#DiviGate oder die falsche Spur der Zahlen

Was hat diese mysteriöse 3. Welle der Pandemie verursacht? Es gibt eine weitere heiße Spur. Ein aktuelles Thesenpapier raunt:

„Im Jahr 2020 wurden zur Behandlung von CoViD-19-Patienten durchschnittlich 2% der stationären und 4% der intensivmedizinischen Kapazitäten – bei deutlichen Differenzen in zeitlicher und räumlicher Hinsicht – genutzt. Es wurden als Ausgleichszahlungen an die Krankenhäuser 10,2 Mrd. € und als Prämien für knapp 11.000 zusätzliche Intensiv-Betten 530 Mio. € ausgezahlt.“

Professor Schrappe, die treibende Kraft hinter dem Thesenpapier, umschreibt die angedeutete Motivation deutlicher: „Es gab in den Krankenhäusern offensichtlich die Tendenz, Patienten ohne Not auf die Intensivstation zu verlegen.“ Oder in provokanteren Worten: Ist die 3. Welle nur ein künstlicher Subventionsberg?

Dieses brisante Papier hat in traditionellen Medien und vor allem den sozialen Netzen heftige Wogen geschlagen.

Es muss eine große Verschwörung sein, die hier aufgedeckt wurde. Der Aufwand dieser Aktion muss enorm gewesen sein. Zur Verschleierung diente eine künstliche Inzidenzwelle, die nur durch die Teilnahme vieler Testzentren möglich war. Doch beim Abschöpfen der Fördertöpfe haben die Krankenhäuser einen Fehler nach dem anderen gemacht, so dass der Skandal letztendlich auffliegen musste.

Schauen wir uns die Fehler einmal an. Sehr verdächtig sind die Manipulationen am DIVI-Register:

„Wurden am 30.7.2020 vom RKI noch 33.367 Intensivbetten gemeldet, sind es jetzt für dieses Datum nur noch 30.340. Diese Diskrepanz blieb seitdem bis zum 2. März 2021 bestehen (danach Angleichung) und ist nicht mit einer veränderten Dokumentationsweise zu erklären. Entweder ist in der Vergangenheit aus noch zu klärenden Gründen falsch gezählt worden, oder es hat eine nachträgliche „Korrektur“ der Zahlen gegeben, die ebenfalls erklärungsbedürftig wäre (natürlich ist theoretisch auch ein gezielter Bettenabbau möglich).“

Quelle: Thesenpapier, Seite 27.

Das ist ein heftiger Vorwurf. Und er ist korrekt, die Zahlen des Registers wurden tatsächlich manipuliert. Aber der Vorgang ist nicht Teil einer Vertuschung, wie es unterstellt wird, sondern die Änderungen wurden ganz offen vorgenommen. Am 4. März 2021 wurde die Intensivbettenbelegung für Kinder aus der DIVI-Statistik entfernt und die vorausgegangenen Daten entsprechend bereinigt. Der Vorgang ist mehrfach auf der Webseite erwähnt und in diesem Tagesreport dokumentiert.
Diesen überaus peinlichen Fehler hätten die Autoren oder die Journalisten, die über den Skandal berichteten, leicht vermeiden können, hätten sie nur kurz beim DIVI-Register nachgefragt.

Neben der nicht vorhandenen, aber aufgedeckten Vertuschung gibt es einen weiteren zweifelhaften Vorgang. Das Verhältnis von hospitalisierten Patienten zu intensivmedizinisch versorgten ist extrem hoch. Als Beleg dient diese Tabelle:

Quelle: Thesenpapier, Seite 24 mit „händischen“ Ergänzungen.

Bis zu 58% der Covid-Patienten sollen auf der Intensivstation liegen, im internationalen Vergleich ein absurd hoher Wert. Ich habe die Tabelle um einige statistische Kennzahlen ergänzt, wobei ich zwei Datenreihen [rot durchgestrichen] herausgenommen habe.
Die erste Auffälligkeit ist, dass die Standardabweichungen für hospitalisierte und intensivmedizinisch versorgte Patienten sehr unterschiedlich sind. Zu erwarten wäre eine ähnliche Größenordnung, da es sich um eng verknüpfte Kriterien handelt. Betrachtet man die Werte für Deutschland, sieht man Folgendes:

|10,4 – 23,6|  > 12,0  => Der Wert für deutsche hospitalisierte Covid-19 Patienten liegt außerhalb der Standardabweichung.
|6 – 5,3|  < 1,8  => Der Wert für deutsche ICU Covid-19 Patienten liegt innerhalb der Standardabweichung.

 

Die Auffälligkeit besteht also nicht, wie das Geraune vermutet, bei einer überdurchschnittlichen deutschen ICU Covid-19 Belegung, sondern bei einer unterdurchschnittlichen Hospitalisierung. Aber auch diese Interpretation ist Unsinn. Der Fehler ist nämlich ein ganz anderer, er hätte nur bei einem handwerklich richtigen Vorgehen sofort auffallen müssen. Die RKI-Zahlen, auf welche die deutschen Zahlen für hospitalisierte Covid-19 Patienten basieren, sind keine Belegungszahlen, sondern Neuaufnahmen. Um entsprechende Zahlen zu erhalten, müssten die Neuaufnahmen mit einer Belegungsdauer verrechnet werden. In diesem Fall verschwinden die angeblichen Auffälligkeiten wieder. Die Peinlichkeit des ersten Fehlers wurde sogar übertroffen.

Der aufgedeckte #DiviGate-Skandal besteht im Grunde aus Geraune garniert mit handwerklichen Fehlern. Ansonsten möchte ich noch auf die Stellungnahme des DIVI verweisen.

Die Mysterien der 3. Welle sind geklärt. Diese Tatsache wollen einige nicht akzeptieren und suchen nach Alternativerklärungen. Das ist in Ordnung, doch sie haben eine hohe Hürde zu nehmen. Sie müssen das Phänomen besser erklären als das bisher akzeptierte Modell. An dieser Herausforderung ist auch das Thesenpapier gescheitert. So möchte das Thesenpapier auch die Gefahr der 3. Welle relativieren. Es gibt aber einen deutlichen Beleg hierfür, der Vergleich der B.1.1.7-Welle mit Großbritannien:

Quelle: ourworldindata

Es war das frühe Brechen der B.1.1.7-Welle, die uns vor dem Kollaps unseres Gesundheitssystems bewahrt hat.

Ich möchte noch mit einem weiteren großen Irrtum aufräumen. Die Modellierungen der 3. Welle waren nicht fehlerhaft, sondern sie hatten immer nur ihre Gültigkeit bis zum Ende der 3. Welle. Sie beschrieben nur den theoretischen Verlauf einer ungezügelten B.1.1.7-Verbreitung. Die Modelle haben die 3. Welle im Januar erfolgreich prognostiziert und den Verlauf für 2 ,5 Monate äußerst exakt beschrieben. Das ist ein großer Erfolg.

Das Verhalten des Virus ist bekannt und kann sehr einfach modelliert werden. Wie und vor allem wann wir auf das Virus reagieren, ist eine andere Frage. Die Modellierungen sollen helfen, das Virus zu verstehen, um daraus die richtigen Maßnahmen ableiten zu können. Das haben sie getan, das war ihre Aufgabe und sie waren erfolgreich.
Das Brechen der 3. Welle war nur dadurch möglich, dass die Gefahr rechtzeitig bekannt war und die notwendigen Maßnahmen der Bevölkerung bereits vor den politischen Entscheidungen erfolgte. Die Modellierungen haben daher einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der B.1.1.7-Welle beigetragen.

Der Twitter-Screenshot der Modell-Prognose wurde um zwei aktuelle Kurven ergänzt.

Die Modellierung konnte im Januar die Maßnahmen der „Bundesnotbremse“ noch nicht modellieren, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht geplant waren. Daher endet das Modell Mitte April noch vor dem Inzidenz-Horror . Die 3. Welle brach zum Glück noch bevor sie ihre volle Wirkung wie in Großbritannien entfalten konnte.
Das Modellieren von Maßnahmen wie der „Bundesnotbremse“ ist möglich und erfolgt in Form von Szenarien. Modellierungen bestehen also aus zwei Teilen, dem Verhalten des Virus und unsere Reaktion darauf. Der erste Teil ist unproblematisch, der zweite kann nur näherungsweise bestimmt werden. Und es ist völlig normal, dass die Modelle dem aktuellen Pandemiegeschehen angepasst werden. Gibt es entscheidende Veränderungen, müssen diese in den Modellen berücksichtigt werden.

Es ist verrückt, aber die Ursache der 3. Welle waren weder Subventionen noch Impfkampagnen, sondern schlicht eine Virus-Mutante.

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  • Stefan Sasse 18. Mai 2021, 15:10

    Danke! Aber außer der Welt und der Querdenkerblase hat das zum Glück eh niemand Ernst genommen.

    • popper 18. Mai 2021, 16:50

      …außer der Welt und der Querdenkerblase hat das zum Glück eh niemand Ernst genommen.

      Das muss man sehr bezweifeln, denn die Arbeit um Herrn Schrappe ist valide, denn wären die Daten, die nur eine marginale Schwankungsbreite haben unzutreffend, stünden auf der anderen Seite nicht diese enormen Millionenbeträge, die ja nachweislich für die Intensivbetten abgerufen wurden. Insoweit besteht zwischen den tatsächlichen Belegungen und den Summen ein signifikanter Zusammenhang. Die bei der WELT und/oder F.A.Z. sind ja keine Doofi, die da etwas aufgreifen, was dem bisherigen Narrativ, das sie bis dato unterstützt haben, widerspricht. Diese Möchtegern-Faktenchecker lesen mal wieder die kläglichen Brosamen ihre Zwangsneurose, allem gleich zu widersprechen auf und verlieren dabei das Wesentliche der wissenschaftlichen Arbeit aus dem Auge.

      • Marc Schanz 18. Mai 2021, 17:09

        Insoweit besteht zwischen den tatsächlichen Belegungen und den Summen ein signifikanter Zusammenhang.

        Der Zusammenhang ist kausal. Die entscheidende Frage ist die Wirkrichtung: Gibt es die Summen wegen der Covid-Fälle oder gibt es Covid-Fälle wegen den Subvebtionen.

        Diese Möchtegern-Faktenchecker lesen mal wieder die kläglichen Brosamen ihre Zwangsneurose, allem gleich zu widersprechen auf und verlieren dabei das Wesentliche der wissenschaftlichen Arbeit aus dem Auge.

