Flüchtlingskrise und Kölner Hauptbahnhof – Blick über den Tellerrand (Podcast)

Die Geschehnisse rund um den Kölner Hauptbahnhof sind in den letzten Tagen auch in den Medien außerhalb Deutschlands ausführlich berichtet worden. Die Entscheidung, über eine Million Flüchtlinge aufzunehmen und keine Obergrenze für eine weitere Aufnahme zu setzen, ist – auch wenn man manchmal den gegenteiligen Eindruck bekommen könnte – keine, die sich in einer rein deutschen Nabelschau betrachten ließe, denn sie betrifft direkt auch die anderen Länder der EU und indirekt alle Länder, die aktiv am Weltgeschehen beteiligt sind. Es ist daher interessant, auch Perspektiven aus dem Ausland zu betrachten.

Ich habe mich zu diesem Zweck mit Marcus Roberts zusammengesetzt und eine kurze Diskussion über das Thema geführt. Marcus ist Director of International Projects für das Umfrageinstitut YouGov. Vorher hat er für verschiedene liberale/progressive Parteien und Thinktanks in Großbritannien, Europa und den USA gearbeitet. Für die heutige Diskussion interessant ist auch sein paper zum Verhältnis von Labour und UKIP. Er tweetet unter @marcusaroberts. Das Gespräch, das wir über Skype aufgenommen haben ist etwa 35 Minuten lang und vielleicht für den einen anderen interessant. Der Mitschnitt kann unter dem unteren Downloadlink heruntergeladen werden.

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{ 28 comments… add one }

  • QuestionMark 7. Januar 2016, 20:41

    Hab mir den Podcast komplett angehört.

    Um es kurz zu machen: verzichtbar. Seichtes Gerede im Gutmenschenstil.

    Motto: „Wir sind die progressiven Guten (und wollen mehr Einwanderer und mehr Integration) und die Rechten (AfD wurde genannt) sind die Bösen.“
    Ach ja, man hat dann noch (allen Ernstes) die Neigung der Normalos zur Komplexitätsreduktion kritisiert. Immerhin war das dann mal ein Lacher. 🙂

    Das Positive an der mp3-Datei: Der Dialog ist gut artikuliert gesprochen (von beiden Seiten). Inhaltlich bewegen sich die Gesprächspartner auf einem so niedrigen Niveau, dass trotz der Englischsprachigkeit eigentlich jeder der Unterhaltung gut folgen können sollte.

    • Marc 7. Januar 2016, 21:45

      Armer, armer ? Einfach auf Pietschs neuen Katzenroman warten. Der kommt bestimmt.

    • Stefan Sasse 8. Januar 2016, 12:55

      Warum habe ich nur das Gefühl, dass wenn wir beide der Meinung gewesen wären, dass Merkel eine Gutmenschin ohne Ahnung und Deutschland auf dem Weg in den Untergang ist, du kein Problem mit dem „Niveau“ gehabt hättest? Aber danke für das Lob zur Produktionsqualität.

      • QuestionMark 8. Januar 2016, 15:24

        @Stefan Sasse
        Genau das ist eben das naive Niveau. Nach x-Jahren Merkelmurks sollte doch nun bekannt sein: Die Merkel-Politik besteht im Kern aus Opportunismus und instrumentalisiert politische Inhalte lediglich. So ist es auch beim Thema „illegale Migration“ geschehen.
        Wenn man in diesem Land lebt und sich für einen linksliberalen Intellektuellen hält (was du ja anscheinend tust), dann sollte einem das eigentlich aufgefallen sein. Dein Gesprächspartner hatte übrigens danach gefragt. Du hast ihm hier leider nicht weiterhelfen können.

