Homophobie ist kein Pickel

Ein Gastbeitrag von Ariane

Dummerweise war es eine Satire vom Spiegelfechter, die bei mir den Ausschlag zum Tastaturgeklimper gegeben hat. Aber Satiren haben ja häufig einen ernsten Kern und die Grundaussage darin hörte ich in den letzten zwei Tagen durchaus häufiger: „Nur weil ein Mann als Frau mit Bart einen Gesangswettbewerb gewinnt, ist das Problem der Homophobie nicht gelöst“ Es scheint mir absurd, aber vielleicht muss man es doch mal aufschreiben:

Homophobie (genau wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und anderer menschenverachtender Dreck) ist kein Pickel! Das verschwindet nicht über Nacht und lässt sich auch nicht auf die Schnelle beheben. Also Überraschung: die Probleme der Welt sind damit nicht gelöst. Aber es ist ein kleines, großes Zeichen, wenn Conchita Wurst den Eurovision Song Contest gewinnt. Genauso wenn der erste offen schwule Footballspieler in den USA einen Profivertrag bekommt. Wenn Thomas Hitzlsberger sich als erster deutscher, bedeutender Fußballspieler outet. Wenn Berlin einen schwulen Bürgermeister wählt.

Ich selbst bin nicht homosexuell, ich freue mich darüber und gut ist. Durch Gespräche und Beobachtungen weiß ich aber, wieviel solche Beispiele meinen homosexuellen Freunden bedeuten und die leben alle längst geoutet in behaglichen Umfeldern, die sie so akzeptieren, wie sie sind. Wieviel mag das erst Homosexuellen bedeuten, die sich noch nicht geoutet haben? Die vielleicht irgendwo in Russland oder in einem kleinen deutschen Dorf sitzen und Angst davor haben, zusammengeschlagen zu werden? Die sich täglich mit Beleidigungen und Diskriminierungen auseinander setzen müssen?

Putin ist nicht Adressat

Wenn man die Siegerrede und Interviews von Conchita Wurst hört oder auch die Interviews nach Hitzlsbergers Outing liest, dann richten sich diese oft nur indirekt an Putin, Sarrazin, Matussek oder andere Rückständige. Die ersten Adressaten sind meist all die unbekannten Homosexuellen, die Angst haben sich zu outen oder sich geoutet haben und nun mit Anfeindungen oder Schlimmerem konfrontiert sind. Im erweiterten Umkreis dann noch alle anderen Menschen, die für eine Welt ohne Vorurteile und Anfeindungen kämpfen. Und erst dann, ganz zum Schluss, geht es um homophobe Hohlköpfe.

Vor vier Jahren wurde das Projekt It gets better gestartet. Der Auslöser dafür waren eine Reihe von Selbstmorden von homosexuellen Jugendlichen, die zuvor gemobbt wurden. Auch hier hat sich niemand die Mühe gemacht, sich an die Mobber zu wenden und denen etwas zu erzählen. Nein, die ganze Kampagne richtet sich direkt an die homosexuellen Jugendlichen, um ihnen Mut zu machen, dass es besser wird und mittlerweile Welten, Realitäten, Filterbubbles existieren, in denen Homosexuelle unbeschwerter leben können.

„Für Euch haben wir keine Zeit“

Und das ist meiner Meinung nach auch genau das Zeichen, das nun mit Conchita Wurst um die Welt oder zumindest durch Europa geht. Ja, es gibt homophobe Hohlköpfe und es wird sie wohl noch lange geben und sie sind laut und nerven und im schlimmsten Fall sind sie für Homosexuelle sogar eine Bedrohung.

Aber sie sind nicht die Welt. Es gibt Massen von Menschen, die deren Auffassungen nicht (mehr) teilen. Massen von Menschen, die eine Conchita Wurst zum ESC-Sieger wählen, einen schwulen Bürgermeister wählen, sich laut darüber freuen, dass The Hitz sich geoutet hat. Massen von Medien, die nun positiv über Conchita Wurst schreiben, wie sie vorher positiv über Hitzlsberger geschrieben haben. Massen von Menschen, die eine Gesellschaft wollen, die niemanden aufgrund unterschiedlicher Sexualität benachteiligt und die sind auch laut.