        Meine Motivation war nicht der Widerspruch, da gäbe es bessere Themen. Mein Thema ist der Unglaube, aus einer eigentlich eindeutigen Datenlage etwas völlig Entgegengesetztes heraus lesen zu können.

    • Marc Schanz 18. Mai 2021, 17:20

      Das Unkritische der Qualitätsmedien verstört mich so. Gerade in einer gespaltenen und angeheizten Diskussionskultur sollte hier mehr Verantwortung herrschen.
      In meine Timeline wurde zudem echtes Entsetzen und völliges Unverständnis über die Vorwürfe rein gespült.

      • Stefan Sasse 18. Mai 2021, 19:03

        Ich hab es zum Glück nur sehr am Rande mitbekommen.

        • Marc 19. Mai 2021, 10:16

          Das Anpieksen der Querdenkerblase hat sich für Springer gelohnt:

          https://medieninsider.com/weltgate-welt-schafft-mit-umstrittener-berichterstattung-conversion-rekord/5060/

          Das Fehlen journalistischer Standards ist leider sehr lukrativ.

          • Stefan Sasse 19. Mai 2021, 11:55

            Völlig fraglos. Spalten lohnt sich generell.

            • Stefan Pietsch 19. Mai 2021, 12:05

              Besteht eine multikomplexe Gesellschaft nicht eben aus vielen Segmenten?

              Die Logik erschließt sich ja auch nicht: Deutschland hat mit die höchste Intensivbettenkapazitäten der Welt bezogen auf 100.000 Einwohner, eine hohe Krankenhausdichte, in der Pandemie durchgehend vergleichsweise niedrige bis sehr niedrige Inzidenzen und soll trotzdem eine gefährlich hohe Auslastung haben, die andere Länder nicht vorweisen?

              Das erscheint in der Zusammensetzung nicht logisch. Und wenn in Deutschland die Inzidenzwerte ähnlich fallen wie im Nachbarland Schweiz, obwohl beide völlig unterschiedliche Politiken verfolgten, wird es schwer, hier in Anspruch zu nehmen, dass unsere besonders strengen Maßnahmen bis hin zu Ausgangssperren einen messbaren Effekt gehabt haben sollen. Denn worin soll dieser bestehen, er ist ja eben nicht messbar.

              • Marc Schanz 19. Mai 2021, 12:34

                Deutschland hat mit die höchste Intensivbettenkapazitäten der Welt bezogen auf 100.000 Einwohner, eine hohe Krankenhausdichte, in der Pandemie durchgehend vergleichsweise niedrige bis sehr niedrige Inzidenzen und soll trotzdem eine gefährlich hohe Auslastung haben, die andere Länder nicht vorweisen?

                Das ist falsch. Die Auslastung ist eben nicht gefährlich hoch. Wie ich gezeigt habe, liegt die ICU Auslastung Deutschlands innerhalb der Standardabweichung. Zudem gibt es höhere Auslastungen:

                Deustchland: 6 ICU Covid-Patienten / 100.000 EW
                Belgien: 7 ICU Covid-Patienten / 100.000 EW
                Frankreich: 8 ICU Covid-Patienten / 100.000 EW

                Wie kommen sie zu diesem Fehlschluss?

                • Stefan Pietsch 19. Mai 2021, 12:45

                  Das ist nicht das, was ich behaupte, sondern womit andere bis hin zur Bundeskanzlerin die Reform des Infektionsschutzgesetzes begründet haben. Wenn Sie jetzt daraufhin weisen, dass die Belegung nicht dramatisch war, dann entlarven Sie solche Warnungen als Cassandrarufe.

                  • Erwin Gabriel 19. Mai 2021, 12:55

                    @ Stefan Pietsch 19. Mai 2021, 12:45

                    Das ist nicht das, was ich behaupte, sondern womit andere bis hin zur Bundeskanzlerin die Reform des Infektionsschutzgesetzes begründet haben.

                    Genau das.

                    Das Hauptargument gegen die Kritiker der umfassenden Corona-Maßnahmen war stets der Punkt, dass eine Überlastung der Intensiv-Stationen droht, dass die Intensiv-Betten kurz vor der Auslastung stehen, dass Krankenhäuser nicht mehr aufnahmefähig sind.

                    Ich bin einmal mehr verwirrt.

                  • Marc Schanz 19. Mai 2021, 13:22

                    Das Maximum der 3. Welle hat die 1. Welle um 74% übertroffen, es fehlten noch 11% bis zum Maximum der 2. Welle. Noch etwa 1 Woche weiteren Anstieg und dieses Maximum wäre übertreffen worden. Die Belegung war noch nicht dramatisch, aber sehr angespannt. Die Cassandrarufe waren wegen des schnellen Wachstums und der geringen verbleibenden Zeit. Die Welle wurde zum Glück noch rechtzeitig gebrochen, das sagte ich mehrfach.

                    Stellen bereits solche etwas differenziertere Betrachtungen für sie eine Überforderung dar? Gibt es für sie keine Abstufung zwischen normal und dramatisch?

                    • Stefan Pietsch 19. Mai 2021, 13:42

                      Damit haben Sie jetzt zwei Kommentare um die Unlogik herumlaviert, um die es Ihnen doch eigentlich in Ihrem Artikel ging, Sie sich also mit solchen Fragestellungen beschäftigt haben müssen. Daher, der Einfachheit nocheinmal:

                      Deutschland hat mit die höchste Intensivbettenkapazitäten der Welt bezogen auf 100.000 Einwohner, eine hohe Krankenhausdichte, in der Pandemie durchgehend vergleichsweise niedrige bis sehr niedrige Inzidenzen und soll trotzdem eine gefährlich hohe Auslastung haben, die andere Länder nicht vorweisen?

                    • Marc Schanz 19. Mai 2021, 13:57

                      Natürlich ist auch unsere Kapazität begrenzt und kann mühelos von einer Pandemiewelle überlastet werden.

                    • Stefan Pietsch 19. Mai 2021, 14:08

                      Das ist keine Antwort, schon gar nicht eine Erklärung. Olaf Scholz hätte das nicht besser ausdrücken können.

                      Mit anderen Worten, Sie können nicht dem eigentlichen Kern von Herrn Schrappe‘s Kritik widersprechen.

                    • Erwin Gabriel 19. Mai 2021, 22:40

                      @ Marc Schanz 19. Mai 2021, 13:22

                      Das Maximum der 3. Welle hat die 1. Welle um 74% übertroffen, es fehlten noch 11% bis zum Maximum der 2. Welle. …
                      Diese Zahlen mögen Richtig sein, sind aber keine Antwort auf die fragen (zumindest nicht auf meine).

                      Die Welle wurde zum Glück noch rechtzeitig gebrochen, das sagte ich mehrfach.

                      Ja. Und ich sagte bereits mehrfach, dass mich ein PLAUSIBLER Grund für das „warum“ interessiert, da Deine Erläuterung nicht plausibel ist.

                      Dass genau diejenigen, die sich sonst gegen die Intention der Maßnahmen verhalten haben, jetzt vorsichtig werden und anschließend, mit dem Brechen der dritten Welle, wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen, ist aus meiner Wahrnehmung nach sehr unwahrscheinlich.

  • Jens Happel 18. Mai 2021, 17:24

    1) Du versäumst die Belegungszahlen mit den Inzidenzen in Relation zu setzen. Beispiel Schweden. Seit Anfang Februar durchgänging 2 bis 4 mal so hohe Inzidenzen und bezogen auf die Bevölkerungszahl durchgängig 30 bis 40% weniger ICU Patienten.

    Das eine zu frühe künstliche Beatmung unnötig ist, ist schön länger bekannt.

    https://www.focus.de/gesundheit/news/bis-zu-50-prozent-sterben-daran-lungenarzt-fruehe-kuenstliche-beatmung-ist-groesster-fehler-im-kampf-gegen-corona_id_12787476.html

    Für einen Platz auf Intensiv mit Beatmung gibt es 34.000Eur und für einen Normalpatienten mit Covid19 4.000€.

    Wie sehr in einzelnen Krankenhäusern getrickst wurde, kann man in folgendem Video sehen. Da ist jemand in die Tiefe der öffentlichen DIVI Datenbank eingestiegen.

    https://youtu.be/f-bOLlwjpro

    Da die Datenbank öffentlich ist, ist es auch keine Verschwörung, die müßte geheim sein, um eine solche zu sein. Es zeigt, aber das unsere Medien größtenteils den Fokus lieber auf Panikmeldungen gelegt haben, als auf investigativen Journalismus.

    Fakt ist mit dem Auslaufen der Förderung für in Reserve gehaltenen Betten gingen die freien Intensivbetten zurück. Die Förderung stellte um auf, „wenn 75% der Intensivbetten belegt sind“. Plötzlich ist die Zahl der insgesamt vorrätigen ICU Betten in einigen Krankenhäusern nicht mehr konstant sondern schwankt mit der Auslastung, die plötzlich immer über 75% liegt. So ein Zufall!

    2) Ich möchte noch mit einem weiteren großen Irrtum aufräumen. Die Modellierungen der 3. Welle waren nicht fehlerhaft, sondern sie hatten immer nur ihre Gültigkeit bis zum Ende der 3. Welle.

    Die Modelle waren alle FALSCH. Sie sagten alle exponentielles Wachstum voraus. Das hatten wir nicht einen einzigen Tag. Ein lineares Wachstum im fraglichen Zeitraum fittet besser, als das postulierte exponentielle Wachstum.

    Komisch, dass bei uns die Bundesnotlüge aka Bundesnotbremse aka #Bundesnotluege dafür verantwortlich ist, dass die Zahlen gesenkt wurden. Das scheint eine Fernwirkung in das ganze europäische Ausland bis Schweden gehabt zu haben. In Schweden sanken die Zahlen trotz Lockerungen im Februar und März und das gleiche gilt für die Schweiz.

    https://twitter.com/jens_140081/status/1388093252193202177/photo/1

    Merke bitte, nur weil die Bundesnotbremse zeitlich mit dem sinken der Zahlen korrlieren, beweist das keine Kausalität. Das synchrone Sinken der Zahlen ohne Massnahme in diversen Ländern zeigt aber, dass die von dir postulierte Kausalität nicht existiert.