        Noch mal zum Niveau: Dein Gesprächspartner hatte ja durchaus eine sehr gute Zusammenfassung zum Thema „soziale Situation in Europa“ in Folge von „Globalisierung“ angeboten. Gleich zu Beginn. Eigentlich eine Steilvorlage.
        Du hast dann leider (wieder mal) die Modethemen aufgegriffen. Mode ist aber … vergänglich und belanglos.
        Aber zum Positiven: Ich fand das Gespräch vom Ablauf her (neben dem was oben bereits erwähnt wurde) sehr angenehm und unterhaltsam. Wenn du jetzt noch etwas an den Inhalten arbeitest, dann würde das deinem politischen Gespür sehr helfen. Aktuell gehst du zu sehr ins Quantitative. Die Qualität leidet darunter. Dein Co-Autor Pietsch bemüht sich dagegen sehr um die Inhalte (mit allen problematischen Verwicklungen die das so mit sich bringt). Vielleicht solltet ihr mal zusammen einen Artikel recherchieren und dann schreiben. Das Gespür für Themen habt ihr beide auf jeden Fall.
        Die Kritik von mir wirkt sicherlich immer etwas grob und brutal. Das ergibt sich aber hauptsächlich durch den Willen ehrlich eine Meinung kundtun zu wollen. Eure Arbeiten werden selbstverständlich respektiert.

        Ich bin schon froh, wenn sich in diesem Land überhaupt noch irgendjemand für Politik interessiert.

        • Stefan Sasse 8. Januar 2016, 22:54

          Ich glaube ich habe in der Vergangenheit oft genug beschrieben, wie Merkel operiert. Das ist ja inzwischen wirklich bis zum Erbrechen in Deutschland diskutiert worden. Ich denke allerdings auch, dass niemand wirklich weiß, was Merkels Motive sind. Ich möchte auch daran erinnern, dass immer noch keiner weiß, was Schröders waren. Oder Kohls. Das bleibt alles Interpretationssache, besonders bei Merkel, die nicht mal eine Propagandaversion ihrer Motive nennt, wie es ihre Vorgänger stets taten.

          Wir haben die soziale Problematik ja beide angesprochen. Da wir uns aber in der Problembeschreibung einig waren sah ich wenig Sinn, das weiter breitzutreten. Ich kann da aber in Zukunft gerne näher drauf eingehen. Und was meinst du mit Modethemen?

          Und noch einmal danke zum Lob.

          • QuestionMark 9. Januar 2016, 01:26

            zu Merkels Motiven: Natürlich hatte man sie dazu in der Vergangenheit relativ häufig befragt. Und gerade in der Anfangszeit hatte sie sich bei solchen Fragen noch nicht in ihre „Maske“ begeben können. Da hättest du damals sehr schnell fündig werden können. Sie hatte damals ganz offen die Interviewer ausgelacht, die nach politischen Langfristzielen („Visionen“) gefragt haben.
            Tenor (teils auch direkt so formuliert): Sie hat mit dem Tagesgeschehen genug zu tun. Es gibt keine langfristigen politischen Ziele (natürlich außer ihrem persönlichen, das sie nicht dargelegt hat). In die Presse kamen diese Aussagen immer wieder mit diversen Formulierungen durch; Beispiel: „Merkel fährt auf Sicht.“
            Sprich: Die Frau ist bereits mit dem Tagesgeschäft überfordert. Was tatsächlich nicht unbedingt verwundern muß. Daraus resultiert auch der Opportunismus. Es wird gemacht, was ihrer Person nutzt. Der Rest steht hinten an beziehungsweise ist Mittel zum Zweck. Damit verkehrt sie aber (typisch Narzisst) ihre Rolle als Regierungschef. Die ist in der Demokratie nämlich eine dienende und repräsentierende.
            Entsprechend auch Merkels-Sprüche (Thema: Narzissmus): „….dann ist das nicht mehr mein Land.“ (Das ist es sowieso nicht, sie soll ja dem Land dienen und nicht das Land ihr; zumindest ist das im demokratischen Verständnis so, welches sie freilich überhaupt nicht hat). Die Person Merkel ist eine Gefahr für Demokratie und Rechtstaat.

