Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die „Fundstücke“ werden mit einem Abschnitt des Textes, der paraphrasiert wurde, angeteasert. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind die einzelnen Teile durchnummeriert; bitte zwecks der Übersichtlichkeit daran halten. Dazu gibt es die „Resterampe“, in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde.
Fundstücke
Es wird erläutert, dass viele Deutsche und Europäer Donald Trump zu wörtlich nähmen und deshalb seine provokanten Aussagen als reale Bedrohung verstünden. Im Artikel wird betont, dass Trumps Verhalten als kalkulierte Strategie gesehen werden müsse, die auf Unberechenbarkeit und Inszenierung beruhe. Diese sogenannte „Madman-Theorie“ werde von Politikwissenschaftlern als Methode beschrieben, Gegner durch gezielte Verwirrung und Drohungen zu Zugeständnissen zu bewegen. Es wird ausgeführt, dass Trump damit international Erfolg gehabt habe, etwa durch Druck auf Nato-Staaten zur Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben oder durch Einfluss auf Nahostpolitik. Während Europäer nervös reagierten, nähmen viele Amerikaner Trumps Auftritte als Show oder taktisches Bluffen wahr. Die US-Demokratie werde als stabil bezeichnet, weshalb die Furcht vor einem autoritären Machtmissbrauch übertrieben sei. Der Artikel schließt mit dem Hinweis, Europa müsse lernen, gelassener mit Trumps kalkulierter Unvorhersehbarkeit umzugehen. (Erik Kirschbaum, WELT)
Zwei Gedanken hierzu. Auf der einen Seite halte ich es nicht für sonderlich fruchtbar, bei Trump ständig versuchen zu wollen, diesem affektgesteuerten und von kurzfristigen PR-Interessen getriebenen Verhalten irgendeine tiefergehende Rationalität unterstellen zu wollen. Ich verstehe den Impuls dafür: die Vorstellung, dass der Präsident der USA effektiv nach Tageslaune und ohne irgendwelche Logik seine Festlegungen trifft, ist furchterregend. Aber es hilft nichts, da eine Methode hineinzudeuten, die schlicht nicht da ist. Nichts von dem, was wir aus der ersten Amtszeit wissen, deutet darauf hin, dass Trump in irgendeiner Weise strategisch denkt. Dazu kommt, dass die Madman-Theorie nicht funktioniert. Der Name geht auf Nixon zurück (nicht auf Politikwissenschaftler*innen), der versuchte, durch erratisches und auftrumpfendes, aggressives Verhalten die Sowjets zu erschüttern, in der Hoffnung, dass sie zu seiner Beruhigung Zugeständnisse machen würden. Inwiefern Nixon jemals überhaupt diese „Strategie“ verfolgte und inwieweit sie nur ein nachträglicher Versuch ist, das eigene erratische Verhalten zur Strategie zu adeln, ist mindestens umstritten; so oder so hat es nicht funktioniert. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass etwa ein Xi Jinping sich von so etwas beeinflussen lassen würde.
2) Haftbefehl als Unterrichtsstoff? In Deutschland leider eine schreckliche Idee
Es wird anhand der Netflix-Doku „Babo“ konstatiert, dass Haftbefehl derzeit enorme Resonanz erzeuge (Streaming-Spitze, Debatten, „Reinhard-Mey“-Effekt). Zugleich wird berichtet, eine Offenbacher Schülervertretung fordere, seine Texte als Unterrichtsstoff zu nutzen; Kultusministerien hätten abgewunken. Grundsätzlich werde geltend gemacht, Gangsta-Rap sei relevante Subkultur und Spiegel „prekären Deutschlands“; aus Haftbefehls Songs lasse sich über Ökonomie, Sozialdarwinismus und Erzähl- sowie Sprachformen lernen. Im Sinne der Cultural Studies werde gefordert, Hoch- und Popkultur zu mischen. Zugleich werde gewarnt, dass das deutsche Schulsystem dafür nicht gerüstet sei: Lehrkräfte wirkten häufig didaktisch wie digital unzeitgemäß; eine schulische Behandlung würde die subversive Kraft des Genres neutralisieren – „unsexy“ und kontraproduktiv. Pointiert werde formuliert, moderner Stoff sei nötig, noch nötiger seien jedoch moderne Lehrkräfte, die ihn vermitteln könnten. Insgesamt werde die Idee als „eigentlich selbstverständlich“, im hiesigen Kontext aber als „schreckliche“ Fehlumsetzungschance bewertet. (Dennis Sand, WELT)
In den Grundsätzen bin ich völlig bei Sands Argumenten. Aus demselben Grund bespreche ich im Unterricht auch Popsongs; ich brauche dafür jetzt nicht zwingend Haftbefehl. Songs, egal welchen Genres und Interpreten, sind die heutige Form von Lyrik, und den Schüler*innen die Fähigkeit zu geben, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen, ist sicherlich kein Fehler. Gleichwohl macht Sand gleich zwei typische Fehler. Zum einen ist die Idee, Haftbefehl zum verbindlichen Unterrichtsstoff zu machen, der gleiche Impuls, der ständig die Bildungsplandebatten ruiniert: warum genau der und nicht ein anderer Rapper? Warum unbedingt und ausschließlich Rap? Welche Inhalte kommen stattdessen raus? Und so weiter. Der andere Fehler ist leider Gottes das Ende des Artikels. Das Problem sind nicht moderne oder unmoderne Lehrkräfte. Allmählich dürfte sich gerne mal rumgesprochen haben, dass Bildungspläne im Kultusministerium für ein Bundesland verbindlich vorgegeben werden. Ich kann mir halt nicht frei aussuchen, was ich im Unterricht mache, vor allem in den Jahrgangsstufen nicht. Ich bin der falsche Adressat für diese Kritik. Öffnet endlich die Bildungspläne!
3) What the Left Still Doesn’t Get About Winning
Es wird beschrieben, dass der Sieg von Zohran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in New York City zwar als historisch und symbolisch gefeiert werde, seine Bedeutung für die nationale Politik der Demokraten jedoch überschätzt werde. Der Artikel stellt heraus, dass Mamdani in einer traditionell demokratischen Hochburg gewann, wo linke Kandidaten ohnehin gute Chancen hätten. Sein Sieg sage daher wenig über die landesweite Attraktivität sozialistischer Positionen aus. Es wird betont, dass Mamdani trotz seiner radikalen Rhetorik taktische Zugeständnisse an die politische Mitte gemacht habe – etwa durch Entschuldigungen gegenüber der Polizei und die Distanzierung von umstrittenen Parolen. Diese Anpassungen würden zeigen, dass er sich der Grenzen seiner Position bewusst sei. Kommentatoren wie Bernie Sanders lobten ihn zwar als Vorbild für eine neue Bewegung, doch der Text argumentiert, sein Erfolg sei weniger Ausdruck eines politischen Umbruchs als das Ergebnis schwacher Gegner und lokaler Dynamiken. (Jonathan Chait, The Atlantic)
Diese immer gleichen Debatten um die Deutung von Siegen von Linksaußen-Kandidat*innen sind langsam echt öde. Die Wahlen in den USA folgen einem sehr berechenbaren Schema von Mobilisierung und Gegenmobilisierung, Erfolg und Backlash: eine Partei gewinnt Wahlen, was die Opposition erregt und mobilisiert, während die eigene Seite enttäuscht wird und demobilisiert. Die Nachricht ist nicht, dass die Democrats gerade Wahlen gewinnen; es wäre eine, würden sie es nicht tun. Vorstellungen wie „The Anti-MAGA Majority Reemerges“ sind daher zum Teil eine „Mirage„. Wenn „Democrats: Falling for flawed outsiders“ wahr ist, wäre das eine ziemlich schlechte Nachricht. Denn Chait hat völlig Recht: die Wahlen gewinnen die Democrats in der Mitte, nicht an den Rändern. Mamdani und Ocasio-Cortez mögen zwar das progressive Herz schneller schlagen lassen, aber sie sind keine Modelle für das ganze Land. Dasselbe gilt für irgendwelche Rechtsradikalen, die in Arkansas gewinnen. Siehe zum Thema auch The 2025 Elections and Future of the Democratic Party: Why Spanberger and Sherrill Provide a More Plausible Model for Success than Mamdani.
4) Soziologe Oliver Nachtwey: „Es gibt eine Lust, alles niederzubrennen“
Es wird dargelegt, der gegenwärtige Liberalismus habe sich „moralisch, normativ, kommunikativ“ überfordert und nur „marktvermittelte Buntheit“ zugelassen, während Verteilungsfragen verdrängt würden. Beschrieben wird eine illiberale Verengung: Alternativen würden als „Sachzwang“ präsentiert, nicht-akademische Lebensentwürfe symbolisch abgewertet. Die vielbeschworene „Cancel Culture“ wird als Chimäre bezeichnet; problematisch sei vielmehr, dass Dissens politisch-ökonomisch eingehegt werde. In der Ökonomie wird skizziert, der Neoliberalismus schütze Eigentum vor demokratischer Kontrolle, fördere Ungleichheit und besitze autoritäre Affinitäten (Pinochet, Milei). Am Niedergang öffentlicher Infrastruktur wird ein Vertrauensverlust illustriert, der das Gefühl nähre, der Staat sei „nur noch für die anderen“ da. Als Folge wird eine „Lust, alles niederzubrennen“ diagnostiziert: Zerstörungsenergie speise sich aus Abstiegsängsten, Nullsummendenken und kulturellen Konflikten – ein Nährboden für „demokratischen Faschismus“ innerhalb funktionierender Demokratien. Gefordert wird, den Liberalismus sozial zu öffnen, reale Alternativen zuzulassen, Infrastruktur und Gerechtigkeit zu stärken und zivilgesellschaftliches Engagement zu mobilisieren. (Michael Hesse, FR)
Ich finde es super wichtig, Krisenanalysen aus einer Perspektive her zu entwickeln, die nicht entweder die Existenz der Krise verleugnet oder unpassende Schemata verwendet. Ich habe selbst ja auch immer wieder auf die Problematik der Handlungsfähigkeit hingewiesen; nicht umsonst heißt unsere rechtsextreme Partei ALTERNATIVE für Deutschland. Es war ja eine direkte Reaktion auf die oft propagierte Alternativlosigkeit. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das bisherige Ignorieren der Ungleichheitsfrage, die beständig in den Rankings der wichtigen Themen aufkommt, aber in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle spielt. Der rechte Vorwurf, die Migrationsdebatte sei stets verhindert worden, schlägt hier zurück, weil diese Debatte unterdrückt wird. Zuletzt ist die „Lust, alles niederzubrennen“ ja auch ein treibender Faktor hinter den Wahlen von zunehmend radikalen Kandidat*innen: wenn der Glaube daran, dass das System für einen selbst funktioniert, immer weiter erodiert, wird die Alternative des „alles Zerschlagens“ immer attraktiver.