    3) Das Verhalten des Virus ist bekannt und kann sehr einfach modelliert werden. Comedy? Wenn das Verhalten bekannt ist, warum sanken die Zahlen dann in Schweden ohne Massnahmen? Ich stimme allerdings zu dass die Modellierung sehr einfach gestrickt ist, das erkennt man daran, das wesentliche Teile nicht mit modeliert wurden, z.B. die Saisonalität. Denn in der nördlichen Hemissphäre sinken die Zahlen nahezu überall. Sogar in Ländern wir Texas, Florida und South.Dakota die schon länger keine Massnahmen mehr haben und in Schweden, die nur einen Bruchteil der Massnahmen hatten.

    https://twitter.com/ianmSC/status/1386089927327113221

    Texas hat auch trotz kompletter Öffnung inklusive Indoor Großveranstaltungen überall sinkende Zahlen

    https://twitter.com/WILLisms/status/1386409143901179905

    Und um dir das Suchen zu ersparen, die Impfrate per Capita in Texas ist niedriger als in Michigan.

    Das Brechen der 3. Welle war nur dadurch möglich, dass die Gefahr rechtzeitig bekannt war und die notwendigen Maßnahmen der Bevölkerung bereits vor den politischen Entscheidungen erfolgte.

    Die Comedy wird immer besser. Frage: Wenn die Massnahmen schon immer vor den Massnahmen wirken, warum brauchen wir dann Massnahmen? Ok. Ich ziehe die Frage zurück und tausche sie gegen eine andere. Wenn sich alle schon vor der Bundesnotbremse daran halten, warum ist dann der Google Mobilty Index für Deutschland seit Anfang Januar kontinuierlich mit kleinen Ausschlägen angestiegen? Deiner Theorie nach müsste der immer so ca. 1 Woche vor den Massnahmen bereits runtergehen. der Google Mobilty Index zeigt klar, dass die Menschen sich seit Januar immer weniger an die Massnahmen halten. Trotzdem sinken die Zahlen, wie passt das in das einfache Modell?

    Es ist verrückt, aber die Ursache der 3. Welle waren weder Subventionen noch Impfkampagnen, sondern schlicht eine Virus-Mutante.

    Für diese Aussage hast du außer Behauptungen keinerlei Nachweise erbracht.

    Denn der Satz Es war das frühe Brechen der B.1.1.7-Welle, die uns vor dem Kollaps unseres Gesundheitssystems bewahrt hat. ist eine Tautologie.

    Die Mysterien der 3. Welle sind geklärt. Diese Tatsache wollen einige nicht akzeptieren und suchen nach Alternativerklärungen. Das ist in Ordnung, doch sie haben eine hohe Hürde zu nehmen. Sie müssen das Phänomen besser erklären als das bisher akzeptierte Modell.

    Das „bisher akzeptierte Modell“ lag mit seinem exponentiellen Wachstum voll daneben und kann nicht ansatweise, das zurückgehen der Zahlen in Ländern ohne Massnahmen erklären. Dafür ist die hier

    https://zenodo.org/record/4716596#.YKPQoKFCRPZ

    beobachtete Korrelation unglaublich!

    Da es diese Korrelation mittlerweile in ca. 40 Ländern gibt und in 5 Studien bestätigt wurde, schreit dies nach einer Kausalität. Wie die genau aussieht weiß ich nicht.

    http://www.deliberationdaily.de/2021/05/ist-die-haeufigste-nebenwirkung-der-covid19-impfstoffe-covid19/

    Jedenfalls konnte man von Anfang Februar bis Mitte April mit der täglichen Impfrate die täglichen Neuinfektionen besser postulieren als mit den „einfachen“ Modellen.

    Sobald, dass Impfprogramm zu den Jüngeren übergeht verschwindet der Effekt. Ich vermute, weil Sie ein besseres Immunsystem haben und das Virus nicht so leicht unterschwellig weiter im Körper „überleben“ kann.

    Nachtrag:
    Quellen für die Intensivbelegung in Deutschland und Schweden
    https://www.divi.de/register/tagesreport
    https://portal.icuregswe.org/siri/report/corona.covid-dagligen

    • Marc 19. Mai 2021, 01:09

      Seit Anfang Februar durchgänging 2 bis 4 mal so hohe Inzidenzen und bezogen auf die Bevölkerungszahl durchgängig 30 bis 40% weniger ICU Patienten.

      In solchen Fällen immer genau auf die Unterschiede in der statistischen Erfassung schauen. Eine andere Definition von intensiv Covid-Patient kann solche Effekte erklären.

      Da ist jemand in die Tiefe der öffentlichen DIVI Datenbank eingestiegen.

      Ein schöner Beleg. In Deutschland reicht ein positiver Corona Test aus, der Patient muss aber nicht schwer erkrankt sein, sondern nur auf der Intensivstation liegen. Auch können sie bei einer Belegung mehrfach gezählt werden. Diese Effekte können in Schweden z.B. fehlen. Ist das Vorgehen ein Problem? Die Antwort kennt jeder Statistiker im Schlaf: Nur wenn sie einen systematischen Einfluss haben. Solange er zufällig ist, wovon bei den obigen Beispielen auszugehen ist, Schaden sie nicht. Man behält die zufälligen Verzerrungen, um die Einfachheit beizubehalten. Ein sinnvolles Vorgehen, da der Trend nicht verzerrt wird.

      Die Modelle waren alle FALSCH. Sie sagten alle exponentielles Wachstum voraus. Das hatten wir nicht einen einzigen Tag. Ein lineares Wachstum im fraglichen Zeitraum fittet besser, als das postulierte exponentielle Wachstum.

      Das Modell bestand aus zwei exponentiellen Kurven. Einer fallenden für das vorherrschende Virus und einem exponentiell wachsenden für die B.1.1.7 Mutante. Das ein lineares Wachstum besser fittet ist kein Widerspruch zum Modell. Für echtes exponentielles Wachstum gibt es ausreichend Belege, hier ist das in Großbritannien zu erwähnen und oben zu finden.

      Texas hat auch trotz kompletter Öffnung inklusive Indoor Großveranstaltungen überall sinkende Zahlen.

      Es gab zuerst nach dem 10.03 einen deutlichen Peak, er könnte sehr wohl von den Öffnungen stammen. Was das Brechen dieses Peaks verursachte, kann ich nicht sagen.

      Die Comedy wird immer besser. Frage: Wenn die Massnahmen schon immer vor den Massnahmen wirken, warum brauchen wir dann Massnahmen?

      Weil die meisten Menschen erst ihr Verhalten ändern, wenn es alle anderen auch machen. Wenn keine Maßnahmen kommen, machen sie weiter wie immer. Wenn sie kommen, stellen sie sich schon vorher darauf ein.

      Deiner Theorie nach müsste der immer so ca. 1 Woche vor den Massnahmen bereits runtergehen. der Google Mobilty Index zeigt klar, dass die Menschen sich seit Januar immer weniger an die Massnahmen halten. Trotzdem sinken die Zahlen, wie passt das in das einfache Modell?

      Die kritischen Informationen erfasst der Index nicht: Sind es Indoor oder Outdoor Events? Wie sind die Abstände? Wie groß sind die Gruppen?

  • Jens Happel 18. Mai 2021, 19:16

    Die RKI-Zahlen, auf welche die deutschen Zahlen für hospitalisierte Covid-19 Patienten basieren, sind keine Belegungszahlen, sondern Neuaufnahmen. Um entsprechende Zahlen zu erhalten, müssten die Neuaufnahmen mit einer Belegungsdauer verrechnet werden. In diesem Fall verschwinden die angeblichen Auffälligkeiten wieder. Die Peinlichkeit des ersten Fehlers wurde sogar übertroffen.

    Der Einwand ist nur teilweise korrekt. Prof. Schrappe hatte die Zahl der Neuaufnahmen lediglich mit einem Faktor 7 multipliziert. Er war sich offenbar der „Peinlichkeit“ bewußt. Er hat das mittlerweile korrigiert.

    http://www.matthias.schrappe.com/index_htm_files/thesenpapier_adhoc3_210517_endfass.pdf

    Und mit dem Faktor 10 multipliziert. Das ergibt dann einen Anteil von immer noch 41%, der immer noch deutlich höher ist als bei den anderen Ländern.

    Wenn man mit dem Faktor 11,3 rechnet so wie Malte Kreuzfeldt landet man immer noch bei 36%.

    Beide Zahlen stellen immer noch einen Spitzenwert im europäischen Vergleich dar.

    • Marc 18. Mai 2021, 22:03

      Der Einwand ist nur teilweise korrekt. Prof. Schrappe hatte die Zahl der Neuaufnahmen lediglich mit einem Faktor 7 multipliziert.

      Lediglich, weil die Neuaufnahmen auf die Woche gerechnet werden, daher stammen die 7 Tage. Die Peinlichkeit der Fehlinterpretation bleibt bestehen.

      Und mit dem Faktor 10 multipliziert. Das ergibt dann einen Anteil von immer noch 41%, der immer noch deutlich höher ist als bei den anderen Ländern.

      Aber die ICU Belegung ist und bleibt immer noch im üblichen Rahmen, die Hospitalisierung ist nunmal sehr niedrig. Das liegt zu einem darin, dass in einem exponentiellen Sinken die Hospitalisierung vorauseilt und daher niedriger ist der noch vorhandene Berg auf der ICU und zum anderen die Belegung unterschätzt wird, da der vorherige Berg der Hospitalisierung noch faktisch die Betten belegt, aber durch die Berechnung ignoriert wird.

      • Marc 19. Mai 2021, 00:19

        Diese Faszination, Zahlen würden nicht lügen und könnten über die Viruslage Auskunft geben, findet man auch bei Ihnen, Marc.

        Ich kritisiere Zahlen, ich habe mehrmals auf die Unzulänglichkeiten der Inzidenzwerte hingewiesen. Erst wenn eine Kette von Zahlen: Reproduktionsfaktor – Inzidenz – ICU Belegung, ein einheitliches Bild ergeben, vertaue ich dem Trend.

        Das erklärt sich meiner Meinung nach insbesondere darin, dass für die „Modellierer“ die Zahlen eine virale Wirklichkeit vertreten, da ihnen die eigene Anschauung von Vorgängen im Tatsächlichen fehlt.

        Die virale Wirklichkeit in einer Pandemie ist einfach: Entweder haben wir exponentielles Wachstum oder exponentielles Sinken. Es gibt noch den Sonderfall, das beides gleichzeitig in unterschiedlichen Regionen stattfindet und insgesamt eine Stagnation ergibt. Aber das war es.