            • Stefan Sasse 9. Januar 2016, 11:05

              Ich weiß nicht ob ich dem so zustimmen würde. Zumindest politisch ist sie sehr kompetent, sonst wäre sie nicht seit zehn Jahren Kanzler. „Überfordert“ ist sie sicher nicht. Inspirationslos, vielleicht.

              • QuestionMark 9. Januar 2016, 12:39

                Ich nehm mal Bezug auf dein Gespräch im Podcast (und beantworte damit auch einen deiner Kommentare weiter unten). Dort behauptest du noch „Es gäbe keine Alternative zu Merkel“. Damit widersprichst du dir selbst. Übrigens ist genau diese angebliche Alternativlosigkeit ja ständig Gegenstand der merkeltreuen Propaganda. Dieses als Propaganda auch zu erkennen – eben das – trennt die Spreu vom Weizen. Denn: Es gibt IMMER Alternativen. Immer.

                zur Kompetenz: Die ist einfach nicht vorhanden. Auf keinem Gebiet. Nicht mal auf dem, wo sie diese eigentlich haben müsste. Nämlich der Physik. Auch da hat sie (siehe Atomtechnologie) frontal in die Scheiße gegriffen. Nur um dann später in einer hysterischen Aktion den rechtswidrigen „Ausstieg aus dem Ausstieg des Atomkraftausstiegs“ (kann sein das eine Indirektionsebene fehlt) zu verkünden. Typischer Merkelmurks. Alles was diese Frau angeht endet in einem Desaster. Lediglich die Propaganda wäscht heutzutage hier in Deutschland das ganze dann weißer als Weiß.

                Und damit sind wir beim entscheidenden Machtfaktor: Der Propagandabetrieb sorgt dafür das Merkel auf den Thron bleibt.

                Merkel ist damit die Marionette von Springers und Berthelsmanns Gnaden.
                Wer das Phänomen Merkel verstehen will, der muß die Macht der Mainstreammedien verstehen. Und er muß begreifen, dass diese Medien sich in der Hand von einigen Wenigen befinden.

                • Stefan Sasse 9. Januar 2016, 15:21

                  Es gibt keine Alternative zu Merkel, die gerade absehbar wäre. Wenn die CDU sie stürzen will, kann sie das natürlich, aber es ging mehr um die Alternativlosigkeit einer CDU-geführten Regierung und die Unmöglichkeit der SPD, selbst eine anzuführen.

                  • QuestionMark 9. Januar 2016, 16:13

                    Das man keine Alternativen sehen will, liegt doch an der Borniertheit der Betrachter. Diese Borniertheit, dieser Mythos, wurde doch auch gerade von den etablierten Massenmedien initiiert.
                    Eine untätige Kanzlerin kann man selbstverständlich leicht ersetzen. Man verliert ja nichts.
                    Die Deutschen scheuen dieses Risiko jedoch. Man hat Angst dass der Nachfolger noch mehr Schaden anrichtet als der derzeitige Amtsinhaber. Die Deutschen wissen um die Unfähigkeit ihres Führungspersonals. Angst ist allerdings hier kein guter Ratgeber. Wo man doch weiß, dass man es bei Murksel mit einer Totalversagerin zu tun hat.
                    Nebenbei: Du hattest in deinem Interview auch darauf hingewiesen, dass Merkel alle Konkurrenten „gekillt“ hätte. Sie ist das nicht gewesen. Die etablierten Massenmedien haben das gemacht. Siehe dazu auch: Hetzjagd auf Wulff. Da war bereits ein Bobby-Car eine Schlagzeile wert.
                    Und jetzt vergleich das mal mit der aktuellen Berichterstattung über die illegalen Migranten.
                    Da stimmt was nicht im Staate Deutschland.

