Die GroKo kann, weil sie nicht muss

„Zwei Parteien, die sich nicht gegenseitig hassen“:  Das ist wohl eine Perspektive auf die anstehende große Koalition, die man so nur von außerhalb des Landes, in diesem Fall aus Österreich, entwickelt. Robert Misik, den ich schön länger für einen der klügsten Mittelinks-Intellektuellen im deutschsprachigen Raum halte, hat seine Wahlempfehlung für die SPD-Basis formuliert: Mit Ja würde er stimmen. Schließlich sei die große Koalition nicht wie in Österreich ein dauerhafter Zwang. Ist hinterm Zaun das Gras immer grüner oder ist das einfach ein unaufgeregterer, realistischerer Blick auf die bundesdeutsche politische Lage? Ich glaube letzteres.

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  • Stefan Sasse 4. Dezember 2013, 07:17

    Absolut.

  • CitizenK 4. Dezember 2013, 13:54

    Von Robert Misik halte auch ich viel, obwohl seine Art zu sprechen in seinen Videos gewöhnungsbedürftig ist.

    In diesem Fall allerdings scheint es das das grünere Gras zu sein, das ihn motiviert. Er ist so begeistert über die Möglichkeit eines Mitgliedervotums – in Österreich offenbar völlig undenkbar – dass er die Schattenseiten übersieht. Eine GroKo als Dauer-Einrichtung wie in Österreich, das ist wohl doch nicht die Alternative.

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