davon überzeugt, dass unsere Regierung in der Person von Frau Merkel, den Gordischen Knoten nicht durchtrennen will, weil sie ihn selbst geknüpft hat. Es gibt ja Weggefährten, die ihr nachsagen, dass sie die endgültige Eliminierung des ehemaligen Erfolgsmodells CDU betreibe. Das scheint mir übertrieben, dennoch soll es Aussagen geben, wie: „Mit der CDU will ich nichts zu tun haben“ zu Ewald König.“ Oder: „Ich will nicht aussehen wie eine West-CDU-Tussi“ zu Vera Lengsfeld. Was ja eine gewisse Distanziertheit zum Ausdruck bringt und zusammenpasst mit der Tatsache, dass Frau Merkel nie formal der CDU beigetreten ist. Sie hat nie eine Parteimitgliedschaft beantragt oder unterschrieben. Ob das allgemein bekannt ist? Ich denke, soweit es die Bevölkerung betrifft, eher nicht.

            Das jedoch ist nicht mein eigentlicher Denkansatz. Er passt auch zunächst nicht zu den weltweiten Aktionen. Obwohl diesen ein zentralistisches Steuerungselement zugrunde liegt, das von Teilen der WHO ausgeht, das ich an anderer Stelle bereits näher ausgeführt habe. Weshalb ich dennoch glaube, dass die Maßnahmen nicht der Weg, sondern das Ziel sind, liegt in der Tatsache begründet, dass lösungsorientiertes Handeln sich erkennbar anders darstellen müsste. Es sei, es ist gar keine sachliche Grundlage vorhanden, woraus sich der Zustand oder das Ereignis signifikant ableiten ließe. Was schon eher zu den Verschleierungstaktiken passt, ist ein Vortäuschen wissenschaftlichen Agierens, das sich aber realiter nicht an Fakten, sondern auf normative Handlungen der Exekutive beruft, deren Evidenz nicht aus dem Infektionsgeschehen ableitbar ist. Die Akteure der Angst, sind peinlichst darauf bedacht, ihre Legitimation durch permanente moralische Appelle abzusichern, die in einem diametralen Verhältnis stehen, zu der Unterdrückung anderer Meinungen und der apodiktischen Übertreibung eines äußerst engeführten wissenschaftlichen Diskurses (Stichwort: Verengung des Debattenraumes). Tatbestand dieser Übergriffigkeiten in Bezug auf den Rechtstaat und seine Grundrechtsträger ist das jetzt zur Abstimmung stehende Bevölkerungsschutzgesetz. Eine Begrifflichkeit, die die tragfähige Grundlage im Tatsächlichen geradezu auf den Kopf stellt. Denn hier wird nicht das Volk geschützt, sondern die Exekutive schottet sich ab, gegen das Rechtsschutzinteresse seiner Bürger. Als flankierende Maßnahme fungiert ein Kontrollmechanismus, der sich nicht mehr für die eigentlichen Wesensmerkmale von Erkrankungen und deren medizinisch-diagnostischen Parameter interessiert, sondern per Definitionem auf Basis molekularbiologischer Tests Krankheiten definiert, die, wie wir gerade erleben, zu 99 % symptomlos sind, aber durch ihr saisonales Erscheinen zwingend einer weltweit einheitlichen Behandlung zugeführt werden, damit Bürger sich danach wieder als das fühlen dürfen, was sie sich die letzten 200 Jahre mühsam erkämpft haben: Persönliche Freiheit in freier Selbstbestimmung.

            Wenn Sie, Herr Gabriel, an die guten Absichten unserer Regierenden glauben wollen, kann Ihnen das niemand verwehren. Für mich, der ich jetzt fast 80 Jahre in dieser Welt lebe, ist das, was momentan in Deutschland und Teilen der sogenannten zivilisierten Welt passiert, eine Bankrott-Erklärung an die menschliche Kultur und Vernunft. Abertausende Seiten an wissenschaftlicher Literatur und Belletristik sind in dieser Zeit in mich „hineingeflossen“. Ich hatte wunderbare Begegnungen mit großen Künstlern, die in ihrem Menschsein und als Inkarnation ihres künstlerischen Schaffens mir größten Eindruck machten. Darunter Wolfgang Wagner, Herbert von Karajan, Georg Solti, Daniel Barenboim oder James Levine, um einige zu nennen. Viele Kollegen, Peter Hofmann, Rene Kollo, Domingo, Pavarotti, auch Regisseure, darunter Werner Herzog, der mir von seinen Exzessen mit Klaus Kinski bei den Dreharbeiten zu „Fitzcarraldo“ erzählte. Erinnerungen an die Bayreuther oder Salzburger Festspiele. Und was machen wir jetzt? Jetzt tanzen wir auf der Nadel eines Genexperiments um ein läppisches Erkältungs-Virus herum, weil uns die zu Stein gewordenen Reichen dieser Welt an ihrem lukrativen, wirren Gesundheits-Beglückungs-Wahn teilnehmen lassen wollen. Schöne neue Welt.

  • cimourdain 14. April 2021, 22:06

    Eine interessante Assoziation, die mir beim zweiten Lesen des Artikels gekommen ist: Bei der Beschreibung des Virus als ‚Gegner‘ und ‚Bestie‘ habe ich mich an Kapitän Ahab in ‚Moby Dick‘ erinnert gefühlt. Wie dieser hat unsere Gesellschaft sich komplett der Bekämpfung einer Kreatur als Feind verschrieben, ohne Rücksicht auf Verluste, wirtschaftlich oder persönlich. In diesem Zusammenhang ist die Schlussszene besonders beklemmend, in der Ahab mit der eigenen Harpune (der ‚Waffe Lockdown‘?) an den Wal (Virus) gefesselt in die Tiefe gezogen wird.

    • Stefan Sasse 15. April 2021, 08:35

      Unsere Gesellschaft hat was bitte?!

      • Marc 15. April 2021, 09:58

        Das Bild ist schon stimmig. Wir als Gesellschaft haben uns an Mutti Ahabs Harpunen-Leine (unzureichenden Corona-Maßnahmen) verheddert und werden alle zusammen vom Corona-Wal in die Tiefe (Kollaps des Gesundheitssystems) gezogen …

        • Stefan Sasse 15. April 2021, 11:31

          Ja, aber wir (die Gesellschaft) sind nicht Ahab. Wir sind Ismael.

          • Erwin Gabriel 15. April 2021, 12:24

            @ Stefan Sasse 15. April 2021, 11:31

            Ja, aber wir (die Gesellschaft) sind nicht Ahab. Wir sind Ismael.

            Bist Du Dir da so sicher?

            Vielleicht ist nicht die ganze Gesellschaft Ahab, sondern nur die Regierung (und alle, die folgen)?

            • Stefan Sasse 15. April 2021, 14:09

              In „Moby Dick“ hat Ahab die ganze Besatzung in Bann geschlagen. Es gibt keinen Widerspruch, alle fühlen sich wie magisch von ihm angezogen. Das klingt nicht nach einer treffenden Beschreibung von Merkel IV. Sorry, die Metapher ist interessant, aber sie geht in die Irre.

            • popper 15. April 2021, 21:36

              Ahabs Weltanschauung ist monolitisch, blind für die Pluralität wissenschaftlicher Erkenntnisse. Ishmael dagegen sieht die Welt im Fluss, er lässt neue Informationen und Erkenntnisse zu, kann aus ihnen lernen. Merkel ist wie Ahab, sie will das Virus (den Wal) besiegen, selbst um den Preis, alle, die ihr folgen, in den Abgrund einer Gesundheitsdiktatur zu reissen. Die das durchschauen und dagegen erheben werden bekämpft, der moralischen Zersetzung ausgeliefert. Ihr Ziel ist es, wie in Platons Politea, des Status quo im ewigen Lockdown zu konservieren, zugunsten eines alles dominierenden Machtkalküls. Und wird, wie Ahab, scheitern.