                    • Stefan Sasse 9. Januar 2016, 20:08

                      Als Wulff BuPrä war hatte sie ihn als Konkurrenz doch schon. Deswegen wurde er das ja überhaupt. Und vorher – Oettigner, Koch, …

                    • QuestionMark 10. Januar 2016, 00:04

                      Die Damen und Herren (Oettinger, Wulff etc.) wurden alle über die Medien fertiggemacht. Und zwar in der Regel wegen Nichtigkeiten. Das fällt gerade in Relation zum Merkelschen Versagen in der Europa-Politik, in der Energiepolitik und in der Zuwanderungspolitik auf. Alles Katastrophen im Vgl zu den angeblichen „Verfehlungen“ eines Wulff beispielsweise.
                      => Die Pressefreiheit muß hergestellt werden. Die Presse kann nicht Propagandaorgan von Merkel sein.

                    • Stefan Sasse 10. Januar 2016, 11:24

                      Aber die Presse ist doch nicht unter Kontrolle von Merkel?!

                    • QuestionMark 10. Januar 2016, 12:13

                      „Aber die Presse ist doch nicht unter Kontrolle von Merkel?!“

                      Tja, manchmal kann man den Eindruck schon bekommen. Ich habe eher den Eindruck, das wir es mit einer sehr gefährlichen Verfilzung von Politik und Medien zu tun haben. Kurz gesagt: Ich halte die Mainstream-Medien für hochgradig korrupt. Ich bin mir relativ sicher, das sehr viel Geld in „Auftragsarbeiten“ (resp. Propagandaartikel) fließt. Auch aus Steuergeldern. Siehe dazu auch den Fall Guttenberg-Bild. Da konnte diese Variante der Korruption ja nachgewiesen werden. Guttenberg hatte aus Steuermitteln eine Werbekampagne (die u.a. schwerpunktmäßig in der BILD platziert worden ist) lanciert. Im Gegenzug hat er positive Presse (bis zuletzt) bezüglich seines erschlichenen Doktortitels erhalten.

                      Die journalistische Meute ist wohl gekauft, zumindest das Führungspersonal in den großen Medienhäusern. Ein Teil scheint auch über die Hierarchie zu gehen (Motto: Wir schreiben was unser Vorgesetzter lesen will; vorauseilender Gehorsam oder auch expliziter Druck von oben)
                      Man muß auch noch berücksichtigen: Es gibt die Connection Liz Mohn, Friede Springer, Merkel. Ich denke, das dabei die Wirtschaft die Fäden in der Hand hat.

          • QuestionMark 9. Januar 2016, 01:31

            Das Lob war übrigens kein vergiftetes. Man hat das im Kontext des obigen Kommentars natürlich so interpretieren können. Sowohl Lob als auch Kritik sind schon ernst gemeint. Aufgrund der Kürze der Beiträge kommt das leider immer etwas zu grob rüber.
            Wenn man aber weitschweifiger wird (und das ist schnell passiert), dann hat man sehr schnell auch die sehr langen Kommentare fabriziert, mit denen sich bekanntlich niemand beschäftigt.

            • Stefan Sasse 9. Januar 2016, 11:06

              Hab ich auch nicht so aufgefasst. Und hier beschäftigt sich jeder mit langen Beiträgen, meiner Erfahrung nach.

          • QuestionMark 9. Januar 2016, 02:02

            zu den Modethemen: Zusammenfassend waren damit die Themen gemeint, die gerade in der Presse (als Propaganda) gehypt werden. Dazu gehört beispielsweise der angebliche Humanismus von Merkel. Der ist natürlich Schwachsinn, da für Merkel die Menschen überhaupt nicht zählen (s. Griechenland).
            Oder das Propagandathema: „Merkel ist die schönste und tollste Frau der Welt“. Oder: „Kein Weg führt an Merkel vorbei.“
            Dabei ist Merkel absolut verzichtbar. Sie arbeitet ja überhaupt kein Problem ab. Sie schafft nur neue. Damit ist Merkel (nach wie vor) eine Nullnummer im Amt. Sie kann quasi durch jeden Kompromisskandidaten ersetzt werden. Das wirst du spätestens bei ihrer Ablösung merken. Eigentlich kein allzu spektakulärer Kausalzusammenhang.