Davon gehen die Homophoben nicht weg, die sitzen weiterhin in Kommentarspalten, kleinen Blogs oder in russischen Talkshows, regen sich nun fürchterlich auf und verkünden ihre Angst vor dem Untergang Europas, Medienmanipulation, Aussterben der Menschheit und ähnlichem. Aber wie Conchita Wurst selbst so schön sagte: „Für Euch haben wir keine Zeit“.

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  • Stefan Sasse 14. Mai 2014, 18:04

    Danke.

    • Ariane 15. Mai 2014, 15:13

      Ebenfalls danke an Euch, dass ich meinen Gastartikel hier veröffentlichen durfte.

  • In Dubio 15. Mai 2014, 08:41

    Ich fand an dem Beitrag lediglich interessant, dass Conchita Wurst eine tolle, sehr feminine Stimme hatte. Das Tamtam herum schaffte lediglich die Aufmerksamkeit, um im Vorfeld die Basis für den Erfolg zu legen. Marketingtechnisch war das genial, albern dagegen, was politische Folkloristen daraus machten.

    Was ist toll daran, dass Klaus Wowereit Regierender Bürgermeister von Berlin ist? Warum war es nicht so toll, dass Ole von Beust Bürgermeister von Hamburg war? Oder Guido Westerwelle deutscher Außenminister? Sowohl Wowereit als auch von Beust galten nicht gerade als Arbeitstiere und ihre Politik zumindest als diskussionswürdig. Und ist es auch so toll, dass der frühere Hamburger Bürgermeister heute mit einem an Jahrzehnten jüngeren Partner zusammenlebt?

    Diese Personen gelten als Symbol. Als Symbol wofür? Und sind wir nicht wirklich genügend von Symbolen übersäht? Warum brauchen wir ein Symbol dafür, dass ein Politiker mit einer Außenseitersexualität eine wichtige Rolle in diesem Land spielen kann (ungeachtet seiner Politik), aber warum brauchen wir kein Symbol, dass ein Politiker mit einer Politik gegen Mainstreamansichten (nennen wir ihn Neoliberalen) Politik für die Mehrheit machen kann – ungeachtet seiner „normalen“ Sexualität, die er mit 95% seiner Mitmenschen teilt?

    Eine Studie hat dieser Tage den Deutschen ein gewachsenes Maß an Toleranz bescheinigt. So schwer sich Toleranz messen lässt: Für die Einstellung gegenüber Homosexuellen gilt das nur bedingt. Da möge sich mancher noch an seine Schulzeit erinnern, wie oft wurde jemand auf dem Schulhof als schwul gehänselt. Weil er etwa mit 10 schon als schwul galt? Mitnichten. Kinder sind Herdentiere und üben Sozialverhalten. Dazu gehört, sich in einer Gruppe durchzusetzen (fällt Frauen immer noch schwer). Andere zu stigmatisieren gehört dort dazu wie in der Politik. Und in Blogs. Nützt es etwas? Wir haben als Kinder beigebracht bekommen, das Wort mit „Sch“ nicht zu benutzen. Es hat sehr viel gebracht.

    • Ariane 15. Mai 2014, 14:13

      Also zu dem Marketing-Aspekt: Ich weiß gar nicht, ob das wirklich so groß war. Ich hatte vorher nur gehört, dass Österreich ne Frau mit Bart schickt. Hab aber weder ein Bild gesehen, noch das Lied gehört, noch sonstwas. Also diese Aufmerksamkeitsgenerierung im Vorfeld ging total an mir vorbei und ich war von dem Auftritt trotzdem (oder gerade deswegen) angetan.
      Und ich glaube, man muss auch keine alberne politische Folkloristin sein, um es für mehr als einen Contestsieg zu halten, wenn Conchita Wurst die Trophäe in die Höhe hält und „We are unstoppable“ ruft.
      Hier falls Du es nicht kennst: http://www.youtube.com/watch?v=9OxVSeAgIw0