Es wird unterschieden zwischen ausgewogenem Handel zur Effizienzsteigerung und politisch erzeugten Dauerüberschüssen, mit denen Länder „Kosten ins Ausland“ verlagern. Beschrieben wird, wie Staaten durch billiges Kapital, Währungsdämpfung und Infrastruktursubventionen Produktion verbilligen und Partner zu Defiziten, Schulden oder Arbeitslosigkeit zwingen. Anhand Deutschlands (Hartz-Reformen, Lohnzurückhaltung, Euro-Rahmen) und Chinas (negative Realzinsen, Reserven in US-Anleihen) werde illustriert, wie Überschüsse anderswo Industrieabbau bewirkten. Kritisiert wird, dass Mainstream-Modelle ausgeglichenen Handel voraussetzen und so diese Dynamiken verkennen. Gefordert wird eine „neue globale Zollunion“, in der Mitglieder „Handel relativ frei und balanciert“ halten und Überschuss-/Defizitgrenzen einhalten; gegenüber Nichtmitgliedern würden variable Zölle oder Kapitalsteuern Ungleichgewichte abfangen. Begründet wird dies damit, dass „geteilte Integration geteilte Beschränkungen“ verlange: Staaten dürften interne Ungleichgewichte nicht exportieren, sondern müssten deren Kosten selbst tragen. Andernfalls seien „beggar-thy-neighbor“-Spiralen und Fragmentierung unvermeidlich. (Michael Pettis, Foreign Affairs)
Pettis weist in meinen Augen auf einen wichtigen Punkt hin, wenn es um Freihandel geht: die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen. Man könnte quasi analog zu dem etwas naiven Einlösen der Friedensdividende, wo es um Verteidigungshaushalte ging, auch eine spiegelbildliche Naivität im liberalen Lager sehen, das die eher apolitische Hochzeit der liberalen Welthandelsordnung in den 1990er Jahren, mit der Gründung der WTO und dem Beitritt aller relevanten Staaten bis 2011, als eine naturgegebene ansah, die sich reproduzierend fortschreiben lassen würde. Aber dieser Institutionalismus funktioniert eben nur, wenn alle Beteiligten ihn auch tragen. Das ist etwa in der EU der Fall, die von der Freihandelsintegration her sehr gut funktioniert – und auch zum Gewinn aller Beteiligten. Mit Böckenförde gesprochen lebt der Freihandel von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das Problem scheint mir, dass die Kritik am liberalen Konsens lange nicht tragfähig war: weder konnte die „Globalisierungskritik“ von links je eine Alternative aufbauen, noch, wie sich gerade zeigt, die radikale Rechte.
Resterampe
a) Senate Democrats Just Made a Huge Mistake (The Atlantic). Was für Idioten.
b) Deutschland braucht nicht eine FDP, sondern zwei (Spiegel). Was für ein hanebüchener Unsinn.
c) Fireside Friday, November 7, 2025 (On the Roman Strategy Debate) (ACOUP) Für Thorsten 🙂
d) Merz ist der neue Habeck (Welt) „Die Eingriffe gehen sogar über die Planwirtschaft von Robert Habeck hinaus“, Alter…das ist so ein Extremismus mittlerweile bei diesen Leuten, völlig abgeschossen.
e) FOX News mal wieder lustig. (Bluesky)
f) Doppelstandard. (Bluesky)
g) Doppelmoral bei der FDP. (Bluesky) Ich sag das immer wieder: es ist nie eine Prinzipienfrage. Das war bei Cancel Culture genauso.
h) Warum fact checking nutzlos ist. (Bluesky)
i) Linnemann warnt vor Verunsicherung durch Debatte um Erbschaftsteuer (ZEIT). Nicht so schlimm hingegen ist Verunsicherung durch Kürzungen bei Gesundheit, Pflege, Rente und Bürgergeld…
j) Lackmustest für Labour. (Twitter)
k) Leitartikel von Ruprecht Polenz zur „CDU der Mitte“. (T-Online)
l) The Moral Cost of the Democrats’ Shutdown Strategy(The Atlantic). Das Problem, wenn du die Guten bist.
m) Das dürfte für Ralf ein ordentlicher Beleg sein. (Twitter)
n) Sehr ausführlicher Bericht über Antonin Scalia und den Originalismus. (The Atlantic)
o) Zum Problem mit dem Moralisierungsvorwurf. (Twitter)
Fertiggestellt am 17.11.2025



1) Die Madman-Theorie
Man sollte etwas nicht mit Verschwörungs- oder anderen Theorien erklären, was sich einfach durch Dummheit oder Blödheit erklären lässt.
zu 5) Das Problem wird in Deutschland nicht ansatzweise verstanden, weil es in Deutschland kaum Makroökonomen jenseits der neoklassischen Ideologie gibt und das große Publikum VWL für «BWL in groß» hält.
Die deutschen Unternehmen mach sich seit Jahrzehnten auf Kosten seiner Nachbarn und der arbeitenden Bevölkerung im eigenen Land die Taschen voll, denn von dem Leistungsbilanzüberschuss profitiert lediglich ein winziger Anteil der Bevölkerung. Während der größte Teil der Bevölkerung die Zeche in Form des Niedriglohnsektors wortwörtlich zahlt.
Und die Politik und deutsche «Spitzenökonomen» entblöden sich dann auch nicht, beispielsweise Italien seine Staatsschulden vorzuwerfen ohne zu verstehen, dass es gerade diese Staatsschulden sind, die die deutsche Leistungsbilanzüberschüsse erst ermöglichen.
1) Sorry, aber das „Madman“ Denken ist nur die konsequente Fortschreibung der „Brinkmanship“, die im Kalten Krieg und darüber hinaus das Erfolgsmodell des Westens war.
2) Da muss jemand Rap wirklich hassen, wenn Schülys diese Musik per Pflichtlektüre und Gedichtanalyse ausgetrieben werden soll:
Nach „Im Werk ‚Chabos wissen, wer der Babo ist‘ betont das lyrische Ich seinen Status und seine Kompetenz durch Stilmittel wie Hyperbel, Metapher und auf Popkultur bezogener Allusion. Die stark mit Lehnworten angereicherte Sprache steht im Widerspruch zum – im Vergleich mit anderen Künstlern derselben Stilepoche – konventionellen Gedichtaufbau und Reimschema. … “ wird selbst der größte Fan davon gelangweilt sein.
3) Die entscheidende Fehleinschätzung ist eine andere: Wahlen werden durch Motivation gewonnen, für den Erfolg musst du sowohl den Rand als auch die Mitte bei deinen potentiellen Sympathisanten mitnehmen. Mamdani ist das besser gelungen als Cuomo. Bei vergangenen Präsidentschaftswahlen performte Trump besser als Clinton und seinerzeit Obama besser als MacCain obwohl das jeweils die zentristischeren Kandidaten waren.
5) Du täuschst dich selbst mit „ Das ist etwa in der EU der Fall, die von der Freihandelsintegration her sehr gut funktioniert“ Von den Beschwerdeverfahren, die beim WTO Dispute Settlement body liefen, waren 53 gegen China, 98 gegen die EU und 165 gegen die USA.
https://www.wto.org/english/tratop_e/dispu_e/dispu_by_country_e.htm
1) Ne, ist es nicht, sorry.
2) Ja, aber das kann man ja auch spannend machen. Meine Analysen von Taylor Swift und Linkin Park mochten die meisten Schülys.
3) Madmani hat aber auch nur relativ zu Cuomo mehr begeistert. Davon abgesehen: ich weiß nicht, ob die hier Begeisterung und Wahlerfolg nicht durcheinander wirfst. Also quasi: wer gewonnen hat, hat besser begeistert. Das muss nicht zwingend so sein. Biden hat 2020 sicher nicht mehr begeistert als Trump.
5) Ich meinte innerhalb der EU! In dem Artikel geht es ja um die Dynamiken innerhalb einer Freihandelszone.
Das Volumen des Welthandels stottert ja seit einiger Zeit und 2023 hat er sogar abgenommen. Der inner EU Handel wuchs in den letzten 15 Jahren etwas stärker und v.a. stetiger.
chatGpt: „Steigerung des Handels innerhalb der EU im Vergleich zur Steigerung des Welthandels in den letzten 15 Jahren“.
Aber vom Volumen ist das nicht so eindeutig und man muesste da Zeit investieren, um tiefer zu bohren. Länder mit hohen Wachstumsraten erzeugen in aller Regel auch mehr Aussenhandel, so dass der Welthandel eigentlich stärker steigen müsste als der Binnenhandel der EU.
Insgesamt fuehlen wir uns
1) Bei beidem geht es um das Chicken-Spiel: Zwei Autos rasen aufeinander zu, wer ausweicht verliert aber wenn keines ausweicht sind beide Schrott. Brinkmanship fährt einfach geradeaus, koste es, was es wolle. Madman wirft demonstrativ das Lenkrad aus dem Fenster, damit dem anderen klar ist, dass absolut keine Rücksicht auf Verluste besteht.
3) Vorsicht, ich rede nicht von Begeisterung sondern nur von der Tatsache, dass jemand aktiv Kandidat X wählen muss. Das heißt in den USA Registrierung und Schlangen am Wahllokal. Bei Biden 2020 hat da kleineres-Übel-Politik ausgereicht, aber das ist nicht zwingend. Und 2025 New York war eine direkte Gegenüberstellung zwischen einem randständigen Demokraten und einem zentristischen – auch da war der Sieg nicht festgeschrieben, ich denke, dass persönliche Ausstrahlung der entscheidende Punkt war.
5) Ok, aber die EU ist darauf ausgelegt, dass sie funktionieren muss, wenn etwas nicht funktioniert, ist der Schaden gewaltig (siehe Brexit)
1) Die Theorie ist mir schon klar.
3) Und dass Cuomo beliebt wie Fußpilz ist. Ein generischer zentristischer Kandidat hätte Mamdani vielleicht besiegt. War bei AOC ja auch so.
1) Und wo siehst du dann den grundlegenden Kategorienunterschied?
3) Auf welche Wahl beziehst du dich bei AOC? Ich habe den Verdacht, dass du hier (und unten bei deiner Antwort an Wächter) etwas verwechselst .
„diesem affektgesteuerten und von kurzfristigen PR-Interessen getriebenen Verhalten“
Und privater Bereicherung. Das gab es auch in der ersten Anmtszeit schon aber sprengt dieses mal wirklich alle Dimensionen. M.E. ist das ein merkwürdig zahm behandelter Aspekt.
Jimmy Carter musste noch seine Farm abgeben, als er Präsident wurde.
Den haben die Republicans gezwungen. Für ihre eigenen Leute haben sie das nie angewendet. Reagan war auch übel korrupt unterwegs. Aber das ist immer dasselbe: korrupte Republicans, integre Democrats. Und trotzdem (oder gerade deswegen) ist der Buhai bei denen größer. Ist ja hier auch so. Özdemir trat wegen privater Bonusmeilennutzung zurück, Jens Spahn…ach, warum anfangen.