            So hangelst du dich von einem Narrativ aus der regierungstreuen Propaganda zum nächsten, anstatt diese zu hinterfragen und den Kontext zum größeren politischen Rahmen herzustellen.
            Denn: Es gibt durchaus eine politische Agenda und die ist von den USA vorgegeben. Sie lautet: totale Marktwirtschaft für die ganze Welt. (genannt: Globalisierung). Sprich: Freihandel für alle Waren (und auch der Mensch ist in diesem System eine Ware). Womit wir bei der widerrechtlichen Legalisierung der illegalen Migration wären.

            Darauf sollte man hinweisen, wenn man die Diskussionen auf ein höheres Niveau heben will. Blendwerk verbreiten die etablierten Massenmedien schon genug. Daran sollte man sich wohl eher nicht beteiligen.

            • Stefan Sasse 9. Januar 2016, 11:08

              Ich glaube, in den Chor der Merkelbegeisterung habe ich noch nie eingestimmt. Und klar ist sie ersetzbar. Das ist jeder. Und es gibt einen Unterschied zwischen Griechen ignorieren und Flüchtlingen helfen. Ich stimme ihr da nicht zu, aber das ist nicht inkosistent.

              Da stimme ich dir nicht zu.

              Bin auch nicht der Überzeugung, das zu tun.

      • QuestionMark 8. Januar 2016, 19:26

        Ach ja, und vielleicht noch etwas zur Charakterisierung Merkels. Kurz und bündig: Sie ist eine pathologische Narzisstin. („Die Narzisstin ist ein menschliches Chamäleon“)
        Sie zerstört Strukturen auf unsere Kosten und bedient damit ihre krankhafte Persönlichkeitsstruktur.
        Wolfgang Herles hat richtigerweise gesagt: „Merkel ist unpolitisch.“
        Denn: Sie braucht auch überhaupt nicht politisch zu sein. Es geht ihr darum ihren krankhaften Trieb zu füttern. Und das gelingt ihr leider. Auf unser aller Kosten.

  • Ariane 8. Januar 2016, 18:03

    Vielen Dank! Sehr interessant anzuhören und wirklich gute Aufnahmequalität (obwohl eure Sprachlautstärke teils weit auseinander lag)
    Ich muss sagen, dass ich die Berichterstattung über Köln mittlerweile nur noch mit einem halben Auge verfolge, weil es unmöglich geworden ist, das ganze einzuschätzen und jeder (v.a. zb die AfD) versucht, da seinen eigenen Spin reinzubekommen, während andere versuchen zu differenzieren und man da dann wiederum auch nicht weiß, ob das nicht schon etwas zuviel des Guten ist.
    Und was du auch angesprochen hast und was mich völlig irre macht, ist dieses aktuelle völlige Werte-Wirrwarr. Die, die jetzt Zeter und Mordio schreien und von Horden Afrikanern fabulieren, die Jagd auf deutsche Frauen machen, sind genau die, die damals während der Aufschrei-Debatte tatsächlich behaupteten, sexuelle Belästigung wäre doch als Kompliment zu sehen und als Frau sollte man sich geschmeichelt fühlen. Mit der Debatte um Homosexuelle ist es natürlich genau das gleiche.
    Auch Dubio schlägt ja in eine ähnliche Kerbe und fordert nun Wertediskussionen und „deutsche Leitkultur“, obwohl er hier auch eher als Gegner von Homosexuellenrechten und Feminismus auftrat.
    Als jemand, der diese Werte schon immer vertreten hat und zwar genau gegen diese konservativen Meinungen fühlt man sich da schon etwas veräppelt.

