Fettlogik überwunden

Anmerkung: Das hier ist ein etwas persönlicher Beitrag. Keine Bange, wird kein Trend.

Seit ich zehn Jahre alt bin, bin ich immer zu dick gewesen. Während der Schulzeit konnte man es noch als „mollig“ beschreiben, in der Studienzeit wurde es „zu dick“ und im Referendariat und danach irgendwo zwischen „zu dick“ und „fett“. Abgenommen hab ich praktisch nie, und dafür gab es immer total gute Gründe. Zu faul, um regelmäßig Sport durchzuhalten. Gemüse schmeckt mir nicht. Salat auch nicht. Süßigkeiten ess ich eh nicht viel. Und so weiter. Außerdem war immer klar, dass Abnehmen ohnehin nicht funktioniert, schließlich hält ja niemand eine Diät lange durch (und ich gleich dreimal nicht). Ausdauersport mag ich auch nicht, und das Fitnessstudio ist weit weg. Also muss man halt mit zu viel Gewicht leben, geht ja irgendwie. Die Kleidergröße wuchs von M auf L auf XL. Jeder Klamottenkauf das Eingeständnis des Scheiterns.

Vor etwa zwei Jahren bin ich auf die Webcomics von Erzählmirnix gestoßen. Neben den beißenden politischen Kommentaren, die mich ursprünglich zu ihr geführt haben, macht sie auch immer wieder Comics rund ums Thema Abnehmen. Über die zu lachen tat immer ein bisschen weh, weil man sich so peinlich angesprochen fühlte. Sie hat auch ein Buch geschrieben, „Fettlogik überwinden„, ein absoluter Bestseller unter den Abnehmbibeln und mit gefühlt vier komma zwei Millionen Testimonials, wie gut es funktioniert. Ich bin anderthalb Jahre im virtuellen Buchladen um das Ding herumgeschlichen. Die eingangs heruntergeratterte Liste an Begründungen war ausreichend, die Ausgabe von 9,99€ als viel zu riskant einzustufen. Im Juni diesen Jahres hab ich es dann endlich gekauft und quasi am Stück runtergelesen. Es war…nicht was ich erwartet hatte.

Nadja Hermann, die Autorin hinter dem Pseudonym „Erzählmirnix“, breitet in ihrem Buch keine weitere ideale Diät oder Lebenswandelumstellung aus, mit der man – garantiert! – innerhalb von 8 Wochen den Waschbrettbauch bekommt, die uns näher an unsere neolithischen Vorfahren bringt oder das Ying-Yang mit der Natur vereint. Stattdessen zerlegt sie metikulös all jene kleinen Lügen, die man sich selbst erzählt, um nicht abnehmen zu müssen – einige meiner eigenen habe ich oben zum Besten gegeben – und erklärt die biologischen Vorgänge, die zum Abnehmen führen (oder eben nicht). Aber damit nicht genug: Hermann zeigt auch auf, welche gesundheitlichen Folgen Dick Sein hat, und sie kann dadurch, dass sie bis vor kurzem selbst zu dick war, auch immer mit dem eigenen, eindrücklichen Beispiel arbeiten.

Das Buch war für mich eine Offenbarung. Wie konnte ich, der nicht raucht und trinkt, sich einbilden gesund zu leben, wenn er 30kg überzähliges Körperfett herumträgt? Es war Hermann, die mir klar machte, was ich mir da eigentlich antat und wie unendlich dumm es war. Nicht, dass man das nicht vorher auf einem theoretischen Level selbst gewusst hätte, aber das Buch ist schmerzhaft grandios darin, jegliche über diese Wahrheit gestülpten Lebenslügen zu zertrümmern. Als ich es gelesen hatte, beschloss ich abzunehmen. Alle vorherigen Ausreden – erst einmal Essenspläne machen (die man nie erstellt), erst einmal den Rest der ungesunden Sachen verbrauchen (die man nachkauft) – warf ich beiseite. Ich verschenkte Lebensmittel, die ich nun nicht mehr essen konnte/würde und machte mich zum ersten Mal ernsthaft auf die Suche nach kalorienarmen Mahlzeiten, die mir schmecken würden (Hermann präsentiert keine; jeder muss selbst finden, was einem schmeckt). Und siehe da, das war gar nicht so schwer.