      • cimourdain 15. April 2021, 21:15

        Darüber können wir gerne nach einem Kinobesuch um 23 Uhr beim Bier in der Kneipe diskutieren…
        Aber in einem Punkt hast du Recht: Auch im Roman hat sich zuerst Starbuck durchgesetzt, zuerst Geld zu verdienen (Waljagd zu betreiben). Das hat ja auch in Coronazeiten absolute Priorität.

    • Erwin Gabriel 15. April 2021, 12:23

      @ cimourdain 14. April 2021, 22:06

      Eine interessante Assoziation, die mir beim zweiten Lesen des Artikels gekommen ist: Bei der Beschreibung des Virus als ‚Gegner‘ und ‚Bestie‘ habe ich mich an Kapitän Ahab in ‚Moby Dick‘ erinnert gefühlt. Wie dieser hat unsere Gesellschaft sich komplett der Bekämpfung einer Kreatur als Feind verschrieben, ohne Rücksicht auf Verluste, wirtschaftlich oder persönlich. In diesem Zusammenhang ist die Schlussszene besonders beklemmend, in der Ahab mit der eigenen Harpune (der ‚Waffe Lockdown‘?) an den Wal (Virus) gefesselt in die Tiefe gezogen wird.

      Eine philosophische Betrachtung, sicherlich, aber ja – ein Bild, dass wert ist, darüber nachzudenken.

      Danke.

  • CitizenK 15. April 2021, 17:15

    „Für Politikverdrossenheit sorgt, wenn die einen Straftaten in Massen begehen können ohne dass Konsequenzen folgen und die anderen bei jeder Ordnungswidrigkeit zur Kasse gebeten werden. Das ist das Recht auf den Kopf gestellt.“

    Genau das habe ich auch geschrieben – oder jedenfalls gemeint und möglicherweise nicht klar genug formuliert.

    • Stefan Pietsch 15. April 2021, 18:30

      Haben Sie nicht. Anscheinend haben Sie immer noch nicht verstanden, dass es bei Maskenverweigerungen um Ordnungswidrigkeiten handelt.

      Es ist verfassungsrechtlich fragwürdig, ein Grundrecht (Demonstration) zu verweigern, weil Ordnungswidrigkeiten begangen werden. Die Demonstranten haben schließlich niemanden außer sich selbst und Gleichgesinnte gefährdet.

      Nehmen wir an, meine Frau wäre erkrankt, aber küssen tue ich sie trotzdem. Ist das in Ordnung (Recht auf Ehe und Familie). Oder würden Sie für die Zeit der Erkrankung die Ehe auflösen wollen? Denn ungefähr das sagen Sie.

      • CitizenK 15. April 2021, 19:56

        „…. schließlich niemanden außer sich selbst und Gleichgesinnte gefährdet.“

        Eben nicht. Dann hätte ich kein Problem damit.

        Denn: Wenn sie sich auf der Demo gegenseitig anstecken, tragen sie das Virus in ihre Familien, Betriebe, Schulen. Über den ÖPNV auch an gänzlich Unbeteiligte. Und in die Kliniken, denn auch dort gibt es keinen absoluten Schutz.

        Demonstrationen können – ganz verfassungsgemäß – mit Auflagen versehen werden. Werden diese nicht eingehalten, können sie aufgelöst werden. Auch das grundrechtskonform. Bei „linken“ Demos nicht selten, aber weder in Stuttgart noch in Kassel ist das passiert.

        Jenseits der Juristerei sind Erscheinungsformen dieser Demos eine Verhöhnung und ein Schlag ins Gesicht des medizinischen Personals in den ITS. Immer mehr davon geben den Beruf auf. Das verschärft die Lage noch mehr – und geht zu Lasten auch von Nicht-Corona-Patienten. Jetzt schon und Zukunft noch mehr.
        https://www.tagesspiegel.de/berlin/intensivpflegekraefte-am-ende-immer-mehr-juengere-covid-19-patienten-in-berlins-kliniken/27087346.html
        https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121853/Deutschland-verliert-in-der-Coronapandemie-tausende-Pflegekraefte

        • Stefan Pietsch 15. April 2021, 20:18

          Natürlich gehen Verbote. Die Anforderungen an solche Verbote sind aber außerordentlich hoch. Wie schon gesagt, allein, dass Ordnungswidrigkeiten wahrscheinlich sind, reicht bei weitem nicht aus. Bei den Verboten von „linken“ Demonstrationen ist das Gegengewicht schwerer. Sie werden verboten, wenn Gewalttaten drohen oder wahrscheinlich sind. Wieder: Ordnungswidrigkeit versus Straftat und damit Schädigung der Rechte Dritter. Ist das so schwer zu verstehen?

          Theoretisch haben Sie recht. Aber dass jemand ohne Maske an einer Demonstration teilnimmt, ist noch kein stichhaltiger Beleg, dass er sich dort auch infiziert. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt nicht über 50%, sondern im Promillebereich, also absolut vernachlässigbar. Um nicht falsch verstanden zu werden: die Masse machts. Doch das reicht nicht zum Verbot. Die Grundrechte sind Individualrechte. Selbst wenn 99,9% gegen das Demonstrationsrecht oder für die volle Vergesellschaftung aller Eigentumstitel sind, so darf ich als einziger von 83 Millionen Bürgern demonstrieren und mein Haus behalten. Verstehen Sie das?

          Eine Verhöhnung des medizinischen Personals ist es, dass der Staat es nicht innerhalb eines Jahres vermochte, Kapazitäten auszubauen und Entlastungen außerhalb eines Lockdowns zu schaffen. Das jedoch haben Sie bis heute nicht kritisiert, wo Sie sonst immer dabei sind, ein Mehr an Staat zu fordern. Seltsamerweise bei diesem Thema nicht, wo es tatsächlich angezeigt wäre.

          Was ich tatsächlich gelten lasse: Das medizinische Personal befindet sich seit einem Jahr in einer Dauerstresssituation, Burn-out und Resignation häufen sich. Viele könnten dem Bereich nach Ende der Pandemie den Rücken kehren. Das ist ernst. Nur ist das kein Argument für Dauer-Lockdowns und die Beschränkung und teilweise Aufhebung von Grundrechten, die universell sind. Es ist ein weiteres Beispiel, wo dieser Staat vor seiner eigentlichen Aufgabe versagt und immer nur das letzte Mittel ziehen kann.

          Manager schelten Sie regelmäßig für Phantasielosigkeit, wenn sie rationalisieren und Bereiche schließen. Mir fällt jedoch immer wieder auf, wie nachsichtig Sie mit dem Staat umgehen. Sie messen leider mit zwei sehr unterschiedlichen Zollstöcken.

          • popper 17. April 2021, 10:59

            Was ich tatsächlich gelten lasse: Das medizinische Personal befindet sich seit einem Jahr in einer Dauerstresssituation, Burn-out und Resignation häufen sich.

            Nicht erst seit einem Jahr. Meine Frau ist Personalreferentin in einem großen Krankenhaus und das seit 17 Jahren. Der Dauerstress und Personalmangel ist sprichwörtlich klinischer Alltag. Was im Moment sich abspielt ist eine massiv einsetzende Fluktuation. Und allein durch die Testerei, sind viele im medizinischen Personal andauernd in Quarantäne.

            Das, was unsere Regierung jetzt vorhat, alle Arbeitgeber zu verpflichten Test durchzuführen, endet in der Katastrophe. Die Unternehmen werden reihenweise dicht machen. Insbesondere die Einzelhändler, die meine, sie könnten mit Testpflicht, ihren Laden retten. Das Gegenteil wird der Fall sein. Wenn jemand im Einzelhandel positiv getestet wird ist der Besitzer des Ladens Kontaktperson der Kategorie 1; dann kommt das Gesundheitsamt und macht den Laden dicht. Das haben die Eilfertigen und proaktiven Maßnahmenerfüller offenbar gar nicht auf dem Schirm.

