In Eigener Sache – Vermischtes und US-Präsidenten

Ich hätte gerne einen Input von euch als Leser.

  1. Soll ich das Vermischte stärker thematisch gliedern? Ich dachte an so was wie Deutschland und Ausland. Hätte den Vorteil größerer Kohäsion, aber den Nachteil dass die einzelnen Segmente längere Publikationszeiträume haben und manche Sachen irrelevant werden. Zudem liest man dann halt ein Vermischtes zu monothematischen Themen, was irgendwie der Idee zuwiderläuft.
  2. Ich trage mich mit dem Gedanken einer Kanzlerranking-kompatiblen Serie zu den US-Präsidenten und bin unsicher, wie ich die strukturieren soll.

a) Erste Frage wäre das Bewertungskriterium. Meine beiden Ansätze sind aktuell wie im Kanzlerranking nach Bedeutung zu schauen, was den Vorteil hat parteipolitisch neutral zu sein. Oder aber für jeden Präsidenten ein „The Good, the Bad and the Ugly“ zu machen, was zwar glaube ich spannender, aber durch meine Meinung gefärbter wäre.

b) Klares Ranking wie bei den Kanzlern oder Tiers? Also so fünf Untergruppen von katastrophal bis exzellent oder so was?

c) Alle Präsidenten oder nur die ab Truman? Die Frage ist daher, weil die Natur der Präsidentschaft sich so krass geändert hat mit der Zeit, dass Vergleiche eigentlich nur für diesen Zeitraum Sinn machen.

Danke für eure Rückmeldungen!

{ 40 comments… add one }
  • lukas 17. Mai 2020, 19:06

    ich würde mit Roosevelt und dem NewDeal beginnen und tier ranking

  • Ralf 17. Mai 2020, 19:12

    zu 1)

    Nein, ich würde das Vermischte nicht stärker thematisch gliedern. Ich mag das bunte Sammelsurium. Dadurch ist immer etwas Interessantes für mich dabei. Und gerade beim Vermischten ist auch die Aktualität oft sehr wichtig.

    zu 2a)

    Ich wäre für ein grobes Ranking. Wie subjektiv das ist, hast Du ja schon beim Kanzlerranking gesehen, wo jeder Leser eine andere Reihenfolge im Kopf hatte. Aber zumindest ungefähr gingen die meisten Einschätzungen in eine ähnliche Richtung. Und gerade bei unbekannteren Präsidenten ist ein bisschen Einordnung sicher hilfreich …

    zu 2b)

    Ich denke Tiers machen mehr Sinn, weil – wie gesagt – auch beim Kanzlerranking schon kein wirklich „objektives“ Ranking erstellt werden konnte, dem jeder (oder die meisten) zugestimmt hätten.

    zu 2c)

    Also wenn Du alle Präsidenten machst, dann wäre das zwar sehr cool, aber dann würde ich mir genauso wie bei George R. R. Martin Sorgen machen, dass Du möglicherweise an Altersschwäche stirbst, bevor Du beim letzten Artikel angekommen bist und dass ich dann alles umsonst gelesen habe, weil ich nicht weiß, wie die Geschichte ausgeht …

    Aber ich würde mindestens alle Präsidenten beginnend vom 20. Jahrhundert nehmen. Von denen davor könnte man sich optional einige wichtige Figuren raussuchen. Ich persönlich könnte aber auch ohne eine detaillierte Beschreibung der Präsidentschaft von William Henry Harrison leben …

  • Ariane 17. Mai 2020, 19:28

    1) Also gerade jetzt mit der Corona-Krise würde ich das Sammelsurium besser finden, ich mag das sehr gerne. Vor der US-Wahl oder wenn irgendwas bedeutendes in einem Land passiert, könnte man das ja immer noch unterteilen.

    2) Lieber spannender als objektiv, wir sind hier ja schließlich im Internet^^
    Generell so, wie es für dich am besten ist, richtig objektiv wird es eh nicht. Und dann könnte man vielleicht etwas chronologischer ordnen, vor 1930 und danach, der Zeitraum ist ja so lang^^

    Und ohne Lincoln geht es nicht! Und ohne Wilson eigentlich auch nicht. Da würde ich protestieren, alle braucht man ja nicht, aber so ähnlich wie im Ranking würde ich die, die große Bedeutung erlangt haben, schon mit reinnehmen.

  • derwaechter 17. Mai 2020, 19:39

    Vermischtes ist sehr gut so wie es ist!