November 2016

Am 18. Juni 2017 stieg ich zum ersten Mal auf die Waage. Bei einer Körpergröße von 1,71m wog ich 89kg. Ich hatte vorher eine ungefähre Vorstellung, wie viel ich wog, aber keine genaue. Warum sich das antun, auf die Waage steigen? Tat ja doch nur weh. Seither stand ich jeden einzelnen Tag morgens nach dem Aufstehen auf der Waage und gab die Werte in die Kalorienzählerapp ein. Ich reduzierte meine tägliche Kalorienaufnahme von rund 3000 am Tag (viel zu viel, wenig überraschend) auf ca. 1200 Kalorien. Innerhalb von einer Woche hatte ich den Wert auf rund 700 Kalorien reduziert. Ich aß jeden Tag zwei volle Mahlzeiten und war stets satt. Drei Monate später zeigte die Waage 65.9kg.

Ich machte schockierende Entdeckungen während dieser Zeit. Ich hatte mich nie allzusehr mit Lebensmitteln und Kaloriengehalt beschäftigt – und wie ich bald feststellte, galt dasselbe für praktisch mein gesamtes Umfeld ebenso. Dinge, die man instinktiv als völlige Kalorienbomben ansehen würde, haben teils erstaunlich wenig Kalorien – looking at you, Coca Cola – während andere Dinge, die man im Normalfall nicht gerade unter Dickmachern abgespeichert hat geradezu irrwitzig sind. Die schwäbische Tradition der Brezel ist nur ein Beispiel unter vielen.

Ebenso fasziniert war ich, als ich nach den drei Monaten gezwungen war, neue Kleider zu kaufen, weil meine Hosen selbst mit Gürtel nicht mehr hielten. Ich hatte jetzt Kleidergröße S. Und diese Kleidergröße ist fast nicht zu bekommen. Wohlgemerkt, ich habe immer noch ein bisschen Bauch übrig. Dürr bin ich mit 65kg wahrlich nicht. Oftmals fangen die Klamotten aber bei M an. In über einer Stunde beim C&A fand ich genau eine Jeans in meiner neuen Größe. Das Ausmaß, in dem der Kleidermarkt auf Übergewicht eingestellt ist, ist absolut erschreckend. Schlanke Freunde in meiner Größe bestätigten mich darin und warteten mit ihren eigenen Geschichten auf, wie schwierig sie Kleidung finden.

Oktober 2017

Mehr interessant fand ich die von Hermann in ihrem Buch beschriebene Tendenz des sozialen Umfelds, einen mit aller Macht am Abnehmen zu hindern. Es ist ein verblüffendes Phänomen. Freunde und Familie tun was sie können, um das eigene Abnehmen zu sabotieren, völlig unbewusst. Als ich Anfang August rund 76kg wog – und damit immer noch über 10kg Übergewicht hatte – wurde ich permanent ermahnt, nun „endlich“ aufzuhören, musste mir in Dauerschleife anhören, wie „ungesund“ das doch sei. Was genau, wurde dabei nie klar. Es ist ein merkwürdiges psychologisches Phänomen. Ich erwiderte nur, dass ich nun soviel wog wie zu meinem Abitur – wo die gleichen Leute noch keinen Zweifel gehabt hatten, dass ich zu dick war.

Hat es sich gelohnt? Definitiv. Ich fühle mich fitter und wohler in meiner Haut. Ich fühle mich gesünder. Noch immer staune ich vor dem Spiegel über das Bild, das mir da entgegenblickt. Bin das ich? Seit drei Wochen esse ich meinen vollen Kalorienbedarf (rund 2000 Kalorien pro Tag). Es ist überraschend, wie einfach es ist, darin zu bleiben, und gleichzeitig wie schnell man ihn reißt, wenn man nicht darauf achtet was man isst. Ich verstehe nun, warum ich früher so dick geworden bin. Und ich will nie, nie wieder dahin zurück.

{ 32 comments… add one }

  • Patrick 26. Oktober 2017, 07:44

    Schön, dass es für dich funktioniert hat. Ich lasse trotzdem mal den Link über Health at every size hier, die eine andere Sicht auf Gesundheit und Fett versucht.

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Health_at_Every_Size

    Von dem fetten Typen mit dem astreinen Gesundheitszeugnis:)

    • asddsgg44 26. Oktober 2017, 08:04

      Fett sein ist ungesund. Wer etwas anderes erzählt lügt sich was in die Tasche. Wer sich langfristig gesund ernährt und viel bewegt muss zwangsläufig abnehmen.