        • Rauschi 16. April 2021, 06:30

          Denn: Wenn sie sich auf der Demo gegenseitig anstecken, tragen sie das Virus in ihre Familien, Betriebe, Schulen. Über den ÖPNV auch an gänzlich Unbeteiligte.
          Ich habe diese Logik irgendwie noch nie verstanden.

          Wenn diese Menschen, die in Ihren Augen wohl nur infektiös sein können, nicht auf der Demo gewesen wären, hätten die dann niemanden angesteckt? Die hätten nicht die eigene Familie angesteckt oder die Menschen in den Betrieben?

          Das Risiko im Freien ist minimal, das sagen die Aerosolforscher und die Virologin für das Urteil des Familiengerichtes hat sogar belegt, das Untersuchungen zeigen, das symptomlose Menschen das nicht mal ausatmen.

          Als wäre Sie für die Demo, wenn die sich an alles halten. Davon gab es auch genügend. Nur wurde das genauso geframt wie alle anderen und warum soll man sich dann daran halten?

          Das verschärft die Lage noch mehr – und geht zu Lasten auch von Nicht-Corona-Patienten.
          Ach so, das soll jetzt auch den Demos in die Schuhe geschoben werden? Ernsthaft? Seit wann ist das Problem der Pflegekräfte bekannt? Seit 10 oder 20 Jahren?
          Was wurde von der Regierung, die alle retten will, koste es, was es wolle, gemacht? Na? Nichts? Oder sogar mehr geschlossen? Na? Das sind aber nun die Demos Schuld? Schon mal was von Sündenböcken gehört?

          • CitizenK 16. April 2021, 07:52

            „Ich habe diese Logik irgendwie noch nie verstanden.“

            Da kann ich helfen: Wenn man schon vorher zu wenige Pflegekräfte hat, wird das Problem durch viele neue Patienten nicht kleiner, sondern größer. Zumal, wenn diese aufwendig isoliert werden müssen und deshalb ein Vielfaches an Personal erfordern. Gern geschehen.

            • Rauschi 16. April 2021, 10:47

              „Ich habe diese Logik irgendwie noch nie verstanden.“
              Da kann ich helfen:

              Nö, ganz offensichtlich nicht, Ihnen ist ja auch der Zusammenhang entgangen.
              Die Aussage bezieht sich auf die Ansteckung, nicht auf Pflegekräfte.

              Zumal, wenn diese aufwendig isoliert werden müssen und deshalb ein Vielfaches an Personal erfordern.
              Naj,a, dann würde ich an alle appelieren, die eine OP bekommen sollen, wenn die wegbleiben, dann haben die Pflegekräfte wieder Luft und vielleicht verlassen dann nur noch 5000 das System wegen der seit JAHREN schlechten bis miesen Bedingungen.
              Die sich durch keinen Lock down der Welt verbessern werden.

              Wenn der oberschlaue Herr Lauterbach von der drohenden Welle und deren Unabwedbarkeit wusste, wieso hat er nicht für mehr Personal gesorgt, indem Teilzeitkräfte zugelassen werden (ist bis heute auf Intensiv nicht möglich) Personal aus anderen Bereichen angelernt wird und sonst alles, wirklich alles getan wird, damit niemand mehr den Beruf an den Nagel hängt?
              Wo waren Sie, als die Pflegekräfte keine Prämie bekommen haben?
              Wo waren Sie, als 20 Kliniken geschlossen haben?
              Wo waren Sie, als die Medizinkonzerne Dividenden gazahlt, aber Löhne gedrückt und Bedingungen verschärft haben?

              Diese nur noch billig zu nennende „Es sind die Querdenker Schuld“ finde ich nur noch albern, ehrlich.

            • popper 16. April 2021, 11:51

              @CitizenK

              Wenn Du hier behauptest, Du könntest das erklären, dann solltest Du auch faktenbasiert tun und nicht eine deiner Allerweltserklärung vortragen. Dazu hilft das DIVI-Register. Wir hatten laut DVI-Register am 1. Juli 2020 insgesamt 20.683 Intensivpatienten, einschließlich COVID-Patienten. Am 14. April 20121 waren es 21.052, das sind 369 mehr, ergo in 287 Tagen eine Zunahme von einem (1)!? Patienten täglich. Wo ist hier die Überbelastung oder wie unsere Politiker und manche Ärzte erkenntnisfrei faseln, der Kollaps des Gesundheitssystems bzw. der Intensivstationen. Nirgends, null, nada.

              Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass das Pflegepersonal chronisch unterbezahlt und unterbesetzt ist und worauf @Rauschi hinweist, von Sommer bis Herbst 2020 20 Krankenhäuser und 4.000 Intensivbetten abgebaut wurden. Auch Viele neue Patienten, wie Du schreibst, sieht man nichts. Im Übrigen, stimmen die offiziellen Zahlen der COVID-Patienten nicht, da grundsätzlich jeder zuvor positiv Getestete in die Statistik des RKI als COVID-19-Erkrankter und, sofern er verstirbt, als COVID-19-Toter eingeht, obwohl Obduktion-Studien zeigen, dass bei mindestens 20 % nicht COVID-19 die Todesursache war. Deine Erklärung geht insoweit völlig ins Leere.

              • CitizenK 17. April 2021, 09:24

                Als Anhänger des Kritischen Rationalismus bist Du doch sicher daran interessiert, anhand von Informationen aus der Wirklichkeit Deine Theorie zu überprüfen und ggf. dem Falsifikationstest auszusetzen? Leider ist die Situation nicht nur in München angespannt:

                „Die Situation auf unserer Intensivstation ist in den letzten Tagen – fast schon seit Wochen dauerhaft – sehr, sehr angespannt. Wir sind dauerhaft voll belegt. Wir mussten auch die zweite Intensivstation schon eröffnen, auch für Covid-Patienten, weil die Anzahl der Patienten stetig steigt und wir auch sehr viele junge Patienten haben, die auf die Intensivstation kommen.“
                https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/junge-menschen-auf-intensivstation-klinikum-ludwigshafen-100.html?fbclid=IwAR1wyyl_P4GWzHwYPU4XWLrbaRFZKVnHYrpZ-dbFUIA6U3Z0kt3LLUrxKf0

                Auf diese Form der Falsifikation möchte ich es nicht ankommen lassen:
                „Dr. Florentina Kosely: (…) Wir haben auch einige der jungen Patienten, die ganz ehrlich sagen, sie waren eigentlich vorher Corona-Leugner und, haben das jetzt durchgemacht und haben auch gesehen, wie schwer man daran erkrankt. Sie sagen dann: „Sie krempeln das Leben nun um“.

                • Rauschi 17. April 2021, 11:47

                  Als Anhänger des Kritischen Rationalismus bist Du doch sicher daran interessiert, anhand von Informationen aus der Wirklichkeit Deine Theorie zu überprüfen und ggf. dem Falsifikationstest auszusetzen?
                  Echt jetzt und dann kommt ein Zeitungsartikel und soll die 17 Jahre Erfahrung der Ehefrau von Popper als falsch darstellen? Wirklich jetzt, gehen Sie davon aus, wenn die das liest, wird die meinen: „ja , jetzt wird mir klar, es gab in Wahrheit die ganze Zeit schon Idioten, die unsere Stationen fluten und deswegen müssen wir in ein Dauerstress sein?“
                  Was soll sowas?