Sorry, das was in Trump und seinem Umfeld abläuft hat mit „das ist immer dasselbe“ nichts zu tun. Das ist eine ganz andere Grössenordnung und offene Dreistigkeit.
Ja, das ist wahr.
@ Mr. Sasse
I would suggest you google Rep. Sheila Cherfilus-McCormick, D-Fla and her recent troubles with the law (story ran on NBC, so pretty mainstreamy-trustworthy) before posting about corrupt Republicans and virtuous Democrats. Stealing disaster relief funds is an especially heinous thing imo.
True. I’m talking about general trends, though. Obviously, you will always find individuals who do wrong; my point is not about the wrongdoing (humans are the same everywhere) but the way they’re dealt with.
But your point should also be about the wrongdoing as such.
That is orders of magnitude bigger than anything we have ever seen in modern democracies, and thereby a different quality.
Not to mention the hardly hidden corruption that comes with it, be it with favours for foreign governments in exchange for gifts or „investment“ in or for the Trump universe. Or what can only be described as the sale of presidential pardons.
Nothing even remotely close exists on the democratic side or the republican side pre-Trump.
Yes, you’re right. Let’s split the difference: both are true.
@ Mr. derwaechter:
Says you. You might remember the pardon for Mark Rich? Or look up the Clinton Foundation – pay for play (as in access or favors or appointments) and murky deals all over the place. Or Joe Biden’s blanket pardon for everything and anything for Hunter Biden (he wouldn’t need a pardon if he hadn’t done anything wrong and that laptop had been planted etc., would he now?)
Bottom line: It happens all the time, it’s been happening in the past, and it will continue to happen in the future. It’s more in the nature of some of the tools (like those presidential pardons) than in the actors who deploy them.
You are either not willing or not able to read and comprehend. Either way it makes discussion useless.
@ der waechter:
Oh, I may have accidentally triggered a millennial. Well, sh*t. In any event though, OK with me. Later! [waves]
Not a millennial. Not triggered.
Judging by your tone, you must be around 14?
Just annoyed by people who spew out the same bullshit, regardless of what the other side actually said. Good riddance!
@ Johnson 22. November 2025, 15:17
As much as I usually agree with you, I too perceive a difference here (i.e., from a distance).
There is no doubt that the Clintons (or Reagan before and the Bushs before and after them have skeletons in their closets. But I don’t think it’s possible that Joe Biden is trying to put Donald Trump’s son (or son-in-law) in jail just because he is Donald Trump’s son. I do think it’s conceivable that Trump is prosecuting Biden’s son just because he is Biden’s son. But that’s just a subjective assessment.
And as much as Ronald Reagan, the Bushes, the Clintons, and probably Joe Biden to some extent have been interested in money, none of them have manipulated the stock markets so blatantly and openly to enrich themselves and a few buddies.
The storming of the Capitol and the pardoning of the perpetrators of violence is just as unique as the attempt to manipulate the last election or the abusive use of the National Guard.
And although I am not a black-and-white thinker (I see shades of gray wherever I look), in my personal opinion, this has a somewhat different quality.
Greetings,
E.G.
@ Mr. Gabriel:
I think we’re getting off topic by mixing in prosecutions/lawfare for political reasons, January 6, the deployment of the National Guard to US cities etc.
The origin of the discussion was corruption between Republicans and Democrats, and all I am saying is that it has been around forever because the tools are there (like presidential pardons – Bill Clinton did not wake up one day and go „You know who I’ll pardon today, that billionaire who fled to Switzerland because he was looking at 300 years in the clink for tax evasion and money laundering. He sounds like he deserves a break“). Trump may be somewhat more blatant, more brash, more abrasive, and less suave about this all, but the underlying issue is not of his making.
@ Johnson 23. November 2025, 17:32
I think we’re getting off topic by mixing in prosecutions/lawfare for political reasons, January 6, the deployment of the National Guard to US cities etc.
You may be right.
The origin of the discussion was corruption between Republicans and Democrats, and all I am saying is that it has been around forever because the tools are there …
Agreed.
Trump may be somewhat more blatant, more brash, more abrasive, and less suave about this all, …
YESSSS !!!!
… but the underlying issue is not of his making.
I have to agree here.
The difference between Bill Clinton (or others) and Donald Trump, for example, is not so much the corruption itself, but rather the extent of it on the one hand and the accompanying behavior on the other. Whereas Bill Clinton and many others show at least a trace of embarrassment and shame, Trump, depending on the situation, displays the self-confidence that he is such a great person that he deserves it all, or is even proud of his “achievements.”
In my view, this brazenness is the big difference.
But you’re right – the tools were already there before, they’re just being used more “professionally.”
I don’t know. That’s a bit like arguing that murder is more professional than a tavern brawl. Sometimes, it’s a difference in degree, sometimes in kind. Clinton, Reagan, etc. – difference in degree. Trump? Difference in kind. It’s NOT „just more of the same, more brazen“. It’s an entirely different thing.
Objection. This is a prime example of the transformation of quantity into quality.
After some consideration I have to admit that I tend a bit more in the direction of Mr. Johnson. If a manmade problem exists in politics, it usually is the weakest of all possible excuses to point out that X and Y both and deliberateley caused the same problem, but Y does it on another (higher) level, if both could have avoided the problem altogether.
Regards,
Thorsten Haupts
@ Thorsten Haupts
I have to agree; he’s got a point there
Where did you read an excuse?
Hätte mich wirklich interessiert. Ich lese die nämlich nicht. Und ich glaube es ist weder Stefans noch meine Absicht, etwas zu entschuldigen oder gar gut zu heissen. Daher frage ich mich schon, wie der Eindruck entstehen konnte.
Die kräftige Verurteilung von Trump für ein Verhalten, dass in milderer Form in den USA eine überparteiliche langjährige Tradition hat, las sich für mich nach einer impliziten Entschuldigung für die Korruption der Vorgängerregierungen. Hier hat Johnson nämlich einfach Recht – Trump tut es „nur“ erheblich offener, offensiver, rücksichtsloser. Das glaubwürdig thematisieren können aber nur Leute, die diesbezüglich nach mnenschlichem Vermögen fehlerfrei handeln und nicht solche, die nur etwas weniger oder etwas verdeckter Dreck am Stecken haben.
Gruss,
Thorsten Haupts
Wenn ich sage würde Raubmord sei unvergleichbar schlimmer als Ladendiebstahl, entschuldige ich doch letzteres nicht.
Es gibt dafür eben genau keine Tradition, im Gegenteil. Es gibt geschriebene und ungeschriebene Regeln dagegen, die systematisch umgangen und gebrochen werden.
Das war eben vorher anders, sonst wären die bekannten Fälle aus der Vergangenheit ja keine Skandale gewesen.
In der Trump Administration ist das systematisch anders und in nicht vergleichbaren Größenordnungen.
Wörter wie etwas weniger oder nur sind da schlicht falsch.
Empfehle die aktuelle coverage des Economist dazu und deren letzten Checks and Balance podcast Loot first: Donald Trump’s transactional presidency
Beschreibt das ganze ganz unaufgeregt und objektiv auch im historischen Kontext.
Und an der Stelle trennen wir uns schlicht in der Beurteilung (die Fakten sind unstrittig). Ich lese übrigens auch regelmässig den economist, den ich für das beste Magazin der Welt halte (in einer mir zugänglichen Sprache).
@derwaechter
Wenn ich sage würde Raubmord sei unvergleichbar schlimmer als Ladendiebstahl, entschuldige ich doch letzteres nicht.
Jetzt habe ich Thorsten auch verstanden. Es geht nicht um Ladendiebstahl vs Raubmord – dasist der total unpassende Vergleich. SO, wie Du es beschreibst, „entschuldigst“ bzw. relativierst Du das, was Trumps Vorgänger gemacht haben, in der Tat deutlich.
Wenn ich „nur“ auf die Korruption schaue, ist es sicherlich ein deutlicher Unterschied, aber eben nur ein gradueller.
Die Clintons haben großzügigen Spendern ihrer Stiftung großzügigen, entgegenkommenden Zugang zur Macht gewährt. Sie haben sicherlich nicht so direkt und rücksichtslos die Hand aufgehalten wie Trump, und haben stets versucht, aufgrund von schlechtem Gewissen ihr Verhalten zu verschleiern. Aber Trump hat kein gewissen, zumindest kein schlechtes, also verschleiert er nicht.
Es mag eine philosophische Diskussion sein darüber zu debattieren, ob das Handeln trotz Wissen um die eigene Schuld „schlimmer“ ist als rücksichtsloseres Verhalten ohne Schuldbewusstsein. Aber der Unterschied ist ein gradueller.
Für mich machen die von mir weiter oben genannten Punkte einen größeren Unterschied zwischen Trump und seinen Vorgängern. Aber es ging in der Tat ursprünglich um Korruption, und nur auf diesen Punkt bezogen sehe ich Deinen Vergleich als unpassend.
Also ursprünglich, in Stefans Beitrag, ging es um die Madman Theorie.
Ursprung dieser Teildiskussion ist dann mein Kommentar:
„Und privater Bereicherung. Das gab es auch in der ersten Anmtszeit schon aber sprengt dieses mal wirklich alle Dimensionen. M.E. ist das ein merkwürdig zahm behandelter Aspekt.“
Wo du jetzt dein „ursprünglich“ ging es um Korruption her hast ist mir nicht klar.
Und was das „SO“ bei mir ist ebensowenig.
Und warum das, unklare, „SO“ eine Entschuldigung sein soll erst Recht nicht. Ich habe ja zuerst mal nur Trump 1 und 2 verglichen. Habe ich damit Trump 1 entschuldigt? Wohl kaum.
Dann in einem späteren Kommentar habe ich den Vergleich noch viel weiter gezogen „anything we have ever seen in modern democracies“
Also weit über die USA hinaus.
Auch hier ist keine Entschuldigung aller modernen Demokratien zu erkennen. Oder??
Erst dann kam von mir die Korruption explizit“ Not to mention the hardly hidden corruption“
Kombiniert mit einem nun wieder US-spezifischem Vergleich, jedoch den Demokraten und (!!) den prä Trump-Republikanern
„Nothing even remotely close exists on the democratic side or the republican side pre-Trump“
Lest ihr da eine pauschale Entschuldigung aller 45 andern Präsidenten raus? Wohl kaum!
Der Bezug auf „die andere Seite“ in Form der Demokraten, oder eigentlich noch schmaler konkret nur Clinton und Hunter Biden, kam überhaupt nicht von mir.
Entschuldigt habe ich sie folglich erst Recht nicht.
Lange Rede kurzer Sinn. Mir ist weiterhin völlig schleierhaft auf was ihr hier eigentlich antwortet. Meine Kommentare sind es auf jeden Fall nicht.