        • Rauschi 19. Mai 2021, 06:34

          Erst wenn eine Kette von Zahlen: Reproduktionsfaktor – Inzidenz – ICU Belegung, ein einheitliches Bild ergeben, vertaue ich dem Trend.
          Ich habe da ja meine schlau Tabelle, dannn erklären Sie doch mal die Werte:
          Datum Tote Tote auf ITS Inzidenz 7Tages R
          10.01.2021 465 191 162 1,18
          11.01.2021 343 188 167 1,14
          12.01.2021 891 292 164 1,07
          13.01.2021 1060 213 155 1,02
          14.01.2021 1244 188 151 1,02
          15.01.2021 1113 257 146 0,99
          16.01.2021 980 147 139 0,95
          17.01.2021 445 137 136 0,93

          Patienten auf ITS Veränderung zum Vortag Gesamt
          10.01.2021 396 5320
          11.01.2021 -39 5289
          12.01.2021 -59 5230
          13.01.2021 -45 5185
          14.01.2021 -60 5125
          15.01.2021 -51 5074
          16.01.2021 -59 5015
          17.01.2021 -44 4971

          Alle Werte aus den RKI Lageberichten, auf die Erklärung bin ich jetzt echt gespannt.
          Die Beurteilung der Belastung ist im übrigen für das Divi trotz massiv gesunkener Zahlen unverändert stiegend.
          https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

          Ich befürworte total Panik, solang die „Zahlen“ nicht unter 10 sind, scheint mir das einzig angemessenen Verhalten.
          Kinder, die leiden? Egal.
          Insolvenzen? Egal.
          Alte Menschen, die immer noch isoliert werden, trotz Impfung? Egal.
          Die britische Variante war nicht gefährlicher, ich habe das verlinkt, warum tun Sie weiter so, als wäre es nicht so?

          Entweder haben wir exponentielles Wachstum oder exponentielles Sinken.
          Der Unterschied, von welchem Exponenten wir reden, spielt keine Rolle? Der Fakt, das 99% der Bevölkerung weder krank noch infiziert sind, spielt auch keine Rolle?
          Der Fakt, das andere Länder es viel besser gemacht haben, spielt auch keine Geige?
          Dann schreiben Sie bitte nichts von Realität, darin befinden Sie Sich wohl eher nicht.

    • Marc 19. Mai 2021, 10:07

      SPON hat sich die selektive Auswahl angeschaut und kommt wenig überraschend zu diesem Ergebnis:

      Die Niederlande hatten an diesem Tag eine Intensivquote bei den Krankenhauspatienten von 39 Prozent, in Österreich lag sie bei 30 Prozent, in Belgien bei 26 Prozent – Deutschland wäre dann mit 31 Prozent zwar am oberen Ende, aber gar nicht mehr Spitzenreiter.

      Quelle: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/divigate-in-der-corona-pandemie-die-manipulation-die-keine-war-a-de103992-7fcc-469b-96b1-0b299c342948

      Entweder Deutschland hat seinen Corona-Subventionsberg exportiert, Statistikaufbauschen ist ansteckend oder es gibt gar keinen auffälligen Effekt.

      • popper 19. Mai 2021, 14:07

        @Marc

        Nehmen Sie doch bitte mal zur Kenntnis, dass die Aussage: 10 +10 = 20 nicht dadurch widerlegt wird, weil nicht gleichzeitig gesagt wurde: 30 + 50 = 80. Sie machen es hier, wie die geschulten „Faktenchecker“ indem Sie Kernpunkte vernebeln.

        Übrigens, Schweden stoppt mit PCR-Tests: Das schwedische Gesundheitsamt hat nationale Kriterien für die Beurteilung der Infektionsfreiheit bei Covid-19 entwickelt.

        Die in Tests zum Nachweis von Viren verwendete PCR-Technologie kann nicht zwischen Viren, die Zellen infizieren können, und Viren, die vom Immunsystem neutralisiert wurden, unterscheiden. Daher können diese Tests nicht verwendet werden, um festzustellen, ob jemand ansteckend ist oder nicht. RNA von Viren kann oft Wochen (manchmal Monate) nach der Krankheit nachgewiesen werden, bedeutet jedoch nicht, dass Sie immer noch ansteckend sind. Es gibt auch mehrere wissenschaftliche Studien, die darauf hinweisen, dass die Infektiosität von Covid-19 zu Beginn der Krankheitsperiode am größten ist (fett von mir).

        Die empfohlenen Kriterien für die Beurteilung der Infektionsfreiheit basieren daher auf einer stabilen klinischen Verbesserung mit mindestens zwei Tagen Fieberfreiheit und mindestens sieben Tagen seit dem Auftreten der Symptome. Für diejenigen, die mindestens 14 Tage nach der Krankheit ausgeprägtere Symptome hatten, und für die sehr kranke, individuelle Beurteilung durch den behandelnden Arzt.

        Die Kriterien wurden in Zusammenarbeit mit Vertretern der Fachverbände für Infektionsmedizin, klinische Mikrobiologie, Hygiene und Infektionskontrolle entwickelt. Diese wurden zuletzt in der Gruppe bei einem Treffen am 19. April 2021 aufgrund der neuen Virusvarianten diskutiert. Die Einschätzung war dann, dass kein Update erforderlich war. Die Empfehlungen werden aktualisiert, sobald neue Erkenntnisse über die Infektiosität von Covid-19 hinzugefügt werden (Quelle: https://streetloc.com/news/view/7aj/sweden-stops-using-pcr-tests–rna-from-viruses-can-be-detected-for).

        • popper 19. Mai 2021, 23:47

          Ich muss hierzu etwas nachtragen. In Schweden werden weiterhin OCR-Tests durchgeführt; diese haben nur keine rechtlichen Folgen z. B. zur Anordnung von Quarantänen.

  • Erwin Gabriel 19. Mai 2021, 13:20

    @ Marc Schanz on 18. Mai 2021

    Das Brechen der 3. Welle war nur dadurch möglich, dass die Gefahr rechtzeitig bekannt war und die notwendigen Maßnahmen der Bevölkerung bereits vor den politischen Entscheidungen erfolgte.

    Das ist das unlogischste Argument, dass ich in dem ganzen Corona-Komplex je gehört habe.

    Man kann die Bevölkerung in Sachen Corona-Schutzmaßnahmen in verschiedene Gruppen zusammenfassen:

    • diejenigen, die grundsätzlich sehr vorsichtig sind, die sich grundsätzlich bestmöglich schützen, die grundsätzlich mit Maske unterwegs sind, die grundsätzlich Kontakte zu anderen weitgehend vermeiden;
    • diejenigen, die sich aus welchen Gründen auch immer an die jeweiligen Vorgaben bzw. an die Intention der Vorgaben halten, und im Einklang mit den Maßnahmen sich öffnen oder abschotten;
    • diejenigen, die sich nicht an der Intention der Maßnahmen halten, sondern an den Buchstaben orientieren, und sich möglichst dicht an der Grenze des Erlaubten (oder ein kleines Stück darüber hinaus) bewegen;
    • diejenigen, die sich nicht um die Maßnahmen scheren.

    Die Gruppen 1, 3 und 4 können wir für die Theorie, dass die Bevölkerung Maßnahmen im Voraus umsetzt, ausschließen; die 1. Gruppe war schon vor der Verkündung der Maßnahmen überaus vorsichtig, da wird es keinen Einfluss geben. Die 3. Gruppe reagiert direkt auf die Maßnahmen, die 4. Gruppe reagiert überhaupt nicht; auch hier ist durch die Ankündigung, dass in Kürze Corona eindämmende Maßnahmen erfolgen werden, kein verändertes Verhalten zu erwarten.

    Bleibt Gruppe 2, die versucht, die Intention der Maßnahmen aufzunehmen und umzusetzen. Nur in diesem Bereich (wenn überhaupt) ist eine von Dir angenommene Reaktion eventuell wirksam. Und diese von Dir (nicht weiter dokumentierte oder begründete) Annahme für einen Teil der Bevölkerung soll die 3. Welle derart schnell und heftig gebrochen, die Ausbrüche und Erkrankungen derart reduziert haben?

    Träum weiter … (dafür werde ich mich entschuldigen, wenn Du diese Annahme von Dir mit Logik und Daten hinterlegen kannst).

    Mir scheint, dass Du nur diese Erklärung gefunden hast, um das „Verhalten“ bzw. den Verlauf der Pandemie erklären zu können, ohne Deine Glaubenssätze aufgeben zu müssen (wobei Du da nur auf Deutschland schaust, und gleiche Pandemie-Verläufe in anderen Ländern mit deutlich abweichenden maßnahmen ignorierst).

    • Marc Schanz 19. Mai 2021, 13:37

      Und diese von Dir (nicht weiter dokumentierte oder begründete) Annahme für einen Teil der Bevölkerung soll die 3. Welle derart schnell und heftig gebrochen, die Ausbrüche und Erkrankungen derart reduziert haben?

      Ja, zwischen des exponentiellen Wachstums und des exponentiellen Sinkens liegt der Kippunkt des Reproduktionsfaktors von 1. Dieser muss durchbrochen werden, um die Welle zu brechen. Das kann ein sehr kleiner Schritt sein (Butterfly-Effekt).

      Mir scheint, dass Du nur diese Erklärung gefunden hast, um das „Verhalten“ bzw. den Verlauf der Pandemie erklären zu können, ohne Deine Glaubenssätze aufgeben zu müssen (wobei Du da nur auf Deutschland schaust, und gleiche Pandemie-Verläufe in anderen Ländern mit deutlich abweichenden maßnahmen ignorierst).

      So ein Quatsch. Natürlich schaue ich auch auf andere Verläufe. Es gibt ja zig Beleg für gelungene Lockdown Maßnahmen, wie Portugal oder auch Großbritanien. Ich habe nur nicht die idiotische Vorstellung, dass jede Öffnung steigende Zahlen bedeuten müssen. Es kann auch nur zu einem langsameren Sinken führen.

      • Erwin Gabriel 20. Mai 2021, 09:57

        @ Marc Schanz 19. Mai 2021, 13:37

        [Und diese von Dir (nicht weiter dokumentierte oder begründete) Annahme für einen Teil der Bevölkerung soll die 3. Welle derart schnell und heftig gebrochen, die Ausbrüche und Erkrankungen derart reduziert haben?]

        Ja, zwischen des exponentiellen Wachstums und des exponentiellen Sinkens liegt der Kippunkt des Reproduktionsfaktors von 1. Dieser muss durchbrochen werden, um die Welle zu brechen. Das kann ein sehr kleiner Schritt sein (Butterfly-Effekt).