    • Stefan Sasse 26. Oktober 2017, 09:42

      Es gibt auch kerngesunde Raucher. Trotzdem brauche ich keine alternative Sicht auf Rauchen. Dass das im Mittel für die meisten Leute ungesund ist, ist unbestritten. Und für Fett gilt dasselbe.

    • Matthias Urlichs 26. Oktober 2017, 09:45

      Dein Risiko, über kurz oder lang einen Treffer wegzubekommen, ist trotzdem höher als bei Normalgewichigen.

    • Mopelchen 27. Oktober 2017, 14:43

      HAES in der Form, wie es gerne von Fat Acceptance Anhängern propagiert wird, ist eine der dreistesten Lügen, die mir in meinem Leben untergekommen ist. Kann sein, dass du jetzt gesund bist. Das waren meine Eltern auch. Die Wahrscheinlichkeit, dass das so bleibt, fällt mit jedem Kilo zu viel drastisch. Dein Körper leistet schon jetzt Schwerstarbeit, um das überflüssige Fett zu kompensieren. Irgendwann ist eine Grenze erreicht und was dann passiert, ist mehr oder weniger schleichendes Organversagen. Je jünger man fettleibig wird, desto früher klappt das Kartenhaus zusammen. Mein Bruder war gerade mal 30, als bei ihm Diabetes Typ 2 diagnostiziert wurde. Aber Diabetes ist ja nicht schlimm, gibt’s ja Insulin für. Neuropathie etc. kann man ja ignorieren.

  • Ariane 26. Oktober 2017, 16:01

    Danke für diesen persönlichen Bericht und Glückwunsch, dass du dich jetzt wohler fühlst. Und auf dem ersten Bild hast du eine verblüffende Ähnlichkeit mit Lennard von Big Bang Theory Oo

    Ich habe seit ich denken kann das gegenteilige Problem, nämlich dass ich mehr oder weniger stark untergewichtig bin. Obwohl ich esse, was ich mag, kochen größtenteils verweigere und mindestens einmal die Woche Fast Food zu mir nehme. Und ja, Kleidung in kleinen Größen ist ein Problem, obwohl ich vermute, dass man es als (junge) Frau da noch einfacher hat denn als Mann. (Gibt es für Männer überhaupt die Größe XS oder hört es automatisch bei S auf?) Noch schlimmer übrigens Stiefel/etten, wenn man auf schmalen Schnitt angewiesen ist.^^

    Und diesen sozialen Druck hat man übrigens auch, wenn man zuwenig wiegt. Ich hege daher eher die Vermutung, dass es einen generellen Druck im sozialen Umfeld gibt, nicht zu sehr von der Norm (also Normalgewicht bis leichtes Übergewicht) abzuweichen. Dazu kommt, dass die ständige Berichterstattung über das richtige Gewicht, gesunde Nahrungsmittel und gleichzeitig aber auch Esskrankheiten schnell zu Hsysterie führt. Das war bei mir in der Schulzeit ein riesiges Problem, weil wirklich jeder meinte, ein untergewichtiges Teenagermädchen müsse doch magersüchtig sein. Oder – wenn sie mich dann haben futtern sehen – mindestens Bulimie haben. Ein paar Jahre später hat meine Mutter mir gestanden, dass sie mehrmals von irgendwelchen Eltern besorgt gefragt wurde, ob denn mit mir alles in Ordnung ist!? Ich schätze mal, beim Abnehmen ist es noch extremer, weil man damit bei anderen automatisch ein schlechtes Gewissen verursacht, weil die vielleicht ein paar Kilos zu viel auf den Rippen haben.

    • Stefan Sasse 26. Oktober 2017, 16:41

      Die psychologischen Abläufe sind irrsinnig.

    • Christian 26. Oktober 2017, 21:00

      @Ariane: evtl. hilft Dir Stefans Weg auch beim Zunehmen (falls gewünscht): Kalorien zählen (zum Überblick bekommen!) und einen leichten Energie-Überschuss mit einbauen. Das Buch ist evtl. auch hierbei hilfreich.

      Das bedeutet jetzt nicht, dass du Riesenportionen essen musst, aber ein belegtes (Körner-)Brötchen oder ein Snickers mehr pro Tag (beides ca. 250 Kalorien) könnte schon helfen. (1 kg Fett = 7000 kcal, bei 250 kcal Überschuss am Tag wäre das in einem Monat ungefähr ein Kilogramm Körpergewicht mehr.)