@ der waechter
Johnson bezog sich klar darauf, dass so getan wird, als sei die Korruption, die Trump betreibt (und die hier ja niemand bestreitet), von der Sache her ein einmaliger Vorgang; seiner Wahrnehmung nach prinzipiell bzw. in der grundsätzlichen Sache nicht, sondern „nur“ in Art und Ausmaß (eine legitime Sicht, der ich mich anschließe).
Deine (ebenfalls legitime) Sicht auf das Ganze scheint deutlich extremer zu sein. Auf Gegenbeispiele von Johnson bist Du sehr persönlich und grob geworden. Den Grund dafür kann ich nicht nachvollziehen, da auch Johnson die Fakten nicht bestreitet.
Du rufst hier immer wieder sehr direkt und sehr deutlich die Leute auf, die Deiner Meinung nach mit ihren Kommentaren aus der Spur laufen; dann lass Dir gesagt sein, dass Du an dieser Stelle nur aufgrund einer anderen Meinung hier ebenfalls aus der Spur gelaufen und beleidigend geworden bist.
Der Kommentar von Johnson enthält nichts, was in irgendeiner Form beleidigend war; dass eine kleine Spitze wie „Millenial getriggert“ Dich so hochbringt, verstehe ich ehrlich nicht; zumindest mit dem „getriggert“ hat er ja ganz offensichtlich recht.
PS: Sorry für das „SO“ in Großbuchstaben; es sollte „So“ lauten. Meine Tastatur ist nicht mehr die allerneuste; manchmal klebt die Shift-Taste, mal verliere ich Leerzeichen oder bekomme einen Buchstaben mehr, als ich möchte, und merke das nicht immer sofort.
Aber bald ist Weihnachten 😉
«Johnson bezog sich klar darauf, dass so getan wird, als sei die Korruption, die Trump betreibt (und die hier ja niemand bestreitet), von der Sache her ein einmaliger Vorgang»
Er bezog sich da auf etwas das ich nicht gesagt habe. Ich habe das Gegenteil gesagt.
Und ich wüsste auch sonst nicht wo „so getan wird“, und selbst wenn jemand irgendwo so täte, was habe ich damit zu tun?
„Deine (ebenfalls legitime) Sicht auf das Ganze scheint deutlich extremer zu sein. Auf Gegenbeispiele von Johnson bist Du sehr persönlich und grob geworden. Den Grund dafür kann ich nicht nachvollziehen, da auch Johnson die Fakten nicht bestreitet.“
Johnson bestreitet meinen Punkt sehr wohl, und zwar mitnichten mit „Gegen“beispielen sondern mit ein paar wohlbekannten Skandalen bzw. Hunter Biden’s Pardon. Eben weil er offenbar nicht liest und versteht, sondern eine Auswahl aus Best-of Idiotenkommentare ablässt.
„Du rufst hier immer wieder sehr direkt und sehr deutlich die Leute auf, die Deiner Meinung nach mit ihren Kommentaren aus der Spur laufen; dann lass Dir gesagt sein, dass Du an dieser Stelle nur aufgrund einer anderen Meinung hier ebenfalls aus der Spur gelaufen und beleidigend geworden bist.
Der Kommentar von Johnson enthält nichts, was in irgendeiner Form beleidigend war; dass eine kleine Spitze wie „Millenial getriggert“ Dich so hochbringt, verstehe ich ehrlich nicht; zumindest mit dem „getriggert“ hat er ja ganz offensichtlich recht.“
Er meinte offenbar, ich sei durch die Hinweise auf Clinton oder Hunter Biden getriggert. Warum sollte ich? Wir kommt der darauf?
Außerdem ist das keine „Spitze“, sondern ein weiteres Beispiel der o.g. Best-of. Ohne Bezug auf die Diskussionen Textbausteine(Millenial, getriggert) raushauen. Warum?
Da habe ich mich entschieden sofort deutlich zu werden. Ich wollte die sinnlose Diskussion mit einem unehrlichen Gegenüber sofort beenden. Das hat nicht geklappt 🙂
„PS: Sorry für das „SO“ in Großbuchstaben; es sollte „So“ lauten. Meine Tastatur ist nicht mehr die allerneuste; manchmal klebt die Shift-Taste, mal verliere ich Leerzeichen oder bekomme einen Buchstaben mehr, als ich möchte, und merke das nicht immer sofort.“
Es ging mir nicht um die Grossbuchstaben sondern den Inhalt. Das „so“ wird zwar behauptet, aber in keiner Weise belegt. Wie ich oben bereits noch mal breit gezeigt habe, mache ich den Vergleich eine Seite andere Seite, Trump vs Biden/Clinton (warum erwähnt eigentlich nie jemand Obama?), Republicans gegen Democrats, an keiner Stelle auf. Ich entschuldige oder relativere auch nicht.
Ihr arbeitet euch die ganze Zeit an imaginierten Behauptungen ab. Und das nervt halt.
Jetzt ist aber auch mal gut.
Schöne Weihnachten!!
@ derwaechter 27. November 2025, 11:22
Er bezog sich da auf etwas das ich nicht gesagt habe.
Er hat sich nicht auf Dich bezogen, sondern Du Dich auf ihn. Und er hat sich (ab hier wird’s subjektiv) nicht im Ton vergriffen, sondern Du. War von meiner Seite nicht als Angriff gedacht, sondern nur als Hinweis gedacht, weil Du sonst bei anderen Kommentatoren genau dieses Verhalten kritisierst.
Ist aber auch in Ordnung, mal unterschiedlicher Meinung zu sein. 🙂
Danke für die Grüße, die ich gerne zurücksende.
„Er hat sich nicht auf Dich bezogen, sondern Du Dich auf ihn.“
Nein. Ich habe Stefan angesprochen. Auf English, weil Stefan da bereits auch auf Englisch geschrieben hatte.
Er hat mich daraufhin direkt angesprochen, jedoch am Thema vorbei. Auf ihn, also seine Inhalte, habe ich mich genau deshalb ganz bewusst nicht bezogen. Weder davor noch danach.
@derwaechter:
Posting this here because there was no reply option under your last post directed at me:
Someone disagrees with you and you lose all control and composure („unable to read and comprehend“ and „spew bullshit“). Sounds like triggered to me. And you need to work on your manners.
Either unable or unwilling, what other explanation is there?
The BS comment came afterwards.
Total!
@ Messrs Gabriel and Sasse:
What did Reagan do? Not aware of any out of the ordinary corruption during his administration. And Clinton – well, he was lucky his time was before the internet (somewhat anyways), social media, #metoo etc. or things might have turned out very different for him. Remember James Carville’s (the „it’s the economy, stupid“ one hit election wonder) answer to the allegations of sexual abuse against Clinton: „Drag a 100 dollar bill through a trailer park and there is no telling what you will find“. I don’t think that would go over the same way today (rightfully so of course). And so on.
There is no doubt things are happening the US now that are unprecedented – and not in a good way. But the underlying tools and issues were always there, someone just needed to come along and use them. And the other side (the Democrats in this case) didn’t get rid of them when they could because they were useful to them too when the shoe was on the other foot. And of course virtually everything Trumnp does gets magnified, blown out of proportion and sometimes (like in the recent BBC scandal) twisted and falsified in the media.
„And of course virtually everything Trumnp does gets magnified, blown out of proportion and sometimes (like in the recent BBC scandal) twisted and falsified in the media.“
Now I get it, this is a parody account. Sorry for my earlier comments.
@ der waechter:
Oh, so you do want to talk still?
Ok, show me an example (or two) by the BBC (or any other reputable national news organization/broadcaster) of them deliberately altering/falsifying a speech by a US President not called Trump. Preferably from this century.
Go on. I’ll wait here.
PS: And before you start arguing – the BBC publicly admitted to this and fired the director general and the head of their news desk over it.
„Now I get it, this is a parody account.“
„Oh, so you do want to talk still?“
You really need to work on your reading comprehension skills.
@ derwaechter 26. November 2025, 09:52
You really need to work on your reading comprehension skills.
You too, and also your upbringing
Nope. Fully deserved reply.
And reading comprehension is one of the very few things I really dont need to work on 🙂
@ derwaechter 27. November 2025, 11:24
Nope. Fully deserved reply.
In my very personal opinion: absolutely not.
And reading comprehension is one of the very few things I really dont need to work on 🙂
Mostly
Let’s
One could also say that the institution caved in to Trump. An apology for the exaggeration would have been sufficient. Take the mere fact that Trump pardoned people who killed police officers on 6 January.
@ CitizenK:
This is a good example of what I mean whenI say that almost everything Trump does gets distorted in the media to a degree not seen before:
No police officers were „killed by protesters“ on January 6. One police officer died on the scene from a heart attack. That’s tragic enough, and so is the fact that over 100 officers were injured (some of them severely) during the riots. I personally think no one convicted for actions during or related to January 6 should ever be pardoned (and I think presidential pardons should be abolished altogether).
But – and that’s the key point here – Trump did not pardon anyone who was accused or convicted of „killing police officers“. However, in the media and the public discourse at large the story unfolds as „Trump pardons cop killers!“. And that’s simply not a fact – as unwarranted as his pardons were and are.
When we about facts, I’d like to ask you if this is true:
(your German ist good enough to understand, I suppose)
„Ich hätte an dem Tag sterben können, nicht einmal, sondern viele Male“, berichtete eine der beteiligten Sicherheitskräfte kürzlich im Untersuchungsgremium des Repräsentantenhauses. Wie nun bekannt wurde, haben sich zwei weitere Polizisten, die während des Sturms auf das Kapitol dort Dienst hatten, das Leben genommen. Insgesamt steigt die Zahl der Polizisten aus dem Kapitol, die Suizid begangen haben, damit auf vier. (stern)
In Germany, there is the criminal offence of „bedingter Vorsatz“ (conditional intent?). Seen in this light, your statement is at best only half the truth.
@CitizenK:
I am not a lawyer and I certainly can’t comment on German laws or criminal litigation. What I can say with a degree of certainty is that a crime neeeds to be attributable to an individual or a definitive group of individuals. That’s not the case for the January 6 rioters and guilt by association or by being in the wrong place at the wrong time is a very dangerous thing. If applied and applied evenly, all US jails would still be full of people from the BLM riots.
Yes. it seems that at least 4 police officers took their own lives, supposedly due to trauma sustained during the events of January 6. I say „supposedly“ because in cases like this it is always difficult to connect cause and effect clearly. Meaning that while these suicides might be connected to January 6 they could have other reasons as well. There is no doubt though that the events on January 6 must have been shocking and traumatic for the police officers involved.
So, no, I don’t think my statement is „half true“ – it is a fact that on January 6 no police officers were killed by the rioters. What happened afterwards is tragic but it doesn’t rise to the level of cop killing. Not in my mind anyways.