        Der mathematische Teil der „kurvendiskussion“ ist mir geläufig. Was mich langsam ein biisschen nervt, ist diese Augenwischerei. Natürlich führt ein R-Faktor von > 1 zu einem Anstieg, der irgendwann gegen unendlich geht, und ein Faktor 1 nicht automatisch das Ende der Welt, und die Kurven beim Anschwellens der Welle können flacher oder steiler verlaufen. Du hast mehrfach Vorhersagen zum bevorstehenden Anstieg gemacht, und Deine Ansagen waren durchgängig zu hoch. Du hast mehrfach Vorhersagen über die Auswirkungen von Maßnahmen auf den Kurvenverlauf gemacht, die auch falsch bzw. nicht nachvollziehbar waren. Entweder korrelierten die vorhergesagten Entwicklungen nicht mit den Maßnahmen, oder sie korrelierten mit den Maßnahmen – aber auch in Ländern, die diese Maßnahmen nicht ergriffen haben.

        Ich will Dich hier nicht mit Studien „herausfordern“, sondern mit gesundem Menschenverstand. Den bleibst Du mir mit Deinen Allgemeinplätzen auf meine Fragen schuldig.

        Natürlich schaue ich auch auf andere Verläufe. Es gibt ja zig Beleg für gelungene Lockdown Maßnahmen, wie Portugal oder auch Großbritanien. Ich habe nur nicht die idiotische Vorstellung, dass jede Öffnung steigende Zahlen bedeuten müssen. Es kann auch nur zu einem langsameren Sinken führen.

        Ja, es gibt viele Kurven und Verläufe in anderen Ländern. Du suchst Dir stets die raus, die zu Deiner Theorie passen, und ignorierst die anderen (bzw. erklärst sie mit so eigenartigen Aussagen wie, dass „die Bevölkerung die Maßnahmen vorweg genommen hat“).

        Ich habe Dir das schon bei anderer Gelegenheit erzählt:
        Für meinen Teil halte ich mich an alle Maßnahmen, die ich für sinnvoll erachte (Maske tragen, wenn man unter Leute geht; Kontakte möglichst redizieren etc.), und ignoriere die sinnlosen (Spaziergang spätabens, Maskenpflicht beim Spaziergangg, wenn keine menschen in der Nähe sind etc.).
        Ich bin auch nicht tief genug im Thema, um Dir, Jens oder Popper zustimmen zu können, und an der Stelle „neutraler“ Beobachter, der sich maßgeblich aus der Diskussion hier seine Meinung bildet.

        Und an dieser Stelle scheitere ich (und fühle mich von Dir auch nicht ernst genommen), wenn Du klare Sachverhalte behauptest und dann nur mit Deinem „Glauben“ erklären kannst.

        • Marc 20. Mai 2021, 10:52

          Du hast mehrfach Vorhersagen über die Auswirkungen von Maßnahmen auf den Kurvenverlauf gemacht, die auch falsch bzw. nicht nachvollziehbar waren. Entweder korrelierten die vorhergesagten Entwicklungen nicht mit den Maßnahmen, oder sie korrelierten mit den Maßnahmen – aber auch in Ländern, die diese Maßnahmen nicht ergriffen haben.

          Ich habe keine Aussagen zu Maßnahmen gemacht, weil das unseriös wäre. Ich habe immer gesagt, dass es hier noch jahrelange Forschung bedarf, bis diese Fragen geklärt werden können.

          Ein Beispiel: Die hier diskutierten DIVI-Statistiken dienen zur Bettekapazitätsnplanung! Daher haben sie explizit keinen Fokus auf die Diagnostik. Das führt zu den zu unrecht kritisierten Verzerrungen: Es werden Covid positive auf der Intensivstation gezählt, die aus anderen medizinischen Gründen dort liegen und Verlegungen werden mehrfach gezählt. Für die Bettenkapazitätbetrachtung sind diese Faktoren unerheblich, daher muss das nicht korrigiert werden und man belässt es aufgrund der einfacheren Handhabung. Wenn ich aber die DIVI-Statistik mit anderen Covid Statistiken vergleichen will (Inziden, andere Länder, ..) muss ich die Statistik um diese Verzerrungen zuerst bereinigen. Ebenso ist das der Fall mit der zu vergleichenden Statistik. Wenn Schweden die Zahlen anders erfasst, haben diese andere Verzerrungen.

          Maßnahmen mögen gleich heißen, aber eine deutsche Ausgangsperre ist etwas anderes wie eine spanische. Ich würde niemals auf den Gedanken kommen, diese 1:1 zu vergleichen. Dazu fehlen einfach seriöse Daten und das wird noch dauern. Das sagte ich mehrfach.

          Der nächste Punkt ist, dass Effekte überlagert sind. Mutanten, Saisonalität, Ferien – alles tritt meist gemischt auf. Um einen Effekt bestimmen zu können, müssen alle sehr genau modelliert werden können, um sie heraus zu rechnen und als Ergebnis den reinen Effekt zu haben.

          Ich Maße mir nicht an, die Effekte von Maßnahmen im voraus zu wissen. Das kann kein seriöser Wissenschaftler. Daher werden auch immer Szenarien modelliert. Das, was ich sage, ist: Wenn wir in einem Wachstum sind, muss zuerst die Welle gebrochen werden, so schnell wie möglich und das am besten mit vielen harten Maßnahmen. Dann sind sie insgesamt kürzer und richten weniger Schaden an. Selbst ein kleiner Beitrag kann der Tropfen sein, der den Kipppunkt übertrifft.

          Und zur Erinnerung: Jede Welle kostet Leben, Gesundheit und richtet erhebliche Kollateralschäden an.

          Und an dieser Stelle scheitere ich (und fühle mich von Dir auch nicht ernst genommen), wenn Du klare Sachverhalte behauptest und dann nur mit Deinem „Glauben“ erklären kannst.

          Ich kann sagen, dass jede Maßnahme hilft, die Welle schneller zu brechen. Ich und derzeit kein seriöser Wissenschaftler kann exakt sagen, wann eine Welle gebochen wird. Das hat aber nichts mit Glauben zu tun, sondern mit noch nicht ausreichenden Daten. Die Pandemie Prognosen werden sich wie die Wetter Prognosen immer weiter verbessern, je genauer die Modelle werden. Daran glaube ich nicht, das sagt mir mein rationaler Verstand.

          • Rauschi 20. Mai 2021, 11:11

            [Ich Maße mir nicht an, die Effekte von Maßnahmen im voraus zu wissen. ]
            Versus
            [Ich kann sagen, dass jede Maßnahme hilft, die Welle schneller zu brechen. ]

            Sich innerhalb von 2 Absätzen so massiv zu widersprechen ist schon eine echte Leistung.
            Wellen brechen, welche, die der Kranken oder Toten oder der Testpositiven? Wenn jetzt nur die Schüler getestet werden, hat ein Anstieg der „Positiven“ dort kaum Auswirkungen, ist das nicht bekannt?
            Was soll dann an so einer Aussage wissenschaftlich sein?

          • Erwin Gabriel 20. Mai 2021, 16:32

            @ Marc 20. Mai 2021, 10:52

            Ich habe keine Aussagen zu Maßnahmen gemacht, weil das unseriös wäre.

            Du hast mehrfach vorausgesagt, dass der Anstieg der Covid-Erkrankungen extrem stark ausfallen werde, und nur durch die Maßnahmen die jeweilige Welle zu brechen sei. Speziell zur dritten Welle hast Du ein „Brechen“ durch die Maßnahmen angenommen, dass so nicht stattfand. Die dritte Welle brach zu früh, um durch die Maßnahmen der Bundesregierung gestoppt worden zu sein.

            Deine Erklärung dafür war, dass Deine Theorie immer noch richtig sei, und die Abweichung zu Deiner Vorhersage daraus abzuleiten sei, dass die Menschen schon mit den ersten Vermutungen die Maßnahmen umgesetzt hätten. Das ist immer noch nicht plausibel erklärt.

            Ich kann sagen, dass jede Maßnahme hilft, die Welle schneller zu brechen. Ich und derzeit kein seriöser Wissenschaftler kann exakt sagen, wann eine Welle gebrochen wird.

            Wenn ich sage, dass man im Regen nass wird, ist das plausibel, entspricht den Erfahrungen aller, und Regen wird als plausible Begründung akzeptiert, sollte ich nass durch die Straßen laufen. Wenn aber einige Leute im Regen nass werden, andere nicht, und andere würden nass, selbst wenn es nicht regnet, würde man eine entsprechende Begründung nicht für plausibel halten. Dieses zweite Beispiel trifft auf Deine Argumentation zu.
            Du kannst oder willst es immer noch nicht erklären.

            • Marc Schanz 20. Mai 2021, 18:10

              Du hast mehrfach vorausgesagt, dass der Anstieg der Covid-Erkrankungen extrem stark ausfallen werde, und nur durch die Maßnahmen die jeweilige Welle zu brechen sei.

              Wenn nicht gehandelt wird, läuft die Welle weiter. Dafür gibt es genügend Belege.

              Du kannst oder willst es immer noch nicht erklären.

              Ich kann ausschließen, dass es Saisonalität ist. Oder hat Großbritannien, dass die Welle am 09.01.21 brach, eine um Monate verschobene Saisonalität? Und wir haben diesen Winter mit Welle 2 & 3 gleich mehrere Saisons gleichzeitig? Das ist doch alles unlogisch.
              An die Impfgetriebene Welle glaube ich auch nicht, dass es budgetgetrieben ist, ist für mich Verleumdung. Das Virus selbst kann sein „Verhalten“ nur durch Mutation ändern.
              Es gibt weit und breit keinen Grund für das Brechen einer Welle, aber es muss ihn geben. Was bleibt, ist die wissenschaftlich fundierten Erkenntnis, dass nicht-pharmazeutischer Interventionen wirken. Wieso sollte ich diese Erkenntnisse ignorieren? Die Verhaltensänderung kann staatlich forciert sein, kulturell bedingt wie z.B. Ferien, medial motiviert, etc. Wenn die Zahlen steigen, muss gehandelt werden und da ist dann der Staat gefragt. Wenn dann die Welle durch glückliche Umstände vorher gebrochen wird, gut. Aber das ist doch kein Widerspruch zum Handlungsdruck!

              Klar, ich kann auch den Corona-Tanz aufführen und sagen, dass der Vogelflug sagt, in 3 Tagen bricht die Welle. Nur ist das für mich keine Option.

              • Rauschi 21. Mai 2021, 08:41

                Welche Massnahme hat die „Welle“ in Schweden gebrochen?
                Die dürfte nach der Erklärung gar nicht gebrochen sein.
                Schlimm für die Realität, das die so gar nicht folgen will. 😛

              • popper 21. Mai 2021, 09:28

                @Marc Schanz 20. Mai 2021, 18:10

                Wenn nicht gehandelt wird, läuft die Welle weiter. Dafür gibt es genügend Belege.