                  Dr. Florentina Kosely: (…) Wir haben auch einige der jungen Patienten, die ganz ehrlich sagen, sie waren eigentlich vorher Corona-Leugner und, haben das jetzt durchgemacht und haben auch gesehen, wie schwer man daran erkrankt.
                  Das ist ja ein billiges Ammenmärchen, NIEMAND bezeichnet sich selbst als Coronaleugner, denn die gibt es nicht.
                  Die krempelt Ihr Leben um? Wie denn das?
                  Das ist Regenbogenpresse vom Feinsten.

                  Darf ich mal fragen, wie Sie sich nach dem Ende der Lockdown weiter für das medizinishce Personl einsetzen werden und warum Sie erst jetzt Interesse an deren Arebietsbedingenugen zeigen?
                  Werden Sie die wie im letzten Sommer wieer vergessen, bis wieder einer wegen Traige Alarm macht?

  • CitizenK 16. April 2021, 14:00

    Aussagen von Ärzten und Pflegern aus dem Klinikim Großhadern in München:
    „Eine Woche warten bedeutet tausend Patienten mehr auf Intensiv“
    „Es ist genau so gekommen, wie die Virologen vorhergesagt haben, eins zu eins“
    „Wir haben die Schnauze voll“
    Quelle: BR, quer 15. April 2021

    • popper 16. April 2021, 16:36

      @CitizenK

      Sorry, die Ärzte und Pfleger reden schlichten Unsinn. Werden die dafür bezahlt? Schon der Satz: „Eine Woche warten bedeutet tausend Patienten mehr auf Intensiv“ ist ja eine total unbelegte Behauptung und wird mit Zahlen nicht belegt. Merkst Du das gar nicht mehr. Die Frage ist warum tun die das, angesichts der DIVI-Zahlen, die diesen Aussagen diametral widersprechen. Ich habe ja oben die Zahlen genannt: 1. Juli 2020 insgesamt 20.683 Intensivpatienten, einschließlich COVID-Patienten. Am 14. April 20121 waren es 21.052, das sind 369 mehr, ergo in 287 Tagen eine Zunahme von einem (1)!? Patienten täglich.

      Das ignorierst Du einfach und glaubst fast religiös diesem BR-Bericht, als sei das die ultimative, unhinterfragbare Wahrheit.

      • CitizenK 16. April 2021, 17:41

        Meine Beiträge erheben, anders als Deine, keinen Anspruch auf letztgültige Wahrheit, sondern sind ein Baustein als Beitrag zur Debatte.

        Wir werden sehen. Nach Aussage dieser Ärzte wird auch die „Notbremse“ die Entwicklung nicht mehr aufhalten. Wir werden also bald nicht mehr auf Vermutungen angewiesen sein. Ich hoffe sehr, sie haben sich geirrt und nicht Du.

        • popper 16. April 2021, 20:22

          @Citizen

          Das glauben diese Ärzte ja selber nicht, das sind unverantwortliche Stichwortgeber, die das DIVI-Register kennen müssten. Stimmen denn die Zahlen im DIVI-Register nicht. Es geht mir doch nicht um letztgültige Wahrheiten, sondern um Kenntnisnahme und Akzeptanz was ist. Du kannst einfach nicht ablassen, von dieser Panikmache und hältst zu viel Ausschau nach dem, was angeblich alles noch kommt.

  • popper 16. April 2021, 16:19

    Ich möchte hier einmal darauf hinweisen, dass nach Angaben des RKI im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 in deutschen Krankenhäusern mehr als 350.000 Patienten pro Kalenderjahr mit Pneumonie-Diagnose behandelt wurden. Diese Zahl ergibt sich aus der Summe aller sogenannter ICD-Codes, die nach internationaler Definition die Pneumonie umfassen, also die Codes J09 bis J18. Während diese Zahlenangabe nur für volle Jahre vorliegt, wird die Anzahl der Pneumonie-Patienten mit Covid-19-Diagnose vom RKI in wöchentlichen Abständen jeweils dienstags veröffentlicht und liegt daher in sehr genauer zeitlicher Auflösung vor. Die Gesamtzahl der Pneumonien wegen Covid-19 über das volle Kalenderjahr von März 2020 bis einschließlich Februar 2021 betrug insgesamt 24.814 Patienten. Diese Zahl ist also viel geringer als der übliche Durschnitt und beträgt nur ca. 7 Prozent der zu erwartenden Gesamtzahl an Pneumonien. Diese RKI-Berichte zeigen diese Dynamik sehr eindeutig: Im Januar dieses Jahres wurden noch 6.055 neue Pneumonie-Fälle verzeichnet, waren es im Februar nur noch 4.084 und im März 3.376, jeweils am ersten Dienstag des Monats gerechnet. Das Interessante ist, dass die sinkende Tendenz der Pneumonie dem Anstieg der 7-Tage-Inzidenzen der reinen Testergebnisse total entgegengesetzt ist.

    Aber nach Frau Merkel brauchen wir ja mehr Lockdown und die Notbremse und alle müssen erst geimpft werden, damit die Pandemie beendet ist. Leute wacht endlich aus eurem Pandemie-Wahn auf und bringt euch vor dieser Willkür und Lüge in Sicherheit. Merkt keiner angesichts dieser verordneten Idiotien, dass in bestimmten Bereichen in Städten, wo Masken getragen werden (müssen). Dort sieht man dann Menschen, die zwei Meter vor den Bereichsgrenze ihre Maske rauskramen und aufsetzen, obwohl sich nach Eintritt in den Schutzbereich außer dem verwirrten Bewusstsein absolut nichts ändert. Warum soll das Virus nach 21 Uhr aktiver sein, als eine Stunde davor. Aber Merkel und Ihre Entourage behauptet, sie handle streng wissenschaftsbasiert. Geht’s eigentlich noch blöder.

    • Marc Schanz 16. April 2021, 16:39

      Ich möchte hier einmal darauf hinweisen, dass nach Angaben des RKI im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 in deutschen Krankenhäusern mehr als 350.000 Patienten pro Kalenderjahr mit Pneumonie-Diagnose behandelt wurden. Diese Zahl ergibt sich aus der Summe aller sogenannter ICD-Codes, die nach internationaler Definition die Pneumonie umfassen, also die Codes J09 bis J18.

      Was für ein Schwachfug. Die Codes J09 – J18 sind keine Pneumonien und es handelt sich auch nicht um Krankenhausaufenthalte, sondern um Atemwegsinfekte und Krankschreibungen. Das, was hier so toll „investigativ“ herausgefunden wurde, ist folgender, längst bekannter Sachverhalt:

      https://www.br.de/nachrichten/bayern/corona-regeln-stoppen-erkaeltungs-und-grippewelle,SGb1EKt

      Wirklich toll, meinen Glückwunsch.

      • popper 16. April 2021, 17:57

        @Marc

        Wer hier Schwachfug redet ist nicht ganz raus. Richtig lesen sollten Sie schon. Oder sehen Sie vor lauter Bäumen… Est heißt: Diese Zahl ergibt sich aus der Summe aller sogenannter ICD-Codes, die nach internationaler Definition die Pneumonie umfassen, also die Codes J09 bis J18.

        Das ist völlig korrekt, es wird ja lediglich auf die entsprechende Normenklatur: j09-18 verwiesen und dort stehen ab j12 die definierten Pneumonien, siehe hier: (https://www.icd-code.de/)

        Bevor Sie also ihre Backen so mächtig aufblasen, lesen Sie was gemeint ist und nicht was Sie meinen, was gemeint ist. Wenn man keine Argumente hat, wie Sie, hängt man sich halt an sinnleere Ziffern und Worte. Den oben genannten Datensatz in den RKI-Daten nachlesen.