Das Thema aktuall sogar auf dem Titel: https://www.economist.com/leaders/2025/11/20/welcome-to-anything-goes-america?utm_campaign=shared_article
Und am Ende der gute Punkt, „Surprisingly, the president appears to pay a puny political price for his self-dealing, or the loosening of rules that accompanies it. (…) Ten years ago a man ran for president denouncing Washington insiders and promising to drain the swamp. That is still one of the great themes in American politics, much more persuasive than warning that liberal democracy is under threat. The president has given his opponents a solid-gold opportunity to use it.“
Das meinte ich mit zahm. Seiner Gegner, und die Presse, gehen da viel zu wenig drauf ein.
Ein wichtiger Punkt, der im Artikel zwar sofort gemacht wird, in deiner Deiner Zusammenfassung aber fehlt, ist das Mandami verglichen mit anderen Demokraten, sei es bei früheren Bürgermeisterwahlen oder anderen Wahlen, gar nicht besonders gut abgeschnitten hat. Er war, wenn man die politische Stimmung im Land mit in Betracht zieht, sogar auffällig schwach.
Das mag z.T. auch am in diesem Jahr ungewöhnlichen Kandidatenfeld gelegen haben, aber dennoch.
Die wichtigste Botschaft bringt der Artikel daher direkt unter der Überschrift bereits auf den Punkt.
„Mamdani won by a modest margin in a deeply blue city not because of his radical commitments, but despite them.“
War ja bei AOC nicht anders. Völlig richtig.
Richtigstellung: AOC hatte in der parteiinternen Vorwahl 2018 eine knappe (56%) Mehrheit gegen den gemäßigten Gegenkandidaten. In den Wahlen hatte sie die Republikanischen Gegenkandidaten mit 70% geschlagen.
Sie hat 2018 sogar mit 78% gewonnen. Seitdem in jeder Wahl leicht zurückgegangen auf 69% 2024.
Alles in allem schneidet sie für einen Demokraten in dem Bezirk weder besonders gut noch besonders schlecht ab. Für die (un)wählbarkeit linker Kanditaten kann man aus dem Bezirk aber eh keine Schlüsse ziehen würde ich sagen. Da würde ein Holzpferd für die Demokraten >60% holen 🙂
Mein Punkt ist, dass sie auch einen unbeliebten Establishment-Kandidaten verdrängte.
Ah, jetzt ist es klar. Aber damit kommen wir auf die bahnbrechende Erkenntnis, dass ein beliebter Kandidat/in besser ist als ein unbeliebter – unabhängig von der gesäßgeographischen Position.
Man kann aus der Wahl nicht viel ablesen, eben weil das Kandidatenfeld so ungewöhnlich war. Wenn, dann aber eher gegen ihn, weil er ja nur mit ach und Krach über die 50% gekommen ist. Gegen einen unbeliebten Unabhängigen und einen kaum ernstgenommen Republikaner, in einer tiefblauen Stadt.
Da sind die Siege der gemäßigten Kandidaten in zumindest etwas lila gefärbten Staaten und Wahlkreisen doch aussagekräftiger.
Ein bisschen wie 2016. Hätte Trump gegen ein besseres Feld gewinnen können? Sagen wir mal die Truppe von 2008?
Bahnbrechend, indeed 🙂
Welche „radical commitments“? Freie Busse/Mietendeckel – oder Intifada/Hamas/Scharia?
Beide?
Viele Juden sehen das nicht so entspannt. Sie verweisen auf die Aufrufe der Muslimbruderschaft zur Eroberung des Westens ohne Waffen (by the wombs of our women) und von Erdogan (Demokratie als Tram zu Machtübernahme). In UK sind sie beunruhigt über die vielen muslimischen mayors, auch in größeren Städten, die massenhaften Pro-Hamas-Demos und die immer selbstbewussten Forderungen nach Anpassung an ihre Kultur (Sharia-Gerichte).
Wieso entspannt?
Wie ich oben geschrieben habe, war sein Ergebnis nicht so gut. Und „despite“ heisst ja trotz. Will heissen einige eher den Demokraten Zugeneigte haben ihn nicht gewählt und andere eben trotz einiger Dinge die ihnen nicht gefallen.
Ob das jetzt die von dir beschriebenen Dinge waren, und ob sie richtig beschrieben sind, steht auf einem anderen Blatt.
Mamdani hat die Wahl in New York gewonnen – der Stadt mit der zahlenmäßig stärksten jüdischen Bevölkerung außerhalb von Israel. Insbesondere unter jüngeren Juden hat er mit deutlichem Abstand gewonnen. All das weist für mich nicht darauf hin, dass New Yorker Juden in großer Zahl über den neuen Bürgermeister besorgt sind. Was allerdings immer deutlicher wird, ist, dass das alte Narrativ, nachdem jeder der Israels Regierung kritisiert ein Antisemit ist, langsam an Überzeugungskraft verliert. Dieses Narrativ war früher nicht nur in New York dominierend, sondern insbesondere auch in Deutschland erdrückend. Und hier wie dort gerät diese Erzählung unter dem Eindruck schwerer Kriegsverbrechen in die Defensive.
Darüber hab ich ja mit Ariane im Podcast gesprochen, da wurde viel zu oft und undifferenziert „Wolf“ geschrieen.
Du hast ja großes Vertrauen in die politische Urteilsfähigkeit der New Yorker Juden. Für M. haben vor allem die Ultra-Orthodoxen gestimmt, die dem Staat Israel aus religiösen Gründen das Existenzrecht absprechen (Warten auf den Messias).
Ein liberaler Jude sieht das so:
„Bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit den jungen New Yorker Juden, die auch die dunkle Seite ihres Anti-Trump ignorieren! Ihre Verwirrung erinnert mich an die Verirrungen der deutschen Juden in der Kaiserzeit und in Weimar, die glaubten, sie müssten sich nur politisch, kulturell, habituell an die ihnen wenig gewogenen Nichtjuden assimilieren, dann würden die Antisemiten sie schon in Ruhe lassen“. (Maxim Biller in der ZEIT). Oder dass der „schon mal erklärt, dass hinter jedem Gewaltausbruch der New Yorker Polizei das Weltjudentum stecke, und: „Wenn der Stiefel der New Yorker Polizei auf deinem Nacken sitzt, ist er von der israelischen Armee geschnürt worden.“
M. ist nicht bloß ein Kommunalpolitiker. „Intifada weltweit“ (die M. befürwortet) betrifft auch deutsche/europäische Juden. Und die Juden sind immer die ersten, die Kanarienvögel in der Kohlenmine. Wenn man persönlich betroffen ist, sieht man das nicht mehr so locker wie so viele, auch hier.
Mamdani hat ein Drittel der jüdischen Stimmen insgesamt und zwei Drittel der Stimmen von Juden unter 45 Jahren gewonnen. Dem hältst Du entgegen …
… die persönliche Meinung eines einzelnen Pundits.
„das alte Narrativ, nachdem jeder der Israels Regierung kritisiert ein Antisemit ist“
Die Regierung/Netanyahu kritisieren und dem Staat Israel die Existenzberechtigung absprechen ist doch wohl ein Unterschied?
Ja, das ist ein Unterschied. Aber in Deutschland und auch anderswo werden die, die Netanyahu und seine Regierung kritisieren, regelmäßig pauschal als Antisemiten angegriffen. Deine feine Unterscheidung spielt in der praktischen Debatte überhaupt keine Rolle.
Das war aber mein Punkt bei Mamdani. Und es ist keine „feine“ Unterscheidung, sondern eine existenzielle. Angesichts der weltweiten Angriffe auf Juden. Die „Elite“-Studenten in den USA und die Massen in UK machen gar keinen Unterschied.
Mamdani spricht Israel aber nicht das Existenzrecht ab. Er kritisiert die Politik der israelischen Regierungen – insbesondere die von Benjamin Netanyahu:
https://www.timesofisrael.com/what-nyc-mayor-elect-zohran-mamdani-has-actually-said-about-jews-israel-and-antisemitism/amp/
b) Ich habe einfach mal den Realitätscheck gemacht, welche Parteien bei der BT-Wahl 2025 als FDP-Alternativen gelten können: Da gab es neben dem Original noch Volt und die Kleinpartei „Partei der Freiheit“. Aber da die linken das Spalte-dich spiel auch machen: Nur zu. [Persönlich würde ich aus dem Artikelbild sowieso schließen, dass Deutschland nicht zwei sondern null FDPen braucht und selbst diese Zahl noch zu hoch wäre]
i) Trickreiche Taktik: Linnemann möchte in der Besteuerung eine Sonderregelung mit stark unterschiedlicher Behandlung schaffen. Er erinnert sich wohl daran, dass eine zu starke Ungleichbewertung Grund für die Entwicklung war, die 1997 zur Aussetzung der Vermögensteuer führte,
b) Ich sehe gerade einfach nicht, welche Lücke die FDP der 2020er Jahre noch füllen sollte. Ich rede nicht vom Potenzial einer hypothetischen liberalen Partei, sondern von der real existierenden FDP.
Welche andere wirtschaftsliberale Partei gibt es sonst in Deutschland?
Digitale Bürgerrechte ?
Die Grünen? Volt? Piraten?
Die letzte Politikerin in der FDP, die sich für Bürgerrechte nicht nur rhetorisch interessierte, war Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Und die wird jetzt bald 75 Jahre alt …
„Die Grünen? Volt? Piraten?“: Team übergriffiger Staat. Zu „digitalnaiv“. Bei der BT-Wahl 25 bei 0,0%.
Marco Buschmann hatte auch gute Ansätze, diese sind dann aber in der Regierungszeit weggebrochen.
Team übergriffiger Staat.
Naja – wer mehr digitale Bürgerrechte will, verlangt mehr Regulation, mehr Staat. Ob die FDP, die für Deregulation steht, da die richtige Kraft ist, wage ich zu bezweifeln.
Zu c) Danke 🙂 .
Von der Debatte habe ich gottseidank nichts mitbekommen. Die Frage, ob hinter dem Handeln grosser antiker Imperien eine Strategie stand, ist offenkundig so abenteuerlich albern, dass ich sie nicht hätte diskutieren wollen.
Gruss,
Thorsten Haupts
Es geht ja um die Frage, ob sie Strategie im modernen Sinne betrieben oder in einem antiken. Du musst schon schauen, worum es geht 😀 Sooo doof sind die ja auch wieder nicht.
Es geht ja um die Frage, ob sie Strategie im modernen Sinne betrieben oder in einem antiken.
Wenn jemand in der Lage ist, mir diesen feinen Unterschied mit wenigen Worten und an konkreten historischen Beispielen zu erläutern, gebe ich einen aus! Ich halte das „modern“ hier für BS.
Ich dachte, im Artikel würde das gemacht.