    Mach doch eine Top Ten oder Top Twenty nach ähnlichen Gesichtspunkten wie bei den Kanzlern.
    Den 39. wichtigsten Präsidenten fände ich glaube ich nicht so spannend.
    Eventuell einfach einen Artikel zum Rest, also 11(oder 21)-45. Überschrift habe ich schon“: „Ferner liefen…“

  • joha 17. Mai 2020, 20:09

    1) Würde ich so lassen.
    2) Vielleicht sowas wie Top-5, Bottom-5, jeweils ein Paar pro Artikel Den Rest irgendwie in einer Kategorie abbilden (eine bekannte Errungenschaft diskutieren o.ä.)

  • Stefan Pietsch 17. Mai 2020, 20:34

    Deine Serie „Vermischtes“ ist gut so wie sie ist. Wobei ich immer noch zwiegespalten bin, sie gut zu finden oder schlecht. 🙂

    Ich weiß nicht, ob ein so umfangreicher Vergleich viel bringt. Wer war eigentlich der erste? Wann? Dazwischen sind doch ein paar gestorben. Schon den Vergleich von Roosevelt mit Reagan fände ich schwierig. Und wird es Rabatt geben, erschossen und angeschossen worden zu sein?

    Nach Abwägung würde ich mit Truman anfangen. Roosevelt hatte gleich zwei Vorteile, einen am Ende erfolgreichen Weltkrieg und praktisch die doppelte Amtszeit, die einem Präsidenten normalerweise zustehen. Das verzerrt enorm.

    • Stefan Sasse 17. Mai 2020, 20:59

      Hehe. Verständlich.

      Genau deswegen würde ich auch mit Truman anfangen.

      • Ralf 17. Mai 2020, 21:17

        Also FDR würde ich auf jeden Fall mindestens mit rein nehmen. Der hat das moderne Amerika einfach unglaublich geprägt. Eine Serie über die bedeutendsten Präsidenten zu machen und Roosevelt auszulassen, wäre eine riesige verpasste Chance. Und ich sehe die angesprochene „Verzerrung“ eher als Feature denn als Bug. Jemand der viermal gewählt wird, ist wohl am Ende auch bedeutender als jemand, der es nur einmal ins Weiße Haus geschafft hat. Das war bei den Kanzlern übrigens genauso. Da haben Kohl und Merkel und Adenauer auch den Vorteil von vier Amtszeiten, während ein Kiesinger bereits nach einer Legislaturperiode fertig war. Folglich ist Kiesinger sehr wahrscheinlich wohl auch weniger bedeutend. Und das Ranking soll ja nach Bedeutung erfolgen …

  • Stefan R. 17. Mai 2020, 20:52

    Schöne Idee, das mit den US-Präsidenten. Ich bessere hier immer wieder gern meine Defizite in US-Politik und -Geschichte auf. Nur waren der Präsidenten, im Gegensatz zu Bundeskanzlern, recht viele. Wie wäre es, nicht einfach nur ein Ranking vorzunehmen, sondern das vielleicht unter einem bestimmten Aspekt zu tun. etwa: Die 5 US-Präsidenten, die am falschesten eingeschätzt wurden oder etwas in der Art.

  • Kning4711 17. Mai 2020, 21:05

    Zu 1
    Mir gefällt gerade die Vielfalt – lass es so wie es ist.

    Zu 2
    Good, Bad and ugly fände ich spannenender, schließlich lese ich ja einen Blog und kein Geschichtsbuch, daher fände ich Deine persönliche Sicht besser.
    Die Sicht ab Truman, fände ich ausreichend. Dann hätten wir 13 – obwohl lohnt sich überhaupt ein Artikel zu Trump?

  • CitizenK 17. Mai 2020, 21:14

    Vermischt lassen.
    Ab Truman wg. Außenpolitik.
    Könnten die Kommentare direkt unter Deinen beim Artikel stehen? Das mit den Nummern ist doch sehr mühselig. Was war noch mal 2)?

    • Stefan Sasse 17. Mai 2020, 21:39

      Wie meinen?

      • CitizenK 17. Mai 2020, 22:46

        z. B. „zu 2) Stimme zu“ – muss ich hochscrollen um zu sehen, worauf sich das bezieht.
        Mein Wunsch: Die Kommentare direkt unter dem jeweiligen Text/Artikel/ bzw. unter Deinem Kommentar platzieren.

        • Stefan Sasse 17. Mai 2020, 22:55

          Ich weiß nicht was du meinst fürchte ich.