  • Rauschi 17. April 2021, 13:16

    Mal schauen, ob die Leser hier nicht doch schlauer sind als diese Bestie:

    [„Supergau und Kardinalfehler“: Professor Bergholz über PCR-Tests und manipulierbare Inzidenzwerte

    Wenn Daten von vornherein falsch erhoben und berechnet werden, dann ist auch das Ergebnis nicht viel mehr als eine „Hausnummer“, wie Professor Dr. Werner Bergholz die Inzidenzwerte beschreibt. Trotz seiner fachlichen Expertise als Spezialist für Standardisierung und Normung wurde seine Warnung vor manipulierbaren Inzidenzwerten nach einer Anhörung im Gesundheitsausschuss ignoriert. In Anbetracht der Änderungen im Infektionsschutzgesetz ist seine Kritik umso brisanter.

    Seit mehr als einem Jahr sind die Ergebnisse der PCR-Tests ausschlaggebend für politische Maßnahmen, mit denen die Grundrechte der Bevölkerung immer mehr eingeschränkt werden. Epoch Times sprach am 28. März mit Professor Werner Bergholz. Er ist aktiv in der internationalen Normung und blickt zurück auf 20 Jahre Erfahrung in der industriellen Standardisierung und Normung. Er wurde am 28. Oktober 2020 als Einzelsachverständiger vor den Gesundheitsausschuss des Bundestages zu dem Thema „Covid-19-Teststrategie“ geladen. Damals warnte er die Parlamentarier über mögliche Fehler in der Datenerhebung und den Inzidenzwert als manipulierbare Größe.

    Professor Bergholz zieht bezüglich der Notwendigkeit der Standardisierung eines PCR-Tests einen Vergleich zu einem Radargerät, das von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig abgenommen werden muss, wenn die Messwerte vor Gericht Bestand haben sollen. Ein Radargerät muss regelmäßig geeicht und der Toleranzbereich regelmäßig gemessen werden. „Bei einem Bußgeld wird ein Toleranzbereich von drei Kilometer pro Stunde von der Fahrgeschwindigkeit abgezogen,“ erklärt der Professor. Das sei die Messunsicherheit. Eigentlich, so schildert er weiter, sollte man meinen, dass für den PCR-Test das Gleiche gilt. Denn so ein Testergebnis habe ebenso gravierende Konsequenzen sowohl für den Geldbeutel im Extremfall für die Freiheit…]
    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/der-supergau-und-kardinalfehler-professor-bergholz-ueber-pcr-tests-und-manipulierbare-inzidenzwerte-a3491290.html

    Ein ausgewiesener Normungsfachmann und mit absoluter Sicherheit niemand, den jemand der hier schreibenden Laien einen Idioten nennen sollte (können schon, aber dürfen wohl eher nicht). Was folgt daraus?
    Ausgangssperre ab 212 bei XY Wert über hundert? Klar, mehr davon?

    • Marc 17. April 2021, 14:15

      Die Fehlerquoten des PCR Tests sind bekannt und werden in den Modellierungen berücksichtigt. Eine Normierung ist nur sinnvoll, wenn der individuelle Testwert gerichtsfest gemessen werden soll. Bei der Inzidenzmessung werden jedoch Messwerte aufaddiert. Wenn man von Physik eine Ahnung hat, dann weiß man, dass aufgrund der enormen Anzahl der Messungen sich Messfehler ausmitteln, da sie zufallsverteilt sind.

      Die Inzidenzwerte sind aufgrund der zugrundeliegenden hohen Anzahl an individuellen Tests seht stabil. Das sind bekannte Gesetzmäßigkeiten der Messtheorie.

      • Rauschi 17. April 2021, 16:06

        Die Fehlerquoten des PCR Tests sind bekannt und werden in den Modellierungen berücksichtigt.
        Hier geht es nicht um Modellierung sonderm um die Inzidenzwerte.

        Wie man etwas berücksichtigen kann, das man gar nicht kennt oder nicht kennen kann, das ist mir ein Rästel.

        Alleín der Meldeverzug bei der Inzidenz (eines Wertes, den jedes Labor durch einen eigen Test nach einer nicht definierten Anzahl von Zyklen fest stellt und meldet) macht das zu einen Nullwert, nochmal. Ich dachte, zumindest da wären wir uns einig?
        Ändern Sie täglich Ihre Meinung?

        Die Inzidenzwerte sind aufgrund der zugrundeliegenden hohen Anzahl an individuellen Tests seht stabil.
        Ich dachte, die Zahlen steigen, wie können die dann stabil sein?
        Nicht mal die Anzahl Tests ist stabil, da werden jetzt noch Test auf KW 4 nachgemeldet.
        Können Sie selbst nachprüfen, einfach einen Mittwochsbericht des RKI kurz nach der KW 6 mit dem letzten vergleichen, die Testzahl ändert sich bei jedem Bericht, also werden da Werte oder Test nachgemeldet.
        Doch, total aussagekräftig, dieser Wert.

        • Marc 17. April 2021, 16:18

          Meldeverzug kann man schätzen und in die Modellierung einbauen.

          Die Inzidenzen ändern sich nicht aufgrund des Messefehlers, sondern aufgrund der Pandemiedynamik. Die Messung der Inzidenz ist robust und die Werte stabil im Sinne von frei von Messfehlervariation.

          • Rauschi 17. April 2021, 17:57

            Nein, den kann man nicht schätzen und selbst wenn, dann fließt diese in keiner Weise in irgendwas ein und schon gar nicht in den Inzidenzwert, eher im Gegenteil.

            Ich schreibe nicht von Modellen, sondern von einem Wert, der nichts aussagen kann, wenn die Testzahlen keine Rolle spielen. Immer noch.

            Die Messung der Inzidenz? Das ist eine reine Addition und gar keine Messung. Wollen Sie sich lächerlich machen, oder was soll das?

      • popper 17. April 2021, 17:42

        @Marc

        Wenn man von Physik eine Ahnung hat, dann weiß man, dass aufgrund der enormen Anzahl der Messungen sich Messfehler ausmitteln, da sie zufallsverteilt sind.

        Was Sie so alles wissen und manchmal doch in die Tonne greifen. Ausmitteln kann sich ein Ergebnis nur, wenn man viele Versuche/Messungen unter denselben Bedingungen mit einer Peron durchführen würde. Das ist aber bei den PCR-Tests schon deshalb nicht gegeben, weil pro Person nicht mehrmals getestet wird. Die Tests sind noch nicht mal standardisiert, sondern jedes Labor macht das, was es gerade für richtig hält. So werden z.B. die ct-Werte nicht angegeben.

        Wenn man bei 3 Mio. Menschen einen Test pro Person durchführt, und die Fehlerquote der Spezifität 2 % beträgt, dann ergibt das, wenn jeder einmal getestet wird 60.000 falsch Positive. Da mittelt sich gar nichts aus. Es wäre anders, wenn jeder Einzelne 1.000 mal getestet würde. Liegt aber die Stichprobengröße pro Person bei 1, was soll sich dann wie ausmitteln.

        • Marc 17. April 2021, 18:43

          Nein, damit ein Messfehler dich ausmittelt muss er nur zufällig verteilt sein. Der Merkmalsträger muss nicht derselbe sein.

          • Rauschi 17. April 2021, 19:27

            Nochmal, die Inzidenz wird nicht gemessen.
            folglich kann da gar nichts gemittelt werden.

            Der Meldeverzug ist auch kein konstanter Wert, sondern sehr stark schwankend und die Testanzahl ist immer noch aussen vor. Konsistenz ist das Minimum, was ich in einer Debatte erwarte, das lassen Sie gänzlich vermissen.

            • Marc 17. April 2021, 23:43

              Auch ein dichotomer Test ist eine fehlerbehaftete Messung.

              Auch Schwankungen sind schätzbar.