                Ja klar doch, das Prävenzionsparadox muss bei Ihnen und anderen immer dann herhalten, wenn die Tatsachen von der gefakten Meinung abweichen. Ist ja auch sehr einfach.

                Hier mal einige Fakten aus der Listung der erfolgten Publikation im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums für Gesundheit(30. April 2021). Diese zeigt, dass die Anzahl von Lungenentzündungen ohne Covid-19 vom Jahr 2019 mit 310.051 Fällen auf 233.717 Fälle im Jahr 2020, also um 76.334 Fälle gesunken sind. Mit den 2020 dazugekommenen 88.502 Covid-19-Lungenentzündungen ist die Gesamtzahl der Pneumonien gegenüber 2019 zwar angestiegen, aber nur um 12.168 Fälle. Das verbleibt im normalen Schwankungsbereich der Jahre, zumal 2019 etwa gegenüber 2018 allgemein als besonders milde Grippesaison gilt. Interessant sind auch die hier ebenfalls gelisteten im Krankenhaus behandelten Atemwegserkrankungen inklusive Lungenentzündungen. 2019 waren dies 665.274, 2020 (ohne Covid-19) 464.123 und (mit Covid-19) 117.462 Fälle, also insgesamt 83.689 Fälle weniger im Jahr 2020 als im Jahr 2019.

                Über solche Daten sind Regierung und Bundesgesundheitsministerium selbstverständlich nicht erst seit Ende April 2021 für das gesamte Jahr 2020 informiert. Sie verfügen über die Quellen und Ressourcen, um über die je aktuelle Lage und etwaige Entwicklungstendenzen stets just in time auf dem Laufenden zu sein. Da die jetzt hochoffiziell veröffentlichten Parameter im März 2020 nicht die Ausrufung des Notstandes beziehungsweise die Erklärung einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ begründet haben können, mag anfangs genau die fahrlässige Verwechslung vorgelegen haben, vor der viele und z.B. Herr Wodarg frühzeitig warnte. Diese Erkenntnisse bedeuten, dass inzwischen und spätestens seit Mitte April 2020 Absicht und Systematik unterstellt werden muss.

                Insoweit zieht das Präventionsparadox in Deutschland schon mal gar nicht und man kann unterstellen, dass es in anderen Ländern nicht anders ist. Man muss diese Denkfigur ja nicht von vorne herein ablehnen, aber sie ersetzt nicht die genaue wissenschaftliche Analyse. Und genau das ist der Vorwurf, den man den Alarmisten machen muss. Sie reden sich aus der Verantwortung heraus. Letzteres verweist auf eine politische Lagerbildung und/oder gesellschaftliche Spaltung, bei der es zunehmend jenseits von Wahrheit und Lüge in der herrschenden Pandemie-Kommunikation ums Eingemachte des bürgerlichen Selbstverständnisses geht. An der Frage, ob man eigentlich unveräußerliche und bedingungslose Freiheitsrechte sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben allein durch die Gegenleistung einer „freiwilligen“ Impfung zurückerlangen kann (nach dem Motto: „Impfen macht frei“), spitzt sich das zu – und zwar schon unabhängig davon, dass die Impfstoffe hinsichtlich Wirksamkeit sowie Risiken und Nebenwirkungen in der Breite und auf Dauer nicht abschließend erforscht und daher nur „bedingt“ zugelassen sind.

                • popper 22. Mai 2021, 08:22

                  Hier noch ein Nachtrag, der das Ablenkungsmanöver der „Faktenchecker“ gleichermaßen ad absurdum führt: In der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit hieß es am 30. April 2021:
                  „Die Analyse der Leistungsdaten aller deutschen Krankenhäuser zeigt, dass […] die stationäre Versorgung in Deutschland im ersten Pandemiejahr 2020 flächendeckend gewährleistet werden konnte. Nach einem Rückgang der Krankenhausfälle im Frühjahr um ca. 30 Prozent, wurden auf Jahressicht im Bereich der allgemeinen Krankenhäuser 13 Prozent und im Bereich der psychiatrischen Kliniken 11 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr versorgt. Im Jahresdurchschnitt waren vier Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patientinnen und -Patienten belegt. […] Die Mitglieder des Beirats betonten, dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an ihre Grenzen gebracht hat.“

              • Erwin Gabriel 21. Mai 2021, 11:39

                @ Marc

                Mit der gleichen Logik, mit der Du Saisonalität und Impfen als Grund für den Rückgang der Erkrankungen ausschließt, kann ich die Maßnahmen als Grund ausschließen.

                Das solltest Du doch erkennen können …?

                • Marc 22. Mai 2021, 12:33

                  Der Effekt der Saisonalität wird doch nicht bestritten. Es ist nur unlogisch, dass er alleine für das Überschreiten der Kipppunkte verantwortlich ist, er kann nicht alleine die Pandemiekurven erklären. Kein seriöser Wissenschaftler bestreitet die Saisonalität, es fehlen aber zusätzliche Einflussfaktoren.

                  Natürlich kann man sich gegen wissenschaftliche Erkenntnisse stellen, das ist nicht verboten. Der Einfluss von Maßnahmen ist wissenschaftlich nachgewiesen, mehrfach und konsistent. Es gab und gibt auch Maßnahmen, die nich funktioniert haben. Aber das ist doch kein Beleg dafür, dass andere Maßnahmen nicht funktioniert haben. Das ist der Unterschied zur Saisonalität. Sie muss immer funktionieren, weil sie kausal ist. Maßnahmen sind jeweils in ihrer Wirkung individuell und können, müssen aber nicht funktionieren. Hier gibt es keine strenge Kausalität.

                  Die richtige Antwort ist: Es gibt sowohl Saisonalität so wie eine Wirkung von Maßnahmen, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt konsequent umgesetzt werden – am besten synchron mit weiteren Maßnahmen.

                  • Stefan Pietsch 22. Mai 2021, 13:09

                    Kein seriöser Wissenschaftler bestreitet die Saisonalität, es fehlen aber zusätzliche Einflussfaktoren.

                    Bitte erklären Sie den (fehlenden) Unterschied zur Schweiz als Benchmark. Die Eidgenossen haben sich in dem Jahr der Pandemie immer gleichlaufend zu Deutschland entwickelt. Und nun auch, obwohl sie sich im April zeitgleich mit Deutschlands Debatten um die Bundesnotbremse für eine völlig gegensätzliche Strategie der Öffnungen entschlossen hatten.

                    Wissenschaft zieht Erkenntnisse aus Vergleichen.

                    Der Einfluss von Maßnahmen ist wissenschaftlich nachgewiesen, mehrfach und konsistent.

                    Bitte zwei, drei Verweise. Und zwar bezogen auf empirische Daten in Deutschland.

                    Gerade hat die Bahn in einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie belegt, dass das Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen nicht über dem im eigenen PKW liegt. Ist auch Wissenschaft.

                    • Marc 22. Mai 2021, 15:01

                      Die Eidgenossen haben sich in dem Jahr der Pandemie immer gleichlaufend zu Deutschland entwickelt. Und nun auch, obwohl sie sich im April zeitgleich mit Deutschlands Debatten um die Bundesnotbremse für eine völlig gegensätzliche Strategie der Öffnungen entschlossen hatten.

                      Die Schweiz hat die Lockerungen nach dem Brechen der Welle eingeführt. Dass sie bereits gebrochen war, konnte man an dem damaligen Zeitüunkt noch nicht eindeutig sagen, da um Ostern die Datenlage aufgrund der zurückgefahrenen Tests unklar war. Die Schwei hatte Glück gehabt. Man sieht auch sehr schön, dass in der Schweiz nach einem wirklich sehr gleichförmigen Verlauf plötzlich langsamer sinken. Das ist exakt genau, was man erwarten durfte.

                      Bitte zwei, drei Verweise. Und zwar bezogen auf empirische Daten in Deutschland.

                      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/impact-control-measures-oecd-summary.pdf?__blob=publicationFile

                      https://www.nature.com/articles/s41586-020-2405-7

                    • Stefan Pietsch 22. Mai 2021, 16:14

                      Die Schweiz hat die Lockerungen nach dem Brechen der Welle eingeführt.

                      Saugen Sie sich das aus den Fingern? Die Schweiz lockerte ab Anfang April.
                      https://snanews.de/20210420/schweizer-hochschulen-kritisieren-lockerungen-1785910.html#:~:text=April%20lockerte%20die%20Schweizer%20Regierung%20in%20Absprache%20mit,und%20auch%20der%20Pr%C3%A4senzunterricht%20wird%20eingeschr%C3%A4nkt%20wieder%20zugelassen.

                      Die Welle dagegen brach in der letzten April-Woche. Laden Sie sich dazu bitte die Daten selbst runter. Ab der letzten Aprilwoche ist ein klares Abbrechen zu sehen. Vorher liegen die täglichen Neuinfektionen fast immer über 2000.
                      https://www.covid19.admin.ch/de/overview?ovTime=phase3

                      Es ist also Unsinn, wenn Sie schreiben: Dass sie bereits gebrochen war, konnte man an dem damaligen Zeitüunkt noch nicht eindeutig sagen, da um Ostern die Datenlage aufgrund der zurückgefahrenen Tests unklar war.

                      Merke: Schweiz ist nicht Deutschland!

                      Da Sie keine (zutreffende) Antwort liefern können, muss man sagen: die in der zweiten April-Hälfte in Deutschland wirksame „Bundesnotbremse“ hatte keinen messbaren Effekt.

                      Haben Sie meine Bitte nicht verstanden?
                      Bitte zwei, drei Verweise. Und zwar bezogen auf empirische Daten in Deutschland.

                      Die Zahlen von Nature beziehen sich auf das RKI, das Sie als zweite Quelle anführen. Haben Sie das nicht gelesen? Das Robert-Koch-Institut ist, wie wir lernen konnten, keine unabhängige wissenschaftliche Quelle.

                      Zweitens sind die Maßnahmen pauschaliert über alle Länder. Ich hatte nach einem empirischen Bezug auf Deutschland gefragt. Darüber hinaus lässt sich in dem Artikel von Nature ablesen, dass in Deutschland die Maßnahmen mit einer geringeren Sicherheit gewirkt haben als z.B. in Österreich.

                      Das passt dann zu dem:
                      Germany, the most populous country in our study, is estimated to have one of the lowest attack rates at 0.85% with 710,000 (550,000–930,000) people infected.