      Also ich glaube, es ist schon ein Symbol oder ein Zeichen, und zwar ein wichtiges. (von Beust und Westerwelle und bestimmt noch ganz viele andere gehören da auch rein, aber Wowereit war nun mal der erste)
      Und wofür? Das hängt vom Standpunkt ab, für Sarrazin wohl eher ein Zeichen, dass Deutschland bzw Europa sich nun aber mal wirklich abschafft.
      Für Leute wie mich, die sich eine Welt wünschen, in der es egal ist, wen jemand liebt oder wie er aussieht oder was sonst noch, ist es ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind (John Oliver(?) sagte auf HBO sinngemäß: „..dass die Welt ein Stückchen besser geworden ist“). Für Homosexuelle selbst ist es – so glaube ich – noch viel bedeutender, weil sie direkter betroffen sind. Sozusagen ein Riesen-„It gets better“, auch wenn ihnen damit nicht direkt geholfen ist.
      Und ja, zumindest die Leute, die eine Welt ohne Diskriminierung wollen, brauchen solche Symbole ab und zu, also ich zumindest. Nicht wie die Luft zum Atmen, aber zum Sich-Freuen oder zum Erinnern, wenn Sarrazin wieder so laut von jedem Titelblatt ruft, dass ich das auch höre.
      Und wenn Du von Deinem liberalen Wunschland träumst, täte ein Symbol hier und da bestimmt auch gut, um Dir Deinen Glauben zu bewahren. 😉

      • In Dubio 16. Mai 2014, 10:09

        Aufgrund des Marketings wurde über keinen anderen Teilnehmer so intensiv berichtet wie über Österreich. Als der Beitrag aufgerufen wurde, machte der deutsche Kommentator nochmal explizit auf Conchita Wurst aufmerksam, dem entsprechend lauschte ich den Tönen. Bei einem Wettbewerb, wo die Melodien weitgehend austauschbar sind, ist das ein unschätzbarer Vorteil an Aufmerksamkeit.

        Entsprechend war das Ergebnis der Abstimmung. Österreich gewann, weil die meisten Zuhörer mit ihren Anrufen so votierten. Wäre es rein nach den „Musikexperten“ gegangen, wäre nur ein Platz rausgesprungen. Es ist wie bei DSDS: es gewinnt nicht zwangsläufig der Beste, sondern wer die Zuschauer (nicht Zuhörer) anzusprechen weiß.

        2006 führte die damalige Große Koalition mit dem Finanzminister Peer Steinbrück eine explizit sogenannte „Reichensteuer“ ein. Seit dem werden Einkommen oberhalb von 250.000 EUR mit einem gesonderten Spitzensteuersatz von 45% belangt. Die Regierung um Bundeskanzlerin Merkel begründete die Maßnahme trotz geringen Einnahmepotentials mit der Notwendigkeit, ein Symbol zu setzen, dass die Wohlhabenden in diesem Land angemessen beteiligt würden.

        Genützt hat diese Symbolpolitik nichts. Das Aufkommen dieses Zuschlags liegt bei über 1 Mrd. EUR. Ohne Unterbrechung debattieren wir seit Jahren, ob die oberen 1% genügend am Gemeinwesen beteiligt seien und entwerfen praktisch jeden Tag neue Steuermodelle. Seit dem bekomme ich Pickel, wenn im Zusammenhang mit einer politischen Entscheidung von „Symbol“ die Rede ist. Es ist zu einem Synonym für „Nützt nichts, schadet hoffentlich nicht“ geworden.

        Nein, für meine liberale Welt brauche ich keine Symbole und ich habe sie noch nie politisch gefordert.

      • In Dubio 16. Mai 2014, 10:10

        Das Aufkommen liegt natürlich deutlich unter 1 Mrd. EUR.

  • Ariane 16. Mai 2014, 17:01

    Marketing: Joa, kann ich wirklich nicht beurteilen. Meine Filterblase trägt mir zu, dass Dortmund am italienischen Stürmer Immobile Interesse hat, aber nicht was mich beim ESC erwartet. Ist bei anderen Leuten vielleicht genau umgekehrt oder noch ganz andere Sachen.
    Ob es nun das Marketing, der Bart, das Lied, die schönen Augen oder die Ähnlichkeit mit Jack Sparrow waren, weiß ich nicht. Finde ich auch irrelevant.