    • Stefan Sasse 8. Januar 2016, 22:54

      Ja, ich hab einfach nur ein Standard-Skype-Recording-Tool hergenommen, das bringt keine überragenden Ergebnisse. Meine anderen Podcasts werden sonst immer am anderen Ende aufgezeichnet 😉

      Zum Rest stimme ich dir zu da schreibe ich auch noch was dazu.

    • Brigitta 11. Januar 2016, 07:13

      Wohltuend erfrischender Kommentar, der einiges von meinen Gedanken zu diesen Themen spiegelt. Zu einer abschließenden Beurteilung bin ich noch lange nicht gelangt.
      Die massiven Übergriffe auf vor allem Frauen passier(t)en leider in einer Zeit, in der hier viele meinen, Deutschland hätte keinen Feminismus mehr nötig, da alle gleichwertig/berechtigt sind. Nun überdeckt in meinen Augen die eigentlich notwendige öffentliche Debatte, ob dem wirklich so ist, der willkommene, fremde Täter. Wir müssen nicht mehr nachdenken, ob ohne diese auch bei uns immer noch etwas schief läuft.
      In meinen Augen ist die Gleichwertigkeit der Individuen noch nicht im Alltag angekommen, an vielen Orten nur in schönen Reden oder weil es opportun ist.
      Damit negiere ich nicht die riesige Baustelle der Flüchtlingspolitik und die hausgemachten Probleme damit. Aber das ist eine andere Baustelle.
      Der Bewältigung dieser Probleme müssen wir uns stellen. Vorschläge dazu hat z.B. der Kommentator Ralf hier zum Artikel „Flüchtlings-Probleme: Reden wir über Sex“ gemacht. Genau in diese Richtung muss es gehen.

      Ehrlich gesagt sehe ich nur ziemlich schwarz, dass da mit unserer ideenlosen, getriebenen Regierung irgend etwas zu reißen ist.

  • QuestionMark 9. Januar 2016, 03:40

    zu Merkel noch ein relativ aktueller Auszug eines Textes von Wolfgang Herles :

    „Es hilft jetzt nur das rasche und gründliche Entmystifizieren einer Figur, die sich versehentlich in die Politik verirrt hat, in die sie, ja, das wissen wir jetzt, nicht gehört.

    Sie spricht tatsächlich kein verständliches Deutsch. Sie kann tatsächlich nichts vernünftig erklären. So wie sie daher quatscht, sieht es in ihrem Kopf tatsächlich aus. Sie will nicht überzeugen, sie will regieren. Sie will sich selbst in Staunen versetzen. Sie ist schlau und dumm zugleich. Sie ist inzwischen beratungsresistent und besserwisserisch. Sie beherrscht ihr Handwerk nicht. Sie hat nicht Schaden vom deutschen Volk gewendet, sondern Schaden verursacht. Sie hat früher einmal überzeugt, wenn sie mit ruhiger Hand nichts tat, aber immer schon versagt, wenn sie zur Tat schritt (siehe Energiewende).

    Die Deutschen sind ihr aufgesessen. Sie sind entweder Technokraten oder Romantiker. Merkel hat erst die einen, dann die anderen bedient. Und die politikmüden, harmoniesüchtigen, dekadenten Wohlstandsbürger sowieso. Das Phänomen Merkel ist das Phänomen Deutschland. Eine Demokratie, die auf Merkel hereinfällt, hat keinen Grund, sich erwachsen zu fühlen.“

    http://www.rolandtichy.de/kolumnen/herles-faellt-auf/fluechtlingskrise-angela-merkel-und-der-tanz-der-vampire/