                      Und die Frage, die sich daran anschließt: Warum hat Deutschland vergleichsweise niedrige Infektionsraten? Und ist diese Ursache nicht hauptursächlich, dass wir trotz vergleichsweise moderater Maßnahmen niedrige Verläufe hatten?

                      Das, was sich bereits durch andere Zahlen (niedrige Inzidenzwerte) und die Benchmarks vermuten lässt: Politik und Wissenschaft haben einfach im April wider der Zahlen Panik verbreitet.

  • Rauschi 19. Mai 2021, 16:36

    Warum wurde mein Komemntar gelöscht?

    Weil der Ihrem Narrativ widerspricht?
    Auf ein Neues:, wir hatten im Januar hohe Inzidenzen aber fallende Patienten auf ITS, auch ist die britische Variante nicht gefährlicher, die Studien dazu habe ich schon mal verlinkt.
    Datum Tote Tote auf ITS Inzidenz 7 Tages R Wert Zugang ITS Gesamt ITS
    10.01.2021 465 191 162 1,18 1228604 12,83 396 5320
    11.01.2021 343 188 167 1,14 1185297 10,45 -39 5289
    12.01.2021 891 292 164 1,07 1185297 10,45 -59 5230
    13.01.2021 1060 213 155 1,02 1185297 10,45 -45 5185
    14.01.2021 1244 188 151 1,02 1185297 10,45 -60 5125
    15.01.2021 1113 257 146 0,99 1185297 10,45 -51 5074
    16.01.2021 980 147 139 0,95 1185297 10,45 -59 5015
    17.01.2021 445 137 136 0,93 1185297 10,45 -44 4971
    Nachzulesen hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jan_2021/Archiv_Jan_2021.html

    Wie kann denn das sein? Und wie kann es sein, das die Belastung des Personals weiter hoch ist, obwohl die Covidpatienten immer weniger werden?
    Und die Zahl der freien Betten seit dem 18 Juli 2020 kontinuierlich, teilweise erheblich sinkt?
    https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

    Natürlich schaue ich auch auf andere Verläufe. Es gibt ja zig Beleg für gelungene Lockdown Maßnahmen, wie Portugal oder auch Großbritanien. Ich habe nur nicht die idiotische Vorstellung, dass jede Öffnung steigende Zahlen bedeuten müssen. Es kann auch nur zu einem langsameren Sinken.
    Wie kann man dann die Zahlen in Schweden erklären?
    Nein, es gibt gar keine Belege für gelungende Lock downs, jedenfalls gibt es keine Belege, das es nicht auch anders ohne die enormen Schäden bei den Kindern in den Griff zu bekommen wäre.
    Das ist Irrsinn, zumal die Inzidenzen nichts aussagen, wenn damit keine Erhöhung der Kranken oder Toten einher geht, wie etwa in Schweden.
    Wer seit 1 Jahr sein eigenes Immunsystem nicht mehr trainiert, der wird dann bei der nächsten Grippe erwischt, soll das etwa das neue Gesundheitsziel sein?

    • Marc 20. Mai 2021, 10:30

      Warum wurde mein Komemntar gelöscht?

      Weil der Ihrem Narrativ widerspricht?

      Nein, es wurde ein anderer Kommentar gelöscht und er hing daran und wurde mit gelöscht.

      wir hatten im Januar hohe Inzidenzen aber fallende Patienten auf ITS,

      Impfkampagne bei Hochrisikogruppen.

      [..] auch ist die britische Variante nicht gefährlicher, die Studien dazu habe ich schon mal verlinkt.

      Gefährlicher in Form einer höheren Sterblichkeit wohl nicht, aber sie ist ansteckender und dadurch gefährlich.

      Nein, es gibt gar keine Belege für gelungende Lock downs, jedenfalls gibt es keine Belege, das es nicht auch anders ohne die enormen Schäden bei den Kindern in den Griff zu bekommen wäre.

      Es gibt zahlreiche Studien und Meta-Studien, welche die Wirkungsweise eines Lockdowns belegen.

      https://www.rnd.de/gesundheit/corona-studie-welche-lockdown-massnahmen-haben-den-grossten-effekt-4QFPZUIMCVHKDMZGFPVVWXKCF4.html

      Wenn die Großeltern nicht besucht werden dürfen oder gar sterben, ist das ebenfalls ein Schaden für Kinder, der berücksichtigt werden muss.

      Wer seit 1 Jahr sein eigenes Immunsystem nicht mehr trainiert, der wird dann bei der nächsten Grippe erwischt, soll das etwa das neue Gesundheitsziel sein?

      Das Immunsystem wird jeden Tag trainiert, es gibt nicht nur Grippeviren.

      • Rauschi 20. Mai 2021, 10:58

        Nein, es wurde ein anderer Kommentar gelöscht und er hing daran und wurde mit gelöscht.
        Ach so und das kann man dann nicht dazu schreiben?

        Impfkampagne bei Hochrisikogruppen.
        Nein, auf gar keinen Fall zu diesem frühen Zeitpunkt, das war die Inzidenz der 80+ bei über 300!

        Gefährlicher in Form einer höheren Sterblichkeit wohl nicht, aber sie ist ansteckender und dadurch gefährlich.
        Nein, eben gerade nicht. Wenn aber der Rückgang auf die Impfung zurück geht, wieso dann trotz der höheren Ansteckung?
        Die bislang auch nur behauptet wird.

        Es gibt zahlreiche Studien und Meta-Studien, welche die Wirkungsweise eines Lockdowns belegen.
        Ich habe keine Lust mehr auf solche Aussagen . Die senken dann angeblich den R Faktor? Echt jetzt und welche Auswirkungen hat das auf Kranke oder Tote?
        In Schweden jedenfalls keine, warum sollte das interessieren?

        Wenn die Großeltern nicht besucht werden dürfen oder gar sterben, ist das ebenfalls ein Schaden für Kinder, der berücksichtigt werden muss.
        Genau, dann lassen wir die Kinder doch am besten doppelt und dreifach leiden, das geht schon klar.
        [Ärzte sprechen von Triage in der Psychiatrie und verheerenden Langzeitfolgen
        Nachrichten aus der Legion der Vereinsamten: “Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben”, heißt es vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Deren Berliner Sprecher Jakob Maske scheut in einem Interview nicht davor zurück, auch das militanteste Wort der Corona-Krise zu benutzen, um auf die gegenwärtige Notsituation von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen:
        Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, dort findet eine Triage statt. Wer nicht suizidgefährdet ist und “nur” eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen.
        Jakob Maske, BVKJ]
        https://www.heise.de/tp/features/Kinder-und-Jugendliche-in-der-Corona-Krise-Massive-Vernachlaessigung-6050032.html

        Das Immunsystem wird jeden Tag trainiert, es gibt nicht nur Grippeviren.
        Ach ja, ich denke, die Maske hält das Viren und Bakterien ab und das Desinfizieren sowieso?
        War das nicht der Grund für Hygienekonzepte?
        Wo soll da noch irgendwas trainiert werden?
        In Absurdistan?

      • popper 20. Mai 2021, 14:21

        Impfkampagne bei Hochrisikogruppen.

        Die hohen Inzidenzen haben mit den Testungen zu tun. Und die fallenden Patientenzahlen mit dem temporären saisonalen Anstieg und Rückgang der Atemwegserkrankungen, die ja bereits ab der 36. KW 2020 permanent am fallen sind. Das ist ja logisch, wenn über 99 % das Virus gar nicht bemerken, kann ein kausaler Zusammenhang mit dieser Gentherapie, wie Sie das hier behaupten, gar nicht gegeben sein. Im Übrigen verstehen selbst Mediziner und besonders Virologen nicht, dass ein in den Oberarmmuskel eingebrachter Impfstoff ins Blut geht und nicht mehr von dort herauskommt. Deshalb erzielen jährlich angepasste Impfstoffe gegen die Influenza nur sehr mäßige Erfolge. Das verschweigen die Impfstoffhersteller natürlich. Die jetzt in wenigen Monaten zusammengeschusterten und nicht ausreichend auf Sicherheit und Nebenwirkungen getesteten mRNA- und Vektorimpfstoffe werden gar nicht gebraucht. Die Sterblichkeitsrate der unter 70-jährigen, sogar mit Vorerkrankung, liegt deutlich unter der der Grippe (Ioannidis). D.h. sie ist nicht gefährlicher als eine Grippe.

        Das ganze Konzept dieser sogenannten Impfung ist fehlerhaft. Und zwar deshalb, weil die Injektionen direkt vom Oberarmmuskel über die Lymphsysteme ins Blut geht und dort diese Spike-Proteine und Antikörper produzieren. SARS-CoV-2-Vviren kommen überhaupt nicht ins Blut, sondern über die Nasenrachenschleimhaut in die Lunge und von dort direkt in die Zellen. Also, was bewirken Spike-Proteine im Blut und die dort entstehenden Antikörper in den lokalen Atmungsorganen – gar nichts. Bei den Menschen die an COVID sterben geht die Lunge kaputt und das ist ein lokales Geschehen. Die jetzt verbreitete Vorstellung ist vergleichbar damit, als würde jemand an der Hintertür auf den Einbrecher warten, während der durch die Vordertür kommt.

        Leute wie Sie @Marc, die einfach zu wenig wissen oder sich unzureichend informieren über infektiologische Zusammenhänge, glauben an das Märchen von den wirksamen Impfstoffen zur Abwehr von Erkältungs- und Atemwegsviren. Wirksame Impfstoffe, und die gibt es, machen nur Sinn, wenn sie die Ausbreitung eines Agens, eines Bakteriums, Gift oder eines Virus im Blut verhindern. Dort geht dann der gespritzte Impfstoff auch hin. Das ist bei COVID aber gerade nicht der Fall. Eine ganz neue Studie (Dezember) aus China, hat nachgewiesen, dass sich nur die Spikes im Körper und in den Organen verbreiten, nicht das Virus. Diese aktivieren das sogenannte Komplimentsystem (ein anderer Arm unseres Immunsystems) dieses greift die Spikes an, was dann zu diesen Gefäßschädigungen führt, die immer wieder berichtet werden. Da es nicht zur Ausbreitung der Viren selbst kommt ist der Vorgang vorübergehend, was heißt, dass der Schaden reparabel ist, weil der Vorgang selbstlimitierend ist.