    Also nun ja. Die Reichensteuer und Conchita als ESC-Gewinnerin scheint mir nun arg weit voneinander entfernt für generelle Symbolvergleiche und -kritik.
    Wenn Merkel und Steinbrück sagen müssen: „Hallo, das war übrigens ein Symbol!“ Dann hat das auf jeden Fall nicht funktioniert.
    Der Sinn eines Symbols ist ja, dass jeder das für sich interpretieren kann. Matussek oder Putin sehen Conchita als Symbol für nahenden Weltuntergang, andere als Symbol für eine Weltverbesserung. Sie selbst macht einfach nur ihr Ding.

  • Ralf 18. Mai 2014, 21:40

    Ich streue mal Salz in eure Suppe.

    Der Durchschnittsschwule ist nicht Conchita Wurst. Und der Durchschnittsschwule muss sich auch nicht in erster Linie gegen Putin oder Sarrazin wehren. Der Durchschnittsschwule, das ist der 16-jaehrige, der auf dem Schulhof gehaenselt und ausgeschlossen wird. Das ist der 20-jaehrige Student, der von den anderen gemieden und geschnitten wird. Das ist der Arbeitnehmer, der im Buero gemobbt und laecherlich gemacht wird. Das ist der 35-jaehrige, der weiss, dass seine Familie den Kontakt zu ihm abbrechen wuerde, wenn er seine Sexualitaet offen nach aussen lebt.

    Beruehmte homosexuelle Stars hat es auch in der Vergangenheit zuhauf gegeben, von Freddie Mercury bis Elton John. „Symbole“ hatten wir wirklich genug. Was wir heute brauchen, ist nicht Conchita Wurst, sondern mehr Respekt und Toleranz und Menschlichkeit im Umgang miteinander. Im Alltagsleben. Nicht beim Eurovision Songkontest.

    • In Dubio 19. Mai 2014, 09:38

      Wie lässt sich der „Durchschnittsschwule“ feststellen bei so 5%-Anteil an der Gesamtbevölkerung? Nur 20% der Deutschen studieren, davon sind so 10% Männer. Wenn ich richtig gerechnet habe, sorgen Sie sich also um 0,5% der Gesamtbevölkerung? Der 35jährige homosexuelle Familienvater muss tatsächlich sich sorgen, dass seine Familie mit ihm bricht, schließlich hat er langjährige Beziehungen auf Betrug aufgebaut. Da kann man schon sauer sein. Und wenn es lediglich um seine Eltern und Geschwister geht: die wissen bei einem 35jährigen Schwulen, dass er schwul ist.

      Wenn etwas an der Toleranzstudie wahr ist, die letzte Woche veröffentlicht wurde, dann dass die heutigen bis 40jährigen ausgesprochen aufgeschlossen und tolerant gegenüber Homosexuellen sind. Wo ist das Problem? Und in allen anderen Fällen darf man fragen, ob es wirklich notwendig ist, seine Sexualität so zu Markte zu tragen. Also, ich bin da etwas zurückhaltender…

  • Ariane 19. Mai 2014, 09:09

    So gesehen sind alle und niemand Durchschnitts-Irgendwas. Deswegen hab ich Michael Sam (den Footballspieler), Wowereit und Hitz danebengestellt. Das sind für mich alles ähnliche Symbole in ganz unterschiedlichen Bereichen, nichts was irgendwie auf „Showbusiness“ beschränkt ist und auch nicht alles gleich Stars, sondern eher irgendwie öffentliche Personen.