              • popper 18. April 2021, 09:48

                @Marc

                Die Wahrheit liegt eben nicht in der Mitte… Bei Juristen nennt man das: Die tragfähige Grundlage im Tatsächlichen

              • Rauschi 18. April 2021, 13:56

                Eine simple Addition ist gar keine, auch keine dichotome, Messung, immer noch

                Sie könnten auch schreiben:

                Die Fakten interessieren mich nicht die Bohne, ich finde jede noch so blödsinnige Erhebung des RKI total klasse.

                Bitte sehr, dasnn berufen Sie Sich NIE NIE wieder auf die Wissenschaft.

                Wenn ich von 0-100% Schwankung schätze, was würde daraus folgen? Nichts?
                Thermometer zur Spannungsmessung, geht sicher auch, einfach den vermutlichenm Fehler rausrechenen, newa?

                • Marc 18. April 2021, 15:04

                  Eine Aggregierung von Messwerten ergibt einen aggregierten Messwert.

                  • Rauschi 18. April 2021, 16:09

                    Ähnlich sinnvolle Aussage wie, die Addition von Werten gibt addierte Werte.
                    Erkenntnisgewinn gleich Null.
                    Sie trollen mal wieder.

                    • Marc 18. April 2021, 17:10

                      Sie machen die idiotische Aussage, der Inzidenzwert wird nicht gemessen. Doch, es ist ein aggregierter Messwert dichotomer Testungen.

                    • Rauschi 18. April 2021, 19:35

                      Der Inzidenzwert wird auch nicht gemessen, da werden die Testergebnisse der in den letzten Tagen gemeldeten Ergebnisse addiert und zwar auch viele Werte, die viel alter als 7 Tage sind.

                      Sie sind offenbar nicht an einer realen Darstellung der Lage interessiert.
                      Ideologe, dagegen hilft kein Fakt der Welt.

                      Wie bereits am Anfang fest gestellt.
                      Stay in panik as long as you like, i dont.

                    • Rauschi 18. April 2021, 19:38

                      [Ein Messwert ist der Wert einer Messgröße, der von einem Messgerät oder einer Messeinrichtung geliefert wird. ]
                      https://de.wikipedia.org/wiki/Messwert
                      Ein Taschenrechner ist kein Messgerät, somit ist Ihre Ausage widerlegt!
                      Ende der Durchsage!

                    • Marc 19. April 2021, 16:57

                      Damit man nicht mit Messwerttabellen hantieren muss, werden Messreihen in Kennzahlen augedrückt. Der bekannteste ist der Mittelwert. Bei dichotomen Testungen sind Mittelwerte nicht praktikabel, daher verwendet man andere. Z.B. Positiver Ausgang der Testung in Relation zu den Tests. Der Zeitraum spielt bei Kennwerten auch immer eine Rolle. Bei der globalen Erwärmung nimmt man den Mittelwert bestimmter Refentenzmessungen eines Jahres, bei der Inzidenz alle PCR Test innerhalb von 7 Tagen.

                      Ja , solche Kennzahlen „kommen aus dem Tachenrechner“ bzw. Computer, es sind aggregierte Messwerte. Aber: die Kennzahlen bleiben Messwerte. Das ist so. Das ist keine Ideologie. Echt nicht. Nie gewesen. Wirklich.

                    • Rauschi 19. April 2021, 18:03

                      Ja , solche Kennzahlen „kommen aus dem Tachenrechner“ bzw. Computer, es sind aggregierte Messwerte. Aber: die Kennzahlen bleiben Messwerte.
                      Also, die Messwerte werden nicht gemessen, sollen aber trotzdem Messwerte sein?
                      Kennzahlen, das schon aber kein Messwert, wie oft Sie mir das auf versichern möchten..
                      Die Kennzahl sagt nichts aus, auch das hatten wir schon und Massnahmen an einem bestimmten Wert nur für die Kennzahl fest machen zu wollen, ist nur noch absurd, ehrlich, wirklich jetzt. 😛

                  • popper 18. April 2021, 19:32

                    Die 7-Tage-Inzidenz berechnet sich aus einem Dreisatz von Fallzahl* 100.000 Personen/Einwohnerzahl = x. Was ist daran kompliziert. Wenn mehr getestet wird ergeben sich daraus mehr Fallzahlen, ist die Prävalenz sehr gering kommen dabei mehr falsch Positive heraus.

                    • Marc 19. April 2021, 16:46

                      Die Prävalenz ist nicht mehr gering.

                    • Rauschi 19. April 2021, 18:09

                      Doch, bei nur o,023% der Bevölkerung ist das gering, was denn sonst?
                      Inzidenz 162 sagt, in 7 tagen 162 pro 100.000,
                      162/7=23 = 0,023& pro Tag, wenn das nicht niedrig ist, was denn dann?

                    • Marc 19. April 2021, 20:09

                      Dir Prävalenz ist in Relation zur Sensitivität und Spezifität nicht mehr gering, so dass die statistische Verzerrung vernachlässigbar wird.

                    • Rauschi 20. April 2021, 06:39

                      Wenn ich Äpfel und Birnen vergleiche kommen da gleich viele Bananen raus, keine Frage.

                  • popper 19. April 2021, 18:49

                    Die Prävalenz ist nicht mehr gering.

                    Die Atemwegserkrankungen sinken permanent seit der 36. KW 2020 von 4 auf 2 %. 2017/ waren es 10 % und 2019/20 im April 8 %. Aber klar, wenn’s nach Ihnen geht sind wir kurz vor der Hölle.

  • Stefan Pietsch 17. April 2021, 16:39

    Vor einem Monat prognostizierte das RKI für die kommende Woche Inzidenzwerte von 350. Der auch von Drosten vorhergesagte expotentielle Verlauf sowohl bei den Neuinfektionen als auch den Todesfällen ist nicht eingetreten. Stattdessen gibt es einen flachen Verlauf. Nach anderen Prognosemodellen ist in den kommenden beiden Wochen mit eher fallenden Verläufen zu rechnen.

    Hier will jemand aus einem X ein U machen.

  • popper 18. April 2021, 16:44

    @Citizen K

    Die Krux mit dir ist, dass Du ständig Artikel oder Sendungen (1 Minute) von diesen Wichtigtuer bringst, die sich freuen, wenn sie interviewt werden oder ins Fernsehen kommen. Es ist ja unbestritten, dass einzelne Krankenhäuser auf Intensiv überlastet sind, die Auslastung dort ist ein Dauerzustand. Bezogen auf die Kapazitäten sind die Steigerungsraten marginal, insbesondere im Winterhalbjahr. Ich habe ja wiederholt die Zahlen des DIVI genannt. Was man sieht ist der rasante Abbau von April 2020 von 12.000 auf 16. April 2021 auf 4.000 Betten. Und da leitest Du aus dem Statement dieser Ärztin ab, Die Intensivbette würden immer weniger, weil so viele COVID-Patienten die Intensivstationen fluten. Das ist schlichter Nonsens und solltest Du endlich mal zur Kenntnis nehmen und nicht nach weiteren Zeitungsartikel etc. suchen. Vor allem komm mir nicht mit kritischem Rationalismus.

  • popper 18. April 2021, 16:47

    Sorry, sollte eigentlich unter: CitizenK 17. April 2021, 09:24 stehen. Weiß nicht, warum das hierher gerutscht ist…

  • popper 19. April 2021, 15:18

    Ich mach mal hier weiter:

    @CitizenK

    Gehört die Gesellschaft für Virologie nicht zur Fachwelt?