Nein. Der Kern des Artikels ist diese Frage aus dem ersten Absatz: „Put a bit more bluntly: did the Romans ‘do strategy’ and indeed could they: did they have both the social-cultural framework to think strategically and did they have the political institutions for central, strategic policy-making?“
Und die Frage ist schlicht blödsinnig – das Verhalten der etwas dauerhafteren Imperien in der Geschichte weltweit beweist schlüssig, dass deren Regierungen strategisch dachten und handelten. Mit oder ohne etablierte Institutionen zur expliziten Diskussion von Strategie.
Die Alternative dazu ist, dass z.B. Rom über 500 Jahre lang pures Glück hatte. Und die ist so abenteuerlich, dass ich sie nicht diskutieren würde. Nicht mal nach dem dritten Bier 🙂 .
Gruss,
Thorsten Haupts
ok 🙂
Zu 4) wenn der Glaube daran, dass das System für einen selbst funktioniert, immer weiter erodiert, wird die Alternative des „alles Zerschlagens“ immer attraktiver.
Boah lässt Du den Wähler mit Nichtigkeiten aus der Verantwortung. Die Situation, dass das System für einen selbst nicht mehr funktioniert, kennen wir in Westeuropa gar nicht mehr aus eigener Anschauung – die Fundamente (Rechtsstaat, inneres und äusseres Gewaltmonopol des Staates, Karnkenversorgung, öffentliche Infrastruktur ettc etc.) funktionieren nach wie vor. Wenn Leute also so vernagelt sind, dass sie alles niederbrennen wollen, weil es ihnen nicht soooo gut geht, wie sie meinen, es verdient zu haben – dann beweisen sie damit nur, wie abgrundtief blöde Menschen immer wieder werden können. Und sonst nichts. Eine Rechtfertigung für ihr Handeln haben sie nicht.
Jede Demokratie ist dauerhaft – nachdem die Reste der alten Ordnung aufgebraucht wurden – darauf angewiesen, mündige Erwachsene als Wähler zu haben. In deutlicher Mehrheit. Wir werden in den nächsten Jahren noch sehen, ob diese Voraussetzung erfüllt wird. Wenn nicht, werden die Wähler merken, wie ein System funktioniert, das tatsächlich nicht mehr liefert.
Gruss,
Thorsten Haupts
Ich glaube nicht, das Stefan die Wähler aus der Verantwortung nehmen wollte oder ob er sich nicht einfach, ohne zuzustimmen, versucht in deren Logik zu argumentieren.
Ansonsten volle Zustimmung!
Wähler kann man nicht zur Verantwortung ziehen, sie also auch nicht daraus nehmen/entlassen. Ich fürchte auch, dass sie aus dem von Stefan genannten Gefühl/Ressentiment (oder ausauch purer Dummheit wie Thorsten mein) unserem Land schwer schaden werden.
Ich und Leute aus der Verantwortung entlassen?! Ich kritisiere die hier glaube ich mehr als jeder andere. Ich analysiere, was passiert, ich sage nicht, dass das irgendwie rational oder ok wäre.
Guck Dir bitte das von Dir selbst geschriebene, auszugsweise von mir zitiert, an und entscheide dann, ob man das Deinen Formulierungen entnehmen konnte?
Also mein Kommentar, zeitlich vor Stefans Antwort, deutet darauf hin, dass man das durchaus konnte.
Naaa, bei Ihnen ist es „Benefit of the doubt“, weil Sie hier schon länger kommentieren.
Sie doch auch?
Kein Unsinn: https://liberale-demokraten.de/
Schade, dass die keine Chance haben, ich hätte sonst eine Partei für mich gefunden.
1) Strategien.
Interessant, was Tooze hier zum Thema AI-Blase sagt: https://www.youtube.com/watch?v=XoDVQE9pDvo
Wenn man glaubt, dass AI in recht kurzer Zeit die Probleme der abnehmenden Ergebnisse der Forschung auf das wirtschaftliche Wachstum beseitigt, macht es mehr Sinn, sich wie eine Axt im Wald zu benehmen. Ich halte das nicht für realistisch. Mach mich grad mit Tutorials schlau, wie man die besten Tools als Entwickler tiefer nutzen kann als ich das bisher tue. Ausserdem schaue ich Videos von erfahrenen US-Techis. Es hilft stark bei Standard-Aufgaben, aber bei den wirklich zeitlich schwer zu schätzenden und komplexen Aufgaben tun sich die Large Language Models deutlich schwerer. Durchbrüche bei der Arzneimittelforschung damit? Halte ich für sehr fraglich. Und wenn die Blase auf den Börsen platzt, ändert sich das Spielfeld sowieso wieder.
Dann die Kanonenbootpolitik in Venezuela. Selbst wenn Maduro sich auf einen Deal einlässt Minen, an US Konzerne zu übergeben. Wie wirkt sich dann dann wohl auf die Wahlen in Florida aus, nach den geweckten Hoffnungen einer militärischen Intervention? Mileis Argentinien hat sich durch US-Kreditlinie und ein paar Ankündigungen von „Freihandeszone“ und Investitionen in AI-Rechenzentren kurzfristig stabilisiert. Es fragt sich halt für wie lange.
Die Berwertung des Erfolgs von Strategien ändert sich mit der Länge der Zeitachse. China hat sicher einen erstaunlichen Erfolg im upleveling der industriellen Kapazitäten und der Ausdehnung des Einflusses auf Entwicklungs/Schwellenländer. Andererseits ist das Risiko der Überdehnung schon in der Neuverschuldung offensichtlich.
Der status quo vor dem Chaos war für Deutschland sehr angenehm. Es ist deshalb auch normal, dass wir uns eher auf der reagierenden Seite der stakeholder der Verändernderungen wiederfinden.
@Lemmy
Danke für den Tooze-Link.
Es gibt noch einen anderen möglichen Grund, dass die Blase platzen könnte. Möglicherweise gibt es einen Durchbruch beim Rechnen mit Licht statt mit Elektronen, wodurch die riesig-teueren Rechenzentren massiv an Wert verlieren würden.
Frage an den Experten: Was ist da dran?
Was sind Rechner mit Licht? Du meinst Quantencomputer?
Auf youtube gibt es Videos. Ich kapiere die Physik aber nicht.
Es existieren ein paar US Unternehmen wie IBM, Google, IonQ und Rigetti, die sowas laufen haben. Die sind aber extrem teuer und instabil. Erste Nutzung für Vorschung werden aber erst Ende der 30er Jahre erwartet.
Vielleicht analoge Photonenchips
https://www.tagesschau.de/wissen/technologie/photonische-chips-100.html
Idee klingt mir nach etwas, das auf dem Papier supewr ist, in der Praxis aber dann doch nicht wirklich funktioniert.
Die Begrenzung der KI durch den immensen Stromverbrauch wäre damit deutlich geringer, die Rechenzentren im Bau schneller veraltet.
Hier ist die Gegenmeinung von dem, was ich oben gesagt habe.
https://www.youtube.com/watch?v=BgE6yfblex0
Und ein paar Tutorials weiter erscheint mir das nun schlüssiger, v.a. Claude Code, aber ich werde das jetzt mal ernsthaft prüfen.
Ausserdem schaue ich Videos von erfahrenen US-Techis. Es hilft stark bei Standard-Aufgaben, …
Ja. Noch etwas genauer: Nach meinen praktischen Erfahrungen in meinem Anwendungsgebiet (Projektmanagement) hilft „KI“ (also LLM) bei den Standardaufgaben, für die es im Netz sprachenübergreifend ordentliche Vorlagen und viele Beispiele gibt. Nach Konzepten, Lösungen in einem spezifischen Umfeld oder komplexeren Prozessaufsätzen braucht man es nicht fragen. Darüberhinaus muss man leider fast alle Antworten des Modells überprüfen – da es sich seine Informationen zum Teil aus dem Netz holt, ist da auch ordentlich Unsinn dabei.
Ich halte den Hype zur Zeit für reichlich überzogen. Leistungsstand heute sind LLMs im Kern sehr deutlich leistungsfähigere Suchmaschinen als das alte google, aber mehr auch nicht. Und ich kann auch (theoretisch), so wie die Modelle arbeiten, nicht erkennen, wie man diese Leistung dramatisch verbessern könnte.
Gruss,
Thorsten Haupts
Vermutlich eher nicht.
Ich werde nun versuchen einen anki clone als Springboot Webanwendung mit angular Frontend mit Hilfe von Claude zu entwickeln.
Viele Aufgaben in der Softwareentwicklung sind komplex aber standardisiert.
Ich mache nun einen Kurs in der Lernplattform Coursera.
Unglaublich, was der aus dem nicht technischen Vision Statement generiert hat. Sehr übersichtlich. Man könnte da problemlos von Hand weiterarbeiten.
Ich paste das vision dokument jetzt nicht komplett, ein paar Ausschnitte als Idee. Das Tool hat gemacht was da steht.
—-
I want you to create a modern, professional NextJS expense tracking application. Here’s my vision:
APPLICATION OVERVIEW:
Build a complete expense tracking web app that helps users manage their personal finances. The app should feel modern, intuitive, and professional.
CORE FEATURES:
– Add expenses with date, amount, category, and description
etc.
TECHNICAL REQUIREMENTS:
– NextJS 14 with App Router
– TypeScript for type safety
– Tailwind CSS for styling with a modern, clean design
etc.
DESIGN REQUIREMENTS:
– Clean, modern interface with a professional color scheme
etc.
SPECIFIC FUNCTIONALITY:
– Expense form with validation
– Expense list with search and filter capabilities
etc.
SPECIFIC FUNCTIONALITY:
– Expense form with validation
– Expense list with search and filter capabilities
4) Das Interview ist in Gänze lesenswert und bringt einige wichtige Ideen. Unter anderem ist mir aufgefallen, dass sich Nachtweys Überlegungen zu einem „illiberalen“ Liberalismus mittels der Diskussion zu FS 3) und den Abwehrreaktionen auf zu ‚linke‘ Kandidaten seitens des liberalen Mainstreams gut demonstrieren lässt. Da laufen oft sehr erwartbare rhetorische Muster ab, nicht ohne Grund hat Stefan AOC erwähnt, ich möchte noch Sanders ober Corbyn beisteuern. Da finden sich immer wieder Kommunikationsstrategien wie „Flak“ (Antisemitismus), „Einhegen“ (nicht übertragbar), Verschweigen (z.B. bei Connolly).
1) Die Idee vom verharmlosenden „Er meint das doch nicht so“ zu irgendeinem unerkannten Genius, dessen Genialität wir Normalos leider leider einfach nicht mehr wahrnehmen können, ist ja nicht neu. Findet sich auch bei Putin, Musk oder anderen – ausschließlich btw – Männern, die freundlich gesagt erratisch reagieren.
Wie du auch schreibst, mag das ja tröstlich sein, dahinter die Strategie des Wahnsinns reinzuträumen, es liefert aber nur einen weiteren Rechtfertigungsgrund, wenn man auf absurde Korruption, Gewaltfantasien, politische Verfolgung oder einen Putsch guckt.
Oft sind die Dinge so profan wie sie scheinen und man sollte das vielleicht doch irgendwie ernst nehmen.