    • Ariane 26. Oktober 2017, 21:37

      Danke, ich kenn schon ein paar Leute, die ich mal auf das Buch aufmerksam mache und dann kann ich da auch reingucken. (@Stefan: ist das ein Affiliate-Link zu Amazon?)

      Ich bin so eigentlich zufrieden mit meinem Gewicht, bzw mach mir da keine Gedanken mehr drüber. Problematisch ist nur, dass ich auch bei kürzeren Krankheiten (zb letztes Mal Zahnentzündung mit Antibiotika) immer sofort einige Kg verliere und dann sofort statt „sehr dünn“ eher „ausgezehrt“ wirke. Wäre allerdings wirklich mal ganz spannend zu sehen, wie meine tägliche Kalorienzufuhr aussieht.
      Ich weiß zb bei der vielen Berichterstattung auch nie, ob ich nun so besonders gesund lebe, weil ich kein Übergewicht habe. Oder vielleicht sogar noch ungesünder als mollige Personen, die dafür viel mehr Wert auf gesundes Essen legen als ich.^^

      • trono 26. Oktober 2017, 22:11

        Grobe Zusammenfassung: Lt. Buch ist auch Untergewicht statistisch anfälliger für diverse Erkrankungen als Normalgewicht, wenn auch nicht so schlimm wie (starkes) Übergewicht. FDDB App installieren, Kalorien zählen, feststellen, dass man trotz Satt-Gefühl gar nicht so viel isst, oder eher kalorienarm. Und dann bei einigen Dingen feststellen, dass sie doch wesentlich mehr oder weniger Kalorien haben, als man so angenommen hat… 😉

      • Stefan Sasse 27. Oktober 2017, 12:07

        Ja, ist Affiliate. Danke für’s Fragen.

      • Mopelchen 27. Oktober 2017, 14:48

        Probier mal so Dinge wie Mandelmus oder Erdnussbutter. Die sind kalorienreich ohne Ende und bringen einiges and ungesättigten Fettsäuren. Im Augenblick gleich ich damit mein Defizit aus, wenn ich’s wirklich mal nicht über die 1800 kcal am Tag komme. Und ja, Kalorienzählen Hilfe sowohl beim Runter als auch beim Hoch als auch beim Halten. Wenn man’s richtig und ehrlich macht und sich nicht von den Zahlen unter Druck setzen läßt.

        • Ariane 28. Oktober 2017, 11:42

          Mandelmus? Nie gehört, aber kann ja mal getestet werden.
          Solange ich mein normales Kampfgewicht von 48-50kg hab, trickse ich auch wenig rum. Wurde alles auch mal durchgetestet, steckt keine Krankheit dahinter, mein Körper hat alle Nährstoffe, die er braucht. Von daher bin ich froh, dass ich mir da keinen Kopf machen muss. Ich hatte in Notfällen auch mal so hochkalorische Shakes (oder auch schön: Schuss Sahne statt Milch in den Kaffee^^), aber da ist mir nach ner Weile immer das normale Hungergefühl abhanden gekommen und ich war froh, wenn ich wieder normal essen konnte^^

          • Mopelchen 28. Oktober 2017, 21:42

            Mandelmus gibt’s mittlerweile in jedem einigermaßen gut sortierten Supermarkt. Das Zeug steht meistens in der gleichen Ecke wie Erdnussbutter. Edeka hat zwei Varianten davon: weisses von geschälten Mandeln und braunes von ungeschälten Mandeln. Ich ess das Zeug sowohl mit Marmelade als auch mit Käse oder Schinken. Und zum Kochen man man es auch verwenden. Letztens wanderte ein Esslöffel davon ins Curry an Stelle der gemahlenen Mandeln.

  • Tobias 26. Oktober 2017, 17:43

    Gratuliere – saustark! Was mich interessieren würde: 1200kcal kann ich mir noch vorstellen, aber was genau hast du gegessen, um mit 700kcal am Tag nicht ständig mit knurrendem Magen rumzulaufen?

  • joha 27. Oktober 2017, 00:07

    Ist das rote Band, das aus dem Pulli hängt, ein geheimes sozialistisches Erkennungszeichen? Ich meine, ich hätte so etwas mal aus Oskar Lafontaines Strickjacke baumeln sehen.