  • QuestionMark 9. Januar 2016, 17:50

    Hier noch ein ein Auszug aus einem aktuellen Artikel zum systematischen Betrug via Desinformation über die etablierten Massenmedien. Damit man versteht wie diese Propagandamaschine arbeitet:
    Er solle im Zusammenhang mit den sexuellen Gewalttaten gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln nicht von Flüchtlingen sprechen, habe ihn ein Fernsehredakteur kürzlich vor einer Sendung angewiesen, sagte Pfeiffer, als er am Donnerstagabend in der „Phoenix Runde“ zu Gast war. Sonst, wurde Pfeiffer gesagt, breche man das Interview sofort ab: was für ein Paradebeispiel für ein Nichtwahrhabenwollen, das ob der sich verdichtenden Informationen über die Nacht von Köln nur noch absurd wirkt. […]“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/oeffentlich-rechtliche-regie-wer-zur-gewalt-in-koeln-nicht-gefragt-ist-14004450.html#Drucken

    • QuestionMark 10. Januar 2016, 01:28

      So, ich hab mir die originale Aussage von Pfeiffer mal angeschaut. Und es war nicht so wie im FAZ-Artikel dargestellt. Pfeiffer wurde zwar von Journalisten aufgefordert nicht von Flüchtlingen zu sprechen. So weit ist seine Aussage richtig wiedergegeben.
      Der Interviewabbruch wurde dann in der Folge allerdings von Pfeiffer vorgeschlagen. Und eben nicht von den Journalisten (als Disziplinierungsmaßnahme wie im oben verlinkten Artikel angedeutet). Das ist schon etwas ein Unterschied.

  • QuestionMark 9. Januar 2016, 23:18

    Fortsetzung zur Diskussion weiter oben…
    Thema: Merkels „Humanismus“
    @Sasse
    Da bist du wieder auf die Merkel-Propaganda hereingefallen. Sie will überhaupt niemanden helfen (weder den Griechen, noch den Migranten). Das hat sie übrigens auch bereits verklausuliert an ihre mittlere CDU-Führungsebene kommuniziert. Sie hat mitgeteilt, dass „man ein freundliches Gesicht zeigen will“. Das heißt, bei dieser Art der Kommunikation, explizit gerade eben auch, dass man nicht wirklich freundlich sein will. Man möchte nur den Anschein erwecken. Entsprechend hat man (leider völlig verfehlte) Schritte eingeleitet um die Türken die „Drecksarbeit“ machen zu lassen.
    Deine Analyse von Merkels Tun ist noch etwas unausgereift. Da solltest du noch mal etwas darüber nachdenken.
    Als Erinnerungsstütze dient vielleicht die Merkelsche Unterstützungslinie für den Irak-Krieg. (Motto: „Mit Merkel als Bundeskanzler wäre Deutschland mitmarschiert“)
    => Merkel als Humanistin zu sehen ist wirklich völlig daneben.
    Die Frau denkt in opportunistischen Kategorien. Der Rest der Menschheit kommt da nur als Mittel zum Zweck vor. Als „Bewunderer“ der Narzisstin. Dafür wird getäuscht, gelogen und betrogen. Notfalls auch gemordet (s. Irak).

    • Stefan Sasse 10. Januar 2016, 11:25

      Irak ist mittlerweile dreizehn Jahre her. Gestehe Merkel vielleicht etwas Wachstum zu.

      • QuestionMark 10. Januar 2016, 12:06

        Da gibt es keine Entwicklung zum Positiven. Sie bedient ihren narzisstischen Charakter. Und in dieser Logik ist es nun mal opportun den Amerikanern in den Arsch zu kriechen.
        Siehe dazu auch die vorbereitete und scheibchenweise vorangetriebene Syrien-Kriegsbeteiligung samt der zugehörigen Propaganda („Müssen Verantwortung übernehmen“ => Beteiligung an US-amerikanischen Angriffskriegen und Regime Changes)
        Auch der Exodus (Thema: Elendsmigration) wird im US-amerikanischen Milieu als Kriegsmittel diskutiert.
        Nur das so etwas im seichten Niveau der deutschen Mainstreampresse niemals ein zentrales Diskussionsthema werden wird.

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