    Wie kommen wir denn dahin, dass der 16jährige Schüler nicht mehr gemobbt wird oder dass der 35jährige sich ohne Furcht oder schlimme Konsequenzen outen kann? Passiert das einfach von selbst? Morgen wachen wir auf und leben in einer besseren Welt?
    Wenn du das Argument umdrehst, wäre es völlig egal, wenn die Homophoben uneingeschränkt die Deutungshoheit hätten und von jedem Titelblatt und Fernsehsender unwidersprochen verkünden, dass Homosexuelle irgendwie pervers sind. Und wir nirgendwo Homosexuelle in der Öffentlichkeit hätten. Oder wenn doch, wäre es wiederum egal, wenn Matussek überall erzählt, dass nun die Welt untergeht.
    Es ist aber nicht egal. Wenn Homosexuelle in der Öffentlichkeit mehr akzeptiert werden, werden sie auch im Privaten mehr akzeptiert und umgekehrt. Das sind ja keine isolierten Bereiche, die nichts miteinander zu tun haben. Das läuft nicht alles im Gleichschritt ab, sondern ist ein Prozess.

  • Ralf 19. Mai 2014, 16:19

    Keine Ahnung wie wir dahinkommen, dass die Akzeptanz im Alltagsleben besser wird. Bessere Erziehung zuhause und in den Schulen moeglicherweise. Was ich meinte, ist nur, dass ich das Gefuehl habe, dass alle diese oeffentlichen „Symbole“ langsam fast schaedlich wirken. Die Menschen sehen Conchita Wurst gewinnt einen Wettbewerb und schliessen daraus, dass Schwule jetzt voellig akzeptiert sind. Dabei hat das mit der Realitaet rein garnichts zu tun. Genauso wie ich damals im Gespraech mit vielen Freunden immer wieder hoerte, dass Frauen jetzt voellig gleichberechtigt seien; schliesslich haben wir ja eine weibliche Bundeskanzlerin. Das Thema kann also abgehakt werden. Frau Wurst und Frau Merkel stehen aber nicht fuer den typischen Schwulen bzw. die typische Frau und sie haben nicht die typischen Probleme in der jeweiligen Gruppe. Sie sind lediglich ein Symbol. Und als solche kehren sie die tatsaechlichen Probleme unter den Teppich. (Bzw. sie werden von anderen als Besen benutzt, um die Probleme unter den Teppich zu kehren)

  • Ariane 20. Mai 2014, 16:52

    Naja für mich gehört das schon alles zusammen, ich glaube es würde nicht funktionieren, im Privaten für mehr Akzeptanz zu sein, während zb die öffentliche Meinung total konträr ist, das beeinflusst sich ja gegenseitig.
    Ich hab jetzt immer deutsche Politiker genommen, weil ich es albern finde, immer auf die „bösen Russen“ mit dem Finger zu zeigen. Aber hier ist der Vergleich eher angebracht (auch wenn ich da auf Medienberichte angewiesen bin und keine Insiderkenntnisse habe). Aber in Russland sieht es ja schon so aus, als hapert es im Privaten: Homosexuelle müssen zb eher mit körperlichen Übergriffen rechnen -> die Medien berichten gar nicht oder negativ über Homosexuelle -> es gibt rechtliche Einschränkungen.
    In Deutschland ist es andersrum: die private Akzeptanz verbessert sich -> Es gibt Homosexuelle in der Öffentlichkeit (nicht alle Stars) und Medien berichten überwiegend positiv -> die rechtliche Gleichstellung macht Fortschritte. Das würde ich jetzt mal die drei Hauptfaktoren nennen und ich glaube, wenn man eins davon ins Gegenteil verkehrt, ziehen die anderen mit.

    Mit dem Vergleich zu Angela Merkel: Hmm ich glaube, hier ist der Unterschied das Alter der Emanzipationsbewegung. Die der Homosexuellen ist noch sehr jung, während die der Frauen schon länger läuft und schon einiges erreicht hat (rechtliche Gleichstellung zb), deswegen ist Angela Merkel heute wirklich mehr ein Alibi-Symbol, weil Frauen heute andere Probleme haben als „Nicht Kanzlerin werden können“. Das war früher aber anders, ich würde hier Thatcher und von Bothmer (erste Frau mit Hose im Bundestag, war damals ein Skandal) oder andere nennen, die ich eher als Wegbereiterinnen ansehen würde.
    Der 25. schwule ESC-Sieger oder Footballspieler wäre auch kein Mordssymbol mehr 😉

  • Ali 23. Mai 2014, 15:01

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