    Natürlich gehört die GfV zur Fachwelt. Aber der Artikel klärt nicht auf, sondern tut so, als wären seine Ausführungen eine wissenschaftliche Antwort auf die Eingangs bezeichnete Problemstellung: Es gibt immer wieder Diskussionen zur Nutzung des #PCR Tests als diagnostisches Werkzeug für #SARSCoV2. Dieser Text richtet sich daher nicht an Fachleute, sondern soll dazu dienen, der breiten Öffentlichkeit einen Überblick über den GESAMTEN Prozess der #SARSCoV2 #Diagnostik mit Hilfe der PCR zu geben. Es folgt dann aber keine fundierte Antwort darauf, ob die Ergebnisse eines PCR-Tests von einer Reihe von Parametern abhängen können, die einerseits erhebliche Unsicherheiten bedingen und andererseits gezielt so manipuliert werden können, dass viele oder wenige (scheinbar) positive Ergebnisse erzielt werden. Es wird einfach am Schluss behauptet: Aus der beschriebenen technischen und medizinischen Beurteilung ergibt sich eine hohe klinisch-diagnostische Sensitivität für #SARSCoV2 von nahezu 100 %. Die vom RKI gemeldeten Daten zum Infektionsgeschehen spiegeln somit medizinische Befunde und keine rohen Testergebnisse wieder, so dass von einer sehr hohen Zuverlässigkeit der Analysemethode auszugehen ist.

    Zunächst sollte konstatiert werden; der Erfinder des PCR-Tests, Kary Mullis, hat stets darauf hingewiesen, dass sein Test allein dazu geeignet ist, ein ansonsten für das menschliche Auge unsichtbares Molekül (die Desoxyribonukleinsäure, DNA) oder Fragment der DNA durch Vervielfältigung (Amplifikation) sichtbar zu machen. Jedoch keine Aussage darüber zulässt, ob das, was da sichtbar gemacht wurde, gefährlich ist oder krank macht. Der Test kann nicht unterscheiden zwischen toter Materie z.B. völlig harmlosem Genomfragment, als Überrest des Kampfes des körpereigenen Immunsystems gegen eine Erkältung oder eine Grippe (solche Genom-Fragmente finden man noch Monate nachdem das Immunsystem das Problem erledigt hat), und lebender Materie, will heißen einem, frischen, reproduktionsfähigen Virus. Auch wenn die Durchführung der PCR inclusive aller vorbereitenden Schritte (PCR-Design und Etablierung, Probenentnahme, Aufbereitung und PCR-Durchführung) alles korrekt und richtig gemacht wird und der Test positiv ist, d.h.: eine Genom-Sequenz erkennt, und eventuell in diesem Fall sogar ein konkretes „Corona“-Virus (SARS-CoV-2) existiert, bedeutet dies überhaupt nicht, dass die positiv getestete Person, mit einem sich replizierenden SARS-CoV-2 infiziert und für andere Personen ansteckend, d.h. gefährlich sein könnte. Vielmehr müssen für die Feststellung einer aktiven Infektion mit SARS-CoV-2 weitere, und zwar konkret diagnostische Methoden wie die Isolation von vermehrungsfähigen Viren eingesetzt werden (Goldstandard).

    Ganz wichtig, in dem ursprünglich von der WHO am 13.01.2020 publizierten Protokoll „Diagnostic detection of Wuhan coronavirus 2019 by real-time PCR“ (https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/wuhan-virus- assayv1991527e5122341d99287a1b17c111902.pdf) wird die Abfolge von PCR-Nachweisen von drei unabhängigen Teilgenen des später in SARS-CoV-2 umbenannten Virus beschrieben. Die Reihenfolge bezog sich auf das E-gen, das RdRp-Gen und dann das N-Gen. Bereits am 17.01.2020 folgte eine Änderung durch die WHO mit dem Protokoll „Diagnostic detection of 2019-nCoV by real time PCR“ (https://www.who.int/docs/defaultsource/coronaviruse/protocol-v2-1.pdf?sfvrsn=a9ef618c_2) in der das N Gen als Nachweis entfernt wurde und somit statt der ursprünglichen 3 Targets nur noch 2 Targets empfohlen wurden. Am 02.03.2020 wurde in einem erneut aktualisierten Testprotokoll der WHO „Laboratory testing for coronaviurs disease 2019 (COVID-19) in suspected human cases“ (https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/331329/WHO-COVID-19- laboratory2020.4-eng.pdf?sequence=1&isAllowed=y) darauf hingewiesen, dass „…. In areas where COVID-19 virus is widely spread a simpler algorithm might be adopted in which for example screening by RT-PCR of a single discriminatory target is considered sufficient…..” (Seite 3 unten) woraufhin die Labors großflächig dazu übergingen, nur noch 1 Target zu analysieren,
    worauf hin viele Labors sich nur noch auf das als erstes Target eingeführte E-Gen als gültige PCR spezialisierten, wie z.B. explizit vom Labor Augsburg am 03.04. beschrieben (nur noch im Internetcache verfügbar: https://www.oder-spree-piraten.de/wpcontent/uploads/2020/05/Ge%C3%A4ndertes-Befundlayout-der-SARS-CoV2-PCRErgebnisse-_-Labor-Augsburg-MVZ-GmbH.pdf)

    Die im WHO-Protokoll ursprünglich für den Nachweis von SARS-CoV-2 angegebenen drei Targets E, RdRp und N-Gen wurden zügig in vielen laboreigenen und kommerziellen Testsystemen eingesetzt. Ein Ringversuch vom Institut Instand e.V. (https://coronaausschuss.de/wp-content/uploads/2020/07/Instand- Ringversuch-Virusgenom-NachweisSARS-CoV-2.pdf) ergab für diese Gene eine mittlere Spezifität:
    E-Gen: 0,0269
    RdRp-Gen: 0,0577
    N-Gen: 0,0692

    In einer Mischpopulation von 100.000 Tests würde sich selbst bei keiner echt infizierten Person aufgrund der mittleren Fehlerrate ergeben:
    Bei einem reinen E-Gentest: 100.000 x 0,0269 = 2690 falsch positiv
    Bei E und RdRp-Test in Folge: 100.000 x (0,0269 x 0,0577) = 155 falsch positiv
    Bei allen drei Genen (E, RdRp, N): 100.000 x (0,0269 x 0.0577 x 0,0692) = 10 falsch positiv

    Dies bedeutet, die Vorgabe der WHO, sukzessive die Anzahl der zu testenden Zielgene von SARS-CoV-2 von 3 auf 1 zu reduzieren, resultierte in einer Zunahme der falsch positiv getesteten Personen im obigen Rechenbeispiel von 10 bei 3 Genen auf fast 3000 bei nur noch dem E-Gen je 100.000 durchgeführter Tests. Würden die 100.000 durchgeführten Tests repräsentativ bei 100.000 Bürgern einer Stadt/Landkreis innerhalb von 7 Tagen durchgeführt sein, so ergibt sich alleine aus dieser Fragestellung der verwendeten Zielgene hinsichtlich der „/-Tagesinzidenz“ ein Unterschied von 10 gegenüber 155 gegenüber 2690 und davon abhängig die Schwere der ergriffenen Freiheitsbeschränkungen der Bürger.

    Darüber schweigt die Virologenzunft und natürlich auch die Presse und die Politiker blicken eh nicht durch. Ich könnte das hier weiter ausführen, denke aber, das reicht, um das Märchen von der 100% hohen klinischen Sensitivität ad absurdum zu führen. Den Menschen wird Mist erzählt und jede Information, die sie in die Lage versetzen könnte, zu vernünftigen Urteilen zu kommen, bewusst vorenthalten.