          • Ariane 18. Mai 2020, 07:25

            Ich weiß es zwar auch nicht genau, aber ich glaube, er meint, dass nur eine Nummer zuwenig ist. Jedenfalls geht es mir manchmal so. Eine Themen-Überschrift wäre besser, damit man gleich weiß, worauf sich der Kommentar bezieht.

            • Stefan Sasse 18. Mai 2020, 07:42

              Ach so, für die eigentlichen Kommentartexte?

              • Ariane 18. Mai 2020, 07:44

                Ja, ich mach es meistens so, dass ich einen Satz von dir zitiere, damit man weiß, worauf ich kommentiere. Das wäre vielleicht einfacher, wenn du eine Überschrift setzt 🙂

                • CitizenK 18. Mai 2020, 18:40

                  Ja, das hab ich gemeint. Danke.

  • Floor Acita 17. Mai 2020, 22:15

    Danke erst nochmal für diese spannenden Artikel / -serien!

    Beim Vermischten schliesse ich mich der Mehrheitsmeinung an, so vermischt lassen…

    Ich fände statt Ranking tatsächlich tears interessant, denke aber auch FDR sollte eigentlich nicht fehlen…

    Ach ja, und nach Bedeutung fand ich eigentlich sehr gut, das good, bad, ugly hattest Du ja dann trotzdem mit drin/erwähnt… Bei tears ist das dann am Ende vielleicht sogar einfacher?

  • Dennis 17. Mai 2020, 23:57

    Das Vermischte find ich genial. Vielleicht nicht so viele Dinger in einem Beitrag, aber ansonsten unbedingt so lassen.

    Bei den US-Präsidenten würd ich die Ränkerei ganz weglassen, einfach eine zwanglose Auswahl mit denjenigen, die dich – aus welchem Grund auch immer – am meisten interessieren und/oder über die du am besten Bescheid weißt. Und eigentlich finde ich den „Mut zum subjektiven Urteil“ besser als krampfhaft so zu tun, als hätte man keine Meinung.

    „Alle Präsidenten oder nur die ab Truman ?“

    Alle wären selbst für extremistische Politjunkies evtl. etwas ermüdend. Die neueren haben den Vorteil, dass Otto Normalinteressierter, also z.B. ich, einigermaßen mitreden kann^ (bis FDR kann ich se rückwärts mit Mühe noch aufsagen, danach wird’s ohne Googeln schwierig), aber grad bei den „exotischen“ aus dem 19. oder frühen 20., die keiner kennt, wäre evtl. der eine oder andere, falls auf deinem Radarschirm, interessant.

    • Stefan Sasse 18. Mai 2020, 06:37

      Hm, vielleicht macht es auch Sinn, das Ranking bis FDR zu machen und vom Rest Schlaglichter oder so?

      • Dennis 18. Mai 2020, 12:34

        Ja, es gibt natürlich viele Möglichkeiten, was das „sortieren“ angeht.

        Bei FDR zu trennen macht natürlich in gewisser Weise Sinn, denn er markiert halt den Scheitelpunkt zwischen „zeitgenössischer Geschichte“ und den „echt historischen“ davor und ist selbst natürlich kein business-as-usual-Fall. Vor FDR fängt bei mir die Ahnungslosigkeit an; aber da ist ja Abhilfe möglich 🙂

        Aber wie auch immer: Interessant wäre IMHO eigentlich, was du selbst dann bei den einzelnen Personen für wichtig und bedeutsam hältst und warum – neben den rein lexikalischen Sachen . Gerne auch „gut“ und „schlecht“ und/oder was dazwischen, damit man in den comments was zum Meckern hat^^. Diesbezüglich sind die zeitgenössisch-geschichtlichen natürlich wiederum ergiebiger, die Alten wiederum sind „bildungspolitisch“ zu bevorzugen, jedenfalls für mich.

        Insgesamt finde ich das Projekt gut und bin schon sehr gespannt.

  • cimourdain 18. Mai 2020, 00:06

    1. Von der Struktur würde ich das Vermischte lassen, wie es ist. Was mich in letzter inhaltlich etwas gestört hat, ist eine Häufung von Einzeltweets als Quelltexten. Aus so einem verkürzten Zitat kommt meiner Meinung nach nicht viel an interessanten Gedanken sondern nur ‚he said-she said‘ Diskussionen.
    2. Ich würde mit Bewertungssternen arbeiten. Dann könntest du auch eine A-Note(Bedeutung) und eine B-Note(Sympathie) machen. Alle Präsidenten wäre interessanter, aber es sind halt 45 Stück, was für eine Artikelserie zu lang wäre – außer du fasst sie zusammen, z.B. ein Artikel über die Reconstruction-Präsidenten.