    • Stefan Sasse 27. Oktober 2017, 12:10

      Nö, das ist ein Schlüsselband, das aus meiner Hosentasche hängt. Da sind Schlüssel dran. 🙂

  • Jule 27. Oktober 2017, 05:46

    Ich war auch eine von den kerngesunden Dicken. Alle Blutfette, Blutzucker, Leberwerte, alles absolut top. Belastungs-EKG absolut altersentsprechend, ohne mein Gewicht berücksichtigen zu müssen. Fett aber fit.
    Meine Knochen haben die mehr als 30kg jahrelang aber leider nicht so schadlos mitgemacht. Weit über Altersentsprechende Abnutzungserscheinungen. Arthrose wohin das Auge blickt.
    Wer behauptet, auch dicke können kerngesund sein, der lügt sich selbst an. Auch mir war das klar, ich hatte bloß Mio. Gründe gefunden, warum abnehmen gerade nicht geht.
    Jetzt sind seit Februar 33kg weg und ich nach gut 10 Jahren wieder im gesunden BMI. Blutwerte können übrigens noch besser als gut werden und auch ein durchschnittliches Belastungs-EKG kann weit überdurchschnittlich werden. Ich bin eine 42jährige mit Werten einer 30jährigen.

    • Stefan Sasse 27. Oktober 2017, 12:10

      Das Verstehen dieses Zusammenhangs hat mir einen üblen Tritt in den Hintern zum Anfangen gegeben.

  • R.A. 27. Oktober 2017, 10:40

    30 kg zuviel Fett?

    Bei Deinen Ausgangswerten von 89 kg und 1,71 wären 30 kg weniger bei einem Mann schon an der Grenze zum Untergewicht.
    20 kg weniger wäre nach den üblichen BMI-Tabellen völlig im grünen Bereich und 15 kg weniger auch noch akzeptabel.

    Hält die Autorin nichts von den üblichen BMI-Grenzen oder was sind ihre Vorstellungen von „ungesundem Übergewicht“?

    • trono 27. Oktober 2017, 11:22

      Nee, die Autorin erwähnt nur, dass BMI halt auch nicht das Maß aller Dinge ist, speziell weil es nicht den Körperfettanteil berücksichtigt.
      Kurzfassung: Jemand mit „gutem“ BMI kann trotzdem zuviel Körperfett haben, speziell wenn er völlig untrainiert ist, sprich kaum Muskeln. Andersherum kann eine Person mit leicht erhöhtem BMI einen völlig gesunden Körperfettanteil haben, müsste dazu allerdings ein ziemlich krasser Kraftsportler etc. sein.
      BMI ist also tendenziell noch etwas zu nett, wobei bei einem Mann wohl auch ~69kg bei 1,71m noch absolut okay wären. 😉

    • Stefan Sasse 27. Oktober 2017, 12:12

      Normalgewicht wäre für mich zwischen grob 60 und 70kg. Daher sind 89kg schon deutlich zu viel.

  • R.A. 27. Oktober 2017, 12:31

    OK.
    Natürlich hat der BMI gewisse Schwächen. Und die 89 kg würde ich für 1,71 auch nicht empfehlen. Während 60 kg sehr ok wären.

    Nur haben die „30 kg zuviel“ mich irritiert – das klang etwas danach. als würde die Autorin unnötig niedrige Zielwerte propagieren.

    • Stefan Sasse 27. Oktober 2017, 15:35

      Ne, die Zahl war mehr zur Illustration. Fakt ist dass ich zu viel Gewicht hatte, und dass das ungesund ist, allein schon für die Knochen selbst wenn der Rest passt.

  • Kirkd 27. Oktober 2017, 12:52

    Gratuliere. Ich kann Deine Story voll nachempfinden. Ich hatte in den letzten Jahren trotz 2 bis 3 mal Sport 108-115 kilo drauf. Im Mai habe ich zum ersten mal eine Diät gemacht (low-carb) und bin nun fast 20 kg runter. Sport ist gut, aber der Essensplan muss stimmen. Man muss sich auch nix verkneifen, einfach nicht zu viele Kohlehydrate und keine zu grossen Portionen, vor allem Abends. Nicht jeden Tag Wein oder Bier. Und es plötzlich passt es. Was micht am meisten überrascht hat ist, dass ich viel weniger Hunger zwischendrin habe als früher. Wenn man sich das Essen zwischendrin (Apfel, Banane, damit bist du gemeint) abgewöhnt, halt man viel besser durch.

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