  • Rauschi 21. April 2021, 06:29

    Die Bestie ist gezämt, die Zahlen gehen immer noch runter, auch die vor dem „Meldeverzug“ (wenn der 3 Wochen beträgt, aber die Inzidenz aus einem Wert mit diesem Verzug gebildet wird, welche Aussagekraft könnte der für aktuelle Entscheidungen haben?):

    Abbildung 8 und 9 Seite 11 und 12
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Apr_2021/2021-04-20-de.pdf?__blob=publicationFile

    • popper 22. April 2021, 11:13

      Die Bestie ist gezämt

      Längst, denn die Bestie war und ist bis heute für über 99 % keine Gefahr. Viren sind keine Lebewesen; insoweit ist der Titel des Artikels Corona, die Intelligenzbestie ambitioniert, aber realitätsfremd. SARS-CoV-2 ist kein Killer und wird auch nie einer werden. Viren sind keine Lebewesen. Deshalb mein Hinweis oben auf anthropomorphen Unsinn.

      Sie verfügen über keinen Stoffwechsel, können nichts selbst, sich nicht selbst reparieren und nicht fortpflanzen. Als vergleichsweise große molekulare Strukturen initiieren sie lediglich in der spezifisch im Inneren von Zellen vorliegenden chemischen Umgebung Reaktionsketten, aus denen Kopien ihrer selbst entstehen. Das schränkt Wirtszelle funktional ein und kann sie manchmal auch ganz zerstören. Was einerseits einem Organismus mitunter schwer schadet. Aber andererseits auch die Entstehung von Abwehrmechanismen befördert hat. Gerade aufgrund ihrer architektonischen Komplexität, lassen sich Viren vergleichsweise einfach behindern, sei es auf chemischem Weg oder durch Strahlung oder Wärme.

      Nach Jahrmilliarden der Evolution, haben sich fast alle auf höhere Lebensformen spezialisierten Viren hin zu immer ungefährlicheren Varianten entwickelt. Würden sie ihren Wirtsorganismus zu sehr belasten, gäbe es sie nicht mehr. Dass hier eine friedliche und sogar nützliche Koexistenz besteht, zeigt sich darin, dass jeder Mensch Schätzungen zufolge mehrere hundert Billionen Viren einer unbekannten Variantenvielfalt mit sich herumträgt, die ihn nicht beeinträchtigen. Von den ungefähr 6.000 bislang wissenschaftlich näher beschriebenen unterschiedlichen Virustypen sind ohnehin nur etwa zweihundert humanpathogen, d.h., sie können Krankheiten auslösen oder gar zum Tode führen. Allerdings, und das sieht man auch bei SARS-CoV-2, vorwiegend bei geschwächten, vorerkrankten Menschen. Daran ändert auch nichts, dass mitunter, Kinder, Jugendliche oder Menschen unter 60 Jahren sterben. Die Meldungen, es würden sich vermehrt Jüngere infizieren, lässt sich anhand der tatsächlichen Erkrankungen (nicht symptomlose positiv Getesteten) nicht nachweisen. Wir haben auf den Intensivstationen ca. 5.000 COVID-Patienten, deren Durchschnittsalter bei den daran versterbenden weiterhin über 80 Jahren liegt.

      Für einen katastrophalen Ausbruch mit sehr hohen Opferzahlen in kurzen Zeiträumen müssen zwei Rahmenbedingungen zwingend erfüllt sein. Es bedarf einer im Durchschnitt bereits erheblich geschwächten Bevölkerung, etwa durch Mangel- und Unterernährung, die außerdem nicht auf eine hinreichend entwickelte medizinische Versorgung zurückgreifen kann. SARS-CoV-2 und dessen Mutationen treffen aber nicht auf Armut und ein rückständiges oder nicht vorhandenes Gesundheitssystem. Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte war die Menschheit, insbesondere in den industrialisierten und hochentwickelten Ländern, besser auf eine Pandemie vorbereitet als heute.

      Mörderische Viren agieren nicht im Verborgenen, und die heutigen, im Vergleich zu früheren Zeiten deutlich besser strukturierten und effizienteren Prozesse im Gesundheitswesen und in der öffentlichen Verwaltung sind geeignet, sogar einen Ausbruch im afrikanischen Dschungel einzudämmen. SARS-CoV-2 ist aber kein solches, deshalb sind alle Versuche, es zu stoppen, zum Scheitern verurteilt. Das klassische Instrumentarium Isolation und Kontaktnachverfolgung funktioniert nicht bei völlig unauffälligen Keimen, deren Vorhandensein in vielen Fällen aufgrund ausbleibender Beschwerden gar nicht erst registriert wird. Es genügt nicht bei Viren, die auch Wild-, Haus- und Nutztiere als Vektoren nutzen und denen entsprechend viele verschiedene Verbreitungswege offenstehen, die Bevölkerung sozial zu isolieren und in ihren Wohnungen einzusperren. Und wenn die Übertragung eines solchen Erregers dann auch noch über die Luft erfolgt, lässt er sich unter keinen Umständen aufhalten. In einer vernetzten und arbeitsteilig organisierten Gesellschaft ist es schlicht unmöglich, die Menschen rund um die Uhr so vollständig und umfassend wie notwendig voneinander zu separieren. Begegnungen in geöffneten Versorgungseinrichtungen, in den Transportmitteln des öffentlichen Verkehrs oder am Arbeitsplatz bleiben unvermeidbar. Insoweit sind diese NO- oder NULL-Covid Fantasien eine Entgleisung wissenschaftlicher Vernunft und geprägt von Einfallslosigkeit und einem mechanistischen Weltbild, das wir längst hinter uns gelassen haben.

      Der Einfluss makroskopischer Maßnahmen auf mikrobiologische Vorgänge ist ohnehin äußerst gering. Viren handeln nicht planvoll, verfolgen keine Absicht und verarbeiten keine Umgebungsinformationen. Sie agieren als tumbe chemische Agenzien ohne eigene Motivation. Sie erkennen nicht, ob jemand eine Maske trägt oder den Mindestabstand einhält. Sie bevorzugen nicht Bekleidungsgeschäfte gegenüber Supermärkten, halten sich nicht an Ausgangssperren oder Kontaktverbote. Sie tun einfach, was sie nun einmal tun, sobald sich dazu die Möglichkeit ergibt. Und irgendwann, irgendwo und irgendwie findet sich immer eine Gelegenheit.

      Die Welt der Viren ist nun einmal das zelluläre Cytoplasma, eine von einer hohen Konzentration einer unüberschaubaren Vielfalt unterschiedlicher Stoffe geprägte wässrige Lösung. Hier reagiert miteinander, was miteinander reagieren kann, nur um sich kurz danach wieder aufzulösen oder Teil einer neuen Verbindung zu werden. In diesem Chaos steuern nicht Ziel und Zweck, sondern lokale Konzentrationsdifferenzen und zufällige Begegnungen. Künstliche Eingriffe von außen vermögen diese wilde, unorganisierte Sphäre zwar in eine bestimmte Richtung zu lenken, aber niemals vollständig und umfassend zu regulieren. Egal, ob man sich vor dem Virus fürchtet oder nicht, die Einsicht in diesen Umstand ist ein Gebot der Vernunft. Gegen letztendlich durch die fundamentalen Konstruktionsprinzipien dieses Universums bedingte Gegebenheiten helfen auch keine moralischen Erwägungen. Selbst Herpes-simplex kann eine tödliche Enzephalitis auslösen. Daran stört sich – glücklicherweise – niemand. Warum SARS-CoV-2 anders betrachtet wird, erschließt sich nicht angesichts einer vor Moralin triefenden Attitüde, die auf tragische Einzelschicksale abhebt und jedes Covid-19-Opfer dankbar instrumentalisiert, um Gegner strikter Regulierungen als asozial und unsolidarisch zu diskreditieren.

      Also, lassen wir endlich diesen Schwachsinn und kommen wir als Polis zur Vernunft und retten uns vor den Zumutungen einer Elite von Geschäftemachern und durchgeknallten Philanthropen, die unter dem Vorwand der Menschlichkeit, diese nicht nur mit unausgegorenen Genexperimenten beschädigen, sondern immer weiter abschaffen.

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