4)
wenn der Glaube daran, dass das System für einen selbst funktioniert, immer weiter erodiert, wird die Alternative des „alles Zerschlagens“ immer attraktiver.
Hm ich bin unentschlossen, es ist ja gerade nicht irgendein „abgehängtes Präkariat“ – im Artikel freundlich die Handwerkerin und der Putzmann – die mit besonderer Zerstörungslust auffallen. Weswegen ich ein wenig skeptisch bin, ob diese untere Dienstleistungsebene nicht einfach nur als verführbare Masse herhalten muss.
Ich habe andere Theorien:
1. Destruktive Zerstörungslust ist IMMER einfacher und verführerischer als irgendein mühseliges, konstruktives Aufbauen und/oder erhalten. Ganz unabhängig irgendeiner konkreten Situation. Die Frage scheint mir eher, ob man sich 5 Minuten dem Selbstmitleid hingibt, um danach doch was Konstruktives zu tun oder ob man losrennt und Nazis wählt, was in Brand setzt oder sonst etwas tatsächlich Zerstörerisches tut.
2. Hier mehr Zustimmung, ich glaube es hat tatsächlich mit einer Selbstentmachtung des politischen Handelns zu tun. Hatten wir ja schon einige Male. Wenn politische Handlungsfähigkeit nur noch bedeutet, dass es trotzdem beschissener wird, hat das einfach null Attraktivität.
Das bleibt aber nicht bei Neoliberalismus oder Ungleichheit stehen, sondern zieht sich durch alle Ebenen.
Ist ja kein Wunder, wenn „alles niederbrennen“ oder meinetwegen auch „alle enteignen“ plötzlich zum Heilsversprechen wird, immerhin passiert da was.
1) Na, die Merkel-Flüsterer haben auch eine Zeit lang hinter jedem noch so erratischen Kram von Merkel irgendeine große Strategie am Werk gesehen. Vor allem vor der Euro-Krise war das sehr verbreitet-
4) Weiß ic auch nicht.
i) true
ii) Unbedingt!
… ich glaube es hat tatsächlich mit einer Selbstentmachtung des politischen Handelns zu tun …
Ja! Das ist, was die etwas konservativer Gestimmten in meinem hauptsächlich beruflichen Bekanntenkreis, überwiegend Leute aus der gehobenen Mittelschicht, so richtig auf die Palme treibt.
Gruss,
Thorsten Haupts
Ich möchte nur anmerken, dass die Selbstentmachtung in ALLE Richtungen geht, nicht nur Migration.
Kein Widerspruch! Schönes Wochenende.
Ich bin auch momentan für meinen Sohn im engen Austausch mit seinen Lehrern und da geht es auch manchmal um Unterrichtsinhalte. Ich kenne deren Not, aus den Vorgaben das beste rauszuholen. Dabei gäbe es so schöne Beispiele für Synthesen verschiedener Fächer – z.B. die Metalband Sabaton, bei der man Musik und Geschichte synthetisch zusammenbringen könnte, wenn man die Texte bespricht. Aber wir sind halt Deutschland, immer etwas träge und uninspiriert.
zu m)
Vielen Dank für den Shout-Out … 😉
Ich finde es immer frappierender, wie der Umgang der Gesellschaft mit sozialen Medien dem Umgang der Gesellschaft mit dem Rauchen in den 80ern ähnelt. Gerade heute im Spiegel die Meldung, dass Meta Studienergebnisse zu psychischen Schäden durch soziale Medien unterdrückt hat …
https://www.spiegel.de/netzwelt/facebook-konzern-meta-soll-studie-zu-psychischen-schaeden-vertuscht-haben-a-0f25e3d2-237c-4337-a623-5e8a0a6add6c
… was krass an die Tabakkonzerne damals erinnert, die Studien zu Lungenkrebs unterdrückten. Damals wie heute wurde alles zu einem Problem der Jugend erklärt und Verbote für Jugendliche ausgesprochen. Das Rauchverbot für Unter-16jährige hat damals keinen Teenager interessiert. Wir haben alle trotzdem – und vielleicht sogar gerade deshalb – geraucht. Der Spiegel-Artikel endet nun mit dem Social Media-Verbot für Unter-16jährige in Australien und in Griechenland, das vermutlich ähnlich effektiv sein wird.
Meine Vorhersage: Es wird noch ein paar Jahre dauern, dann werden die Tech-Konzerne mit Klagewellen überrollt werden und anschließend werden echte Verbote kommen – für alle. So wie beim Rauchen auch. Unklar ist, ob die Demokratie bis dahin überlebt.
Ich habe nun viele Videos zu AI geschaut. Die haben zum Training nicht nur legale Quellen verwendet. Die machen einfach, was sie wollen.
Nebenthema: Ich habe jetzt angefangen einen anki Clone als moderne Webanwendung, d.h. spring-boot-4 backend und react auf vite Frontend zu entwickeln. Ohne das ich mich mit dem Tool wirklich auskenne hat mich das Ergebnis geschockt, d.h. ich habe gemeinsam mit dem Ding etwas in 2 Stunden entwickelt, wofür ich sonst 3 Tage gebraucht hätte. Die Codequalität ist gut. Natürlich brauchts Experten, die den generierten Code reviewen und mit komplexeren features wird ai entwickeln schwieriger. Ein neues Projekt aufsetzen ist eine besondere Stärke der AI. Aber das ist erstmal eine Bombe für den Arbeitsmarkt. Umfragen unter Entwicklern ergeben +10 bis 30% mehr Produktivität, aber vielleicht nutzen die die Tools nicht 100% aus.
Nur hat diese neue LLM Wirtschaft auch Grenzen. Die Kosten für die NVIDIA Chips sind so hoch, dass sich die top IT Unternehmen und sowas wie OpenAI heftigst verschulden und auch viel Geld von nvidia erhalten, damit die deren Chips kaufen (circular financing). Ausserdem verbrauchen die Datencenter viel zu viel Energie und Trinkwasser. Die Claude Code „Pro“ Lizenzkosten betragen 20 Euro im Monat. Das ist natuerlich unter Preis. Das kann die Investitionen nicht einspielen.
google Suche „Ed Zitron“ für eine kritische Stimme. Das ist sehr neu und hochinteressant. Gute Zusammenfassung der Themen: https://www.youtube.com/watch?v=cHiZ-7jI0Ew
Die gewaltige Macht-Konzentration der grossen Tech-Companies juristisch zurückzudrängen erscheint mir erstmal zu spät. Da ist wahrscheinlicher, dass sie in Schulden ertrinken und die Blase platzt.
Das ganze hat auch etwas damit zu tun, dass die Anti-Trust Gesetzgebung in den USA massiv mit dem Argument zurückgedrängt wurde, dass man sonst von China beherrscht würde. OpenAI hat sich in den letzten Monaten verpflichtet 1,4 Trillionen (!) USD in Data-Center zu investieren. Man redet jetzt schon von einem Bailout durch die Regierung.
Die Modelle sind gar nicht so sehr viel besser geworden. Besser wurde das Tooling für Entwicklung.
Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, niemand würde zum Thema antworten …
danke, aber ich muss mich jetzt zurückhalten meine tiefe Bewunderung zu claude code zu random geek Themen auszudrücken.
En bref: Das Teil ist das bei weitem unglaublichste Tool, was ich in meinem Leben gesehen habe. Man kann da architektonische Best Practices hinzufügen und das Ding setzt die gut auf die Code Basis um.
Man könnte denken, dass das Ding schwer wartbaren Code abliefert, aber das sehe ich aktuell noch nicht.
Nun ist sehr vermutlich Software-Code eine dankbare Aufgabe für diese Technologie. An Durchbruch in der Batterie-Forschung durch LLM glaube ich nicht.
Das entspräche – in dem Vergleich – dem Verbot von Zigarettenfabriken u/o Tabakanbau. Das gibt es aber m. W. nicht. Es gibt örtliche Verbote und Werbeverbote. Was wäre die Entsprechung bei Social Media?
Beim Rauchen gibt es eine massive Einschränkung der Nutzung, praktisch überall außer daheim oder in engen, eingegrenzten Zonen. Und in engen, eingegrenzten Zonen gab es “Social Media” ja auch in der Vor-Internetwelt (z.B. Leserbriefe).
Wenn du einen weiteren naheliegenden Vergleich möchtest, nimm die fossilen Brennstoffe. Die befinden sich auf ähnlichem Wege. Auch da haben Konzerne relevante Studien unterdrückt und verschwinden lassen. Und auch da sehen wir, dass Staaten langsam zu ausdrücklichen Verboten finden (z.B. das Verbrennerverbot).
Ziemlicher Quark. Der kausale Zusammenhang zwischen Social Media Konsum und psychischen Problemen- der durchaus existieren mag – ist exakt derselbe wie der zwischen dauerhaft exzessivem Fensehkonsum und psychischen Problemen. Oder der zwischen dauerhaft exzessivem Chipsfressen und Übergewicht. Wer den Bildschirm allen anderen Aktivitäten vorzieht, verkümmert halt u.a. mangels sozialer Kontakte (bzw. hatte vermutlich bereits vorher psychische Probleme).
Also wird auch nie jemand dafür verklagt, geschweige denn, verurteilt werden. Die Tabakkonzerne sind auch nicht verurteilt worden, weil Kosumenten ihre legal hergestellten Zigaretten rauchten, sondern weil sie den Zusammenhang mit Lungenkrebs wider besseren Wissens aktiv, aggressiv und öffentlich bestritten. Einen ähnlichen Zusammenhang gibt es bei twitter und Co. schlicht nicht. Der ganze Vergleich ist Bullshit, der nur Ihre Besessenheit mit der monokausalen Erklärung zeigt, die Sie für den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien offenkundig brauchen.
Intensiver und dauerhafter, täglicher, mehsrtündiger, Sport hat übrigens notwendigerweise eine negative Wirkung auf die geistige Leistungsfähigkeit der Sportler, und zwar mangels Zeit für Beschäftigung mit anderen Dingen. Ich käme allerdings nie auf die schräge Idee, McFit oder Nike dafür anklagen oder verurteilen zu wollen. Das ist einfach abenteuerlich albern.
Gruss,
Thorsten Haupts
Dass Sport dumm macht, ist eine Erfindung Deinerseits. Dass Fernsehen ähnlich negative psychische Konsequenzen wie Social Media hat, ist ebenfalls eine Erfindung Deinerseits. Aber ich lasse mich gerne in meinem Urteil umstimmen, wenn Du mal einen Link zu der wissenschaftlichen Studie, die Du anscheinend zitierst, postest. Die Schädlichkeit von Social Media, im übrigen, ist in zahlreichen Studien belegt – nicht zuletzt in der, die Meta gerade hat verschwinden lassen.