    • Stefan Sasse 18. Mai 2020, 06:38

      Ich hab halt festgestellt, dass ich solche Sachen auch aus Nachrichtenartikeln zitieren kann, aber Tweets meistens besser sind dafür. Daher nutz ich die gelegentlich, wenn ich das kommentieren will.

      Danke!

      • Ariane 18. Mai 2020, 07:24

        Ich finde das mit den Tweets nicht schlecht, deine Kommentare interessieren mich eh meistens mehr als die Artikelhinweise und Tweets sind oft sowas wie „Beweise“ für eine Entwicklung auf die man hinweisen will. Jedenfalls nutzt du sie so.

  • Kirkd 18. Mai 2020, 11:20

    Vermischtes gliedern: ja

    US-Präsidenten: alle, incl Rutherford B Hayes; in tiers macht Sinn

    • Stefan Sasse 18. Mai 2020, 13:33

      Warum würde ich Hayes rauslassen? Für das Ende der Reconstruction ist der ja super bedeutsam.

      • Kirkd 19. Mai 2020, 11:04

        War nur ein beliebiger pick für Präsidenten des 19. Jahrhunderts die in Deutschland keiner kennt 😉

  • destello 18. Mai 2020, 17:42

    1) Vermischtes so lassen; ich lese die richtig gerne, auch gerade wegen Deiner Einschätzungen
    2) Ich fände schon auch die Präsidenten des 19. (und 18.) Jahrhunderts interessant, gerade weil man die nicht mehr so gut kennt. Aber natürlich nicht alle 50. Vielleicht die „wichtigsten“ 10 oder 20 (bzw. soviele wie Du schaffst)

  • Erwin Gabriel 18. Mai 2020, 18:11

    Hallo Stefan,

    mir würde es von meiner Interessen- und Kenntnislage besser gefallen, wenn Vermischtes beispielsweise in Deutschland+EU / USA+International getrennt wird.

    Zu den US-Präsidenten: Hauptsache unterhaltend und lehrreich!
    Wenn ich es mir wünschen dürfte, wäre es toll, wenn Du ALLE kurz mit Stärken und Schwächen vorstellst, gerne auch mehrere zusammen, so dass man vielleicht eine Etwicklung nachvollziehen kann. Für die „richtige“ bzw. dann ausfürhlichere Bewertung macht es aber meiner Meinung nach keinen Sinn, bis vor die Wirtschaftskrise zurückzugehen.

    Hauptsache, dass Angela Merkel diesmal hinter Helmut Schmidt landet („Ceterum censeo …“). 🙂

    Ich freue mich drauf.

  • lukas 18. Mai 2020, 20:05

    die auswahl der präsidenten (amtsdauer, todesart, innen-/außen-/geldpolitische meriten, …) und das damit verbundene ranking wird so der so immer subjektive aspekte in sich tragen, weil Auswahlkriterien auch Ausschlusskriterien sind. die frage ist, was soll diese schau leisten? informativ-unterhaltsame allgemeine lektüre? verständnishilfe für das was in den USA gerade politisch passiert? Wie alles begann …
    ich wählte Roosevelt u.a. aus folgenden grund: wir leben in konstellationen, die sehr stark durch WWII und die auswirkungen der außenpolitik der USA geprägt wurden und sind („Goldverbot“ unter Roosevelt, Nixon-Schock unter Nixon 😉 ), um nur einige zu nennen.

  • Stefan Sasse 19. Mai 2020, 11:36

    Ich habe übrigens schon mal eine Serie über die US-Präsidenten geschrieben, quasi den kürzestmöglichen Überblick. Dafür mit den Animaniacs.
    http://geschichts-blog.blogspot.com/2010/09/die-amerikanischen-prasidentenmit-den.html

    • cimourdain 19. Mai 2020, 18:47

      Was für ein Spass. Das macht es doch viel einfacher. Dann musst du nur drei launige Verse für die letzten Präsidenten finden. Sowas wie:

      In middle east George Bush did fight
      Barack OBama was not white
      And Donald Trump was not so briiiight
      Now it’s time for us to say good night

      und kannst dich dann doch den englischen Königen widmen

      https://www.youtube.com/watch?v=vC6okzIKQvg

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