        Was wir jetzt sehen nach den „Impfungen“ ist, die Zerstörung der Zellwände in den Blutgefäßen, die zu lebensbedrohlichen Thrombosen führen, was dadurch kommt, dass die Spikes im Blut in die Blutbahn hineinragen und der „Müll“ der durch die Produktion der Proteinbiosynthese entsteht von den Killerzellen ganz normal abgeräumt wird. Das Drama allerdings ist, dass die Spikes die vorbeifließenden Blutplättchen aktivieren und die Killerzellen beginnen die Zellwände anzugreifen und zu beschädigen. Ähnlich wie bei einer Wunde, wo es dann auch zu Gerinnungsprozessen kommt. Insofern ist das Einbringen dieser mRNA ins Blut hochgefährlich. Das sagt man den Leuten natürlich nicht und unsere Politiker sind zu blöd, um das auch nur ansatzweise zu begreifen. Die schauen nur, wie sie aus der Nummer wieder rauskommen und glauben die „Impfung“ leistet das, wenn sie den Menschen den Wauwau einer wirkungsvollen Impfung erzählen. Also gehen die Leute massenweise zur „Impfung“. Nicht weil sie den Sinn und die Notwendigkeit begreifen, sondern wieder nach Mallorca, in die „DomRep“ oder halt zur Tante im bayerischen Wald fahren wollen. Diese Freiheit ist trügerisch, weil sie die Gefährlichkeit dieses Genexperiments total verkennt. Und warten wir ab, was passiert, wenn die Geimpften mit einem natürlichen Virus in Kontakt kommen und nicht nur herbeigetesteten Nukleinsäureschnipfsel.

        Gefährlicher in Form einer höheren Sterblichkeit wohl nicht, aber sie ist ansteckender und dadurch gefährlich

        Das behaupten Sie ohne jede Evidenz. Ob ein Virus sich überträgt, als andere ansteckt, ist für den Tatbestand einer Erkrankung und/oder Infektionssterblichkeit zunächst ohne Belang. Deshalb missbraucht unsere Regierung brutal den PCR-Test zur Generierung von Fallzahlen und den asymptomatisch „Kranken“ zur Aufrechterhaltung einer imaginären Bedrohung. Selbst der amerikanische Hardliner Fauci hat im Interview erklärt, dass eine Pandemie nie von asymptomatischen (gesunden) Trägern eines Virus vorangetrieben wird. Das negieren Sie beharrlich, warum eigentlich?

        Es gibt zahlreiche Studien und Meta-Studien, welche die Wirkungsweise eines Lockdowns belegen.

        Keine einzige dieser Studien (?!) ist valide.

        • Marc Schanz 20. Mai 2021, 15:05

          Nur ein paar Anmerkungen zur Impfung:

          Wem das neuartige Verfahren der mRNA Impfstoffe nicht behagt, darf auf Vektorimpfstoffe zurück greifen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Ansätze, der eine revolutionär, der andere herkömmlich.

          Ja, es gibt Impfrisiken. Aber: der Impfschutz ist wissenschaftlich belegt und höher als das Risiko. Individuell darf diese Risikoabwägung unterschiedlich ausfallen. Natürlich gibt es das Risiko der unbekannten Impfspätschäden. Zum Glück gibt es keinen Impfzwang und jeder darf sich informieren wo er will und sich entscheiden wie er will.

          Ich persönlich werde mich impfen lassen, wenn ich einen Termin bekomme.

          • popper 20. Mai 2021, 17:03

            Sie sollten sich wirklich umfangreicher informieren und auch dort nachsehen, wo Sie vermuten, das Gesagte sei abwegig. Natürlich soll jeder frei sein, sich zu entscheiden, wobei schon der forcierte indirekte Zwang durch die selektive Teilhabe am öffentlichen Leben den starken Anschein einer Nötigung bekommt. Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung soll aus persönlicher Einsicht in die medizinische Notwendigkeit erfolgen, nicht in der Vermeidung oder unter dem Kalkül sozialer und gesellschaftlicher Vor- oder Nachteile. Alles andere ist geheuchelte Willensbildung.

            Die Vektorimpfstoffe zur Bekämpfung von SARS-CoV-2 sind nicht herkömmlich, sondern unterscheiden sich gegenüber den mRNA-Impfstoffen nur in ihrer Trägersubstanz. Gehören aber beide zu den genetisch modifizierten Stoffen und sind insoweit Gentherapeutika. Denn die Erzeugung des viralen Proteins erfolgt auch bei Vektorviren erst im Körper, nachdem die Vironen des Vektorvirus in die Zelle eingedrungen sind.

            Aber auch hier bleibt es dabei, die Antikörper werden an der falschen Stelle, nämlich im Blut erzeugt, nicht im Nasenrachenraum und/oder der Lunge. Der Wirkmechanismus spielt sich im Blut ab, nicht in den Atungsorganen. Dafür dort mit erheblichen Schädigungen an den Zellwänden der Blutgefäße. Und der Impfschutz bei 83 Mio. Geimpften liegt bei weniger als 600.000. Da 141 geimpft werden müssen um einen zu schützen.

  • Rauschi 20. Mai 2021, 10:43

    Zu wenig Betten, Überlastung?
    [Die Analyse der Leistungsdaten aller deutschen Krankenhäuser zeigt, dass trotz der Aufforderung der Bundesregierung im Frühjahr 2020, planbare Leistungen zu verschieben, die stationäre Versorgung in Deutschland im ersten Pandemiejahr 2020 flächendeckend gewährleistet werden konnte. Nach einem Rückgang der Krankenhausfälle im Frühjahr um ca. 30 Prozent, wurden auf Jahressicht im Bereich der allgemeinen Krankenhäuser 13 Prozent und im Bereich der psychiatrischen Kliniken 11 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr versorgt. Im Jahresdurchschnitt waren vier Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patientinnen und -Patienten belegt.

    Im Jahr 2020 hat der Bund 10,2 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, um ausreichende Kapazitäten für die Versorgung von Corona-Patientinnen und -Patienten zu gewährleisten. Damit wurden gemäß Gutachten für die Krankenhäuser Erlösverluste vermieden. Darüber hinaus zeigt die Analyse deutlich, dass die durch den Beirat im Frühsommer empfohlene Anpassung, die Freihaltepauschale nach der Krankheitsschwere und der Verweildauer der Patientinnen und Patienten und damit orientiert an den durchschnittlichen DRG-Erlösen pro Behandlungstag zu differenzieren, die Zielgenauigkeit der Maßnahme verbessert hat.

    Das Wirkprinzip weg von der pauschalen hin zur differenzierten Unterstützung von Krankenhäusern ist auch Grundlage für die angepassten Ausgleichszahlungen, die mit Beginn der zweiten Welle eingeführt wurden. Dabei stehen Krankenhäuser, die in besonderem Maße für die Sicherstellung der intensivmedizinischen Versorgung der Bevölkerung und der Behandlung von COVID-19 geeignet sind, im Mittelpunkt der Unterstützung. Die aktuelle Rechtslage sieht vor, dass die Ausgleichszahlungen Ende kommenden Monats auslaufen. Der Beirat hält es für notwendig, dass die Ausgleichszahlungen über den 31. Mai 2021 hinaus verlängert werden.]
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/2-quartal/corona-gutachten-beirat-bmg.html
    Das meint der Expertenrat des Gesundheitsministeriums

  • cimourdain 22. Mai 2021, 09:31

    Ein schönes Beispiel, wie sich in Sachen Corona die ideologischen Scheuklappen breitgemacht haben. Da geht es in einem Thesenpapier um mögliche Fehlanreize , die zu Übertherapie bei Corona führen und du siehst gleich ‚Coronaleugner‘ am Werk. Um das zu bekräftigen verwendest du die ersten vier ABsätze auf ein entsprechendes Priming : von der Wortwahl ‚raunen‘, wenn da nur drei Sätze mit Sachzahlen stehen über die freie Textinterpretation „Patienten ohne Not in der Intensivstation“ = „kein dritte Welle“ bis hin zur vollen Strohmann-Verschwörungstheorie im vierten Absatz.
    Der Inhalt deiner Argumente ist richtig aber ziemlich Randständig:
    1. Der Grund, Kinderplätze aus den Zahlen herauszunehmen, mag gegeben sein, aber ich habe genügend Erfahrun mit amtlicher Zahlenmanipulation (Arbeitslosenzahlen) , um zu wissen, dass es immer interessengeleitet ist, wenn Kriterien genau dann geändert werden, wenn eine Zahl in die politische Diskussion gerät. Und dann auch noch dieses Kriterium rückwirkend anzuwenden (anstatt einfach die Kinderplätze gesondert auszuweisen) grenzt an Fälschung.
    2. Die fehlerhafte Vereinfachung, die Dauer von Krankenhausaufenthalten zu pauschalisieren wurde berechtigterweise korrigiert.
    2a) Eine (sehr geringfügige) Kritik habe ich an deinem Umgang mit der Standardabweischung
    „Die erste Auffälligkeit ist, dass die Standardabweichungen […] sehr unterschiedlich sind. Zu erwarten wäre eine ähnliche Größenordnung, da es sich um eng verknüpfte Kriterien handelt.“
    Wird eine Zufallsgröße mit einem konstanter Faktor multipliziert (Was eine super-enge Verknüpfung wäre) , so ändert sich die Standardabweichung proportional zum Faktor (und damit auch zum Mittelwert.
    3) Deine weiteren Ausführungen zur dritten Welle gehen am Thema vorbei, aber das habe ich ja schon eingangs geschrieben.

    Und prompt geht es hier im Forum entlang der üblichen Diskussionslinien um die dritte Welle, anstatt die Fragen zum Gesundheitssystem, die das Thesenpapier (z.T. indirekt) stellt, zu diskutieren:
    a) Gibt es in Deutschland eine systematische Überbehandlung – was zur hohen Auslastung der Intensivmedizin führt? Das System der Fallpauschalen kann da durchaus Fehlanreize verursachen.
    b) Gab es im medizinischen Bereich coronabedingte Fehlinvestitionen, wie die Anschaffung einer Reservekapazität an Intensivbetten für eien halbe Milliarde, wenn kein Personal dafür mobilisiert werden kann.
    c) Warum wurden seit Beginn der Pandemie Behandlungskapazitäten abgebaut, während die gesamte Gesellschaft einen gigantischen Preis bezahlen musste, um sicherzugehen, dass die Krankenhäuser nicht überlastet werden?

    Am klarsten zeigt das Problem der allererste Kommentar von Stefan Sasse:
    „Aber außer der Welt und der Querdenkerblase hat das zum Glück eh niemand Ernst genommen.“ der zeigt, wie viel wichtiger es inzwischen ist, sich von den anders denkenden abzugrenzen, als irgendwelche Erkenntnisse ‚von der falschen Seite‘ zuzulassen.

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