Trottel 🙂
https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Fernsehen-laesst-das-Hirn-schneller-schrumpfen-228586.html
https://www.deutschlandfunk.de/schon-zwei-stunden-taeglich-fernsehen-schaedigen-fuer-das-100.html
https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/psychologie/zahlreiche-studien-bestaetigen-fernsehen-macht-kinder-dumm/
https://www.chip.de/news/Binge-Watching-Was-im-Koerper-passiert-wenn-Sie-lang-vorm-Fernseher-sitzen_185555769.html
https://www.apotheken-umschau.de/familie/entwicklung/medienkonsum-bei-kindern-fernseher-schlaegt-handy-916283.html
https://www.apotheken-umschau.de/familie/entwicklung/medienkonsum-bei-kindern-fernseher-schlaegt-handy-916283.html
https://www.deutschlandfunk.de/fernsehen-macht-krank-100.html
(Ich höre hier mal auf, kann aber gerne einige dutzende weitere Links nachliefern).
Unter welchem Stein haben Sie bisher gelebt?
Gruss,
Thorsten Haupts
Dass Fernsehen ähnlich negative psychische Konsequenzen wie Social Media hat, ist ebenfalls eine Erfindung Deinerseits.
Ach?
https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Fernsehen-laesst-das-Hirn-schneller-schrumpfen-228586.html
https://www.chip.de/news/Binge-Watching-Was-im-Koerper-passiert-wenn-Sie-lang-vorm-Fernseher-sitzen_185555769.html
https://www.apotheken-umschau.de/familie/entwicklung/medienkonsum-bei-kindern-fernseher-schlaegt-handy-916283.html
https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/psychologie/zahlreiche-studien-bestaetigen-fernsehen-macht-kinder-dumm/
Kann gerne eine zweistellige Zahl weiterer Links nachliefern, wenn gewünscht 🙂 .
Gruss,
Thorsten Haupts
Thema leider verfehlt.
Drei Deiner verlinkten Artikel sagen lediglich, dass zu viel Fernsehen schädlich ist – was niemand bezweifelt. Dass Fernsehen vergleichbare psychische Schäden verursacht wie Social Media behauptet hingegen keiner der Texte.
Der einzige Artikel, bei dem zumindest der Titel vermuten lässt, dass ein direkter Vergleich zwischen Fernseher und Smartphone hergestellt wird, bezieht sich lediglich auf die Konsumzeiten, nicht auf den verursachten psychischen Schaden. Fernsehen wird, laut dem Artikel, mehr Stunden am Tag konsumiert als dass das Handy genutzt wird. Die Studie bezieht sich allerdings ausschließlich auf Zwei- (!) bis Zwölfjährige und, laut Text, gilt das mit den höheren Fernsehkonsumzeiten – selbst in dieser illustren Gruppe von Kleinkindern – auch nur für Unterzehnjährige.
Also nochmal: Wo sind Deine Belege dafür, dass Fernsehen ähnliche psychische Schäden verursacht wie Social Media (bzw. auch für Deine zweite Behauptung, dass Sport dumm macht)?
Wo sind Deine Belege dafür, dass Fernsehen ähnliche psychische Schäden verursacht wie Social Media
Wo sind Ihre Belege dafür, dass reine Social Media Nutzung (abseits von übermässigen Bildschirmzeiten und natürlich bei Erwachsenen) Schäden verursacht? Danach gerne.
(bzw. auch für Deine zweite Behauptung, dass Sport dumm macht)
Ich soll für eine lebenspraktische Logikübung (jedes intensiv neben einem Vollzeitjob ausgeübte Hobby lässt Fähigkeiten verkümmern, die in diesem Hobby nicht trainiert werden) „wissenschaftliche“ Belege vorlegen? Nicht Ihr Ernst.
Gruss,
Thorsten Haupts
Dass Du die Behauptung Sport mache dumm für nicht weiter zu belegen – weil logisch in sich selbst – hältst, spricht Bände.
Hier eine Meta-Studie zum Impact von Social Media bei Erwachsenen:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38736207/
Hier eine zu Kindern:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11641642/
Dass Du psychische Schäden von Social Media nur abseits übermäßiger Nutzung (was immer “übermäßig” in dem Kontext heißen soll) diskutieren willst, ist Unsinn. Mit derselben Logik könntest Du fordern den Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und Rauchen ausschließlich im Zusammenhang mit Gelegenheitsrauchern zu diskutieren. Die dezidiert für die Abhängigmachung designten Social Media-Algorithmen sind ein integraler, zentraler und nicht wegzudenkender Faktor im Kontext des Schadens, den diese Plattformen anrichten – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen.
Oh wow. Aus Ihrem unwiderlegbaren Beweis für die angeblich wissenschaftlich nachgewiesene Schädlichkeit von Social Media:
Most studies (78.6%) focused on the negative impacts of social media use on mental health and well-being, with nearly a third (32.1%) assessing such impacts on depression. Notably, this scoping review found that more than three-quarters (78.6%) of the included studies revealed that excessive and passive social media use would increases depression, anxiety, mood and loneliness.
78,6% der Studien fanden also gesteigerte Depression etc. bei „excessive and passive social media use“. Dass es sich dabei dann auch noch ausschliesslich um Befragungs“studien“ gehandelt haben kann, setzt der Metastudie das Krönchen auf.
Und dann sieht zwar eine Mehrheit von Studien negativen Einfluss exakt entlang meiner Vermutung (exzessive Bildschirmzeit), aber immerhin ein fast exaktes Drittel widerspricht auch noch mit positiven Einflüssen:
Nevertheless, a third (33.0%) also reported positive impacts …
Ich bin sehr beeindruckt davon, mit welch kindischen Tricks Sie so durchzukommen glauben.
Gruss,
Thorsten Haupts
Was so komisch daran sein soll, dass Menschen Depressionen, Angstzustände und Einsamkeit erfahren, bleibt Dein Geheimnis.
Dass Social Media auch positive Seiten hat, hat niemand bestritten. Sonst wären wir ja beide nicht hier. Auch Adolf Hitler hatte übrigens positive Seiten. Zum Beispiel war er Natur- und Tierfreund und ein Großteil unserer Tierschutzgesetzgebung geht auf ihn zurück. Das macht ihn insgesamt unter dem Strich trotzdem nicht zu einer positiven Figur.
Ich finde daran nichts „komisch“, ich weise lediglich darauf hin, dass solche „Effekte“ a) auf der Basis von Umfrage“studien“ gemessen werden und b) gar nichts über Social Media aussagen, sondern nur über deren exzessiven, passiven, Konsum. Und das war schon bei TV ein bekannter Risikofaktor.
Zu den positiven Seiten nur soviel – es war IHR Ziel, den negativen Effekt reiner Social media Nutzung nachzuweisen. Aber nach der von Ihnen selbst verlinkten Metastudie resultieren negative Effekte aus der Art des Gebrauches UND diesen stehen auch noch positive Effekte gegenüber. Das ist von Ihrer Behauptung „Die Schädlichkeit von Social Media, im übrigen, ist in zahlreichen Studien belegt …“ erkennbar weit entfernt.
Und damit können wir es gut sein lassen, ich bin an Ihrer Obsession mit Social Media nicht weiter interessiert.
Gruss,
Thorsten Haupts
Negative Effekte von “Dingen” folgen immer aus der Art ihres Gebrauchs. Und “Dinge” haben immer auch positive Seiten. Ansonsten wären sie in Gesellschaften nicht freiwillig verbreitet. Waffen sind ein gutes Beispiel. Waffen haben viele positive Seiten. Es gibt viele passionierte Jäger, die in unseren Wäldern eine wichtige Rolle im Naturschutz spielen. Es gibt unzählige Sportler in Schützenvereinen, denen das Schießen Spaß macht. Ein Bekannter in den USA erzählte mir einmal mit leuchtenden Augen, was für ein geiles Gefühl es sei, ein Sturmgewehr abzufeuern. Und ganz zweifellos erwachsen negative Folgen von Waffen aus der Art ihres Gebrauchs. Wären alle Waffenbesitzer friedliche und verantwortungsbewusste Jäger und Schützenvereinmitglieder, wären Waffen überhaupt kein Problem. In der Realität sind aber nicht alle Waffenbesitzer friedlich und verantwortungsbewusst. Und das Gefahrenpotential und der anrichtbare Schaden sind immens. Folgerichtig ist das Tragen von Waffen der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung verboten. Kaum jemand stellt hier den Sinn und die Richtigkeit infrage.
Ähnlich kann man argumentieren beim Thema Drogen. Und für Social Media gilt exakt das gleiche.
Skeptisch, ob der Vergleich mit Fernsehen, Chipsessen usw. trägt. Tatsache ist doch, dass Lehrer und Professoren über eine zunehmend kürzere Aufmerksamkeitsspanne berichten. Studenten halten es für eine Zumutung, ein ganzes Buch zu lesen. Grundschulkinder tun sich schwer mit Lesen. Der Zusammenhang mit dem Konsum der „neuen“ Medien steht kaum in Frage. Dass diese nach neuro-psychologischen Erkenntnissen „designed“ sind, auch nicht.
Die Plattformen komplett zu verbieten wie Ralf das will, halte ich für wirklichkeitsfern und auch nicht wünschenswert. Ich ziehe immer wieder nützliche Informationen daraus.
Was ist Ihre Antwort?
Nachtrag zu der Elektroauto Diskussion mit Erwin und Stefan letztens.
Die FT berichtet wie VW Entwicklung (!) und Produktion ganzer Modelle vollständig nach China verlegt. Das ist krass.
Noch krasser dieses Zitat aus dem Artikel. VW nimmt also die Autos von chinesischen Herstellern auseinander, um von denen zu lernen.
„VW is among a clutch of European carmakers attempting to replicate the speed of vehicle development in China by hiring local engineers, collaborating with partners there and by tearing down vehicles made by BYD and other newer rivals.“
https://www.ft.com/content/b77294bf-5f20-4b5f-9491-ed1185df090a
Der Lack ist ab. In China können Forscher viel schneller ausgebildet werden. Ich finde es nicht ehrenrührig chinesische Autos auszuspionieren. Die Marktwirtschaft beruht halt auch auf copy-und-paste, um Wissen zu verteilen, dass keine Monopole entstehen. Technische Personen in meinem Umfeld überrascht das übrigens weniger als nicht-technische.
Was mich nervt ist dieses auf twitter verbreitete permanente rumlamentieren. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land, aber viele Dinge sind schlechter als viele dachten.
Nicht ehrenrührig sondern bezeichnend. Es zeigt einfach schön wie krass sich die Kräfteverhältnisse geändert haben.
Frage ist, ob China mit diesem Wachstum seine Gesellschaft nach vorne bringt. https://www.youtube.com/watch?v=NZTlPpL5l1g
Es ist eine zunehmend dystopischere Welt.
Ja, das ist eine andere aber gute Frage.
Die Deutschen können gerne sich gerne was im Autobau abgucken, ansonsten bitte eher weniger 🙂